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Up Topic Tabletop Spiele / Warhammer: Age of Sigmar / <|>Ruf der Titanengebeine IV – Die Erzählungen<|>
- - By Mythuor Date 31.05.2020 - 23:43
Willkommen auch im Geschichenbereich des 4. Rufs der Titanengebeine. Fühlt euch wie zuhause und tobt euch erzähltechnisch aus. ^_^

Nachfolgend könnt ihr dann eure Erzählungen und Geschichten zu euren Nominierungen in eurem eigenen Unterpunkt eintragen, damit sie ohne Unterbrechungen gelesen werden können.

Für die dieses Jahr erstmals zugelosten mit anderen RdT - Teilnehmern verknüpften Geschichten habe ich zusätzlich weiter unten einen eigenen Punkt erstellt, wenn ihr sie nicht in eurem Unterpunkt brauchen könnt ;-)

Also....An die Geschichten, fertig .... Los ;-)
Parent - - By Mythuor Date 31.05.2020 - 23:45
Rasputaks Mondfressas
Parent - - By Mythuor Date 31.05.2020 - 23:46
Geschichten:
Parent - By Mythuor Date 10.06.2020 - 17:18
Rasputak saß entspannt rauchend auf seinem bequemen Pilzhocker und starrte in die Feuerschale vor sich. Plötzlich ging ein Zucken durch die Realität, genauso, wie damals als der irre Nekromant sein Beben geschickt hatte. Rasputak krümmte sich vor Schmerzen, als eine Vission seinen pilzrauchumflorten Schädel fast zu sprengen schien....

Er sah sich selbst mit einer grün schillernden siebenzackigen Krone gekrönt auf einem goldenen Thron sitzen und einen schimmernden Stab in der Hand halten. Als er ihn auf eine anrückende Armee richtete, entsprang dem Stab ein lichtloser Strahl und jeder der von diesem Nichtlicht getroffen wurde, verwandelte sich in sprießende Pilze. Als er die Armee auf diese Art vernichtet sah, drehte sich sein anderes ich zu ihm um. Obwohl Rasputak in diesem Moment nur ein Geistwesen war, hörte er die Stimme in sich klar erschallen, die schmeichelnd zu ihm sprach und ihm diese ganze Macht versprach, die sogar jenseits derer des Loonkings lag. Im Gegenzug forderte es nur, daß er mit seinen Gitzen die bereits stotternde Penumbrale Maschine des sogenannten Gottkönigs Sigmar im Namen des Bös'n Mondes zerstören und das Tor seines Gefängnisses öffnen sollte. Im Gegenzug würde er ihn mit Geschenken und Macht überhäufen. Zum Zeichen, daß Rasputak nicht geträumt habe drückte er den Stab in dessen Arm, woraufhin Rasputak das Bewußtsein verlor.

Als Rasputak schließlich wieder zu Bewußtsein kam, lag er neben seinem Hocker und ein starker Schmerz tobte in seinem Arm. Als er noch schielenden Auges seinen Unterarm musterte, nahm er darauf einen Fingernagelgroßen blau - irrisierenden Flecken wahr, aus dem gelegentlich kleine Fünkchen stoben. Mühsam berappelte sich Rasputak und setzte sich wieder auf seinen Hocker. Durch die Vision ins Grübeln gekommen, überdachte er die Ereignisse der letzten 2 Jahre.
Parent - By Mythuor Date 10.06.2020 - 17:21
Rasputak schüttelte seinen noch dröhnenden Kopf und sinnierte vor sich hin...

Beim taktischen Rückzug vor den Truppen des Loonkings war ich hier in jener gemütlich-modrigen Höhle auf den Titanengebeinen herausgekommen. In dieser befand sich bereits ein kleiner Stamm von Nachtgoblin-Volksgenossen, welche sich als Jäger und Züchter niedergelassen hatten. Nachdem ich dem herrschenden Loonboss gehörig den Kopf gewaschen hatte und er durch eine Mondmaske voll unter meiner Fuchtel stand, begann ich meine Fühler in das neue Land auszustrecken.

