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Hoch Thema Tabletop Spiele / Warhammer: Age of Sigmar / <|> Ruf der Titanengebeine II <|> (gesperrt)
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- Von Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Datum 07.06.2018 - 21:57 Editiert 10.07.2018 - 21:15


Weit draußen auf den schäumenden Ozeanen Ghyrans liegt ein Kontinent, auf den seit dem Beginn des Zeitalters des Chaos keine Seele mehr einen Fuß gesetzt hat. Seine Ursprünge liegen tief im Zeitalter der Mythen, als die Götterbestien noch durch die Reiche der Sterblichen schritten und diese mit jedem Auftreten ihrer klauenbewehrten Beine formten. Die Überreste des Titanen Belphemor stehen für das Ende dieser Ära und mit der Befreiung Ghyrans von Nurgles Griff durch die Mächte der Ordnung hat die Eroberung seines Leibes begonnen.

Nicht wenige Mächte haben bereits ihre Hand nach den lange Zeit unbewohnten Ländereien der Titanengebeine ausgestreckt. Dämonische Truppen des Tzeentch, sterbliche Diener der Chaosgötter, Zwerge mit feuerrotem Haar, Elfen und sogar Sklaven Nagashs haben ihren Fuß bereits auf deren Boden gesetzt - jeder auf unterschiedlichen Wegen. Doch die Winter auf den Titanengebeinen können harsch sein und so war es noch keiner Fraktion vergönnt, größere Ländereien in Besitz nehmen zu können. Auch sind die Titanengebeine zu groß, als dass es bisher zu einer Begegnung der Fraktionen gekommen wäre.

Doch der Schnee zieht sich nun in die höheren Lagen der Titanengebeine zurück und es ist an der Zeit, die eigene Position zu festigen. Und sind dort am Horizont nicht auch die Segel weiterer Schiffe zu erkennen? Es wird sicher nicht so friedlich weitergehen wie bisher...


<|> Ruf der Titanengebeine - Zeit des Krieges <|>

Ruf der Titanengebeine ist ein im vergangenen Jahr (Link) eingeführtes Veranstaltungsformat im Warhammerportal für das System Age of Sigmar das darauf abzielt, zum Bemalen von Miniaturen und Schreiben von Hintergrundgeschichten zu animieren. Setting der Veranstaltung sind die Titanengebeine, ein wiederentdeckter Kontinent im Reiche Ghyran, der nur darauf wartet, nach langer Zeit neu besiedelt zu werden. Im Laufe der Veranstaltung können Teilnehmer Miniaturen bemalen, diese mit Hintergrundgeschichten ausstatten und sich so ein eigenes Reich auf den Titanengebeinen erschaffen. Die Veranstaltung läuft bis zum 28.08.2018 um 23:59 MEZ und bis dahin können jederzeit neue Teilnehmer beitreten.

Eine Anmeldung [Bitte hier anmelden] muss die folgenden Informationen enthalten:
•  Forumsname
•  Wie nennt ihr euer Volk/eure Fraktion? Zu welcher Großen Allianz gehört dieses Volk?
•  Name der nominierten Warscroll und Einheitendetails (offizielle Fraktion und Allianz)
-->  Ermittelt bitte auch den exakten Punktwert
•  Link zu eurem WIP-Topic
-->  Jeder Teilnehmer sollte im Workshop- oder Blog-Bereich dieses Forums einen eigenen WIP-Thread öffnen, um darin die Updates zur Armee zu posten und eine Plattform für den Austausch zu schaffen.
•  Einen Text, in dem ihr den Hintergrund eures Volkes und dessen Motivation, die Titanengebeine zu besiedeln, erläutert. Stellt darin auch gerne die Rolle der nominierten Einheit oder des nominierten Modells in eurer Armee dar.

Sobald eine Warscroll fertiggestellt wurde, kann wieder eine neue nominier werden. Es gibt kein Limit an Warscrolls, die ein Teilnehmer im Wettbewerb fertigstellen kann.

Regeln

1.  Jeder Teilnehmer kann im Verlauf des Events beliebig viele Warscrolls nominieren, die sie oder er während der Dauer des Events bemalen möchte. Nominierungen gebt ihr bitte unter diesem Post ab.
2.  Die nominierten Einheiten müssen aus Age of Sigmar stammen, also eine Warscroll besitzen, und den entsprechenden Regeln genügen. Jede Einheit ist ab dem Zeitpunkt der Nominierung in ihrer Zusammensetzung (Ausrüstung, Truppstärke, etc.) unveränderlich.
3.  Alle Nominierungen eines Teilnehmers müssen ab der ersten Nominierung einer Großen Allianz zugeordnet werden. Alle Nominierungen müssen derselben Großen Allianz zugeordnet werde. Zusätzlich müssen alle Nominierungen in ein selbst benanntes Volk/eine Fraktion integriert werden, die auf den Titanengebeinen Fuß fassen will.
4.  Jede Nominierung muss mit einem Hintergrundtext versehen werden. Es gibt keine Mindestlänge dafür, doch da dieser Wettbewerb auch dem Entwicklen eines Armeehintergrunds dienen soll ist im Zweifelsfall ein wenig mehr immer besser ;-)
5.  Für den Austausch im Forum ist regelmäßiges Mitteilen eures Fortschrittes wichtig. Daher müsst ihr für jede nominierte Einheit insgesamt drei Updates posten: eines zu Beginn des Projekts, eines währenddessen und eines nach Fertigstellung der Einheit. Einheiten mit fehlenden Updates gehen in keine Titelwertung ein.

Am Ende der Veranstaltung wird anhand der fertiggestellten Punkte ermittelt, welcher Teilnehmer und welche Große Allianz in diesem Jahr die Vorherrschaft über die Titanengebeine erringen konnte. Im vergangenen Jahr triumphierte die Große Allianz der Ordnung - welche wird es in diesem Jahr sein?

Ich freue mich schon auf eure Teilnahme!

Beste Grüße
Kythnos
- - Von Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Datum 07.06.2018 - 21:57
Hintergrund
Basis - - Von Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Datum 07.06.2018 - 22:17
Haupthintergrund
Basis - Von Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Datum 07.06.2018 - 21:59
Aus vergangenen Zeitaltern
Weit draußen auf den schäumenden Ozeanen Ghyrans liegt ein Kontinent, auf den seit dem Beginn des Zeitalters des Chaos keine Seele mehr einen Fuß gesetzt hat. Seine Ursprünge liegen tief im Zeitalter der Mythen, als die Götterbestien noch durch die Reiche der Sterblichen schritten und diese mit jedem Auftreten ihrer klauenbewehrten Beine formten. Der Titan Belphemor war eines dieser Wesen und hatte sein Heim im Reich des Lebens gefunden. Wo er sich bewegte verdunkelte er mit seinem Schatten ganze Länder und die Erde erzitterte unter ihm. Seine Nahrung waren Berge und seinen Durst stillte er an ganzen Meeren, während er den Lebewesen die weit unter ihm lebten keine Beachtung schenkte. Doch die Unantastbarkeit Belphemors sollte ebenso ein Ende finden, wie er die Leben für ihn niederer Kreaturen beendete. Die Götterbestie Behemoth hatte ihren Blick auf Belphemors Ländereien geworfen, denn in ihrem eigenen Heim hatte sie alles verzehrt und litt nun quälenden Hunger. Behemoth stellte ihre Beute nach einer langen Verfolgung inmitten des kopischen Meeres und ein Kampf entbrannte, der den Boden unter jedem Bewohner Ghyrans zum Beben brachte. Belphemor kämpfte mit all seiner Macht, doch sein Kontrahent hatte bereits andere Götterbestien niedergerungen und war weitaus gerissener. So war es schnell um den Titanen geschehen und ein letzter Treffer Behemoths ließ ihn leblos in das Meer unter ihm stürzen.

Der Aufprall Belphemors auf die Meeresoberfläche ließ gewaltige Flutwellen durch Ghyran rasen, die ganze Zivilisationen verschlangen. Tosende Meereswirbel bildeten sich um seinen Leib und verschlangen alles in ihrem Umkreis. Als sein geschundener Leib zur Ruhe kam wurde aus Belphemor wieder das, was er zu seinen Lebzeiten verschlungen hatte: Ländereien, Hügel, Gebirge. All dies ragte nun aus dem Meer hervor und so entstand ein neuer Kontinent. Im Laufe der Zeit eroberte diesen auch die Natur und vielfältige Landschaften entstanden in denen zahlreiche Arten von Lebewesen lebten. Auch erste Zivilisationen ließen sich dort nieder, doch der Ursprung der Titanengebeine, wie der Kontinent aufgrund seiner Form landläufig genannt werden sollte, war ihnen schon längst nicht mehr bekannt. Die fruchtbaren Ebenen und reichen Berge dort ließen stolze Reiche entstehen, die denen anderer Kontinente in nichts nachstanden.

Im Zeitalter des Chaos jedoch legte sich ein tödlicher Nebel Nurgles über den Kontinent, als der Seuchenvater nach dem Reich des Lebens griff. Was den toxischen Dämpfen entkam, wurde von seinen dämonischen Legionen vernichtet, sodass alsbald jede Zivilisation auf den Titanengebeinen verging. Zahlreiche Jahrtausende siechte der Leib Belphemors nun vor sich hin und es sollte bis zur Ankunft Alarielles in Ghyran dauern, bis Nurgles Würgegriff gebrochen werden konnte. Der Sturm Ghyrans fegte den Seuchennebel hinfort und mit ihm verloren auch Nurgles Diener die Macht, frei auf den Titanengebeinen zu schreiten. Nach einer Ewigkeit fiel ds Licht der Sonne wieder ungefiltert auf die Erde und der Kontinent konnte sich erholen. Die großen Reiche waren jedoch vergangen und so lagen die Titanengebeine verlockend bereit für diejenigen, welche die gefürchteten Meeresstrudel überwinden konnten...
Basis - Von Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Datum 07.06.2018 - 22:01
Die Neuankömmlinge
Nurgle's Würgegriff war gebrochen und die Verheißung der Titanengebeine hatte die Völker der Sterblichen Reiche angelockt wie Motten zum Licht. Die Mächte des Chaos, der Ordnung und des Todes hatten alle ihre Finger in den Kontinent gegraben und auch wenn es noch keine offenen Konfrontationen gegeben hatte, so tönte die Welt doch vom Hall des Entstehens neuer Reiche. Im Süden der Titanengebeine hatten die Mächte des Chaos die Vormachtstellung errungen, vertreten durch die neuen Herrschaftsgebiete Khornes und Tzeentchs. Auf der Landzunge im Nordwesten beanspruchte die gefallene Königin Medea ihr eigenes Reich. Und die Mächte der Ordnung hatten ihre ersten Schritte im Zentrum des Kontinents und im Nordosten getan. Dabei war es vor allem der Geheimbund der Feuerzwerge, der nach langem Verschwinden vom Antlitz der Welt wieder aus den Tiefen der Titanengebeine erschienen war und die stärkste Präsenz auf den Titanengebeinen etablieren konnte. Mit den noch geschwächten Truppen des neuen Elfenreiches Ellystrion waren es nun vor allem die Mächte der Ordnung, welche die Voherrschaft erringen konnten. Nun ist es an allen Völkern, ihre neuen Herrschaftsgebiete zu festigen und die nötigen Infrastrukturen aufzubauen, um auch auf Dauer auf den Titanengebeinen bestehen zu können...

Basis - Von Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Datum 30.07.2018 - 22:57 Editiert 30.07.2018 - 23:01
Kartenupdate
Basis - - Von Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Datum 07.06.2018 - 22:18
Teilnehmerhintergrund
Basis - - Von Sir William Datum 13.06.2018 - 11:35 Editiert 13.06.2018 - 11:42
Dies ist die Geschichte der Drei Herzogtümer Sonnengral, Waldtal und Seeberg.

