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Up Topic Clubs und Co. / 40k Spielertreff Hamburg / Schlundwelten - Bruderschaft des rostroten Kometen (locked)
- - By Blue Date 24.12.2020 - 12:27


Ein Anwesen am Rande der Metropole. Ein gut gesicherter Haupteingang, keine Nebeneingänge, keine Lieferanteneingänge. Umgeben von hohen Mauern, die mit Stacheldraht gesichert wurden. Dahinter, ein gut gepflegter ausschweifender Garten mit Marmorfiguren und ein mit weißen Steinplatten vorgegebener Weg, gesäumt von hochgeschwungenen dekorativen Torbögen, an denen seltene außerplanetarische Rosen emporwuchsen. In der Mitte des Geländes, ein mehrstöckiges Gebäude im klassischen Stil von Terra; die Außenwände mit komplizierten Fresken versehen. Versteckt hinter der prunkhaften Dekoration: elektronische Sicherheitsmaßnahmen. Sensoren überwachten jeden Zugang. Sie reagierten nicht auf die Bewegungen der verschiedenen Bediensteten im Garten, würden jedoch einen Eindringling sofort erkennen und Alarm auslösen. Kameras beobachteten jeden Winkel und leihten ihre schlaflosen Augen der Sicherheitszentrale des Anwesens.

Der Schlüssel zum Sicherheitssystem waren die für Außenstehende unauffälligen elektronischen Fußfesseln der Bediensteten. Die Sensoren tasteten sie ab und verglichen sie mit einer internen Datenbank, die regelmäßig automatisch und auch manuell überprüft wurde; in letzter Zeit öfter automatisch als manuell. Das System galt als narrensicher.

Ein Schatten hüpfte über die Mauer und landete im hinteren Teil des Gartens. Sensoren in der Mauer erfassten ihn, verglichen die Daten seiner Fußfessel mit der Datenbank – und schlugen keinen Alarm. Stattdessen begannen die Kameras in diesem Teil des Anwesens damit, die letzten 30 Sekunden der Aufnahme in einer Endlosschleife wiederzugeben. Der Schatten warf seinen Mantel ab, der eine Uniform für die Diener des Anwesens verbarg und versteckte ihn in einem Gebüsch. Danach huschte er auf den Hauseingang für Bedienstete zu und bezog seitlich zur Tür Stellung. Kurz darauf öffnete sich die Tür automatisch und der Schatten huschte hinein, bevor sich die Tür hinter ihm schloss.

Kaum im Inneren angekommen, änderte er seine Körperhaltung. Er nahm eine professionelle, aber dennoch untergebene Haltung ein und bewegte sich geschäftsmäßig auf den hinteren Teil des Anwesens zu. Er mied größere Gänge und Hallen. Gelegentlich begegneten ihm Sicherheitsangestellte, denen er zunickte und die sein Nicken erwiderten.

Und so achtete niemand auf den Eindringling, der offen durch die Sensoren lief. Denn auch wenn man sein Gesicht nicht kannte, waren die Sensoren doch unfehlbar, die Kameras zeichneten alles auf. Es ging außerdem das Gerücht um, dass man diesen imperatorverlassenen Planeten ohnehin bald hinter sich lassen würde. Die Bediensteten des pompösen Anwesens, die zurückbleiben würden, um das Gebäude in der Abwesenheit des Inquisitors zu pflegen waren mannigfaltig, gesichtslos und wechselten oft. Wie unwahrscheinlich war es doch, dass sich ein Fremder so tief im inneren Teil des Anwesens befand, quasi unmöglich. Hätte jedoch eine Wache länger als nötig an der Uniform vorbei in das offen getragene Gesicht gesehen, hätte sie vielleicht bemerkt, dass lediglich seine Augen sich bewegten und er beim Nicken das höfliche Lächeln nie erwiderte. Außerdem hätten sie vielleicht die für einen Hausdiener ungewöhnliche kleine Tragetasche an der Hüfte bemerkt.