Nach kurzer Zeit stießen meine Truppen auf einen leichtsinnigerweise nur leicht befestigten Außenposten von Chaosanbetern. Dort hielten sie ein kleines Grüppchen von Nachtgoblins gefangen und opferten jeden Morgen ein paar meiner künftigen Untertanen ihren schrägen Götzen. Das konnte ich natürlich nicht zulassen und so zogen wir los, um die richtigen Verhältnisse wieder herzustellen. Nach kurzen, heftigen Meinungsverschiedenheiten entnahm ich den steif werdenden Fingern des Unterhäuptlings den Schlüssel zu dem Käfigen, in denen die Gitze festsaßen. Als der Letzte herausgeschlüpft war, ließ ich sie antreten und offenbarte ihnen meine Macht im Schatten des Bös'n Mondes. Erschrocken zogen sie die Köpfe ein und beschworen ihre Treue. Nachdem das also geklärt war, säte ich Schleimpilzsporen im ganzen Dorf. Dann ließ die Käfige schultern (Man soll ja nix verkommen lassen) und führte sie in unsere gemütlicher Höhle zurück.
Unterwegs stellte sich ein junger Git namens Fu-Man-Tscheng als besonders Intelligent und hinterhältig heraus, sodaß ich ihm den Befehl über die Überlebenden übertrug. Als Zeichen seiner Würde überreichte ich ihm einen prächtigen Mondschild (Natürlich präpariert, damit ich immer sehen kann was das Schlitzohr gerade treibt, denn trau jedem Git nur soweit wie du ihn werfen kannst). Dann ließ ich die Kerls mit Speeren und Schilden ausstatten, damit ich sie im Gefahrfall möglichst weit nach vorne schicken kann.

Auf diese Art hatte ich meine Truppen gestärkt und gleichzeitig den Chaosknilchen eine saftige Watsche verpaßt. Ja, so hatte es hier auf den Titanengebeinen angefangen. Kurz danach kam dann die Sache mit Brokk Eisnmoscha....
Parent - By Mythuor Date 31.05.2020 - 23:47
Kommentare
Parent - - By MKR Date 02.06.2020 - 07:00
die Horde des neunten Auges
Parent - - By MKR Date 02.06.2020 - 07:01
Geschichten:
Parent - By MKR Date 04.06.2020 - 11:09
Frustration und fragwürdige Methoden

17 Jahre waren vergangen seit Augn'Agn'An aufgebrochen war um diesen Rujasko zu finden. Er war es leid! Er hatte das halbe Immaterium zweimal nach ihm abgesucht! Statistisch gesehen also sogar das Ganze! Er fühlte sich erschöpft, enttäuscht, ja schon fast verarscht! Was fiel diesem kalk-knochigen Khorn Krüppel ein!  Wenn er doch ach so wichtig war warum hatte niemand von ihm gehört?! Kein Horror und keine Dämonette konnte ihm Auskunft geben! Selbst Seuchenhüter hatte Augn'Agn'An gefragt, sofern sie aus der Ferne mit sprechendem Feuer bewerfen als Frage galt. Für ihn war das ein und das selbe.
Er seufzte und setzte sich auf seinen Gleitdämon Quap und tippte ihm mit einem Saugfinger grob auf sein großes gelbes Auge. Der Dämon zwinkerte verständnisvoll, es war Zeit, heim zu kehren!

