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Up Topic Clubs und Co. / 40k Spielertreff Hamburg / Schlundwelten - Puss and Guts
- By Epidemicus Date 05.11.2020 - 17:06 Edited 05.11.2020 - 17:23


Es hatte alles so unschuldig angefangen, dachte Scriptor Drasten. Bruder Kings hatte leichtes Fieber entwickelt. Ungewöhnlich für eine Station die eigentlich immer eine regulierte Temperatur hatte und kaum Besuch von außen hatte. Aber nach Bruder Kings hatte es Broaden erwischt. Jackson. Smiths. Einer nach dem anderen bekam Fieber, husten, Durchfall. Es war kein Ende in Sicht. Kanzler Murkle beschloss die Kranken weg zu sperren. Man versiegelte die Türen, schaltete die Lebensysteme ab und wartete.
Einen Tag. Kratzen und Schläge gegen die Tür.
Zwei Tage. Weniger krächzen und Husten, kaum Bewegung
Drei Tage. Stille. Totenstille, sagten die Leute.
Am vierten Tag. Bewegung. Die Leute waren verwundert.
Am fünften Tag schickte Kanzler Murkle Drasten los. Was er schon gesehen hatte war schlimm. Blut und scheiße. Feuchte Wände in von Blut getränkten Lampen in rot erleuchtet. Und er war erst kurz hier.

Plötzlich. Bewegung.
Drasten hob seinen Lichtwerfer und schaute. War… war das ein Kind das vor ihm weggelaufen war? Das könnte nicht sein. Es gab keine Kinder in der Station und nichts hätte fünf Tage ohne Sauerstoff überleben können! "Hey!" Drastens Stimme klang viel zittriger als er gedacht hatte. "Komm zurück!" Ein Lachen? Oder Bellen? Während er noch erstarrt war, spürte er einen Druck an seinem Kopf. Etwas schleimiges hatte sich sanft um seinen Kopf gelegt und drückte fester und fester zu. Seine Augen verdrehten sich als er hilflos gegen einen feuchten Tentakel um seine Stirn schlug. Fußschritte näherten sich. Das Kind kam zurück. "Hilfe! Bitte hilf-" Aber die Worte blieben ihm im Hals stecken als er das Kind ansah. Nur hatte nie eine Frau ein solches Kind geboren,es hätte Kind und Mutter getötet. Lange, spitze Nägel fuhren über die Wände als es sich näherte, und Eiter lief langsam aus seinen hohlen Augenhöhlen.

"Herr", quieckte das nicht-Kind, hob einen Finger und deutete auf Drasten, "jetzt haben wir ihn, ganz bestimmt". Hinter dem Kind kam eine größere, fette Kreatur zum Vorschein. Bleich und haarlos, wie ein verwester Leichnam der sich mit Gas füllt aber vergessen hatte tot zu bleiben. In den schwabbeligen Fingern eine Liste. "Lass mich sehen" Die Stimme war… sanft. Melodisch. Freundlich. Kalte, stumpfe Augen betrachteten ihn. Langsam drehte sich der Kopf zum nicht-Kind. "Nun. Sieht er dir aus als sei er Baby?" Das nicht-Kind starrte ihn an, wartete auf eine Erklärung. "Was haben wir über Babies gelernt?" sagte der Leichnam geduldig "Sie sind hässlich?" "Das ist er. Und?" "Glatzköpfig?" "Auch das ist er. Und weiter?" "Lecker?" Der Leichnam seufzte und drehte sich zu Drasten. "Klein. Er ist zu groß. Babies sind klein und können nicht laufen." Der Leichnam sah Drasten mitleidig an. "Verzeiht. Er versteht diese Dinge nicht."

Das nicht-Kind näherte sich Drasten und sah ihn an. "Das kann man ändern!" Und mit einer schnellen Bewegung bis er in Drastens Bein, biss und schnitt, bis seine Beine komplett abgerissen waren. Blut und Knochen erbrachen sich aus seinen Hüften, während das nicht-Kind lachte und lachte. "Klein und kann nicht laufen! Klein und kann nicht laufen!"