Die Drei Herzogtümer sind ein Staatenbund im Schatten der Berge des Feuertals an den Ufern der Flüsse Mirador und Gradeur, die in die Meeresbuchten der Lieblichen Jungfrau münden. Die strenge Feudalordnung in den drei selbstständigen Herzogtümern wurde durch die drei heiligen Staatsgründer Herzog Philipp Aures, Gottfried Eberhauer und Gilrauth le Paribeaux gestiftet. Alle drei fanden die Herzogtümer einst als menschenleere aber fruchtbare Weidegründe im Schutz der Feuertalberge auf Ihrer Gralssuche vor. Weshalb Sie in diesen Abgeschiedenen Teil der Welt gelangten, liegt im Nebel der Zeit als erfersüchtig gehütetes Geheimnis verborgen.

Carlos Aures der II., der sich als Nachfahre Philipp Aures in dessen Tradition, die einzig wahre Gralssuchernation zu sein, sieht, hat in der letzten Sonnentagordination im Hohen Dom zu Volencia verkündet, dass die Zeit der Alten Gründeredikte vorbei sei. Es solle neues Land in den Erlenwäldern Arathoriens urbar gemacht werden, damit die durch den Handel mit den Herzogtümern zu Wohlstand gelangte Nation neuen Siedlungsraum erhalte.

Nachdem er sich von seinen Spähern versichern lies, dass keine ritterlichen Herausforderungen zur Besiedlung der Ländereien anzutreffen seien, schickte Carlos Aures zunächst ein Kontingent der Niederkaste unter Anführung des treuen Kastellan und Voigtes über Oberstadt Eduardo Santandres, nebst den jungen Schwestern des Grafen von Conpostella, Claire und Maria del Rose.

Sie sollten einen Vorposten anlegen, der später Verwaltungssitz der neuen Provinz werden soll. Neben disem offiziellen Auftrag hatten sowohl Schwester Claire , als auch der Voigt Santandres geheime Nebenaufträge mit pikantem Inhalt erhalten.

Der Tau neuer Schaffenskraft eröffnete die Morgenröte dieses neuen Zeitalters, aber auf ihm lag die bleierne Last widerstreitenden Interessen alter, nicht vergessener, Konflikte
Basis - Von Sir William Datum 18.06.2018 - 13:55 Editiert 18.06.2018 - 14:02
"Berethorn, ich habe es Dir deutlich gesagt. Wir ziehen uns aus dem Handel mit den Menschen zurück. Aus allen Herzogtümern." wütend an seiner Ebholzpfeife ziehend verfolgte der alte Zwerg den Blick seines Sohnes.
Berethorn konnte es nicht fassen:"Aber Vater, wir verlieren den Großteil unserer Iridiumerzladungen, geschweige den Profit aus der Weiterverarbeitung. Wir haben Monate auf diesen Handel hingearbeitet und die Gelegenheit ist günstig. Carlos Aures hat den Fluss mit seinen Infanterieregimentern überschritten und muss nun neu rekrutieren. Er braucht für seine Unterkaste Waffen und Rüstzeug aus unseren Schmieden."

Sein Vater Brosek der Alte überkam angesichts des Gemütausbruchs seines Sohnes die Altersmilde: "Berethorn, das ist doch nur der Abfall aus unserer Schmieden, den wir zu Geld versilbern. Viel wichtiger ist es im Leben und in den Geschäften zu wissen, wann man sich zurück ziehen muss, um keine noch größeren Verluste zu fahren und noch viel wichtiger, wann man wieder einsteigt. Es liegt Krieg in der Luft mein Hazkarl. Carlos Aures Expansionsbemühungen brechen mit den Leitsätzen der Staatengründer und verletzen damit den Codex der Herzogtümer. Weder Waldtal noch Seeberg können das durch gehen lassen. Und alls drei Herzogtümer Wissen nichts von den Gefahren die hinter den schützenden Ewigfeuer-Tälern lauern. Den Gerüchten und Berichten der Fischer, die zu den ferneren Küsten segelten, traut nur der weise Commerzienrat Eberhuber aus Waldtal. Der findet aber mit seinen Warnungen nicht das Gehör des Ritterstandes.

Wir ziehen uns daher mit den Zwergengilden für ein paar Monate in die tiefen Hallen zurück. Unsere Agenten verbleiben in den Städten und werden uns aus sicherer Entfernung berichten, wo der Krieg zuerst ausbricht. Wir werden die Verwüstungen beobachten, die die Ritterschaft zum Handeln zwingen wird. Und dann mein noch sehr junger Münzenzähler, machen wir unserer richtiges Geschäft, wenn alle drei Herzogtümer zu den Waffen rufen und auf einen Schlag alle unser Iridium benötigen."
Basis - - Von Sir William Datum 20.06.2018 - 10:50
"Immer nur, Arbeiten und Beten, Arbeiten und Beten..."Laurentius juckte es schrecklich unter seiner Novizenrobe. Warum hatte dieser fette Abt Borius keine bessere Lösung für seine Nöte. Mit 17 hatte ihn sein dreimalverfluchter Vater nun vor sechs Monaten in das Kloster Eschbach gesteckt. "Es ist nur zu deinem Besten. Das ich nicht lache. Sollte Laurentius den Mönchsschwur tatsächlich leisten müssen, wären seine Ansprüche auf den Marktflecken Sonnborn endgültig vereitelt. Er musste sich etwas einfallen lassen.

Zeit dazu gab es im Kloster zur Genüge. Alle brannten Sie hier in Ihrer Hingabe für die Verehrung des Heiligen Bonifat, der in der Gralskapelle, oben am Weinberghang sein Eremitendasein fristete. Bonifat gehört, zugegeben, zu den beeindruckenden Wundern seiner Heimat. Er war einer der lebendigen Heiligen, die von der Herrin des Sees mit unglaublicher Lebensdauer gesegnet waren. Bonifati war seit nunmehr 217 Jahren der Anziehungspunkt für zahlreiche Wallfahrten im ganzen Miradorerland. Für jeden hatte der greise Eremit warme Worte und er zitierte Sonntags in der kleinen Kapelle aus der Schrift seiner Heldentaten als Gralsritter von vor nunmehr mehr als 300 Jahren.

Auch Laurentius hatte Bonifat in seinen Bann gezogen und dann vergaß er tatsächlich in diesen wenigen Stunden sein Schicksal und träumte sich in sein eigenes Heldentum als Fahrender Ritter. Was hatte er seine Mutter angefleht, ihm Ross Harnisch und Lanze zu geben. Stattdessen war er hier im Kräutergarten des Klosters gelandet.

"Heh, trödel nicht so rum."
"Ja, Meister Refugius". Laurentius griff die Harke, auf die er sich gestützt hatte, auf und entfernte weiter das Unkraut aus dem Klostergarten.
Basis - - Von Sir William Datum 22.06.2018 - 09:31
In diesem schummrigen Licht konnte man kaum etwas erkennen. Laurentius hatte kein Verständnis dafür, dass Borius die Kerzenrationen halbiert hatte. Er musste dir Bücher über den Gründungsmythos der Herzogtümer nicht mehr lesen. Er aber hatte seine Augen im rußigen Licht noch zu quälen. Der Gründungsmythos war keine leichte Kost und stellte die Gläubigen vor eine harte Probe des Verstandes.
Basis - Von Sir William Datum 05.07.2018 - 14:55
Dies ist die Geschichte der Drei Herzogtümer Sonnengral, Waldtal und Seeberg eint Ihr Gründungsmythos.

Drei Ritter frei von jedem Tadel, verbunden in tiefer Freundschaft sollen dereinst in einer Welt die nicht mehr ist die ersten wahren Gralssucher gewesen sein, vereint in dem Treueschwur Land und Leute vor allem Unheil zu beschützen. Ein jeder war bereits vor dem Beginn seiner Suche ein wahrer Recke des Ritterstandes und weithin gerühmt. Der stolze Herzog Philipp Aures hatte die Bestie vom Schwarzwald erlegt, Gottfried Eberhauer kam niemand im Turniere gleich und Gilrauth le Paribeaux war ein Dichter und Sänger von beneidenswertem Talent.

Ihre Queste nahmen Sie gemeinsam auf und vernichteten in den unruhigen Zeiten des Weltenendes mit der Ihnen im Treueschwur verbundenen Ritterschaft Horden an Tiermenschen in der Schlacht am gelbgefleckten Runenstein. Als sie aber in die Ortschaft Norf an den Ufern des Flusses Rhenus zurück kamen, sahen Sie die Schwesternschaft des heiligen Konvents des Quirinus in verbittertem Kampf gegen eine noch weitaus größere Schar an Bestien. Die Staatengründer erkannten Ihren Fehler und sahen inmitten der Schlacht die Herrin des Sees, die wie Feuer durch die Horden des Bösen sengte. Als Ihre Äbtissin Mira die Reine im Schlund eines Gorgors verschwand, schrie die Herrin laut auf, dass die riesenhafte Gestalt des Gorgor in der Mitte zerbarst. An der Stelle aber, an der Mira hätte sein sollen, war nun eine Träne der Herrin des Sees, vor der die unzählbaren Horden der Tiermenschen scheuten.

"Schützt meine Tochter und sie wird euch schützen", sprach die Herrin "Befestigt Euren Ort" und Übergab die Träne Ihren drei Heiligen den Herzogen Philipp Aures, Gottfried Eberhauer und Gilrauth le Paribeaux zur immerwährenden Obhut. Als diese die Träne in das Dorf brachten, um sie wutentbrannt gegen den drohenden Ansturm des Chaos zu verteidigen, spiegelte sich der Weiher der Ortschaft im Azurblauen Licht der Abendsonne und gab ein Tor an einen anderen Ort frei.

So gelangen  Herzog Philipp Aures, Gottfried Eberhauer und Gilrauth le Paribeaux in unsere Welt, las Laurentius und konnte es immer noch nicht glauben. Wenn die Herrin des Sees tasächlich als Göttin unter den Lebenden wandelte, warum hätte Sie dann die Welt untergehen lassen sollen. Die Notwendigkeit an einer solchen Dummheit überstieg Laurentius Vorstellungskraft.

Sei es drum. Den Rest kannte Laurentius. Die drei Staatengründer gründeten darauf zwischen Meer, Flüssen und dem Gebirgskamm der Feuertale, jeder sein Herzogtum. Sie schworen dass sie einander gleichrangig seien und es keinen König unter Ihnen geben solle. Auch hatte die Herrin sie aufgefordert das Land zu befestigen und so bauten Sie viele Burgen in die Hügel und Landschaften. Die Gründer riefen das Dogma aus, dass kein Mann von Stand die Flüsse, das Gebirge oder die See überqueren dürfe, um den heiligen Boden der wahren Träne der Herrin wachsam verteidigen zu können.

Und die Leute betrieben Landwirtschaft. Sie machten das Land urbar. Und es stellte sich heraus, dass das Land fruchtbar war, in das die Herrin sie geführt hatte. Daher wuchs die Bevölkerung an und sie befolgten Dankbar die Gebote der Herrin des Sees.

Die Drei Herzogtümer sind ein Staatenbund im Schatten der Berge des Feuertals an den Ufern der Flüsse Mirador und Gradeur, die in die Meeresbuchten der Lieblichen Jungfrau münden. Die strenge Feudalordnung in den drei selbstständigen Herzogtümern wurde durch die drei heiligen Staatsgründer Herzog Philipp Aures, Gottfried Eberhauer und Gilrauth le Paribeaux gestiftet. Alle drei fanden die Herzogtümer einst als menschenleere aber fruchtbare Weidegründe im Schutz der Feuertalberge auf Ihrer Gralssuche vor. Weshalb Sie in diesen Abgeschiedenen Teil der Welt gelangten, liegt im Nebel der Zeit als erfersüchtig gehütetes Geheimnis verborgen.

Carlos Aures der II., der sich als Nachfahre Philipp Aures in dessen Tradition, die einzig wahre Gralssuchernation zu sein, sieht, hat in der letzten Sonnentagordination im Hohen Dom zu Volencia verkündet, dass die Zeit der Alten Gründeredikte vorbei sei. Es solle neues Land in den Erlenwäldern Arathoriens urbar gemacht werden, damit die durch den Handel mit den Herzogtümern zu Wohlstand gelangte Nation neuen Siedlungsraum erhalte.
Basis - Von Sir William Datum 05.07.2018 - 15:11 Editiert 05.07.2018 - 15:15
Den Gründungsmythos Teil zwei konnte Laurentius hingegen nur als Ammenmärchen einstufen, hütete sich aber dies dem strengen Lehrmeister Borius zu sagen.