das Ende einer Reise

Die unmögliche Bibliothek in der Spitze des Silvertowers lag nun seit mehr als 2 Jahren unberührt da, die dicken, in Leder und exotische Tierhäute gebundenen Folianten waren leicht eingestaubt, Niemand, von Ihnen selbst abgesehen hatte sie gelesen, seit Ihr Meister aufgebrochen war. In der Mitte des Raumes stand ein massiver Eichentisch, auf welchem "Das Licht der Phantasie" gerade genüsslich in "1000 Arten einen Squig zuzubereiten" stöberte. Gerade als es die Seite "Squigroulladen in Kaktussauce" aufgeschlagen hatte und sich wunderte woher man 2 Kilo Toilettenpapier nehmen sollte ging ein leichter Ruck durch den ganzen Turm. "Das Licht der Phantasie" blickte leicht panisch auf. Da! In einer dunklen Ecke des Raumes, glitzerte etwas. Das Tuch, welches den großen, ovalen Silber Spiegel  der dort stand verdeckte, war hinunter gefallen und gab nun einen Blick auf das darunter liegende Metall frei. Das "Licht der Phantasie" lies sich mit einem dumpfen "pumpf" vom Tisch fallen und kroch langsam auf den Spiegel zu. Der Spiegel schien leicht zu erzittern, langsam bildeten sich kleine silbrige Tröpfchen auf der Oberfläche. Das Buch kroch vorsichtig näher. Der Spiegel hatte aufgehört sein Spiegelbild zu zeigen, und die Tropfen schlossen sich zu immer größeren silbrigen Pfützen zusammen welche  an der Oberfläche des Spiegels klebten und langsam begannen sich hin und her zu wiegen. "Gnomisch für Anfänger", "Seelensauger und andere Party-Zauber" und noch einige andere Bücher in den Regalen scharrten ängstlich mit den Einbänden. Selbst als ihr Eigentümer noch im Turm gelebt hatte war so etwas noch nicht vorgekommen. "Das Licht der Phantasie" war fasziniert von der wogenden, sich fast schon hypnotisch verquirlenden silbrigen Masse die vorher der Spiegel war. Plötzlich schoss die silberne Flüssigkeit nach vorn und verschlang das Buch. Die Wellen erstarrten als das Buch einverleibt war für einen kurzen Augenblick, dann begannen sie sich langsam auszuweiten und Formen nahmen langsam Gestalt an. Mit einem leisen "plop" und einem hellen Blitz erschien Augn'Agn'An im Raum, unter seinen Füßen der nun wieder intakte Spiegel. Er atmete tief ein, es war weniger staubig als er erwartet hatte. "Wann bin ich?" Fragte er in den leeren Raum. Niemand antwortete, die Bücher raschelten leise. Nichts hatte sich verändert, die Bibliothek war noch immer Taub. Irgendwie hatte er Hunger auf Squig...

@Mythuor ich weiß der Boss heißt Arijoch, der gute Augn'Agn'An leider nicht ;-)
Parent - - By MKR Date 02.06.2020 - 07:01
Kommentare
Parent - - By Mythuor Date 08.06.2020 - 12:47
Schöner Bogen zu den Letzten Rufen :-)

Nachtrag: Der Boss der Runjaskijo heißt Morgurion ;-)
War bei den vorhergenenden RdTs aber noch nicht fertig gebaut, und muß jetzt erst mal aussetzten. :-P
Parent - By MKR Date 08.06.2020 - 14:40
Vielen Dank :-)
Ah, auch gut, dann wusste nicht mal ich wie er heißt xD
Parent - - By Gauntherder Date 04.06.2020 - 18:07
Die Enklave der tausend Blüten
Parent - - By Gauntherder Date 04.06.2020 - 18:07
Geschichten:
Parent - By Gauntherder Date 04.06.2020 - 18:08 Edited 04.06.2020 - 18:23
Ein erster Überblick

Grüße Fremder. Ihr sucht nach den Aufzeichnungen über die Enklave der tausend Blüten, nicht wahr? Woher ich das weiß? Man nennt mich den Schreiber und es ist nicht wichtig wer wen gefunden hat, sondern wichtig ist lediglich die Geschichte, die daraufhin erzählt wird. Ich würde diese Geschichte gerne niederschreiben, wenn es euch nicht stört. Die Geschichte der Enklave meint ihr? Nun… verzeiht mir, wenn ich aushole, aber lasst uns bei der Geschichte Cathays beginnen.

Die Geschichte Groß-Cathays beginnt lange Jahrhunderte vor den Aufzeichnungen des westlich gelegenen Menschenreiches. Lange bevor Fürsten, Kurfürsten und Grafen um ihre wertlosen Burgen stritten, organisierte und einigte sich im Osten das Reich Cathays, immer wieder unter wechselnden Warlords, Herrschern und Dynastien, doch mit bedeutender Kultur. So weit fortgeschritten waren einst die Techniken, akademischen und medizinischen Künste, dass man den Nachbarn in Westen keine Aufmerksamkeit schenkte, während diese umgekehrt nur wenig Wissen über das sagenumwobene Land im Osten hatten. Jahrhunderte lang bewährte sich diese Praxis und man wähnte sich sicher im weiten Osten.

