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Up Topic Clubs und Co. / 40k Spielertreff Hamburg / Schlundwelten - Die Steinbrecher (locked)
- By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 08.10.2020 - 22:25 Edited 12.11.2020 - 22:21


From iron cometh strength
From strength cometh will
From will cometh faith
From faith cometh honor
From honor cometh iron
This is the Unbreakable Litany. May it forever be so.


Zirkelmörder. Zweifachtäuscher. Günstling des Eisernen Schreckens.

Seine Handlungen nach dem Erscheinen des Cicatrix Maledictum hatten Iszhkar Eisenfratze einige neue klangvolle Namen eingebracht. Keiner davon war für den Hexer von Belang. Er hatte sie sich zweifellos alle verdient, als er seine Kriegerschar, den Zirkel von Opalbanya, und seinen Meister, den Meisterhexer Phlox der Gesalbte, verriet und der Vernichtung durch die Steinbrecher auslieferte. Doch hatte er diesen Verrat nicht für Titel begangen, sondern einzig und allein für Macht. Und diese war ihm zuteil geworden, denn der dämonische Meister der Steinbrecher, Kythnos Thargelion, hatte Iszhkar für seine Tat zum ersten Hexer seiner Kriegerschar gemacht. Seitdem leitet die Eisenfratze, begnadeter Divinist und Hexer, die Steinbrecher in Fragen des Warp und des Dämonischen.

Doch der Grund für seine Reise zum Mond Bahhadu war ein anderer. Von der Brücke seines Kreuzers blickte Iszhkar auf die von grünlicher Vegetation überzogene Oberfläche des Himmelskörpers. Die geborgenen Aufzeichnungen aus dem Necrontyr-Komplex auf Taria deuteten darauf hin, dass sich hier im Subsektor weitere Anlagen dieser uralten Xenosrasse befinden mussten. Und wenn er die Zeichen richtig gedeutet hatte, befand sich in einer davon eines der Artefakte, die Iszhkar begehrte wie kein anderer seiner Zunft: eine Nedemea. Auf Syrphonne war ihm einer seiner Feinde in der Jagd auf diese technologischen Wunderwerke der Necrontyr in die Quere gekommen und hatte den Nedemeensplitter „Eshmunyaton“ erbeutet. Iszhkars Hass brannte heiß beim Gedanken an Sorzus Loq, ältester Haemonculus des Zirkels der Zerschmetterten Helix. Doch dieses mal war es undenkbar, dass der widerwärtige Drukhare auch von dem Artefakt wusste. Es gab kein Leuchtfeuer, keine Spur außer den Inschriften, die nur Iszhkar selbst gelesen und anschließend vernichtet hatte. Nur die imperialen Verteidiger konnten sich ihm in den Weg stellen - und ihre Art schlachtete er bereits seit zehn Jahrtausenden ab.

Iszhkar durfte nur nicht das Misstrauen des Meisters der Steinbrecher wecken. Zwar erfreute er sich dessen Patronage, doch bei dem genetisch tief verwurzelten Misstrauen der Iron Warriors, konnte jeder Fehltritt das Ende dieses Status' bedeuten. Der Dämonenprinz Kythnos Thargelion war in das Ziel von Iszhkars Mission eingeweiht worden, doch wer beim Erbeuten der Nedemea am Ende die Kontrolle darüber erhalten würde, war noch nicht entschieden. Zumindest schmiedete der Chaoshexer bereits Pläne, um sich diesen Preis nicht so einfach von seinem Herrn entreißen zu lassen...

Mit einem letzten Blick auf die Oberfläche Bahhadus wandte er sich um und machte sich auf den Weg, die Brücke zu verlassen. "Bereitet die Sturmlandung vor. Wir nutzen Zielzone Gamma-2. Lassen wir die imperialen Schoßhündchen noch ein wenig im Dunkeln darüber, was wir auf ihrem Felsbrocken von ihnen wollen."

1. Hintergrundgeschichten
2. Einheiten der Steinbrecher in den Schlundwelten
- - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 12.11.2020 - 22:17
Hintergrundgeschichten
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 12.11.2020 - 10:58


Bolterfeuer. Licht. Sengende Hitze. Schmerz. Schmerz. Schmerz. Abgrundtiefe Schwärze.