Die Träne der Herrin lag in den Katakomben der Kathedrale zum reinen Herzen in Seeberg. Die Ruhestätte des Reliktes war ewiger Streitpunkt zwischen den Herzogtümern, solange die Geschichtsschreibung zurück blicken konnte. In den Zeit der verschmutzten Himmel, soll verderbtes Regenwasser aus den Wolken rein gewaschen worden sein, bevor es den Boden der Herzogtümer traf. Ausserhab der Herzogtümer soll das Land verdorben und ihn im allerlei höllische Kreatur gewandelt sein. All dies Unreine soll nicht in das Herzogtum gelangt sein, sondern durch die Kraft der Träne der Herrin von gottfertiger Hand abgewendet worden sein.

Laurentius mochte sich gar nicht vorstellen, wie einfälltig die Leute waren. Würde dieser zweite Teil des Gründungsmythos stimmen, hätte es eine Art Schutzbarriere geben müssen, die alles Unreine versengt. Für Laurentius waren dies nur Geschichten, um den Bauernstand in Schach zu halten. Ihnen war es erlaubt, die Grenzen zu überschreiten. Würden aber zu viele gehen, würde die Arbeit auf den Feldern unerledigt bleiben. Sie Sollten sich durch die Glaubensglocke wie Laurentius sie abfällig nannte, in der trügerischen Sicherheit der Herzogtümer glauben. " Verlasse nicht das gereinigte Land, sonst wirst du mit dem Tod bekannt" lautete ein weit verbreitetes Sprichwort in allen drei Herzogtümern.

"Uninteressant", fand Laurentius und klappt seinen Folianten zu. Die Herrin gab es, ihre Wunder waren präsent, aber die Dogmen waren Mensch gemacht und dienten nur der Aufrechterhaltung der Ständeordnung. Da Laurentius selber von Stand war, störte ihn das nicht weiter. er wollte aber nicht wissen, was passierte, wenn auch die Schlauen aus dem Stand der Unterkaste dies begriffen. Zum Glück war Ihnen das Lesen und Schreiben verboten - noch eines dieser Dogmen. "Na dann gute Nacht.", murmelte sich Laurentius zu und begab sich in Richtung des Kreuzganges des Klosters Eschbach. Ein kleiner Schluck vom Weinbrunnen, sollte ihm die notwendige Nachtschwere schenken.
Basis - - Von Sir William Datum 20.07.2018 - 16:12
"Die fressen sich die Bäuche voll und wir müssen die blöde Basilika putzen!", Laurentius schimpfte mal wieder wie ein Kesselzwerg. Er und sein Freund Andreas, ebenfalls Mönchsanwärter und sein Stubenkollege hatten Pech gehabt. Sie hatten sich neulich am Weinbrunnen zufällig zu später Stunde getroffen und dort ein wenig länger aufgehalten. Es war lustig geworden. Was hatten Sie sich über die anderen Mönche lustig gemacht. Andreas hatte den schimpfenden Refugius nachgemacht und war am Ende derart in seinr Rolle aufgegangen, dass die Hälfte seines Weines im Mund durch selbigen wieder hinaus kam, als er den stinkwütenden Lehrmeister mit den Worten nachäffte: Ich bin Repfughiuss, habt Ressppekkt!

Andreas sah sich in der Basilika der heiligen Gralspilger um. Eigentlich war es eine Ehre sich ganz alleine an diesem heiligen Ort aufhalten zu dürfen. In diesem Hallenrund begannen seid Jahrhunderten alle Gralspilgerschaft des Ritterstandes. Alle Helden der drei Herzogtümer wurden an diesem Ort auf Ihrer heiligen Pflicht der Suche nach dem Kelch der Herrin eingeschworen und unzählige Schilde und Schwerter hingen an den Wänden. An einigen von Ihnen waren Tafeln angebracht, die von den Heldentaten des jeweiligen Ritters kündeten. An viele weitere hatten Pilger Handschriften angebracht auf denen nicht belegte weitere vermeintliche Heldentaten aufgeschrieben worden waren.

Laurentius war stolz Andreas berichten zu können:
"Als Zeichen Ihrer Suche geben die Ritter in der Zeremonie zur Hochheiligsten Queste feierlich Ihr Familienschild ab und geloben, dass sie keinen anderen Schild bräuchten, als den Glauben an die Herrin des Sees. Sie tauschen Ihre Waffen gegen ein Breitschwert ein und begeben sich auf die Queste." An den Wänden hängen billige Attrappen der Waffen. Klingen, die beim ersten Schlag zerspringen würden. Seine Waffen würde ein Ritter nämlich niemals abgeben und so werden diese an die jeweiligen Familiensitze zurück verbracht. Die Schilde aber verbleiben im Original in der Basilika und sind aus dem Waffenholz der Bretonen geschnitzt. Die vielen Kerben und Ausbesserungen in den Schilden sind Zeugen der Heldentaten der Ritter während der Queste."

Unbemerkt hatte sich ein Greis von Hühnenhafter aber noch kräftiger Statur Ihnen genähert: "Und mein Junge, was hast du noch vergessen?" Laurentius und Andreas erschraken. Vor Ihnen stand der heilige Bonifati. Er musste aus seriner heiligen Pilgerkapelle auf dem Berg hier herunter zur Basilika gekommen sein. "Was für eine Ehre", rief Laurentius, "Ich hole sofort den Abtprior Eure Heiligkeit."
" Das wird nicht nötig sein, mein Junge." Erzähl mir bitte, was du ansonsten noch über die Gralsschilde weist.
Eures hängt gleich davorne, wendete Andreas ein.
Banifati schien nicht zuzuhören...
"Ein jeder Schild der Gralssucher hat einen goldenen Kelch auf dem Schild, der unten in der Feinschmiede für jeden Gralssucher geschmiedet wird und für teures Geld an die Ritter verkauft wird." Bonifati nickte zustimmend und ein wenig belustigt über die Anmerkung von  Laurentius. "Mit dem goldenen Kelch wird ein Schutzzauber in das Schild eingewoben,..."
"Das stimmt so nicht ganz," fiel Bonifatii Laurentius ins Wort. Gold ist ein gutes Leitmetall für den Segen der Herrin. In Wahrheit wird aber mit der Aufbringung des Goldemblems sowohl der Ritter, als auch dessen Schild mit dem Schutz der Herrin versehen."
"Das bedeutet, dass ein Teil der Schutzmagie der Herrin noch immer in den Schilden ist? fragte LAuentius. "Ja, dem ist so, mein schlauer Pilgerschüler. In all diesen Schildern steckt noch immer ein Teil der Magie der Herrin des Sees." "Die Waffen kann man in der Tat kaum gebrauchen."
Andreas wurde keckfrech: "Ich würde die Feinde der Herrin des Sees auch mit diesen Waffen in die Höllenschlunde zurück schicken.
"Mäßigt Euch, Sohn des Ballfort, Andreas vom Findlingstal, rüffelte Bonifatii ihn laut. Ihr seid Priester und nicht dem Kampf bestimmt. Ich wache über das Kloster von meiner Gralskapelle und werde Euch gegen jeden Feind verteidigen. So ist es in den Edikten bestimmt."
Aber unser Herzog hat doch erklärt , stammelte Laurentius und ist mit seinen Truppen über den...
"Ich weis, herrschte Bonifati, beide Jugendliche an. Offenbar besonn er sich kurz darauf aber wieder und sprach die beiden Jungmönche darauf versöhnlicher an: "Ich weis und es liegt Leid auf unserem Weg, viel Leid und Feuer."

Mit diesen Worten verließ der Heilige die Basilika und liess zwei verwirrte Mönche zurück. "Was sollen wir den jetzt bloß machen?" "Wir können niemandem hiervon erzählen. Die halten uns entweder für verrückt oder aber sie glauben uns und wir werden dafür bestraft den Prior nicht Bescheid gegeben zu haben."" Ja das wären vermutlich zwei Wochen Abortdienst, wir sagen besser nix." Damit verließen Laurentius und Andreas die Basilika. Beide würden in dieser Nacht sehr schlecht schlafen.
Basis - Von Sir William Datum 24.07.2018 - 12:46 Editiert 24.07.2018 - 12:52
Eine weitere langweilige Lernstunde für Laurentius. Der Atlas der Herzogtümer:

Refugius referierte nun schon eine halbe Stunde:
Die Leibeigenen leben von der Hand in den Mund. sie haben eine kurze Lebensdauer und können sich bis auf die billigsten Dinge nichts leisten. Die Bewohner in unseren Städten haben da schon mehr Bedarf.

Im Herzogtum Seeberg handeln sie mit Stoffen. wir kennen im wesentlichen Wollstoffe und Leinen. Sie haben als einzige bekannte Nation Farbstoffe, die sie aus Naturprodukten gewinnen. Alle Stoffe in den drei Herzogtümern stellt im wesentlichen das Herzogtum Seeberg her. Anführerin von Seeberg ist nominell Erzherzog Chordelieux, der aber als engstirniger alter Greis kaum noch Kraft hat und die Regierungsgeschäfte praktisch an seine junge ehrgeizige Ehefrau Celaistaire abgegeben hat. Von allen Herzogtümern ist Seeberg das stolzeste. In ihm steht die Kathedrale. Als Hüter der Träne dürfen sich die Herzoge als einzige Erzherzöge nennen. Ein Umstand, den das Adelsgeschlecht des Herzogtums törichter Weise unheimlich gerne nach vorne stellt und der in der Vergangenheit zuletzt in den Rosenkriegen dazu geführt hat, dass der Erzherzog sich zum König aufschwingen wollte, aber durch die verheerende Niederlage von Zweibachsmühle dazu gezwungen wurden seine Ansprüche fallen zu lassen. Die Macht des Herzogtum Seeberg stützt sich starkt auf die hervorragenden Baumeister und Handwerker. Seeberg ist das mit Abstand am besten befestigte Herzogtum. Kein Herrenhaus, dass nicht über einen Wehrturm, keine Burganlage, die nicht über dicke Mauern und gute Verteidigungssysteme verfügt.

In Waldtal liegen riesige Jagdgründe in den hügelumschwungenen Wäldern Schwarzwald und Eschenrast. Den Bewohnern sagt man eine robuste Verfassung nach. Die Winter in den Hügeln können kalt werden. Alle Handelsrouten mit den Feuertalzwergen führen durch Waldtal, die an dem Handel mit Stapelpflichten und Zöllen gut verdienen. Der Handel ist mühselig. Jeder Fürst pflegt seine Eigenständigkeit und verlangte eigene Zölle. Das Rechtssystem ist in diesem Landesteil nicht einheitlich. In den vergangenen Jahrhunderten kam es in diesen Bergregionen häufig zu Adelsfehden um Belanglosigkeiten. Fürst Wolfram von Hardstolzen regiert derzeit das Waldland und kann sich in seiner Regentschaft auf seinen Bund Getreuer Ritter der Heiligen Rose verlassen. Viele Leibeigene schuften in dem Tagebau Bregerloch und der Schwachmetallmine Höllrit. Orte an denen die soziale Unruhe brodelt, da es bekanntlich keinem Ritter per Codex gestattet ist unter Tage zu gehen.