Geographisch bedingt wurde diese Abschottung in der alten Welt zusätzlich durch das Große Gebirge, in dem Oger, Zwerge und andere Völker beheimatet waren. Während im Westen die Völker weitestgehend unter sich blieben und die Zwerge neben den Menschen große Dynastien, die ebenso wieder vergingen, gründeten, vermischten sich im Osten die Kulturen und die Völker, vor allem an der Küste zu Nippon, die ohnehin noch zusätzlich durch den Warenhandel dem Austausch von Kulturgütern ausgesetzt war. Eine der Städte in dieser Region war die Stadt der tausend Blüten – in vereinfachter westlicher Transkription Quiantseking oder einfach Tseking, in der Hou Yan Sheng Tse als Fürst regiert.

In dieser Musterung werden euch Einblicke in die Truppen des großen Hou Yan Sheng Tse, dem Herrscher Tsekings, zuteil, und ihr werdet von ihren Taten und Abenteuern erfahren. Doch lasst uns in dieser Sache geordnet vorgehen und bei der Politik Tsekings beginnen. … Moment, wie meint ihr das, euch interessieren diese ollen Kamellen über Tseking nicht? Ihr wollt nur über die Ereignisse in der Enklave der Tausend Blüten unterrichtet werden? Ich fürchte dann habt ihr im Ansatz nicht verstanden. Die Geschichte wiederholt sich und die feudalen Strukturen Tsekings wurden vom Geist des Huos erneut in die Welt getragen. Ihr werdet noch früh genug erfahren wie der Geist Huos dieses Reich beseelte und die Gründung auf dieser Welt zustande kam, doch lasst uns zunächst die Politik und den gesellschaftlichen Aufbau Tsekings, oder der Enklave, wie ihr möchtet, ergründen.

Der Stadtstaat Tseking und so auch die neue Enklave sind streng hierarchisch gegliedert. Im Zentrum der Stadt liegt der verbotene Hof des Huo. In der Enklave wurde der Hof ohne jeden Bauplan, getragen durch den Wind der Ahnen eins zu eins wiederaufgebaut. Ob der Thron vakant ist? Gerüchte gehen umher, dass der Huo als … wie nennt ihr sie? Stormcast Eternal? wiedergekehrt ist. Ob dies wahr ist und ob der Huo den Bau in Auftrag gegeben und ihn dann bezogen oder ober Huo den fertiggestellten Bau betrachtet und darin eingeschmiedet wurde, ist den Massen – und damit auch euch – unbekannt und ist eines der größten Geheimnisse des Stadtstaates. Führerlos scheint der Stadtstaat allerdings nicht zu sein, doch auch in den Zeiten vor dem großen Weltenbrand waren Sein, Schein und die Realpolitik drei Seiten der gleichen Pagode. Ich kann euch auch mit Sicherheit sagen, dass eine Gestalt in Rüstung auf dem Thron sitzt, ja eingeschmiedet zu sein scheint, vielleicht irre ich mich aber auch im Staat und der Zeit, verzeiht einem alten Mann. Doch zurück zur Gliederung des Stadtstaates und unterbrecht mich bitte nicht dauernd.

Um den Hof herum, der nur vom Hochadel, den sogenannten Daimyo, und seinen Heloten betreten werden darf, gliedern sich die bürgerlichen Viertel. Die Beamten des Verwaltungsapparates, Handwerker sowie ehrwürdige Krieger die zugleich als Polizei- und Stadtwache dienen, haben hier ihren Sitz. Sämtliche Einwohner des Stadtkerns sind freie Bürger und zugleich nichtadlige. Ein Bürger, der in den Adelsstand erhoben wird, wird sofort aus der Stadt verbannt, was zum einen die politische Stabilität und zum anderen die Expansion der Enklave ... äh Tsekings, ach ihr wisst schon… ermöglicht.