...

Schmerz. Immer wieder Schmerzen, doch... anders. Ein Körper im Ringen mit Energien einer anderen Sphäre. Insidium. Insidium!


Vilos Dronn öffnete langsam die Augen und richtete seine Sinne nach außen. Um ihn herum roch es nach Blut, Desinfektionsmitteln und Medikamenten. Grelle Lichter blendeten ihn und das plärrende Piepen zahlreicher Gerätschaften klingelte in seinen Ohren. Die Medicae-Station. Er versuchte sich aufzurichten, doch sofort wurde sein gesamter Körper von Schmerzen gepeinigt. Wunden öffneten sich und Blut begann daraus hervorzuströmen. Sofort krochen bleiche Tentakel wie gierige Blutegel über seine Rüstung auf die Verletzungen zu und begannen, diese zu verschließen. Was Vilos sehen konnte erfüllte ihn mit Abscheu.

Er war mit den Hexern des Zirkels von Opalbanya einen Pakt eingegangen und hatten seinen Teil der Abmachung eingehalten. Dafür sollte er ein Artefakt erhalten, das seinen Körper frei von Mutation und dämonischem Besitz hielt - das Insidium. Doch das mit mächtiger Hexerei durchwirkte Gerät funktionierte nicht wie erhofft. Zwar blieb Vilos tatsächlich von offensichtlichen Mutationen seines Leibes befreit, doch das Insidium selbst begann den Schlachtenschmied als seinen Wirt zu verstehen und stellte sicher, dass er als solcher funktionierte. Eingelassen in den Schulterpanzer von Vilos' Servorüstung, flossen von dort widernatürliche Energien durch diese und durch Vilos' Körper und verbanden beide zu einer Bastion aus Fleisch, Metall und Warpenergie. Eine Perversion dessen, was der Schlachtenschmied eigentlich beabsichtigt hatte. Und dafür hatte der Zirkel büßen müssen, als er zusammen mit dem Hexer Iszhkar die Vernichtung der Kriegerschar durch die Steinbrecher auf den Weg brachte.

"Vilos, ihr seid endlich zurück aus dem Großen Ozean." hörte der Schlachtenschmied plötzlich eine vertraute Stimme. Er drehte vorsichtig den Kopf und sah verschwommen die Gestalt des Hexers. "Mir scheint, die Erfindung meiner ehemaligen Zirkelbrüder ist noch potenter als ich angenommen hatte. Nach der Melterwunde, die ihr durch die Kriegerinnen des Blutigen Schleiers erlitten habt, hättet ihr eigentlich tot sein müssen. Aber als unsere Suchtrupps euren Körper auf der Mondoberfläche fanden, hatten die Energien des Insidiums bereits mit eurer Rekonstruktion begonnen. Höchst bemerkenswert." Vilos spuckte schmerzverzerrt aus, als er das Lob für die Gerätschaft hörte, die dabei war ihn zum Knecht zu machen. "Ich weiß", fuhr Iszhkar Eisenfratze fort "ihr verabscheut die Hexerei und das Dämonische. Ginge es nach euch, würde jeder Krieg ausschließlich mit Hammer und Bolter geführt. Stoisch und unbeugsam, wie alle Söhne Olympias." Der Hexer wanderte im Raum umher, während er fortfuhr und langsam klarte sich Vilos' Blick auf. "Doch der Sieg im Langen Krieg bedarf auch anderer Mittel. Euer... unser Meister hat dies erkannt und lässt die Schmiede der Seelenpein ohne Unterlass dämonische Kriegsmaschinen für die Vernichtung unserer Feinde produzieren. Ihr tätet gut daran, eure neue Macht zu akzeptieren und zu nutzen. Und zu gewinnen..."

Bei den letzten Worten hatte der Hexer die Medicae-Station verlassen. Nur noch geistlose Servitoren umgaben Vilos Dronn und überwachten die Maschinen, die seinen Zustand analysierten. An seinen Körper wagte sich keiner von ihnen. Das Insidium war ihnen fremd und selbst ihre lobotomisierten Gehirne erkannten die Gefahr, die davon ausging. Ein Medicae-Deck und niemand kann mich von dem Geschwür befreien, dass mich zu zerfressen droht. Wie ironisch, dachte der Schlachtenschmied bitter.
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 25.01.2021 - 23:29


Auf Bahhadu folgt der Seelenfresser
Seinem Pfad durch die Zeitalter,
Zu erlangen einen Schatz
Den lachende Götter ihm auf ewig verwähren.