Am Ende des Anwesens angekommen, huschte der Fremde in das größte Büro des Anwesens, das um diese Uhrzeit wie immer leer stand. Zielsicher platzierte er in einer abgelegenen Ecke im hinteren Teil des Zimmers einen unscheinbaren, kleinen Gegenstand. Danach verließ er das Büro und ging geschäftsmäßig seinen Nicht-Tätigkeiten im Haushalt nach.

Wenige Minuten später betrat Inquisitor Geddon sein Büro.
Parent - By Blue Date 27.12.2020 - 16:04
Eine unmenschliche Hand hielt eine unscheinbare, kleine schwarze Box vor sein Gesicht. Sie drückte mit der Klaue, die sie anstelle eines Daumens hatte, auf einen Knopf an der Seite und die Wiedergabe der Aufzeichnung begann.
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„…zeichnung vorbereiten. Sicherheitsfreigabe: Alpha, Zweck der Archivierung. Aufzeichnung auf mein Kommando beginnen.“

Mehrere Minuten Stille, dann lauter werdende zackige Schritte. Die Schritte stoppten und kurz war das Geräusch reibender Kleidung zu hören. „Inquisitor?“

„Korporal. Berichten Sie von Anfang an – Beginn der Aufzeichnung.“

„Jawohl, Inquisitor. Die Berichte des Logistikzentrums waren korrekt. Die Zielperson befand sich im Missionsgebiet. Ich infiltrierte das Missionsgebiet wie befohlen und nahm eine verdeckte Position im hinteren Bereich des Lagerhauses ein. Ungesicherte Kisten mit alten Maschinenteilen. Die Kisten befanden sich in einer lichtlosen Ecke, eine geschützte Position. Ich beobachtete die Zielperson durch eine Lücke in der Kiste.“

„Wurden Sie gesehen?“

„Nein, Inquisitor. Das Lagerhaus ist heruntergekommen, innere Wände sind durchbrochen, aber ein Großteil der Beleuchtung ist funktionsunfähig. Ich musste das Nachtsichtgerät einschalten, um mich im Lagerhaus zurecht zu finden. Ich bin mir sicher, dass ich nicht enttarnt wurde. Ich hielt die Stellung und beobachtete, um mich der Zielperson zu vergewissern.“  Ein Geräusch wie von tiefem Ein- und Ausatmen. „Inquisitor, bei allem Respekt … Ich glaube, es handelt sich um die falsche Person.“

Ein Geräusch von knarzendem Leder. „Wie meinen Sie das?“

„Die Zielperson befand sich während der gesamten Observation in einem abgelegenen Teil des Lagers. Das Lager war menschenleer. Sie war alleine. Sie … sprach mit sich selbst.“

„Fahren Sie fort.“

„Inquisitor … der Mann befand sich in einem heruntergekommenen Lagerhaus und sprach ungereimtes Zeug. Etwas von Rost und Zeit. Ich habe ihn mehrere Stunden observiert. Er lief im Kreis, malte mit einem Stück Metall Symbole in den Staub und redete aufgeregt mit … Nichts. Da war niemand. “ Eine kurze Pause, dann: „Verzeihen Sie die Wortwahl, Inquisitor.“

Eine längere Pause zog sich durch die Aufzeichnung. Dann: Metallisches Klicken, gefolgt von mehreren Paffgeräuschen. Ein langes Ausatmen. „Sie haben die Mission abgebrochen?“

„Inquisitor, bei allem Respekt: der Mann ist keine Gefahr für andere. Bestenfalls für sich selbst. Er kann unmöglich der gesuchte Ketzer sein.“

Stille.