Die Adelshöfe im Umland der Stadt sind kleine Vorpostensiedlungen, oft nicht mehr als zwanzig Personen umfassend, welche die Versorgung der Stadt sicherstellen. Jeder Adlige ist für einen Hof und damit einen Teil der Einwohner des Stadtstaates als Lehnsherr, Richter und Souverän zuständig und unterhält Ordnung und Gesetz. Umgekehrt unterhalten die Bewohner (freie wie unfreie) den ritterlichen Hof, der in Konkurrenz zu den übrigen Höfen tritt. Durch diese wirtschaftliche Konkurrenzsituation innerhalb der Feudalgesellschaft bilden sich leistungsfähige Landwirtschaftsbetriebe heraus. Die Bewohner der Höfe gliedern sich in freie und unfreie Bürger. Die freien Männer rekrutieren sich aus der sozialen Schicht des zentralen Stadtstaates, die meist als direkte Verwalter für den Adligen auf dem Landeshof arbeiten. Die unfreien Männer hingegen sind meist Bauern, die dem Adligen direkt als Leibeigene unterstehen.
Die Oger bilden einen weiteren Sonderfall und sind meist als Tagelöhner in den Landwirtschaftshöfen eingesetzt, werden jedoch nicht vom Ritter des jeweiligen Hofes, sondern direkt durch den Stadtstaat und den Daimyo bezahlt. Durch diese Subvention, die von einer Seite als Lohnknechtung, von der anderen Seite als Tributzahlung verstanden wird, ist zum einen schwere Arbeitskraft auf den Feldern, zum anderen die Sicherheit vor und durch die Dienste der Oger gewährleistet. Teile dieses Vertrags begründen auch überhaupt erst die fortwährende Abhängigkeit der Landeshöfe gegenüber dem städtischen Regierungshof, so dienen die Oger gleichzeitig auch als Faustpfand der Zentralregierung.


Zwerge Tsekings in Verteidigungsformation. Gut zu erkennen die Jadenen Flügel am Helm des Anführers als Reminiszenz an den Jadegeist

Im Handwerkerviertel der Stadt ist außerdem die Yang-al-Kazad, die Stadtburg der Zwerge beheimatet. Die Zwerge des Yang-Gebirges waren der Stadt Tseking einst zunächst über Handelsverträge, später über offene Bündnisse und letztendlich als Einwohner verbunden. Die Zwerge haben einen eigenen Stand in der Stadt und haben ihre eigenen gesellschaftlichen Eigenheiten in bewundernswerter Stur- und Gelassenheit in die gesellschaftliche Ordnung integriert. Sie versorgen alle Höfe mit Metall- und Handelswaren und sind einzigartig in ihrer Schmiedekunst. Durch diese verbindende Funktion haben sie ein hohes Ansehen und dienen oft als Richter und Schiedsmänner zwischen den Höfen, was ihnen eine Sonderstellung am Hofe Tsekings einbringt. Bedingt durch zahllose Verträge, Eide, Grolle und Freundschaften ist sich keiner der Beteiligten je ganz sicher, welchem Herrn und Ziel die Zwerge eigentlich verpflichtet sind, was in umgekehrter Weise auch zu keinem Versuch der Zentralregierung führte, die Zwerge enger an die Stadt zu binden. Durch diese Symbiose, die nach dem Gebirge der Zwerge und der Stadt Yang und Quiang genannt wird, blieb der gesellschaftliche Stand über die Jahrhunderte erhalten. Die Gesellschaft der Zwerge ist durch eine archaische, klerikale Struktur geprägt, in welcher der große Jadegeist und das Bild der Ahnen eine wichtige Rolle einnehmen. Als quasi Pariah übernehmen die Zwerge als Wandler zwischen den Schichten wichtige priesterliche Aufgaben und wurden so immer weiter bis in den Adel hinein verwurzelt.

Was das alles mit der Musterung, der ihr beiwohnen möchtet zu tun hat? Langsam, langsam, lasst uns dann also einen Blick auf die Armeen des Stadtstaates Tsekings im großen Reich von Cathay oder den Verteidigungstruppen der Enklave auf den Titanengebeinen werfen.