Doch er scheut nicht ihr Spiel und
Webt selbst an den Fäden des
Langen Bandes seines Schicksals.
Auf Bahhadu erscheint der Seelenfresser.

Mit ihm kommen Eisen und Feuer und Rauch
Denn kennt er Bundgenossen mit großer Macht.
Ihr Zorn kennt kein Maß und so tauchen sie
Bahhadu in Blut und Zerstörung.

Wehe den Schlundwelten,
Ergreift er dort seine Beute.
Dann ist Bahhadu erst der Beginn
Schreiender Seelen ohne Zahl.


Seherin Kathalyne de Juste, Excommunicare Heretis
- vor ihrer öffentlichen Verbrennung auf dem Platz der St. Elysia, Kardinalsstadt Gogelos Secundus
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 22.02.2021 - 00:04


Iszhkar Eisenfratze wartete. Sein genetisch modifizierter Körper war bereits fast damit fertig, die Wunden der vergangenen Schlacht zu heilen. Doch der Hexer wartete auf etwas anderes. Etwas wesentlich bedrohlicheres. Eine Nachricht seines Meisters würde kommen. So hatten es die Nimmergeborenen geflüstert und ihre Stimmen waren voll von Blutgier. Iszhkar wusste, dass es keine gute Kunde sein würde.

Die Kerzen in der Ritualkammer flackerten, als ein ätherischer Wind begann, den Raum zu erfüllen. An den Wänden zeigten sich Abdrücke von Klauen, die den Schleier der Realität durchbrechen wollten. Mehrere der anwesenden Servitoren begannen, sich unter Krämpfen zu winden und brachen zusammen, als Wesenheiten des Warp versuchten, sich ihrer Leiber zu ermächtigen. Und plötzlich: Stille.

Vor Ishkar materialisierten zwei mächtige Gestalten im Ritualkreis. Ihre Körper waren durchscheinend rot und flackerten immer wieder kurz bei Schwankungen der arkanen Konversionsfelder. Doch für den Zweck ihres Besuchs genügte es.
Iszhkar kannte sie beide: Vorgher von Praxas, Herr der Machinas Daemonica, und Ummek Korpanos, Erster Beschwörer. Beide waren einflussreiche Krieger der Steinbrecher und hatten Iszhkars Aufstieg in der Kriegerschar mit Argwohn beobachtet.

"Iszhkar... ihr seht... lädiert aus?" krächzte die Stimme Ummeks und Iszhkar meinte, den Anflug eines Lächelns in dessen Mundwinkel zu erkennen. "Der Widerstand hier ist gut organisiert. Für unseren Vormarsch müssen wir alle den Kampf in den Frontlinien führen..." "Vom Widerstand hat unser aller Meister schon erfahren", fuhr Vorgher dem Hexer ins Wort "und ich muss euch wohl kaum erzählen, dass euer mangelhafter Fortschritt ihm missfällt." Die Worte des schwer gepanzerten Kriegsschmieds waren wie Hammerschläge auf Iszhkars Magengrube. Er war rasant in der Gunst des Meisters der Steinbrecher gestiegen - und ohne dessen Gunst konnte er auch genau so schnell wieder herabstürzen. Das durfte nicht geschehen.

"Der Vormarsch wird unerbittlich fortgesetzt werden. Hier auf Bahhadu liegt ein weiteres Mosaikstück verborgen und ich werde es für unseren Meister bergen." sagte Iszhkar mit entschlossener Stimme. Er hatte keine andere Wahl. "Das werdet ihr Iszhkar", bestätigte Ummek mit seiner kratzigen Stimme. "Und wir haben bereits unsere Unterstützung angeboten, solltet ihr doch weiterhin Schwierigkeiten haben. Für unser gemeinsames Ziel sollten wir doch unsere Differenzen beiseite legen..." Dieses mal war sich Iszhkar sehr sicher, dass der Beschwörer ihn unverhohlen angrinste. Sie würden seine Schwäche ausnutzen und ihn für jeden weiteren Fehltritt zahlen lassen. Er biss zornig die Zähne zusammen.