Das Herzogtum Sonnengral produziert die meisten Lebensmittel. Die größten regionalen Köstlichkeiten, wie das beliebte Lohnbelger Hasengulasch kommen aus unserer Region, die als einzige auch Weinanbau insbesondere auf den Plateaus des Grünahntal betreiben. In ihm liegt unser Kloster an der Grenze zu Waldtal  mit dem einzigen noch lebenden Heiligen Bonifat, zu dem über den ganzen Junimonat Scharen von Pilgern aus allen drei Herzogtümern reisen. Das Herzogtum wird begrenzt durch den Fluss Mirador, über den nur die Leibeigenen treten dürfen, aber kein Ritter. In den Städten des Herzogtums regieren die Gilden. Die Zünfte haben die Kontrolle übernommen von einer Ritterschaft, die alle Aufgaben an Vögte delegiert haben. Die Vögte und Kastellane regieren die Städte wie Bürgermeister, ohne, dass die Ritterschaft die Notwendigkeit sieht eine Kontrolle auszuüben. Voigteien und Kastellane war ursprünglich dem Niederadel vorbehalten. Seit mehr als hundert Jahren gibt es jetzt aber bereits Vögte und Kastellane aus der Bürgerschaft. Die Vetternwirtschaft boomt. Wirtschaftliche Zentren in Sonnengral sind die Klöster. Wir verfügen über enormen Einfluss.
.....Refugius redete weiter und weiter.

Andreas war eingeschlafen. Laurentius stupste ihn an. Wach auf. Wir müssen gleich noch beim Weinanbau helfen. Sie wurden dort in der Tat erwartet, was ihnen in der Tat die willkommene Entschuldigung lieferte dem Unterricht zu entfliehen. Der Weg ins benachbarte Grünahntal würde bis Mittag brauchen. Die Aussicht auf mehrere Schoppen Wein und einen Tag ohne Refugius ließ die Laune bei den Freunden schnell ansteigen. Schnell entschuldigten sie sich bei Refugius, der ein Murren nicht verkneifen konnte, packten Proviant und Wasser und waren in windeseile vor den Klostertoren. Sie wanderten mit befreitem Herzen los.
Basis - - Von Sir William Datum 31.07.2018 - 12:51 Editiert 31.07.2018 - 12:55
"Gaudiamus igitur, iuvenestum suum...", Laurentius und Andreas schmetterten den alten Gassenhauer in die Wiesen hinein, nachdem Sie- natürlich verbotener Weise- Einkehr in der Bodega zur Heiligen Johanna gefunden hatten. Es gab dort den besten Hamsterpotthas im gesamten Oberwies. Und die Seniora Maria hatte so wunderbar hochherrliches Geläut, dass die beiden Jungmönche ganz andächtig geworden waren.

Nur noch ein paar Weisen und die beiden würden das klösterliche Weingut erreichen, dass so malerisch in den Felsvorsprung oberhalb der Ahr gebaut war. Schon seid 814 baute das Kloster Eschbach dort Wein an und verdankte einen guten Teil seiner Wirtschaftskraft dem Anbau der goldenen Reben, die nun im Spätsommer, saftig reif, scharfkurz vor der Ernte standen. Den Windungen der Weinrebe nachempfunden waren die Gebäude des Weingutes mit gewundenen Verzierungen in den Holzschnitzereien der Torstürze ausgeschmückt. Mehrere kleine Ziertürme bildeten ein verwunschenes Dach aus Grünschieferschindeln aus. Vor dem Tor stand die Figur des Gambrinus, dem Ideal des fröhlichen Zechers mit einem Bembel zur Rechten und der Feder zur linken.

In den Gebäuden war es dank der Kühle der Steilwand angenehm. Ständig war eine größere Zahl an Besuchern in der Schwemme und genossen den Wein, wie das hervorragende Essen der Klausel. Das Weingut bildete den krönenden Abschluss eines sich an Flusslauf und Wasserweg anschmiegenden altfachwerklichen Dorfes, in dem auf den kleinen aber feinen Marktplatz reger Handel betrieben wurde. Eine Krämergasse lud zum verweilen ein und öffnete den Blick auf das Herrenhaus der Familie De Kastillian, denen nach allgemeinem Landrecht der Marktflecken Riojas zufiel.

Von Ihrem Sitzpaltz am Balkon der den Adeligen und Mönchen vorbehalten war hatten Sie einen wunderbaren Blick auf das Dorf und sein Umland.

Laurentius und Andreas schauten sich in diesem Moment aber verwundert an, als Sie einene berittenen Knappen im vollem Galopp auf das Herrenhaus zureiten sahen. "Hinter dem ist wohl der Leibhaftige her, scherzte Andreas, während Laurentius sich keine voreiligen Antwort traute. Er erinnerte sich an seine Zeit auf dem Herrenhaus zurück, die Nachricht des Knappen musste von höchster Dringlichkeit sein.
Basis - Von Sir William Datum 01.08.2018 - 12:18 Editiert 01.08.2018 - 12:21
Laurentius kniff die Aaugen zusammen, bemüht die Szenarie am Herrenhaus zu verfolgen.Es musste etwas geschehen sein, die Knechte liefen auf den Hof und Hektik breitete sich aus.

"Andreas hör auf zu trinken"
Nun sah auch Andreas über seinen Shoppen auf die Szenarie.

Die Glocke des Herrenhauses ging. Sie klang schrill, hektisch und ängstlich.

Da trat der Lehnsherr Jose De Kastillian in voller Kampfmontur aus dem Haus und erteilte Befehle. Die Männer bewaffneten sich. Offenbar war der Alte Lord nicht unvorbereitet. Die Pferde für ihn und seine Männer waren gesattelt. In aller Eile ritten sie aus. Zurück blieben die alten Knechte, die die Tore zum Lehnsgut verschlossen. Die Jungen Tristan und Gerold, die LAurentius und Andreas vom Würfelspiel in der Schenke kannten, verließen - offenbar mit Botschaften ausgestattet- den Inneren Städtischen Ring, von wo die beiden Mönche sie schnell aus den Augen verloren.

Ein weibischer Aufschrei riss die Freunde aus Ihrer Lethargie. Es regnete Feuerpfeile auf das Dorf und das Weingut vom höher gelegenen Felsvorsprung. Rioja stand kurz davor in Flammen aufzugehen. So gut es ging schleppten die Einwohner Wasser heran, um die Holzhäuser vor einem in Brand geraten zu bewahren. Der folgende Feuersbrunst hätten die Einwohner wenig entgegen setzen können. Andreas hatte einen großen Holzeimer von der Pferdetränke heran geschleppt und löschte gerade einen Pfeil, der im Osterker des Weingutes steckte. Laurentius suchte nach der Leiter, die er bei der Anreise an der Stallwand entdeckt hatte, richtete diese am Erker auf und half Andreas auf das Schindeldach, um dort weitere Feuer zu löschen.

"Unseren Wein kriegen die nicht"
"Welche Glaubensschänder das auch immer sein werden, die Herrin wird Sie ihrer gerechten Strafe zuführen", antwortete Laurentius in verärgertem Ton.

Ein kurzer Hornstoss ließ beide aufschrecken. "Was ist los?" , fragte Laurentius."Mann kann die Angreifer von hier aus nicht erkennen"."Andreas, kannst du von da oben was sehen?"

"Es ist der Graf. DeKastillian mit seinen Männern. Sie reiten gerade in die Bogenschützen. Der Graf vorne weg. Es ist wie bei der Schlacht am Hornberg. Ein gern vom Adel berühmtes Synonym für die überlegene Kampfkraft des ersten Standes, der kein Pöbel stand halten kann.

Da hörten Sie in der Ferne das Läuten Ihrer großen Angelusglocke des Klosters, die sich in den Schluchten brach und deren klagender Klang bis weit in das Tal reichte. Unter normalen Umständen sollte die Große Angelus die Gläubigen an hohen Feiertagen zum Kloster führen. Aber heute war kein Feiertag und es gab nur zwei weitere Anlässe, bei denen sie geläutet wurde. Entweder war der Abt verstorben oder das Kloster wurde angegriffen.

Dies war kein vereinzelter Raubüberfall. Die Angriffe waren koordiniert. Laurentius und Andreas lief ein eisiger Schauer über den Rücken.

Sie mussten zurück zum Kloster. Per lex canonibus semper equus, ergriffen die Mönche zwei der Stallpferde des Klosterweinguts und gaben den Tieren die Straße hinauf zum Kamm die Sporen. Oben angekommen konnten Sie die letzten Reste des Kampfes der Männer des Barons gegen die Bogenschützen aus machen. Die Bogenschützen trugen keine Wappenröcke eines bekannten Hauses. Eigentlich trugen sie gar keine Wappen. Diese Männer waren dem Untergang geweiht und wurden nieder gemacht.

De Kastillian sah die beiden Mönche, ritt mit zwei Männern zu ihnen herüber und klappte das Visir hoch. Brüder, Wächter der Lillie, dies ist mehr als ein Brigantenangriff. Das Kloster ruft seinen Lehnseid ein. Ihr kennt den Weg nach Eschbach am besten. Leitet meine Männer. Sagt dem Abt, dass ich Euch nur die Fahrenden Ritter um meinen Cousin Carron stellen kann. Ich muss meine Heimstatt verteidigen. Sobald ich hier alles gesichert habe, komme ich Eschbach zur weiteren Hilf.

Auf einen kurzen Pfiff waren 6 Ritter um Laurentius und Andreas gestellt, die sofort eine Schutzformation für die beiden Mönche einnahmen. Die Mönche in der Mitte der Reitergruppe wurde in schnellem Trab sofort aufgebrochen.

Wie gerne wäre Laurentius einer von ihnen. Wie gerne wäre er einer jener jungen halsbrecherischen Anwärter auf den Ritterstand und würde mit gesenkter Lanze sein Land verteidigen. Der erste Blick auf das Klosterareal war grausig. auf dem Kartoffelacker am Felsenweiher lagen dutzende Körper von Leibeigenen, die es nicht mehr rechtzeitig hinter die Klostermauern geschafft hatten. Unter Ihnen waren mehrere Frauenkörper.

Von den Ziegenställen stieg Rauch auf. Überall gab es Schreie und Wehklagen. Dies musste der Vorhof zur Dunklen Anderswelt sein. Ein apokalyptisches Grauen, den Tod vor der Tür. Der Anführer der Ritterschaft hies den Mönchen die Formation nicht zu verlassen und gab das Signal zur Formation. Die Kreuzung an den Vorhöfen wurde von einem Trupp schwarz gekleideter Ritter gehalten, die Ihre Pferde gerade auf die Neuankömmlinge ausrichteten. Es gab kein zurück mehr. "ANGRIFF- für die Lillie", der Trupp um Laurentius sprengte im wilden Galopp los. In diesem Moment hatte Laurentius keine Furcht. Seine Ohren folgten dem tiefen Hornton , den der Musikus der Formation hinaus stieß. Adrenalin flutete seinen Geist und seine Welt. Mit einem Schrei donnerten sie in die Formation Ihrer Feinde. Durch das Bersten der Lanzen, das Aufwiehern der Pferde, konnte Laurentius wahrnehmen, das ein zuvor vom Rass geschleuderter schwarzer Ritter von seinem Pferd überritten wurde. Er griff nach einem alten Reschen und schlug wild um sich. Andreas sah seinen Freund derart kämpfen und auch er brach mit der  Mönchsregel der Enthaltsamkeit, die ihnen unter anderem das Kämpfen als Mönche untersagt. Einer der Ihren war gefallen, als der gegnerische Truppe nach kurzer Zeit überwunden war.

Der Truppführer Carron versuchte sich einen Überblick zu verschaffen. Díe Kämpfe um das Kloster tobten weiter. Die Großzahl der feindlichen Angreifer war am Hauptportal, das kurz davor war, eingerissen zu werden.
"Die Mönche werden sich in die Basilika zurück ziehen", sagte Laurentius.
"Wir kommen nicht an Sie heran", erwiderte Carron.
"Doch über den Eremitenpfad"
"Wir müssen um den See herum"
"Hier lang", die Mönche zeigten ihren Beschützern den Weg.

"Ich sage, wir kämpfen ehrenhaft und greifen Sie am Hauptportal an, protestierte einer der Männer, ein Heißblut von einem jungen Mann mit wutverbranntem Gesicht.
"Ehre im Tod!"
"Nein, unser Auftrag ist es die beiden Brüder sicher hinter die Klostermauern zu geleiten. Dies ist der Befehl unseres Lehnsherrn!", stellte Carron präzise fest, worauf das Heißblut das Visier unter unverständlichem Gemurmel verschloss und die Schar sich aufmachte den See zu umrunden.