Die Truppen der Enklave


Die Armee wird von General Yamamoto angeführt, der ein direkter Unterstellter des Hou Yan Sheng Tse ist. Gerüchte besagen, dass er der wahre Souverän des Staates ist, während die gesamte Adelsriege sehr darum bemüht ist, den Status mit dem Huo an der Spitze als gegeben und unumstößlich darzustellen. Ihm zur Seite stehen verschiedene Truppengattungen. Während Yamamoto den Gesamtbefehl über die Armee Tsekings besitzt, befehligt er in erster Linien nur die Oberhäupter der verschiedenen sozialen Schichten. Direkt unter Yamamoto dienen die Daimyos Shino Tze und Yakito Risashimi, welche den Oberbefehl über die Ritterlichen Samurai der Stadt haben.


General Yamamoto

Die Truppen sind in strenger Hierarchie und Kasten eingeteilt. Während im übrigen Cathay auch das Militär durch den jeweiligen Ritter selbst organisiert wird, vereinen sich im Verteidigungsfall die Banner und jeder Hof legt sein eigenes Banner ab und nimmt das der Stadt Tseking an. Zusätzlich ist jeder Hof verpflichtet eine gewisse Anzahl an freien wie unfreien Männern zu stellen. Die Linientruppen werden dabei von den Ashigaru, den „Regulären“ gestellt. Diese sind freie Männer der Stadt, im Dienste und bezahlt durch die Höfe. Die unehrenhaften Aufgaben wie der Fernkampf und unterstützende Angriffe in die Seite oder den Rücken des Feindes werden dabei von den Leibeigenen, zur Verteidigung heranangezogene Bauern mit niedrigem Ausbildungsgrad, durchgeführt. Im Kampf wird der Oberbefehl dieser Truppen direkt unter Yamamoto gestellt.


Bewohner der Enklave, Reguläre, im Hintergrund Bauern.

Nicht zu vergessen sind die Zwerge, die eigene Kriegerbünde und mit technischen Erfindungen ausgerüstete Artillerieregimenter stellen. Sie entscheiden sich aus freien Stücken und ohne Zwang zur Verteidigung der Stadt und ich will ehrlich gesagt nicht den Preis wissen, den die Zentralregierung nach jeder durch die Zwerge gewonnen Schlacht an diese Zahlen muss, sei es in Münze oder Zugeständnissen. Angeführt werden die Zwerge meist von einem Zwergenoberen, nicht selten auch von einem der Zwergenkleriker. Meist bilden die Zwerge trotz ihrer gesellschaftlichen Unabhängigkeit wie auch in ihrer Rolle als Priester den Kleber, das Zentrum, ja den zentralen Amboss einer Armee.


Ein typischer Oger der Reiche Cathays

Was es mit den Ogern auf sich hat? Diese hätte ich fast vergessen! Die Ogersöldner verstehen meist nur die Kommandos ihres Hofherrn, auch wenn sie eigentlich vom Staat selbst bezahlt werden. Sobald das Gefecht losgeht, vertrauen diese Kollosse aber sowieso eher ihren Instinkten als den Rufen und Befehlen eines schwächlichen Menschleins, verzeiht ich meine noblen Fürsten. Nicht selten kommt es vor, dass im Nachspiel einer Schlacht Oger ihre Stammestriebe wiederentdecken und auf ihre Unabhängigkeit bestehen, was zu einigen blutigen Fehden zwischen den Ogern, den Höfen und dem Zentralstaat als Dreiecksgeplänkel geführt hat.

Habt ihr noch Fragen, oder genügt euch diese Zusammenstellung? Was sagt ihr da? Schenkt den Gerüchten über dieses… Wesen keine Beachtung. Was soll das sein, ein Dampfender Drache? Drachen sind doch schon lange ausgestorben, das weiß doch jeder. Wie bitte, dann ein Drachenkanonenbootgefährt? Jetzt wird es aber lächerlich, ihr lest wohl zu viele Gruselgeschichten. Solange ich das nicht selbst gesehen habe, glaube ich es nicht.

Wenn ihr die Enklave besucht, grüßt Wei Shimo recht herzlich von mir, den Wirt des Gasthauses zum Grünen Drachen und gebt auf die Druchiininjas acht. Welche Dunkelelfenninjas? Nein, ich habe für heute genug erzählt, lasst uns diese Geschichte an einem anderen Tag ergründen, nehmt euch ein Getränk und setzt euch wieder zu den anderen ans Feuer.
Parent - - By Gauntherder Date 04.06.2020 - 18:07
Kommentare
Parent - - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 04.06.2020 - 19:34
Cooler Text. Auf das weitere Einflechten in den Hintergrund der Titanengebeine bin ich gespannt. Das ist ja bisher nur hauchdünn angeschnitten.