„Korporal, Ihr Pflichtgefühl gegenüber der lokalen Bevölkerung in Ehren, aber ist Ihnen bewusst, dass ich Sie für den eigenständigen Abbruch der Mission auf der Stelle exekutieren lassen kann?“

Ein leicht vernehmbares Geräusch von reibender Kleidung. „Ja, Inquisitor.“

„Es steht Ihnen nicht zu, die Ihnen gegebene Mission in Frage zu stellen. Warum, Korporal?“

„Inquisitor, der Mann ist keine Gefahr für …“

Ein Knall wie von einem Faustschlag auf einem Tisch. „Korporal, überstrapazieren Sie nicht meine Geduld. Ihre Moralpredigten können Sie sich für Ihre Trinkkameraden aufsparen. Ihr Auftrag war eindeutig. Ich will, dass Sie das Ziel erneut ausfindig machen. Töten Sie diesen Ketzer. Beenden Sie Ihre Mission, Korporal. Das ist ein Befehl.“

Einige Sekunden Stille …dann: „Jawohl, Inquisitor.“

„Weggetreten.“

Ein deutlich vernehmbares Geräusch von reibender Kleidung, gefolgt von dem leiser werdenden Echo schneller Schritte.
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Die klauenbewehrte Hand drückte erneut den Knopf und das schwarze Tongerät verstummte.
„Siehsst du, Korrrporal?“ Die Betonung machte den Rang zu einem Ausdruck des Spots, der auch den schwer gezeichneten Akzent überlebte. „Wir wisssen alless über euch. Unsere Augen ssind überrall."
Parent - By Blue Date 04.05.2021 - 10:13 Edited 04.05.2021 - 13:45
Es war Tag. Die Sonne brannte auf sie nieder. Trugbilder flackerten in der Ferne und verschwanden je näher er ihnen kam. Durch die Schutzbrille waren sie ohnehin kaum erkennbar.

Es war Nacht. Der Wind pfiff durch die Lederjacke. Das kalte Metall des Lenkers griff nach seiner Hand und ließ sie nicht mehr los, bis die Sonne über den Dünen erschien.

Es war Tag. Jeroen wusste nicht mehr, wie lange er dem Truck schon folgte. Sein Gesicht war rau von dem Sand, den das Fahrzeug vor ihm aufwirbelte. Die anderen Motorräder folgten ihm und bildeten die Nachhut. Irgendwo vor dem Truck fuhren die Ridgerunner und sicherten das Gebiet.

Es gab keinen Grund dafür, so nah an dem Truck zu fahren. Keinen Grund außer, dass Immortan es so wollte. Jeroen hob den Kopf und konnte Immortans Panzerjacke ausmachen. Er lehnte wie immer locker am Geländer des Trucks. Der Primus genoss schon immer die Gunst des geliebten Patriarchen. Nun war der Patriarch fort, aber die Bruderschaft erinnerte sich. Immortan nutzte diese Gunst in vollen Zügen aus. Auch wenn er nicht der offizielle Nachfolger war, folgten seine Brüder ihm.

Es wäre so einfach. Jeroens linke Hand löste sich wie von selbst vom Lenker und wanderte zum Halfter an der Seite des Tanks. Er behielt dabei Immortan genau im Blick, dessen Hand langsam durch die zwei Metallplatten des Truck-Geländers glitt – und etwas fallenließ.

Ein Gegenstand der Größe einer Faust fiel wenige dutzend Meter vor Jeroens Motorrad in den Wüstensand. Jeroens Instinkt übernahm die Kontrolle. Er riss am Lenker, drückte sein rechtes Handgelenk durch und sein Motorrad machte einen Satz zur Seite. Er reagierte fast unmenschlich schnell, seine lange Erfahrung im Sattel nutzend und wich dem Gegenstand knapp aus ohne die Kontrolle über sein Motorrad zu verlieren. Doch er wusste – er war noch zu nah! Jeroen kniff die Augen in Erwartung der Explosion zusammen.

Sie blieb aus. Jeroen öffnete die Augen wieder und blickte sich um. Er hatte sich durch das Manöver ein Stück von der Gruppe entfernt. Einige seiner Jackals waren ihm gefolgt.

Das Vox knisterte und eine raue Stimme lachte ihm ins Ohr.
„Was ist los, Jeroen? Müde?“

Jeroens Gesicht verzog sich vor Wut. Er riss den Lenker abermals herum und brachte sein Motorrad wieder in Position hinter dem Truck. Immortan hatte sich halb zu ihm umgedreht und lächelte unverhohlen.