Ihr Trupp war inzwischen bemerkt worden und sie wurden unter Bogenbeschuss genommen. Aufgrund der Entfernung und der hektischen Formierung der Bogenschützen der Hauptformation des Angreifers, verfehlte Sie aber der Pfeilhagel gänzlich. Laurentius kam nicht umhin zu beobachten, dass auch diese Bogenschützen keine Wappen trugen. Dann waren sie aber im Schutz der Bäume und erreichten das offenstehende rückwärtige Portal der Abtei, wo ein wartender Novize - Cassius, die Pforte hinter ihnen schloss.

Sie befanden sich nun auf heiligem Boden auf dem keine Kämpfe stattfinden durften.
Basis - - Von Sir William Datum 02.08.2018 - 13:00 Editiert 03.08.2018 - 14:30
Das Hauptportal fiel erwartungsgemäß, hatte aber allen Zuflucht suchenden ausreichend Zeit gegeben in den inneren Bereich der Klosteranlage zu gelangen. Der heilige Bezirk um die Basilika minor war durch eine Mauer abgegrenzt. Der Zugang zu diesem Bezirk erfolgte über die heilige Pforte. Dieses Portal war reich mit Ornamenten und Relieffen geschmückt, die die Heldentaten der früheren Gralsritter beschrieben. Über Ihnen trohnte das Antlitz der Herrin des Sees, die mildtätig Ihre Hände ausbreitete und unter ihrem Mantel Schutz gewährte. Das Portal hatte eine religiöse und keine militärische Funktion, so dass die Pforten weit offen standen und der Abt Borius mit dem gesamten Convent in Festtagsornat die Angreifer erwartete. Die Novizen schwangen die Weihrauchfässer in Übereifer, als ob sie durch den heiligen Rauch alles drohende Übel von sich halten könnten.

Die ersten Kämpfer, die in das Klosterareal eindrangen waren voller Kampfeswut. Mussten die Männer bei einer normalen Belagerung doch damit rechnen, dass ihnen gerade an dem Tordurchbruch noch die schwersten Kämpfe des Widerstandes drohten. Diese Wut ließen die Mönche ins Leere laufen. Schlauer noch. Die Mönche hatten den Männern Bänke und Tische geladen wie zu einem Festmahl aufgestellt und die besten Speisen und Weine bereit gestellt. Während sich die ersten darüber her machten wurden Befehle gebrüllt in der Furcht das Essen könne vergiftet sein. Eine Angst die unbegründet war, die aber dem ersten Angriff in Gänze den Schwung nahm,

Nach den Leibeigenen kamen die Kämpfer von Stand durch das Hauptportal des Klosters und ließen sich berichten. Sie alle waren in schwarzer gekleidet. Kein Kämpfer trug ein Wappen.

Laurentius hatte sich inzwischen unter seine Mitbrüder gestellt. Wie bei offiziellen Anlässen üblich hatte jeder Mönch, entsprechend seinem Rang im Kloster einen festgelegten Platz. Da Laurentius aus einem höher rangigem Adelshaus als Andreas stammte, stand er weiter vorne und hate einen guten Blick auf Ihre unbekannten Angreifer, die derzeit keine Anstalten machten, den heiligen Bezirk zu betreten. Die zu erwartende Plünderung hatte begonnen, da aber Essen und Trinken bereits bereitet waren, fand sie zumindest bis jetzt nur vereinzelt statt.

Die Angreifer unterhielten sich untereinander in der Sprache des Herzogtums Waldtal, dessen Staatsgrenze nur wenige Kilometer vom Kloster Eschbach entfernt lag. Laurentius versuchte einzuordnen was derzeit geschah. Offenbar warteten die Angreifer auf jemanden.

Sie mussten jetzt bestimmt schon ein dreiviertel Stunden Glas lang im offenen stehen. Die Angreifer labten sich durch das aufgestellte Buffet und die insgeheim unter den Brüdern verteilte Hoffnung, dass der Quartiersmeister Bruder Esteban ein langsames Gift in das Essen gegeben habe, wurde von diesem laut zurück gewiesen. "Wir haben immer noch Gäste"- beendete Abt Borius die aufquellende weitere Diskussion kurzerhand.
Basis - - Von Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Datum 02.08.2018 - 20:34
Geht ja ab :o

Aber soll der Text doppelt sein?
Basis - Von Sir William Datum 03.08.2018 - 13:51
Nein, da habe ich mit der Technik zu kämpfen gehabt und eingesehen, dass ich mit nur 4 Stunden Schlaf besser aufhöre weiter zu schreiben, da ich einen Teil der weiteren Story in diesem Moment gelöscht hatte, dafür der zuvor benannte aber doppelt dort stand. Ärgerlich und die Dopplung kann vom Admin gerne raus genommen werden.
Basis - - Von Sir William Datum 14.08.2018 - 17:49
Kurz darauf kam Bewegung in die Meute. Laurentius erkannte als erster, dass die Hauptleute antreten ließen. Am Hauptportal hatten sie die zerborstenen Türen beiseite geräumt. Alle Musiker waren am Portal und eine Fanfare kündigte mit der Serenade der Könige Hohen Adel an. Nun würden Sie also ihren Angreifer endlich zu Gesicht bekommen.

Zunächst ritt ein Tross von Leibgarderittern durch das Tor, die bereits an Ihrer schmuckvollen Ausrüstung dem Stande entsprachen. Ebenfalls in schwarz gewandet, jedoch ohne Wappen, bildeten sie das traditionelle Spalier der Sieger. Ein schauriger Anblick. Die Fanfare setze neu an. Diesmal vielen alle Musiker mit in das Spiel ein. LAurentius lief ein Schauer über den Rücken. Seinen Mitbrüdern ging es genauso. Durch das Tor schritt ein Hühne von einem Ritter, mit geschlossenem Visir und einem schwarzen Drachen als Helmzier. Auch er trug kein Wappen.

An seiner Seite folgte auf einem Schimmel in weißem Kleide eine verschleierte Dame des Sees. Ihre Lordschaft ritt in die Mitte des Vorhofes, um den Jubel der Männer entgegen zu nehmen. Der schwarze Ritter hob die Hand. Der Jubel verstummte und es trat eine beunruhigende Stille ein. Alle Augen richteten sich auf Ihre Lordschaft. Laurentius wusste, dass nun der Befehl zur Plünderung gegeben werden würde. Die Anspannung war greifbar.

Unerwarteterweise sprach der schwarze Drache jedoch nicht. Stattdessen gab die Dame vom See Ihrem Schimmel leicht die Sporen, so dass sie bis kurz vor die heilige Pforte zog. Mit einer Natürlichkeit, die die vielen Stunden am Hofe widerspiegelt lüftete Sie in einer einzigen eleganten Bewegung ihren Schleier und zeigte ihr wunderschön, markeloses Gesicht befehlsgewohnter Jugend. Vor Ihnen stand wahrlich eine Rose der Ritterlichkeit, Herrin des Sees, Mademoiselle zu Traunstein und Winterhall aus Waldtal.

"Abt Borius, Lehnsmann von Carlos Aures dem II., Prior der Abtei zu Eschbach,
Euer Lehnherr hatt den Codex der Ritterschaft gebrochen und ist mit seinen Mannen über den Mirador gezogen. Er vernchlässigt damit seine ewigen Pflichten gegenüber der Herrin des Sees, das Land Ihrer Träne gegen alle Übel zu verteidigen. Als Ausgleich für dieses Unrecht fordere ich die Übergabe des Kloster Eschbach."
"An wen?" fragte Borius, der einen Schritt vorgetreten war.
Basis - Von Sir William Datum 14.08.2018 - 18:04
Laurentius bekam von dem nichts mit. Er war kurz zuvor von Refugius losgeschickt worden. Er sollte verhindern, dass Jose des Kastillian mit seinen Mannen seinem Lehnseid nacheifern würde und die Nachhut der Schwarzgewandeten angriff und damit möglicherweise ein Blutbad im Kloster provozierte. Die Anwesenheit der Herrin des Sees garantierte, dass das Recht auf heiligen Boden geachtet werden würde. Es würde keine Kampfhandlungen auf heiligem Boden geben.

Laurentius war daher aus der Eremitenpforte heraus geschlichen und schaffte es gerade noch rechtzeitig in die Holunderbüsche an der Pforte, als er einen weiteren Trupp der Mordgesellen ausmachte, die mit einem Ochsenkarren Richtung der rückwärtigen Pforte des Klosters zogen. Ihn beunruhigte die Heimlichkeit mit der diese Handlanger zu Werke gingen, konnte sich aber nicht weiter um die Situation kümmern und beeilte sich daher ungesehens Baron de Kastillian zu erreichen.

Er hatte es erneut bis auf den Hügel vor dem Kloster geschafft, als erneut die Große Angelus läutete. Laurentius rannte.
Basis - - Von Sir William Datum 14.08.2018 - 19:06
"Ihr übergebt das Kloster an den Convent der Zauberinnen, die das Kloster behütet, bis sich Carlos Aures seiner Verpflichtungen aus dem Codex erinnert.

Einen Raunen erfüllte die Gemeinschaft der Mönche. Das Kloster gehörte zu Sonnengral, wie die Kathedrale vom reinen Herzen zu Seeberg. Borius, selber mit dem Herzoghaus Aures verwandt konnte dies nicht zulassen.

"Ihr habt kein Recht hierzu. Caelos Aures überschritt den Mirador mit keinem von Stand. Die Kampfkraft des Reiches ist damit nicht beeinträchtigt. Unser Herzog hat den Codex nicht verletzt."

Anderas kam nicht umher, die Argumentation des Abtes zu bewundern. In der Tat zählte die Bauernschaft für den Adel nicht. Entscheidend für die Verteidigung war aus Sicht des Adels allein die Ritterschaft.

" Sie werden angeführt von den Euren!"

" Ja, einem Vogt und einem Kastellan, alle von nachgerücktem Stand, aus der Bürgerschaft, der Ritterschaft nur gleichgesetzt-mit dem wesentlichen Minus nicht als Ritter zu zählen."
Andreas bemerkte, dass Borius mehr wusste und bereits zuviel gesagt hatte.

"Ihr wisst also um den Bruch des Codex und duldet ihn?" zischte Mademoiselle von Traunstein.

"Ich nehme dieses Kloster für den Convent ein", rief die Herrin damit aus.

In diesem Moment donnerten die Glocken des Klosters der großen Angelus Glocke ehrtiefen Ton folgend in einer Reih. Die Pforten der Basilika knallten auf, so dass die Mönche instinktiv beiseite traten und damit Geleit ließen für Bonifat den letzten lebenden Heiligen der Herrin, Eremit und Gralshüter zu Eschbach. Er ritt als Gralsritter mit dem Zeichen der Herrin aus eben jenem Gotteshaus, dass die größten Helden ihrer Nation hervorgebracht hatte, hoch zu Ross auf seinem Schild den goldenen Kelch im Wappen und die Weisheit von sechs Jahrhunderten in den Augen, die müde, jedoch teufeklshaderernst dreinblickten.

Er übertönte Lady von Traunstein mühelos:
"Dies ist die Stunde in der einzelne des Conventes Unserer Heiligen Mutter das Recht überschreiten. Ich Bonifatius, Streiter und Beschützer des heiligen Klosters Eschbach fordere ein Gottesurteil durch das Schwert."

Die Herrin des Sees schnaubte verächtlich. "Das Gottesurteil führt zu nichts. Dolo agit, qui petit, quod statim rediturus est! Ihr müsstet das Kloster auf erstes Anfordern nach dem Kampf doch an den Convent übertragen." Mit diesen Worten ritt die Herrin zurück an die Seite des schwarzen Drachen und ließ den Ruf nach dem Zweikampf unverhallt, "Sehr bedauerlich". Sie nickte dem Drachen zu, der darauf hin die Hand hob und das erste mal sprach: "Brennt das Kloster nieder!"