Und vielleicht für dich interessant: in Ellystrion leben tatsächlich Menschen Nippons und Cathays, die über den Spiegelpfad aus Tor Elithis auf die Titanengebeine gekommen sind.
Parent - - By Gauntherder Date 04.06.2020 - 19:48
Interessant. Vllt ergibt sich da ja noch was :)
Wie funktioniert das mit den Realms überhaupt bzgl dem Übertrag aus der alten Welt?
Parent - - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 04.06.2020 - 20:28
Da gibt es keinen festen Weg, alles sind Einzellösungen. Für mich habe ich den Weg über eine in einem Spiegel versteckte Weltentasche genommen, der die Zeitalter überdauert hat. Aber alles ist möglich. Wichtig ist für den Wettbewerb nur, dass dein Volk auf den Titanengebeinen ankommt.
Parent - - By Gauntherder Date 04.06.2020 - 20:36
Ich hab das so verstanden als wäre die alte Welt komplett zerstört worden
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 05.06.2020 - 00:36
Jopp, aber irgendeinen Zaubertrick kann man sich immer ausdenken. Immerhin gibt es mehrere Wesen der Alten Welt, die den Weg in die Mortal Realms geschafft haben auch im offiziellen Fluff.
Parent - By Mythuor Date 08.06.2020 - 12:52
Sehr schönes Intro. :-)

@:>Wie funktioniert das mit den Realms überhaupt bzgl dem Übertrag aus der alten Welt?

...wie Kythnos schon sagte ...

>Jopp, aber irgendeinen Zaubertrick kann man sich immer ausdenken.


also laß deine Phantasie spielen und überrasch die Leserschaft ;-)
Parent - - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 14.06.2020 - 14:30
Elfenreich Ellystrion
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 14.06.2020 - 14:31
Geschichten:
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 14.06.2020 - 14:31
Kommentare:
- By Mythuor Date 31.05.2020 - 23:48
Nachfolgend können die Interagierenden Geschichten gepostet werden :-)

Es ist was los auf den Titanengebeinen...
- By Mythuor Date 06.08.2020 - 00:10 Edited 06.08.2020 - 00:19
... Geh nie allein in den Alrunii - Wald ...

.....
Die grosse Mittagsglocke wurde geläutet, für heute war der Unterricht an der Klosterschule beendet. Alfrid packte seine Kladde zusammen, hängte den Griffel daran, verneigte sich vor dem Lehrmeister und ging gemessenen Schrittes zur Tür. Kaum jedoch war diese zugefallen, als er auch schon Losstürmte. Nachdem er fast den dicken Schulzen umgerannt hatte, lief er etwas vorsichtiger weiter.

Kurz darauf hatte er den Ort schon hinter sich gelassen. Dann bog er in den Pfad ein, an dem eine alte Kate der Zeit trotzte. Auf der Bank vor der Hütte sass ein alter Mann mit schlohweisser Mähne. Er schaute auf als Alfrid herankam. Leicht kurzatmig rief ihm der Junge zu "Grossvater, was machen wir denn heute Nachmittag?"
Dieser schmunzelte wie so oft über den Eifer seines Enkels. "Ach geh, Alfrid, jetzt komm doch erst mal an. Wenn wir gegessen haben, werden wir schon was finden, um uns die Zeit nicht lang werden zu lassen"

Als die beiden vom Tisch aufstanden und in die Sonne traten, sagte der Alte. " Alfrid, geh doch mal in den Schuppen und hol die beiden Körbe, die da liegen. Ich spürs in den Knochen, dass wir beim Alrunii - Wald jede Menge Maulbeeren finden werden. Daraus mache ich uns zum Abendessen eine köstliche Grütze" Das lies sich der Junge nicht zweimal sagen und kurz darauf waren die Beiden, fröhlich miteinander erzählend, auf dem Weg zum geheimnissvollen Alrunii - Wald.
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