Das Vox knisterte und die hämische Stimme meldete sich erneut: „Sprachlos? Wenn du deine Fresse in den Sand stecken willst, mach‘ es allein‘ – nicht an der Spitze der Gruppe. Du solltest an deine Brüder denken, die dir folgen.“

Die Drohung kam unverhohlen. Jeroen war aufgefallen, dass längst nicht alle seiner Jackals seinem spontanen Manöver gefolgt waren. Der Rest folgte weiter dem Truck in einigem Abstand. Immortan forderte seine Autorität vor seinen Brüdern heraus. Und es gab nichts, was er dagegen tun konnte. Sein Vox war nur ein Endgerät. Er konnte nicht antworten, was Immortan natürlich wusste. Hitze breitete sich in seinem Magen aus und er biss die Zähne zusammen.

Jeroen riss sein Handgelenk nach unten und das Motorrad machte einen plötzlichen Satz nach vorne. Das Motorrad beschleunigte und hatte das Fahrzeug des Anführers der Bruderschaft schnell eingeholt. Er fuhr nun parallel zum Truck. Seine linke Hand löste sich vom Lenker und schwebte über dem Pistolenhalfter. Immortan lehnte weiter locker an der Metallrehling, folgte seinen Bewegungen jedoch aufmerksam. Er hatte seine Hand ebenfalls über dem Halfter seiner Nadelpistole. Mit seinem dritten Arm spielte er mit einer weiteren Granate.

Keiner schaute den anderen direkt an. Der Stand-Off hielt sich mehrere hundert Meter, bevor Jeroen schließlich nachgab. Seine linke Hand krallte sich um den Lenker und er ließ sich zurückfallen. Schließlich hob er seinen linken Arm erneut und ließ ihn über seinem Kopf kreisen. Die beiden Jackal-Gruppen formierten sich hinter ihm.

„Gut so“, antwortete eine zufrieden klingende Stimme über das Vox, bevor die Verbindung knisternd abriss. Immortan lehnte wieder locker an der Absperrung und ließ seinen Arm rausbaumeln. Die Granate war verschwunden.

Es war Nacht. Jeroen folgte dem Truck. Er spielte noch ein paar Mal mit dem Gedanken, es erneut zu versuchen. Von Zeit zu Zeit steckte Immortan seinen Arm durch die Absperrung. Manchmal hielt er etwas in der Hand, manchmal nicht.
Parent - - By Blue Date 30.05.2021 - 09:18
Es war kalt und dunkel. Kondenswasser tropfte von den niedrigen Decken. Manchmal wurde der Weg breiter und führte durch weite Hallen, die ebenfalls kalt und dunkel waren. An den Seiten reihten sich Geschäfte in allen Variationen auf. Von den vielen Bars, über die kleinen Reparatur-Shops bis hin zu Hehler-Stuben und Imperator-weiß-welchen-Läden in den Seitengassen, die dort auf arme Reisende warteten, um ihnen den letzten Rest aus den Taschen zu ziehen.

Der Raumhafen von Creus war unter Quarantäne gestellt, auch wenn niemand den genauen Grund hierfür kannte. Dennoch musste die planetare Verteidigung mit Munition und Vorräten versorgt werden. Das war ihre Aufgabe. Der Landgang gehörte dazu. Er sollte die Moral der Truppe heben. Alles in allem hasste er jedoch planetare Raumhäfen und diesen hier ganz besonders. Über die Quarantäne oder den Grund hierfür nachzudenken hob seine Stimmung nicht – also ließ er es bleiben.

Er ging an einer besonders dunklen Gasse vorbei. Im warmen Licht einer halb-offenen Tür saß eine Gestalt an der Seite einer Treppe, die Beine von sich gestreckt. Sie trug nur zerfetzte Lumpen und dennoch schien sie die Kälte der Gasse nicht zu spüren. Ihr leerer Blick traf den seinen, ohne ihn wirklich zu erwidern. Er schauderte und ging weiter. Seine Moral hob dieser Landgang jedenfalls nicht.