Nahezu zeitgleich stieg schwarzer Rauch an mehrere Stellen im Kloster auf. Das Dach des Hospiz stand in einem Bruchteil von Sekunden in hellen Flammen. An der Ost und der Südmauer zum heiligen Bezirk brannten die Garküche und der Gänseverschlag sofort lichterloh. Andreas erkannte der Ohnmacht nahe, dass dies durch den schwarzen Drachen von langer Hand geplant war.

Bonifatius gab seinem Ross die Sporen. Die Gralsglocken an seiner Lanze tanzten das Lied der Rechtschaffenden. Sein Ross ergriff den Galopp. Dies war der letzte Ritt seiner Heiligkeit Bonifatius, erster unter den Gralsrittern, Wächter der Ahnen, Feldherr der Gerechten. Die umstehenden packte bei seinem Anblick der Mut und die verbliebenen Wachen des Klosters ergriffen Ihre Waffen, ihm zu folgen. "Für die Lilie" erschallte ihr Ruf.
Ihre Widersacher warteten hinter der heiligen Pforte. Als Bonifatius das Tor passiert hatte, knüppelten dutzende Armbrustbolzen auf den Anstürmenden ein. Zwei Bolzen fuhren in sein treues Ross, ein Bolzen durchschlug den Schild, zwei den Rumpf und brachten Ross und Reiter zu Fall. Aber dies war kein Ende für einen Gralsritter und so raffte sich Bonifatius auf, ergriff sein Schwert und stürmte auf den schwarzen Drachen zu. Dieser stieg von seinem Ross und trat ihm entgegen. Das Schwert des Drachen stand auf einen Geste der Herrin von Traunstein in blauzüngelnden Flammen. Mit ihm durchbohrte der Schwarze Drache den Harnisch des Gralsritters mit einer Uhrgewalt, die keinen Zweifel ließ. Nach wenigen Sekunden war der Ausfall beendet.

Andreas war mit einigen Mitbrüdern zur rückwärtigen Eremitenpforte gerannt. Zu Ihrem Entsetzen mussten Sie aber feststellen, dass diese versperrt war. Andreas sah mit Hilfe eines Mitbruders über die Mauer und erblickte weitere schwarzgewandete Männer, die einen Ochsenkarren vor die Eremitenpforte gezogen hatten und diesen gerade anzündeten. Andreas konnte dem heranfliegenden Pfeil gerade noch ausweichen.

"Zurück rief er" , da kam ihnen Refugius entgegen und berichtete von der Pforte.
"Jeder der den heiligen Bezirk verläßt wird nieder gemacht. Das Feuer wütet im gesamten Bezirk."
"Sollen wir nicht löschen?"
"Das Dach der Basilika brennt bereits. Kommt mit mir Novizen!"
Sie gingen vor die Basilika. Dort stand bereits der Convent der Mönche. An Ihrer Spitze Ihr Abt, in der Ruhe der Würde seines Amtes.
Die Novizen reihten sich ein und so zogen die Mönche mit dem Glorificate  Deo aus tiefster Möchesstimme singend in die brennende Basilika Minor ein. Niemand wagte es ihnen zu folgen.
Basis - Von Sir William Datum 14.08.2018 - 19:35
Laurentius hörte den Kampfeslärm vom Kloster und sah den Rauch. Tränen füllten seinen noch jungen reinen Geist und seine Augen. Er hatte seinen Vater für die auferlegte Pflicht ins Kloster einzutreten gehasst. Aber viele seiner Freunde waren noch im Kloster und mit dem Kloster ging ein unverzichtbarer Teil der Geschichte, ja der Identität, aller drei Herzogtümer verloren. Die Welt würde nach diesem Tag eine andere sein.

Da erkannte er, dass sich ausserhalb der Klostermauern die Schwarzgewandeten untereinander angriffen. Ein Trupp Hellebardiere machte einen Schützentrupp nieder, der offenbar mit diesen neumodischen Armbrüsten ausgerüstet waren. Laurentius erkannte unter Ihnen die Helmzier des Weißen Bullen. Ein Paladin aus Waldtal, der für seine Aufrichtigkeit und die Kampfeswut eines Bären bekannt war. Er führte die Hellebardiere offenbar an. Nachdem Sie den Schützentrupp nieder gemacht hatten, wurden Sie selber zum Ziel der Angriffe der Schwarzgewandeten und mussten sich über den Ochsenpfad zurück ziehen.

Laurentius erschrak, als er ein lautes Wiehern hinter sich wahr nahm. De Kastillian war mit seinen Mannen angekommen und folgte seinem Lehnseid. Laurentius meinte die gesamte Steeitmacht des alten Recken erkennen zu können. Sie ordneten Ihre Truppen nach dem Marsch in Schlachtordnung. Der Hügelkamm würde ihnen eine gute Aufmarschzone bieten. Ein Tross brachte Laurentius in aller Eile zu de Kastillian, der sich einen Überblick über die Lage verschaffte. Laurentius berichtete wesentliches und erwähnte den Widerstand des Weissen Bullen und seiner Männer.

Diese waren in arger Bedrängnis. Sie kämpften einen verzweifelten Kampf an der Wegekreuzung gegen die Schwarzgewandeten, die wütend gegen die letzten Überlebenden anbrandeten.

Da ertönte das Signal der Herolde des Heeres der Schwarzgewandeten und verkündete das Signal zum Rückzug. Die Angreifer ließen von den Männern des Bullen ab und zogen sich mit der gesamten Armee zurück. Die Schlacht um Kloster Eschbach war vorüber. Sie würde das Verständnis der Menschen in den drei Herzogtümern grundlegend ändern. Noch Jahrhunderte später werden die Menschen zwischen den Flüssen Mirador und Gradeur mit dem Ausspruch -Einen schwarzen Tag gehabt zu haben-, bewusst wie unbewusst auf großes Unglück und  diesen schicksalshaften Tag am Kloster Eschbach verweisen.
Basis - - Von Sir William Datum 14.08.2018 - 19:57 Editiert 14.08.2018 - 20:10
"Was machen wir nun?", ein junger Rekrut, der tapfer gekämpft hatte und bislang nur einen gebrochenen Arm zu beklagen hatte, dies aber tapfer hinnahm richtete seine Frage an den Weissen Bullen. Sie alle kannten ihn und als sie alle zusammen das unfassbare mit ansehen mussten folgten Sie seinem Befehl ohne jedes Zögern -SOFORT.

Diese Feiglinge aus Büderbach hatten mit ihren Armbrustbolzen die letzte Heiligkeit der drei Herzogtümer nieder gemacht, wie einen gewöhnlichen Sterblichen. Der Bulle hatte bereits beim Zug zum Kloster protestiert- umsonst. In die Pläne zur Feuerrodung des Klosters war ihr Einheit offenbar aus gutem Grund nicht eingeweiht gewesen. Die heilige Stätte nieder zu brennen und die Mönche ihrem Schicksal zu überlassen, war zuviel für die Männer gewesen und sie alle folgten ihrem Gewissen, das, das ihnen anerzogene Pflichtbewusstsein zum Gehorsam übertraf. Sie hatten sich gegen Ihre eigenen Landsleute gestellt und waren gerade so mit dem Leben davon gekommen- zumindest die Hälfte von ihnen.

Nun standen sie auf offenen Feld zwischen zwei kampfbereiten Heeren, von denen sich das eine zumindest soeben zurück zog.

"In Formation brüllte der Weisse Bulle-kampfgestählt und erfahren genug, um seinen Männern nicht zu erzählen wie ihre Chancen standen. Sie drehten sich um und bereiteten sich auf den Angriff der Ritter vom Hügelkamm vor. Doch der Angriff kam nicht. Stattdessen löste sich die Schlachtordnung auf und das Entsatzungsheer von de Kastillian ging dazu über zu retten was zu retten war. Für die Kathedrale und die meisten der Hauptgebäude aus dem Kloster kam aber jeder Löschungsversuch zu spät. Die Flammen waren nicht mehr zu stoppen.

Der Weisse Bulle und seine Männer zogen sich unbehelligt in Richtung der Wälder zurück.

Und bevor ihn wieder einer seiner Rekruten fragen konnte, verkündete der Weisse Bulle, was sie nun machen würden. "Wir gehen zu den freien Männern, wo kein Adelsstreit uns trifft."

Und so übertraten auch Schwarzgewandete den Mirador.
Basis - Von Sir William Datum 14.08.2018 - 19:58 Editiert 14.08.2018 - 20:09
Ich melde nach:

13 Hellebardiere (Schwarzgewandete)
1 Paladin zu Fuß mit Zweihänder (Schwerer Hellebarde) DER WEISSE BULLE

Ich hab diese über 27 Jahre alten Figuren abgebeitzt und neu in den Farben Sonnengrals bemalt. Wunderbar.
Basis - Von Sir William Datum 22.08.2018 - 11:55 Editiert 22.08.2018 - 11:58
Die Mönche waren in die brennende Basilika eingezogen und in die Krypta gegangen. Dort ruhten die Äbte des Klosters in Ihrer ewigen Ruhe der Gerechten. und hier harrten die Mönche den Feuersturm aus. Als aber das Dach der Basilika einbrach, stürzte auch ein Teil der Krypta ein und versengte die Brüder nahe der Rondis im Feuer. Diese rannte darauf in Todesschmerz unter die Mitbrüder und zündeten weitere Soutanen an, wodurch eine allgemeine Distopie der Vorhöllen um sich griff und der Glaube die Mitbrüder verließ.

In dieser verzeifelten Stunde hatte Andreas seine Vision. Seine Augen milchten sich ein und schenkten ihm die Gnade der Blindheit. Brennend rief er den heiligen Bonifatius um Beistand an und seine Bitte wurde erhört.

Die Umstehenden erblickten ein Wunder. Über Andreas erschien eine geisterhafte Gestalt, die aus Andreas Mund sprach: "Fürchtet Euch, ich der Geist Bonifatius gewähre den Mönchen des Klosters Eschbach meinen fortwährenden Eid des Schutzes. Als diese Worte gesprochen waren, loderten die Flammen weiter und verstellten die Gesichter der Gestraften, aber das Feuer tat ihnen kein Leid mehr an. "Ich Bonifatius rufe Euch zur Vergeltung und spreche Euch von dem Eid der Enthaltsamkeit los. Nehmt Rache für Eure Seelen und die Herrin des Sees.

Und so ergriffen die Mönche jene Schilde der Gralsritter der alten Tage die vom Feuer verschond geblieben, als Zeichen Ihrer Segnung durch die Herrin und zum Schutz gegen Ihre Feinde. Und sie sammelten im gesamten Kloster die schartigen und geborstenen Waffen auf, um sich zu rüsten. Aus der Gerberei ließen sie einfache Lederüberwürfe zurecht machen, um sie so gut es geht zu schützen. Und sie sprachen stündlich das Gebet, das Bonifatius ihnen gelehrt hatte:

"Du bist der Wolf, die Rache der Nacht,
mit Schutze der Herrin im Rechte bedacht.
Hasse die Frevler, beende ihr Werk,
und suche auf der Freien Heer"
Basis - - Von Sir William Datum 20.08.2018 - 17:23
Carlos Aures blickte in den Hof der Sonnenwacht herunter. Diese Festungsanlage hatte den Herzögen von Sonnengral seit alters her als Amtssitz gedient. Sonnenwacht war die prächtigste der Burgen in seinem Land. Sie behergte in ihrem Altstadtring die Bürgerlichenund Gemeinen. Die Hauptmärkte und Handwerksbetreibe sorgten in diesem weitläufigen Bezirk für ein reges Treiben. Der Handel hatte bis vor den "Unruhen" floriert. Nun aber zeichneten sich dunklere Wolken am politischen Horizont ab. Der Ritterstand und der Klerus im zweiten Ring "der Karlsstadt" wussten um die Brisanz der Lage. In den Herrenhäusern auf der Hohen Straße und den Klöstern rund um den Gralsgrund bereitete man sich auf Krieg vor. Der innere Ring der Burg beheimatete ausschließlich die Getreuen der Herrscherfamilie. Sie waren die Priviligierten unter den Priviligierten mit breitem Einfluss in Wirtschaft und Gesellschaft im Herzogtum.