...

Noch lange nachdem sich die Übertragung aufgelöst hatte und Iszhkar in die Ruhe seiner Meditationskammer zurückgekehrt war, beschäftigte ihn seine Situation. Der Wandler der Wege hatte ihn auf einen gefährlichen Schicksalspfad gelockt. Er würde all seine Gaben und Fertigkeiten benötigen, um zu bestehen.
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 26.05.2021 - 00:09


Chunk. Chunk. Chunk.

Das Geräusch der adamantenen Stiefel der Astartes auf dem Boden der Katakomben klang fremdartig und... falsch? Die Erfahrungen der Krieger sagten ihnen, dass ihre schweren Rüstungen bei jedem Tritt einen metallischen Klang abgeben sollten, doch in den Gängen tief unter der Oberfläche Bahhadus galten altes Wissen nur wenig. Keiner der Hünen, die den Hexer Iszhkar in die Necrontyr-Ruinen von Arnvokh begleiteten, hatte je einen Kampf gegen diese Xenos auf ihrem Grund und Boden geführt und hatte die dort zu findenden technologischen Wunder erlebt. Sie alle kannten nur die verheerende Wirkung der Waffen der Necrontyr und wussten, wie man ihnen auf dem Schlachtfeld begegnen musste, um zu bestehen. Und so verspürten sie alle ein gewisses Unbehagen angesichts der immer wieder aufgehobenen Gesetzmäßigkeiten der physischen Welt. Sicher, diese Erfahrungen machte jeder Anhänger des Chaos früher oder später auch mit dessen Mächten, doch dies hier war anders. Kälter. Emotionsloser. Leerer.

Einzig Iszhkar Eisenfratze war mit den Bedingungen auf Arnvokh vertraut. Auf seiner Suche nach den Nedemeen hatte er mehr als einen aufgegebenen Gruftkomplex der Necrontyr geplündert und so ihre technologischen Eigenheiten kennengelernt. Er war kein Warpschmied oder Magos, doch was seine Kenntnisse über die technischen Errungenschaften dieser Xenos anging, so konnten ihm viele dieser eher technisch orientierten Kontrahenten nicht das Wasser reichen. Und diese Kenntnisse hatten ihn nun in die Grüfte Arnvokh geführt, denn seinen Recherchen nach, war in diesen eine weitere Nedemea verborgen. Das Potential dieser technologischen Wunder der Necrontyr war gewaltig, denn sie beherbergten in vielfach verschachtelten Taschendimensionen das, was ihre ehemaligen Meister in ihnen zu sichern versuchten. Oftmals war dies vor allem Energie - gewaltige Mengen davon, die einst vor den hungrigen Sternengöttern verborgen werden sollten.

Zielgerichtet eingesetzt, konnten diese Artefakte theoretisch ganze Kriegsschiffe durch das Weltall befördern oder mächtige Waffen befeuern. Ohne Frage Einsatzzwecke, die dem Meister der Steinbrecher gefielen. Doch Iszhkar strebte nach etwas anderem. Welche Möglichkeiten waren denkbar, wenn sich die Nedemeen mit dem Dämonischen kombinieren ließen? Bisher war dem Hexer diese Verbindung nicht geglückt. Zu fremdartig war die Technologie der Necrontyr. Doch jede neue Nedemea brachte ihm neue Antworten und ließ ihn auf seinem Pfad voranschreiten. Und nun war das Artefakt von Arnvokh zum Greifen nahe...

---

Gang für Gang rückten die Krieger der Steinbrecher vor. Die Scheinwerfer ihrer Rüstungen ließen Lichtkegel durch die Dunkelheit der Gruft tanzen und in der Stille der Unterwelt wirkten selbst ihre gedämpften Schritte wie Hammerschläge. Der Feind hätte sie hören müssen... wenn es noch einen gegeben hätte. Stattdessen mehrten sich mit zunehmendem Vordringen in die Tiefe die Zeichen, dass es hier keine Verteidiger mehr gab - und dass sie ihre Ruhestätte nicht freiwillig aufgegeben hatten. Versengte Wände, Trümmerstücke und die allzu vertrauten Explosionslöcher von Boltergeschossen. Jemand war vor ihnen in die Gruft eingedrungen und hatte sich Kämpfe mit den Necrontyr geliefert. Und offenbar waren sie sogar erfolgreich gewesen. Keine Maschinenkrieger erwachten zum Leben, um die Steinbrecher zu vertreiben, keine Verteidigungssystem aktivierten sich. Nicht einmal das sirrende Klicken der metallischen Xenos-Käfer, die sonst wie Wartung der Gruftanlagen durchführten, war zu hören. Arnvokh war tatsächlich komplett verlassen.