Er ging weiter und erreichte wenig später sein Ziel – eine Bar am Ende der Straße. Hier waren sie verabredet. Er ging auf die Tür zu, die sich mit einem Zischen automatisch öffnete und ihm das innere des schäbigen Gebäudes offenbarte. Es war dunkel, rauchig und an einigen Tischen leuchteten kleine Feuer vor den Gesichtern. Viele trugen die öligen Overalls, die sie als Hafenarbeiter und Mechaniker auswiesen. Er trat ohne zu zögern ein, um nicht weiter aufzufallen.

Es wurde still als er sich an den lokalen Arbeitern vorbei in das Innere schob. Seine Uniform hatte er abgelegt und gegen zivile Kleidung ausgetauscht. Dennoch muss etwas an seiner Haltung ihn verraten haben, denn die Köpfe der anderen Gäste folgten ihm auf seinem Weg. Vielleicht bekamen sie hier auch einfach nicht viel Besuch von Außerhalb. An der Bar angekommen, sah er sich um, konnte jedoch keinen seiner Kameraden ausmachen. Vielleicht war er noch zu früh.

Ein Mann in zerfetzter Arbeiterkleidung stand auf und kam auf ihn zu. Er stellte sich neben ihn an die Bar, knallte ein paar Münzen auf den Tresen und der Mann hinter dem Tresen begann routiniert, verschiedene Substanzen zu mischen. Schließlich schob er das Ergebnis seiner Bemühungen dem Mann zu – und dem Soldaten. Der Arbeiter trank das Gebräu aus und nickte dem Soldaten zu. Er spürte die schweren Blicke der umliegenden Gäste auf sich.

Er nahm das dreckige Glas in die Hand, drehte es ein wenig hin und her. Dem Aussehen und Geruch nach hätte man damit die Maschinen des Raumhafens ölen können. Er trank es in einem Zug aus. Das Gebräu schmeckte ungefähr so gut wie die Quarantäne. Der Arbeiter nickte ihm zufrieden zu und er spürte die Blicke der anderen von ihm abfallen. Die Geräusche kehrten in die Bar zurück.

Was führt dich her?, fragte der Arbeiter mit merkwürdig leuchtenden Augen.

„Logistik“, antwortete der Soldat wahrheitsgemäß. „Wir bringen eine Ladung Munition und Vorräte für die PDF.“ Warum erzählte ich ihm das?

Wie viele seid ihr?, fragte sein Freund weiter.

"30. 24 sind auf Landgang, 6 sind beim Schiff geblieben, einschließlich des Piloten."

Seid ihr bewaffnet?

Er machte einen Versuch, dem Fremden … seinem neuen Freund in die Augen zu schauen. Etwas stimmte hier nicht. Wer war dieser Mensch? Wo blieben die anderen? Er musste antworten …
"Nur Handwaffen, unter der zivilen Kleidung. Einige haben ihren Waffen im Schiff gelassen, glaube ich. Die Wache im Schiff ist mit Sturmwaffen bewaffnet, Lasgewehre. Geschütztürme am Schiff. Drei kampffertige Scout-Sentinels im Laderaum."

Wo ist euer Schiff?

"Im Dock A3. Der Code für das Schiff ist 5366421-A. "
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Als er die Bar verließ, sah der Raumhafen viel wärmer aus, fast schon wie ein zweites Zuhause. Er hatte ein neues, großes Ziel. Er würde alles dafür tun, dass es seinen neuen Brüdern gut geht. Er musste nun seine alten Kameraden suchen und hierher bringen, damit sie sehen, was er sieht, verstehen, was er versteht.
Parent - By Blue Date 30.05.2021 - 10:13
Es war der gefährlichste Moment der gesamten Operation. Raumhäfen waren gefüllt mit den unterschiedlichsten Sorten von Menschen und Sub-Menschen. Alle bewegten sich gleichsam geschäftig, wie auch ziellos. Einige waren hier, weil sie mussten und andere waren hier, weil sie wollten, wie etwa die Gruppe betrunkener Soldaten der imperialen Armee, die soeben an ihm vorbeitorkelte und ihn fast anrempelte.