Drasten wurde kalt. Der Leichnam öffnete seinen Mund und etwas kroch in seinen Mund. "Die Küssen sich" kiecherte das nicht-Kind und was-auch-immer Drasten festhielt antwortete mit einem grunzenden Lachen. "Oh Gott" dachte Drasten. "Ich habe mein Leben dem lernen gewidmet und nun werde ich von Idioten umgebracht" Der Druck um seine Stirn würde schlimmer als er noch ein letztes mal dachte "Welch Ironie..."
- - By Epidemicus Date 30.11.2020 - 13:17
Epidemius seufzte während er aus den Fenster sah. Theneb II gehörte nun ihm, die Menschen waren Teil seiner Armee geworden oder hatten die Station fluchtartig verlassen. Aber noch immer keine Spur des Hexers. Er hatte alle Kinder, Babys und werdenden Mütter persönlich verspeist, aber kein Glück. Vater würde nicht glücklich sein. Horticulous hatte seine Gärten und eine Armee von Fleischfressenden Bäumen. Kein Wunder, dass Papa ihn immer lieber mochte. Was hatte Epidemius schon zu bieten? Tinte und Notizen… Kein Vergleich zu der Schönheit der Natur. Ein weiteres Seufzen entglitt Epidemius als er aus den Fenstern blickte wo seine Seuchenträger gerade dabei waren Menschen zu verbrennen. Einer der Seuchenträger winkte ihm fröhlich, aber Epidemius Laune war so schlecht, er konnte nur halbherzig zurückwinken.

Zurück an die Arbeit. Er schob sich auf den Sessel der einst einem hohen Tier des Palastes gehört hatte, Kanzler AaaarghMeineAugen, so hatte sie sich jedenfalls vorgestellt. Langsam hob er seinen Stift aus Knochen und Blut und begann auf die menschliche Haut zu schreiben. „Lieber Papa. Mir geht es gut. Das Wetter ist ziemlich stürmisch, die Menschen sind aber alle sehr nett und lecker. Ich hoffe dir geht es gut? Was macht die Suppe? Grüß Isha von mir. Ich hoffe sie hat meinen letzten Brief…“ Die Tür wurde plötzlich aufgestoßen und ein Hüne von einem Dämon trat durch die Tür. Einst war Gugulu ein junger Prinz gewesen, schwach und krank. Dann hatte er sich Nurgle verschrieben, damit seine Schmerzen erlöst würden. Nurgle, in einem Anflug von Genialität welchen Epidemius nicht nachvollziehen konnte, so genial musste er sein, hatte den jungen Prinzen zu einem Dämonenlord gemacht. Die Menschheit hatte gedacht er sei ein guter Prinz, wenn er nur nicht krank gewesen wäre. Epidemius vermutete er war schon immer ein faules Stück Scheiße gewesen, nur konnte er früher weniger essen. Jetzt, wo er Essen bei sich behalten konnte, war er fett geworden. So fett, dass Epidemius in seinen Notizen nachschlagen musste wie Hummeln fliegen können, denn die Flügel die an ihm hingen waren viel zu klein für seinen Körper. Epidemius hatte Gugulu als seine rechte Hand bekommen, nachdem er Isha gefragt hatte ob Sie vielleicht einmal gemeinsam aus der Suppe Nurgles was essen gehen wollten. Papa hatte dabei gelacht, aber Papa war eben auch sehr fröhlich.

„Herr!“ Gugulu salutierte „Wir haben den Auftrag ausgefüllt!“ „Ausgeführt“ korrigierte Epidemius mit seiner sanften Stimme. „Auch das Herr!“ „Sehr gut. Wie ist es gelaufen?“ Epidemius blickte auf „Alles an Medizin eingesammelt die abgeworfen wurden. Da waren Frauen und ein sehr großes Feuerzeug, Herr, aber kein Problem“. Hinter Gugulu versammelten sich der Rest der Horde und blickte durch den Türrahmen, sollte es eine Belohnung geben. „Sie haben etwas von dem Imperator gerufen und geschrien, dass Ihre Gebete nicht erhört wurden, keine Ahnung was das bedeutet.“ Epidemius faltete seine Menschenhaut zusammen und lächelte. „Es bedeutet, dass das Imperium nun weiß, dass Puss and Rot kommt. Oh, Vater Nurgle wird zufrieden sein!“ Epidemius lachte und Gugulu lachte mit ihm, ein Lachen, dass sich immer weiterverbreitete und schon bald hallte Theneb II wieder vom Lachen der Seuchenträger wieder. „Ah!“ Epidemius hob die Hände und streichelte Gugulus fette Wange, „ich hoffe du hast einige Leben lassen“. „Gugulus Augen wurden etwas größer und er fing merklich an zu schwitzen „Ah, nun. Ja. Ja, das haben wir“. „Was hast du gemacht?“ „Ich habe Truppen in Schach gehalten Herr, damit Schwibbi, Schwabbi und Schwubbi die Anführerin attackieren konnten.“ Erpidemius runzelte die Stirn. „Das hast du Schwibbi überlassen? Einem Nurgling?“ „Ja Herr, ich war ziemlich außer Atem, ich war ziemlich weit geflogen und Schwibbi, Schwabbi und Schwubbi waren gerade in der Nähe.“ Der Anführer von Rot and Puss winkte ab. „Wir werden sie begraben. Papa wird uns neue senden“. „Sie leben, Herr.“ „Wie bitte?“ „Ja Herr, Schwibbi steht direkt hinter mir.“ Ein Nurglich trat vor, watschelte leicht und grinste Epidemius an. In seinem Kopf steckte noch immer ein Schwert und der Absatz eines Schuhs. „Ah, natürlich. Gut gemacht, Schwibbi.“ „Anke Err!“ Epidemius blickte zu Gugulu „Herr, seit dem Angriff kann Schwibbi seinen Mund nicht mehr richtig schließen“ „Enau“ bestätigte der debil grinsende Nurgling. „Es tut aer kau eh“ „Oh, schön.“