Doch was bedeutete das für die Nedemea? Hatten die Angreifer sie ebenfalls erbeutet? Oder war ihnen gar nicht klar gewesen, was für ein wertvolles Artefakt in diesen Ruinen schlummerte? Trotz der Gewissheit, dass es jetzt keinen Unterschied mehr machen würde, spornte Iszhkar seine Krieger zur Eile an. Eine unerfreuliche Vorahnung begann, sich den Weg durch seinen Schäfel zu bahnen...
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 02.06.2021 - 00:05
Die Reliktkammer Arnvokhs war verwüstet worden. Die Wände waren übersät mit Einschlagslöchern von Boltgeschossen, von Plasmatreffern geschmolzenen Segmenten und Spuren zahlreicher viel fremdartigerer Waffen. Trümmer bedeckten den Boden, alle Gerätschaften waren zerstört und Ruß zeigte sich dort, wo Feuer ausgebrochen waren.

All dies war lange vor dem Eintreffen der Steinbrecher geschehen. Durch die Schritte der Astartes aufgewirbelter Staub tanzte im Licht der Scheinwerfer, doch sonst war alles reglos und still. Auch wenn alle unterirdischen Necron-Komplexe gemeinhin als Grüfte bezeichnet wurden, schien Arnvokh diese Bezeichnung ganz besonders zu verdienen. Und es war eine geplünderte Gruft. Wer auch immer hier gekämpft hatte, hatte - Grabräubern gleich - den größten Schatz entwendet: die Nedemea Arnvokhs fehlte. Iszhkar und seine Krieger hatten die gesamte Kammer durchsucht, konnten sie aber nicht finden, ebenso wenig wie einen Hinweis auf die genaue Identität der Angreifer.
Zwar ließen die Waffenspuren auf einen Orden des Adeptus Astartes schließen, doch hatten dessen Mitglieder ihre Spuren so gründlich verwischt, dass eine Identifizierung anhand von Ausrüstungsgegenständen unmöglich war.

Eine reguläre Identifizierung jedenfalls...
Doch Iszhkar standen noch ein anderer Weg zur Verfügung, den er jetzt einschlagen musste. Er wies seine Krieger an, ihn in der Mitte der Kammer alleine zu lassen, und zeichnete einen Ritualkreis auf den Boden. Bei jedem Wort in der dunklen Sprache des Chaos spürte er, wie die Grenze zwischen Realität und Warpraum schwächer wurde. Auf der anderen Seite begannen die Nimmergeborenen ebenfalls, diese Veränderung wahrzunehmen, und kratzten in ihrem Wahnsinn wie wild für ihren Ausbruch aus dem Warp.

Iszhkar versenkte sich in seine Meditation und löste sich von seinem Körper, um die geschwächte Barriere zu durchdringen. Die Nimmergeborenen verzehrten sich nach seiner Seele, doch das ihn umgebende psionische Feuer war zu mächtig und ließ die niederen Dämonen nicht passieren.
Er suchte nach einem von ihnen, der schon zur Zeit des ersten Angriffs auf Arnvokh vor Ort gewesen war. Von diesem würde er erfahren wer die Nedemea wohin verschleppt hatte...
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 07.06.2021 - 00:03


Die Brücke der "Fluch von Tizca" war von drückender Anspannung erfüllt. Seit dem Aufbruch des Kreuzers und seiner Eskortschiffe von Bahhadu war nur wenig Zeit vergangen, doch selbst mit der verordneten Schleichfahrt, war die Raumstation Aschenthor auf den Piktschirmen deutlich zu erkennen.

Verlasst eine Gruft und sucht die nächste...