Nach der Kunde von der Brandrodung des heiligen Kloster Eschbachs lastete ein allgemeiner Erwartungsdruck auf seinen Schultern, Vergeltung zu üben, die unweigerlich zum Krieg führen musste. Noch hatte keines der Herzogtümer den offiziellen Heerbann ausgerufen, der den Lehnseid aller Untertanen einfordert. Carlos Aures wusste aber, wer sein Kloster überfallen hatte.

Sein getreuer Erzvoigt Cesar Manrique war in das kleine Turmzimmer getreten. "Mein Lord es ist Zeit für den Rat".
Basis - Von Sir William Datum 22.08.2018 - 11:20
Auf den Tag genau einen Monat ist es nun her, dass das Kloster Eschbach in Flammen stand, began Cesar Manrique seinen Bericht im Rat, der zu seiner wichtigsten Sitzung seit mindestens einem Jahrzehnt zusammen gekommen war. Botschafter der anderen Herzogtümer waren entsand worden und waren gekommen, um die Standpunkte der Lords zu verdeutlichen und den aufziehenden Krieg womöglich zu verhindern.

"Das Kloster wurde von einer Streitmacht angegriffen, die das "Schwarz" der Raubritter angelegt hat. Mit dem Angriff wurde die Essenz des Wesens der Ritterschaft angegriffen und der Codex in Frage gestellt, der die drei Herzogtümers seid ihrer Gründung vereint. Seit diesem Affront der Schwarzgewandeten hat es im ganzen Land Aufruhr gegeben. Dem Beispiel der Hellebardiere folgend, haben sich in allen drei Herzogtümern, einzelne von Stand vom Codexsystem losgesagt. Von Euren eigenen Knappen Sire haben fünf von der Ihnen anvertrauten Pflicht der Knappschaft los gesagt. Sie alle ziehen offenbar nach Arathorien in die Gemarkung eures Kastellan Santander, weil sie meinen dort frei von Adel leben zu können. Die letzte Nachricht von Santanders berichtet von einer florierenden Siedlung und erwähnt die Neuankömmlinge nicht.

Waldtal und Seeberg fordern Euch durch Ihre Botschafter auf, die Siedlung in Arathorien wieder aufzugeben und setzen eine Frist bis Wintersonenwende. Möglicherweise ist der Angriff auf Eschbach eine vorgezogene kriegerische Handlung der Herzogtümer. Dagegen spricht aber das Schwarz der Streitmacht.

"Nein, nein, ich weiß, wer die Angreifer waren. Baron Drage vom Elbtalsee, nannte sich auf der Jagd stets "Schwarzer Drache". Er wird hinter dem Angriff stecken. Mein eigenerr Lehnsmann!. Carlos Aures schlug mit der Faust auf seine Sessellehne. Auch wenn er seine Unschuld beteuert."

Berichten zufolge befand er sich zur Tatzeit auf dem Erntedankfest in Albereto, wendet ein älter Ratsherr ein.

Wir haben aber einen Zeugen vom Unglück der uns berichten kann. Laurentius von Hilias, ein Mönch aus dem Eschbach, der nicht im Flammenmeer stand. Er zeichnet nicht die gleiche geistige Veränderung, wie seine Mitbrüder.

Dann lasst ihn vorsprechen.

Laurentius betrat den Raum. er hatte inzwischen das Mönchsornat abgelegt und trat in höfischer Kleidung vor den Rat. Er hatte inzwischen sich seine eigenen Gedanken gemacht und war erstaunlich gefasst.

"Laurentius von Hilias seid gegrüßt. Wir haben euren Bericht von den Vorfällen bereits gehört gab Manrique an. Der Rat hat ein paar Einzelfragen an Euch.

"Habt ihr einen Blick auf die Angreifer werfen können?
"Wie ich bereits berichtete waren alle Kämpfer schwarz gekleidet. Angeführt wurde die Schar von einem mir unbekannten Ritter mit der Helmzier eines schwarzen Drachen, ein Hühne von einem Ritter. Bekannt war mir nur die Dame an seiner Seite von Traunstein.

"Ja, von Traunstein ist seid dem Vorfall nicht mehr gesehen worden. Wir werden Sie Ihrer gerechten Strafe zuführen, erklärte Aures: "Den schwarzen Drachen kenne ich unter meinen Gefolgsleuten- auch ihn werden wir bestrafen."
"Verzeiht Eure Lordschaft, aber das kann nicht sein. Die Angreifer sprachen Waldtaler Deutsch, akzentfrei. Auch der weisse Bulle stammt aus Waldtal."

"Was hat der weisse Bulle damit zu tun fragte Aures.
Manrique hatte ihn in seinem Lagebericht wohl nicht erwähnt.

"Der Weisse Bulle führte den Gegenangriff gegen die Schwarzen.

Die Mitglieder des Rates sahen sich mit sehr besorgten Minen an. Es gab nur eine mögliche Entscheidung.
Aures schob seinen Stuhl zurück und zögerte.

Der ältere Ratsherr ergriff die Chance: "Wir sollten die Botschafter anhören...

Nein, Aures stand auf und gebot Schweigen.

Die Bürde der Entscheidung lag auf dem jungen Herzog und die Herrin möge ihm verzeihen, die Bürde befeuerte seine Seele.

"Ich Carlos Aures der II. legitimer Nachfolger der Gründer, Herzog über Sonnengral und Arathorien, rufe den Heerbann aus. Herolde verkündet meinen Ruf und fordert unseren Lehnseid ein. Wir verkünden Waldtal den allgemeinen Krieg, nehmt ihren Botschafter gefangen und übersendet die Depeche.

Dies sollte also die Zeit sein in der Geschichte geschrieben würde. Die Zeit des Umbruchs des Krieges. Viel Leid und Trauer würde sie bedeuten. Und noch war ungeklärt, ob sich Seeberg neutral verhalten wird.

Als LAurentius den Rat verlassen wollte, wurde er noch von Marinque aufgehalten."Man sagt ihr habt einen Streiter der Sturmritterschaft von der Falkenschnabelküste kennen gelernt?
"So ist es"
Laurentius, in diesen unruhigen Zeiten können wir jeden zusätlichen hilf gebrauchen. Seine Lordschaft will daher den Kontakt zu den Sigmariten nicht ungenutzt lassen. Carlos Aures ersucht Euch, als Botschafter an die Falkenschnabelküste zu gehen und von dort monatlich zu berichten. Stellt fest inwieweit wir von dort Unterstützung erlangen können.

Laurentius konnte eine solche Ehre nicht ablehnen und so sagte er zu.
Basis - - Von Gauntherder Datum 13.06.2018 - 21:00
Er spürte nichts als Verachtung. Was für schwache Persönlichkeiten das sein mussten. Nicht einmal gegen einfache Chaosbarbaren konnten sie bestehen. So weit war es gekommen in der Abwesenheit von Malekith, dass die erste Welle der Wachtürme von Ghrond gefallen war. Ob das Muttersöhnchen das verhindert hätte, wäre natürlich..

Ein leise Stimme direkt neben seinem Ohr unterbrach diesen Gedanken abrupt.

"So habe ich es euch doch prophezeit, mein Lord" säuselte Drasha die Unbekannte, halb erfreut ob seiner offensichtlichen Fehleinschätzung der Lage, halb aufreizend.
"Hört auf damit, oder ich köpfe euch eigenhändig" erwiderte Kharnekh barsch. "Eure Spielchen sind mir zuwider." Die Magierin näherte sich ihm weiter, schmiegte sich an ihn und spielte mit ihrer Zunge an seinem Ohr. Kharnekh zuckte zusammen. "Ich glaube nicht" lächelte sie, lies von ihm ab und verschwand wieder aus seinem Blickfeld.

Nun lag es an ihm, die Chaoshorde zu stoppen. Weniger aus Pflichtbewusstsein gegenüber dem Land, oder dem Volk, oder sonst irgendwas, vielmehr aus Eigennutz. Würde er sich hier beweisen, würde er auf die nächste Stufe der Adligen aufsteigen, würde als Hochgeborener zählen, vielleicht sogar an den Hof gelangen.

"Ihr seid zu naiv. Entweder ihr sterbt heute, oder ihr sterbt mit dem Dolch eines Intriganten im Rücken." mahnte Drasha im Weggehen an. "Seid still" bellte Kharnekh. "Dekhar, macht eure Männer bereit, wenn sie kommen, will ich etwas sehen".

"Jawohl mein Lord." Dekhar, der Hauptmann seiner Uraithendruchii, ein noch relativ junger Elf, vielleicht vierzig, fünfzig Jahre alt, wirkte motiviert und.. war es Angst? Kharnekh war sich nicht ganz sicher. Vermutlich Höhenangst, dieser Feigling. Ein breites Grinsen zierte sein Gesicht. Von diesen Türmen waren schon einige gefallen, die sie nehmen wollten, vielleicht war ein wenig Respekt vor der Höhe nicht schlecht. Sein Griff packte die Mähne des Pegasus fest und er gab ihm wie schon hunderte Male zuvor einen leichten Tritt in die Flanke. Das dunkle Ross hob mit einem Ruck ab und glitt dann sanft in immer engeren Pirouetten um den obsidianschwarzen Turm. Der Wind verband sich mit dem Sand und der Hitze der Sonne der Chaoswüste zu rasiermesserscharfen Klingen doch Kharnekh genoss den leichten Schmerz. Er leckte sich genüsslich das Blut von den Lippen. Heute war er bereit Großes zu leisten.

Die Landung bei den Fußtruppen war weniger weich als gewollt, der Eindruck musste dahin sein. Egal, sie hatten spätestens seit der Schlacht gegen die Zwerge genug Respekt vorr ihm.

"Wenig anmutig" bemerkte Drasha, die auf einer gräulich-violetten Wolke neben ihm herab schwebte. "Was habt ihr vor?"

"Männer", rief Kharnekh in die Runde der versammelten Druchii-Krieger. "Seit Wochen, Monaten, Jahren arbeiten wir auf diesen Moment hin. Nach heute wird ganz Ghrond in unserer Schuld stehen. Ihr könnt euch nach heute nehmen was ihr wollt, und niemand wird euch mehr danach trachten." Die Krieger johlten. "Macht euch bereit, Luna wird euch instruieren. Folgt Ihr und ihr werdet Ruhm erleben." nickte er in Richtung der silberblonden Armeestandartenträgerin, deren leuchtend grüner Seedrachenumhang deutlich ins Auge stach und sich von der blassen Haut abhob.

"Sie kommen. Rüstet euch" rief die Elfin. Befehle wurden gebrüllt. Wie ein Messer lag jetzt die Stimmung in der Luft, angespannt und nervös. Die Staubwolke am Horizont, vor Minuten noch ein winziger Punkt, wurde größer. Beunruhigen größer. Und beunruhigend schnell größer. Die Bolzen, welche von den Männern auf dem Turm abgefeuert wurden, verdunkelten den Himmel wie ein Schwarm Nachtkrähen von den Türmen Har Ganeths. Siegesgebrüll der Männer. Jeder Bolzen einer weniger, den er selbst erlegen sollte. Schade.

Es wurde Zeit. Mit einem leichten Druck in die Flanken des Pegasus hob Kharnekh ab. Seine Finger glitten über den Waffengurt, an dem die Lanze eingehängt war, bereit in feindliches Fleisch zu stoßen. Er konnte die Barbarenreiter bereits ausmachen, die unförmigen Chaoskrieger und wilde .. Dämonenhunde? Verflucht. Das war mehr als eine kleine Truppe lästiger Barbaren. Mit der rechten Hand packte er den Schild fester. In seinem linken Augenwinkel konnte er ausmachen, wie die Chaoskrieger in die Schlachtlinie der Dunkelelfen krachten. Bereits das Zusehen war schmerzhaft. Er wusste wie sich das anfühlte, hatte er vor vielen Jahren im Dienste seines Vaters doch selbst an der Front gestanden. Winzig klein konnte er die Armeestandarte unter sich ausmachen. Sie stand noch. Nun gut. Zeit einzugreifen. Mit der linken Hand riss er den Zügel herum und nahm Ziel auf die Linien. Entschlossen griff er die Lanze, welche zu vibrieren begann. Auch sie spürte die Aufregung.