Epidemius zog sich hinter den Schreibtisch zurück. „Noch etwas wovon ich wissen sollte?“ Ein Beast von Nurgle drängelt sich vor, winkte fröhlich und schwang dann seine Arme vor und zurück. Beasts von Nurgle konnten nie sprechen, wegen der Tentakel in Ihrem Mund. „Was?“ Das Beast rollte die Augen, hielt fünf Finger hoch, winkelte die Arme an und schwang sie vor und zurück, in einer universellen Geste des Gehens. „Ich verstehe nicht“. Guguglu drängelte die Beobachter zurück in den Gang und schloss dir Tür, bevor er sich beschämt umdrehte. „Er ist fünf Schritte gegangen, Herr.“ „Schön schön“, Epidemius war schon wieder am Schreiben. „Ich lasse Papa wissen das wir Erfolg hatten, auch wenn der Hexer noch fehlt. Wie viele Truppen wurden getötet?“ „Nun… Keine.“

Stille.

Mehr Stille.

„Keine?“ „Nein Herr“ „Nicht eine?“ „Nein Herr.“ „Aber selbst Schwibbi hatte die Anführerin in Schach gehalten.“ „Ja Herr.“ „Und du hast ihn nicht unterstützt?“ „Nun Herr, also gedanklich war ich immer bei ihm… Aber so aktiv… nun… Nein Herr.“

Stille, so tief, dass man das prasseln der menschlichen Körper draußen hören konnte. „Und warum nicht?“ Gugulu hatte zumindest den Anstand beschämt auszusehen “Ich war wirklich sehr müde, Herr. Es war schon spät und mir war leicht flau vom Warpreisen. Du weißt doch, dass mir da immer schlecht wird.“ Epidemius musste einmal hinter Gugulu sitzen beim Warpreisen, und er wusste von der Tendenz des Prinzen sich beim Warpreisen zu erbrechen und/oder Flatulenz zu entwickeln. Nurgles Wege waren unergründlich. „Und da wir alles hatten an Medizin,“ brabbelte der Dämonenprinz weiter, „dachte ich: Hey. Gönnen wir uns doch einmal eine Pause.“
„Es war dein erster Auftrag“
„Ja Herr.“
Epidemius seufzte. Und wieder würde Horticulous Papas Liebling bleiben. „Du darfst gehen“.
Natürlich wusste Epidemius, dass er zufrieden sein sollte. Er hatte den Kampf gewonnen, aber mit dieser Armee… Es würde noch eine lange Schlacht werden.
Parent - - By Kinnay Date 04.12.2020 - 11:40
Mega gut. Ein sympathischer Haufen! :D
Epidemius scheint mir ein besonders onkelig-netter Geselle zu sein.

Aber: Hast du das Spiel gegen die Blutige Rose wirklich ohne einen einzigen Verlust gewonnen??
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 04.12.2020 - 13:40

>Aber: Hast du das Spiel gegen die Blutige Rose wirklich ohne einen einzigen Verlust gewonnen??


Ich war ja dabei und berichte kurz: es gab schon viele tote Modelle, besonders bei den Schwestern, aber keine einzige Einheit wurde komplett vernichtet. Das Spiel wurde aber auch nach Runde drei wegen Zeitmangels abgebrochen. In Runde vier hätte es fraglos die ersten ausgeschalteten Einheiten gegeben.
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