Die Nimmergeborenen hatten Iszhkar den Weg hierher gewiesen. Einst war Aschenthor Heimat der Void Lancers gewesen, eines auf Raumkämpfe spezialisierten Ordens des Adeptus Astartes. Doch die Galaxis hatte seinen Kriegern wenig mehr zu bieten als den Tod und so war der Orden im Laufe ungezählter Kampagnen auf unwirtlichen Welten aufgerieben worden. Aschenthor war nun nicht mehr als ein adamantenes Mausoleum inmitten der Leere des Alls.

Iszhkar versuchte nachzuvollziehen, was die Krieger der Void Lancers empfunden haben mochten, angesichts der sich immer weiter zuziehenden Schlinge um ihren Hals. Erdrosselt in der unbarmherzigen Kriegsmaschinerie des Imperiums konnte er gut nachvollziehen, dass ihre Versuche, das Unvermeidbare zu verhindern, immer verzweifelter und riskanter wurden.

Sie suchten Erlösung und brachten sich ihr Ende...

Der Raub der Nedemea von Arnvokh war eine der letzten Kampfhandlungen der Void Lancers gewesen. Danach verschwand der Orden von der Bildfläche und wurde von der imperialen Verwaltung bald als ausgelöscht verzeichnet. Nichts verblieb mehr von den Void Lancers, als die versiegelte Raumstation Aschenthor. Und hier würde Iszhkar fündig werden.

Doch zunächst mussten sie an Bord gelangen, was angesichts der waffenstarrenden Station alles andere als einfach werden würde. Alle auf der Brücke fieberten diesem Kampf entgegen. Der Moment war gekommen.

"Entertorpedos abfeuern." befahl Vilos Dronn, der in kompletter Kampfausrüstung neben Ishkar stand. Seine Körperhaltung, seine zuckenden Finger, alles an ihm sehnte den Angriff herbei. Der Bluthund hatte Blut gewittert und Iszhkar war kurz davor, ihn von der Leine zu lassen.

"Lasst uns zu den Landungskapseln gehen, Vilos. Wir werden an Bord wohl keinen Astartes mehr finden, aber noch genug Schlachtvieh."
- - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 12.11.2020 - 22:17
Identifizierte Elemente der Steinbrecher in den Schlundwelten
Parent - - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 12.11.2020 - 22:18
HQ-Einheiten
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 16.11.2020 - 22:30


Chaoshexer Iszhkar Eisenfratze

Titel: Divinist der Steinbrecher, Seelenfresser von Myrias, Zirkelmörder, Zweifachtäuscher, Günstling des Eisernen Schreckens

Iszhkar Eisenfratze belegte einst den Rang des Divinisten des Zirkels von Opalbanya, einer Kriegerschar des Chaos, die sich Tzeentch verschrieben hatte und deren Vergangenheit bis zu Ahrimans Spaltung der Thousand Sons zurückreichte. Ihm oblagen die Vorraussagen über die zahlreichen Fäden und Wege des Schicksals, die Tzeentch jederzeit neu spannt und verändert. Über eine viele Jahrtausende währende Allianz mit den Steinbrechern konnten beide Kriegerscharen sich in der feindseligen Umwelt des Auges des Chaos behaupten.