Inquisitor Geddon verzog wutentbrannt das Gesicht und begann, seinen Kopf zu drehen, doch seine Begleiterin rammte ihm den Ellenbogen in die Seite. Er grunzte kurz auf, nickte und ging weiter. Dies war nicht der Moment, sich um die Verfehlungen der imperialen Armee zu kümmern. Er war angreifbar. Das war ihm bewusst auch ohne, dass Iridia ihn daran erinnerte.

Die Fähigkeiten der Psionikerin zur Erkennung von Intentionen waren in dieser Umgebung eingeschränkt. Es gab zu viel Hintergrundrauschen durch die sie umgebende Ansammlung an ziellosen Seelen, die Maschinen und die Servitoren des Raumhafens. Sie mussten weiter und zwar schnell. Ihre Fracht war unterwegs zu seinem persönlichen Schlachtkreuzer. Sie mussten den Planeten verlassen, solange es noch ging.

Auf Iridias Anraten hin hatten sie einen Tag zuvor sein Anwesen auf Creus genau untersucht und Spuren von Kultaktivitäten gefunden. Er wusste nicht, was genau die Kultisten in Erfahrung gebracht hatten. Ohnehin war ihre Organisation zerschlagen, es konnte sich nur um kleine Nester handeln, deren unbedeutende Insekten bestenfalls zufällig durch sein Sicherheitssystem geschlüpft waren. Sie handelten kopf- und ziellos und waren daher keine echte Gefahr. Den Kopf der Organisation hatte er schließlich sicher in einem Stasis-Tank verwahrt und würde ihn seiner Sammlung hinzufügen.

So etwas hat bis jetzt noch kein Inquisitor des Ordo Xenos vor ihm erreicht. Die Möglichkeiten, die sich ihm boten sobald er den Patriarchen des Symbiontenkults erst in Ruhe untersuchen konnte waren schier endlos … aber er musste ihn erst außerhalb des Systems schaffen. Daher durfte er jetzt nicht entdeckt werden. Die Überreste der Kultisten waren nicht das eigentliche Problem, aber durch ihre Störaktionen konnten andere, wie etwa die Inquisition aber auch lokale Arbites, die ihren Aufgaben zu gewissenhaft nachgingen, auf sie aufmerksam werden. Das musste er verhindern.

Er hatte dafür gesorgt, dass sein Schiff in einem Dock untergebracht wurde, das er schon öfter für seine Operationen benutzt hatte und dessen Sicherheitsoffizier er gut kannte. Sobald der Schwebetransporter eintraf, würden sie den Stasiscontainer einladen und diesen Planeten endlich hinter sich lassen.

Als er wenige Minuten später den Hangar von Dock 3 betrat, breitete sich ein Gefühl der Vorfreude in ihm aus. Nicht mehr lange. Der Transporter schien noch nicht angekommen zu sein, aber er konnte warten. Sie sahen sich zuerst im Hangar um ohne direkt auf ihr eigenes Schiff zuzugehen. Es befanden sich wie üblich viele Schiffe in diesem gutbesuchten Hangar, doch er hatte durch seine Kontakte bis jetzt jedes Mal ohne lange Wartezeit an- und abdocken können, auch ohne seinen Status als Inquisitor ausspielen zu müssen – was Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätte. Einen vielbenutzten Hangar zu nehmen hatte gleichsam Vor- wie auch Nachteile. Iridias Fähigkeiten waren eingeschränkt, aber in der Masse der Bewegungen fielen sie weniger auf.
Up Topic Clubs und Co. / 40k Spielertreff Hamburg / Schlundwelten - Bruderschaft des rostroten Kometen (locked)

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