Doch mit dem Auffinden der Nedemeen fand Iszhkar immer mehr Neider in seiner eigenen Kriegerschar, die ihm argwöhnisch über die Schulter schauten. Die mächtigen Xenos-Artefakte der Necrontyr konnten - falls sie richtig entschlüsselt würden - gewaltige Energien für ihren Besitzer entfesseln. Diese Macht sahen nur wenige der Hexer des Zirkels ohne Sorge in den Händen des ambitionierten Iszhkar und begannen, ein Ränkespiel gegen den Divinisten aufzubauen, dass seinen Sturz hätte bedeuten sollen. Doch durch seine Kenntnisse der Schicksalsfäden war Iszhkar in der Lage, diesen Plan gegen ihn zu erkennen und sich eine passende Antwort zu überlegen.
So suchte er sich neue Verbündete innerhalb der Steinbrecher, deren Meister schon länger auf eine Möglichkeit gewartet hatte, auch den Zirkel unter seinen Befehl zu bekommen. Doch Iszhkars Pläne gingen weiter - bis auf seine engsten Gefolgsleute wollte er seine ehemalige Kriegerschar komplett ausgelöscht sehen. Die treibende Kraft für sein Vorhaben innerhalb der Steinbrecher war der Schlachtenschmied Vilos Dronn. Vilos war bei seinem Anliegen nach Unabhängigkeit vor den dämonischen Entitäten des Warp für sein Verständnis von den Hexern des Zirkels betrogen worden und hegte einen tiefsitzenden Groll gegen die Kriegerschar. Dieser ließ sich beim Khorne-Anhänger Vilos zu einem rasenden Leuchtfeuer entfesseln. Stück für Stück manövrierte Iszkar den Schlachtenschmied in die Position, den Verrat am Zirkel auszuführen. Was als Enteraktion mit dem Ausschalten der wichtigsten Anführer des Zirkels geplant worden war, wurde zu einer Raumschlacht, in der die weit überlegene Flotte der Steinbrecher auf Vilos Dronns Befehl hin in einem Überraschungsangriff die Schiffe des Zirkels vernichtete. Ishkar hatte zuvor seine Besitztümer auf seinen eigenen Kreuzer, die Schicksalsurteil, aus der Flotte des Zirkels ausscheren lassen und so seine Besitztümer und Gefolgsleute mit sich genommen, um zu den Steinbrechern überzulaufen.

Als Mitglied der Steinbrecher gehört Iszhkar inzwischen den führenden Hexern an. Die Artefakte, die er vom Zirkel vor seinem Verrat gestohlen hat, haben ihn neben seinen psionischen Gaben schnell in der Gunst des Meisters der Steinbrecher steigen lassen - sehr zum Missfallen der etablierten Hexer der Kriegerschar. Doch bisher konnte er seine Position verteidigen. Nun konzentriert die Eisenfratze sich auf seine Suche nach den Nedemeen und es scheint, als gäbe es in den Schlundwelten ein weiteres dieser Artefakte...

Auf dem Schlachtfeld findet man Iszhkar nur selten in den Frontreihen, denn seine psionischen Kräfte sind geeigneter, um die Krieger des Zirkels und der Steinbrecher aus dem Hintergrund zu unterstützen. Besonders genießt er es, seine Feinde mit telepathischen Kräften zu zu täuschen und in die Flucht zu schlagen und so ließ er selbst seinen Helm in Form einer grässlichen Fratze anfertigen, um diese Wirkung zu verstärken. Nur die entschlossensten Krieger können ihm entgegentreten, ohne sich vor Furcht auf dem Boden zu winden.

---

"Kauert vor euren Meistern, Abschaum! Ihr denkt euer Imperium wäre voll von Wissen und Weisheit und dass ihr geschaffen worden seid, um die Sterne zu beherrschen. Doch ihr irrt euch! Wir haben Dinge gesehen, die ihr euch in eurem verödeten Geist nicht einmal vorstellen könnt und wir gebieten über Mächte, die beim Anblick eurer mickrigen Verteidigung nur schallend lachen müssen. Heute Nacht werdet ihr die Glorie und den Schrecken Tzeentchs erleben, bevor euch das Universum vergessen wird!"

Iszhkar Eisenfratze zu den versammelten Verteidigungsstreitkräften der Bibliothek von Myrias, bevor alle Seelen der Welt in einer einzigen Nacht von beschworenen Dämonen des Tzeentch geraubt und der Planet aus dem Realraum gerissen wurde.
Parent - - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 12.11.2020 - 22:18
Eliteeinheiten
Parent - - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 01.04.2021 - 00:22
Chaosterminatoren - Faust des Tyrannen

Für jede Kriegerschar der Chaos Space Marines sind Terminatorrüstungen äußerst wertvolle Ressourcen, die nur von den erfahrensten Kämpfern in die Schlacht geführt werden dürfen. Auch in den Rängen der Steinbrecher stellen die Einheiten aus Chaosterminatoren die absolute Elite der Kriegerschar dar. Ihr gezielter Einsatz aus den Teleportarien der Raumschiffe der Steinbrecher heraus entscheidet Schlachten zugunsten des Eisernen Schreckens, indem feindliche Kommandostrukturen zerschlagen und Prioritätsziele vernichtet oder erobert werden.

In besonders hoher Gunst stehen die Chaosterminatoren der Faust des Tyrannen. Unter der Führung ihres Belagerungsmeisters Barsok Gorn hat sich die Einheit zum verlängerten Arm des Meisters der Steinbrecher entwickelt, die dessen Willen innerhalb der Kriegerschar und auf dem Schlachtfeld durchsetzt. Mit Barsok Gorn und seinen schwer gepanzerten Kriegern zu brechen heißt, mit Kythnos Thargelion selbst zu brechen. Dies verschafft der Faust des Tyrannen absolute Autorität und ihrem Belagerungsmeister werden schon Ambitionen auf einen Platz in der Riege der Kriegsschmiede nachgesagt.

In den Schlundwelten repräsentiert die Faust des Tyrannen im Kämpferaufgebot von Iszhkar Eisenfratze. Zwar lässt der Meister der Steinbrecher dem Chaoshexer in diesem Einsatz weitestgehend freie Hand, doch Vertrauen ist eine seltene Ware unter den argwöhnischen Iron Warriors. Und so stellen Barsok Gorn und seine Chaosterminatoren sicher, dass die Mission in seinem Sinne durchgeführt wird. Gleichzeitig ist die Faust des Tyrannen eine besonders wertvolle militärische Ressource für Iszhkar Eisenfratze. Ein wahrlich doppelschneidiges Schwert...



Chaosterminatoren der Faust des Tyrannen geleiten den Ersten Kriegsschmied der Steinbrecher, Argos Tvarr, in die Schlacht.
Parent - - By Gauntherder Date 01.04.2021 - 14:51
Da ich die Kommentarfunktion nicht finde, direkt hier. Mir gefallen deine Sachen super! Schlichtes Schema, das aber gut wirkt weil es korrekt durchgeführt wird (dreck, shadynsss usw)

Bin fan!
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 01.04.2021 - 19:54
Vielen Dank :-)

Habe hier auch bewusst keinen Kommentarbereich. Den finde ich in der Baumstruktur eher störend.
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 12.11.2020 - 22:18
Standardeinheiten
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 12.11.2020 - 22:19
Sturmeinheiten
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 12.11.2020 - 22:19
Unterstützungseinheiten
Parent - - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 12.11.2020 - 22:19
Flieger
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 28.03.2021 - 23:31
Heldrake Scho-538

In den gewaltigen Transporthangars der Schiffe der Steinbrecher lauern nicht nur herkömmliche Kriegsmaschinen wie Predator- oder Vindicator-Panzer für den Bodenkampf. Die Schmiede der Seelenpein versorgt die Kriegerschar des Eisernen Schreckens ebenso mit Flugeinheiten, um dessen Kriegsbemühungen zu unterstützen. Ein gefürchteter Anblick für die Feinde der Steinbrecher ist der rasende Sturzflug, mit dem deren Höllendrachen aus dem Orbit auf das Schlachtfeld hinabjagen. Der Rumpf der Höllendrachen der Schmiede der Seelenpein unterscheidet sich dabei merklich von denen, der größeren Schmiedewelten des Dunklen Mechanicus. In ihrer Silhouette ähneln sie vielmehr den Helblade-Jägern und den Heltalon-Bombern und können als deren dämonische Evolution gesehen werden. Brutale Peitschententakel ragen aus ihrem Rumpf hervor und reißen Feinde der Steinbrecher in Stücke, während aus ihren Schädeln vernichtende Geschosse oder sengendes Hexenfeuer Tod und Verderben bringen. Imperiale Gelehrte haben die Variante als Helrazor-Schema klassifiziert.

Auf dem Mond Bahhadu wurde kürzlich eine dieser fliegenden Kriegsmaschinen gesichtet, die als Scho-538 identifiziert werden konnte. Laut der gesegneten Datakogitoren des Adeptus Mechanicus soll diese Dämonenmaschine bereits in Dutzenden Kämpfen gesichtet worden sein.



Scho-538 fegt auf der Suche nach Feinden über imperiale Befestigungen hinweg.
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 12.11.2020 - 22:19
Transporter
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 12.11.2020 - 22:19
Kriegskolosse
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