Das Krachen des Aufpralls nahm dem Elfen beinahe die Luft. Große, ledrige Flügel nahmen ihm zusätzlich die Sicht. Was zur Hölle war das. Mit einem ohrenbetäubenden Brüllen war der Dämonenprinz über ihm. Scharfe klauen sausten auf ihn herab, mit einem blitzschnellen Reflex hob er die Rechte, welche das Schild hielt. Die scharfen Nägel und klauen bohrten sich in den Stahl, zerfetzten ihn und das Wappen seiner Familie als wäre der Schild aus Papier gefertigt. Seine magische Lanze, ein wertvolles Erbstück, war dem Aufprall zum Opfer gefallen, daher zog er seinen Dolch und hieb auf die Hand des Monsters ein. Ohne Erfolg, die nahezu steinerne Haut hielt den Schlägen und Schnitten problemlos stand. Wie eine Fliege wischte der Dämon seine Hand weg. Der Schmerz durch die abrupte Bewegung nahm ihm fast die Sinne, als sich der komplette Arm unnatürlich verdrehte. Das Knacken verhieß jedenfalls nicht gutes. Er kniff die Augen zusammen und blickte nach oben, in das Gesicht der Bestie. Der Blick in das Antlitz des Dämons lies das Blut in seinen Adern gefrieren, als ihm die Situation bewusst wurde. Die Gerüchte waren echt. Nicht die gestammelten Ausreden verängstigter Faulpelze. Die Wahrheit.

Valkia die Blutige war über ihm. Mit aller Kraft in den Beinen drückte er den Pegasus in Richtung der Erde. Jetzt musste sein treues Ross zeigen, was ihn ihm steckte. Die Dämonenprinzessin machte keine Anstalten, ihn zu verfolgen, sondern ließ nur ein höhnisches, markerschütterndes Lachen erklingen.

Sein Magen drehte sich herum, als ihm bewusst wurde, was unter ihm geschah. Verrückte Khorne Berserker, hühnehafte Gestalten mit roten Rüstungen und Äxten, Bluthunde und Barbaren hackten sich durch die edlen Dunkelelfen.

Ungelenk landete er neben Drasha, welche von den unteren Treppenstufen des Turmes aus Tod und Vernichtung über alle Feinde brachte, welche sich näherten. "Wir müssen uns zum Turm zurückziehen" schrie Kharnekh um den Lärm der Schlacht zu übertönen. "Was ihr nicht sagt" entgegnete die Hexe spöttisch. "Bringt so viele Krieger auf die Treppen wie ihr könnt."

Die Hörner der Dunkelelfen waren dazu gedacht, Feinde zu demoralisieren. Es war beklemmend, wie sich der Einsatzzweck umkehrte, als die Musiker zum Rückzug bliesen. Schmerz machte sich in seiner Brust breit, als er die glatten, felsigen Treppen des Turms erklomm. Doch der Schlachtenlärm wurde nicht leiser. Hinter ihm fiel Druchii um Druchii auf dem Weg zum Turm, panisch nach Rettung rufend. Die Flanken waren völlig zusammengebrochen. Einige wenige Dutzend dürften es hinter ihm erst auf die Treppe geschafft haben.

"Bringt uns hier weg!" Schrie Kharnekh die Hexe an, welche die Treppenstufen mühelos empor zu gleiten schien.

Trotz der Hektik und der Panik, welche in der Luft lagen, hatte Kharnekh scheinbar noch die Zeit überrascht zu sein. Drashas Gesichtsausdruck war völlig leer. Weder das gewohnte Spötteln, die Überheblichkeit waren in ihrem Gesicht zu erkennen, allerdings auch keinerlei Anzeichen der Angst, der Anstregung oder ähnlicher, denkbar angebrachter, Gefühle. Ihre Augen waren nach oben geklappt, und das strahlende Weiß der Glaskörper wurde von tiefen, roten Adern durchzogen.

Der Turm begann leicht zu vibrieren. Einzelne, kleine Steine lösten sich von oben herab, fielen hinab in die Tiefe und wurden ob der Höhe des Turms zu tödlichen Geschossen. Teile der Treppen hinter Kharnekh lösten sich auf und er konnte die Panik in den Gesichtern der Fliehenden erkennen, denen bewusst wurde, dass sich ihre letzte Hoffnung vor ihnen in Staub verwandelte. Die Sonne verdunkelte sich und der Turm schien einen grauen Nebel auszubluten, der nicht nur Sicht und Sinne, sondern auch den Atem erstickte.

Irgendetwas hatte diese verdammte Hexe von Anfang an geplant, dachte Kharnekh. Wenn das hier vorbei sein würde... weiter kamen seine Fantasien nicht, als ihm die Sinne durch den Nebel genommen wurden.

Der Gestank von Ozon erfüllte die Luft, als der schwarze Turm den Realraum zerriss und sich rematerialisierte. Aus der Dunkelheit überkam Kharnekh ein Gefühl des Ertrinkens. Die Panik öffnete seine Sinne und er kam wieder zu sich. Scheiße. Das war wirklich Wasser. Das kalte Wasser in seinem Gesicht ließ blitzartig seine Wahrnehmung zurückkehren. Verzweifelt rang er nach Halt, als ihn eine Hand packte und aus dem eisigen Wasser zog. "Ihr lebt, den Göttern sei Dank", sagte Dekhar. Er hatte es wohl auch geschafft. Wie Ewigkeiten kam es Kharnekh vor, dass er ihn auf dem Turm verabschiedet hatte.

"Was .. ist passiert?" stammelte Kharnekh.

"Ich weiß es nicht. Die Hexe. Ich weiß nicht was sie getan hat, oder was sie jetzt tut, aber es scheint..", die Stimme Dekhars überschlug sich, "als wäre der Turm nicht mehr länger ein Wachturm. Wir haben eine Arche."

Kharnekh schüttelte den Kopf. Niemals hatte diese Hexe eine solche Macht besessen. Auch wüsst er nicht, dass seit den ewig vergangenen Tagen jemand diese Macht gehabt hätte. Wo waren sie überhaupt gelandet? "Wo sind wir?" fragte er den Hauptmann.

"Ich weiß es nicht. Lady Drasha murmelte gerade etwas von einer Art Unwetter in den Winden der Magie."

Der Blick des Elfen wanderte den Turm entlang gen Himmel während sie die Stufen in Richtung der Wachburg empor schritten. In dieser Kulisse, mit der spritzenden Gischt der Fluten hatte der Wachturm, ein Symbol der Langweiligkeit und des Stillstands in der ewigen Ödnis des Nordens, wahrlich etwas majestätisches. Er lies seine Augen von dem dunklen, wolkenverhangenden Himmel in Richtung des Horizont schweifen. Scheinbar war das Glück ihnen wirklich Hold. In ganzer Breite konnte er Land erkennen.

"Außer uns haben es nur zweihundert geschafft, mein Lord" erklärte Dekhar.

"Dann muss das reichen", entgegnete Kharnekh grimmig. "Bereitet die übrigen Männer auf die Landung vor und betet, dass sie sich dieses Mal besser schlagen." Die Arroganz war völlig aus seiner Stimme gewichen, die Worte des Dunkelelfen klangen fast mitfühlend. Er hatte noch keine Zeit, sich der erlittenen Schmach oder der Schmerzen in seinem linken Arm, den Beinen und der Brust bewusst zu werden, später, wenn er alleine war, würde er sich darum kümmern.

Bewusst war ihm auf jeden Fall, dass was auch immer passiert war, eine Fügung der Götter gewesen sein musste. Seine Gedanken sprangen hin und her. Eine gnädig Gabe, ein Zufall? Nein! Eine Prüfung, anders konnte es nicht sein. Und er musste sie bestehen. Wärme breitete sich in ihm aus,  ein Grinsen huschte bereits wieder über sein Gesicht. Triumphierend würde er nach Ghrond zurückkehren.

Man würde sehen, was dieses Stück Land vor ihnen für Aufgaben, Kämpfe und Beute bringen würde...
Basis - Von Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Datum 13.06.2018 - 22:16
Neben meinen Hochelfen noch mehr Zeitreisende, sehr cool!
Basis - - Von Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Datum 30.06.2018 - 22:08
Der Fluff ist da, aber was für Einheiten willst du nominieren? :)
Basis - - Von Gauntherder Datum 30.06.2018 - 22:20
Bin bis 09.07. im Urlaub in Island, das wird nix mit malen bis dahin ;)

Vermutlich wird es ne Zauberin zu Fuß, AST ein Echsenauto und wenn ich richtig Bock habe 20 Korsaren
Basis - Von Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Datum 30.06.2018 - 22:47
Ok, das ist doch eine Ansage! Bis dahin erstmal einen schönen Urlaub ;-)
Basis - - Von Nightstalker (FT-Lowgamer 2006/07) Datum 14.06.2018 - 00:24
Als zu Beginn der End Times die Untoten immer mehr an Macht gewannen, bündelten die verbliebenen menschlichen Barone ihr Vermögen um eine Flotte von Schiffen zu bauen. Der Plan war mit den Schiffen das Volk vor dem drohenden Untergang zu retten. Doch je weiter sie den Stir entlangfuhren, nirgends gab es eine Möglichkeit anzulegen. Es waren Frauen und Kinder an bord, und nirgends war es sicher, für sie, jedes Land an dem vorbeigesegelt wurde, war bereits von Krieg und Zerstörung zerfressen. Als die Welt zerbarst, war die Sylvanische Flotte auf hoher see, weit ab von jeglicher Landmasse. Abgesehen von einem Starken Seebeben und Wellen von Seeungeheuern, die 4 Schiffe in den Untergang rissen, blieb die Flotte relative unbehelligt. Nach Monaten auf See, die Vorräte waren zum größtenteil aufgebraucht, geriet die Flotte in dichten Nebel.
(Rest kommt mit den Nomminierungen. Ich würde bei der großen Insel Im Westen  anlanden, da wo der Flipsförmige Wald ist.)

Als sich der Nebel lichtete, konnte die Besatzung der 'Morrs Schnitter' es kaum fassen. Vor ihnen war Festland zu sehen, ein unbekanntes Land zwar, doch es gab keine Annzeichen von Krieg. Jedoch war auch keines der anderen Schiffe zu sehen. Baron Hermann von Blutbaden, Kommandant der Morrs Schnitter, entschied das beste ist erstmal an Land zu gehen, um es zu erkunden, und das eintreffen der Restlichen Flotte vorzubereiten.
Die Arbeiter machten sich direkt ans Werk ein Großes Signalfeuer zu errichten. Die Besatzung der Knatternden Renate (so benannt nach einer lange verstorbenen Baronin, die Probleme mit ihrer Verdauung hatte), eine der ältesten Kanonen Sylvanias, und eine der wenigen, die die lange Schifffahrt überlebt hatte, brachte das gute Stück an Land, um notwendige Reparaturen zu tätigen die durch die Strapatzen der langen Seereise entstanden sind.
Basis - - Von Nightstalker (FT-Lowgamer 2006/07) Datum 21.06.2018 - 17:58
Hermann von Blutbaden beaufsichtigte die Vorgänge. Um das Signalfeuer und die Verpflegung kümmerten sich die Frauen und Kinder. Die Männer  bauten Zelte auf, sammelten Brennholz oder Treibgut. Mindestens ein Schiff der Flotte war auf Riff gelaufen, also suchten ander nach Überlebenden und bestatteten die Leichen.
von Blutbaden begutachtete den kläglichen Rest der vom Proviant geblieben war, und kommandierte eine Gruppe von Männern ab zum angeln.
Ein Trupp Bogenschützen wurde ausgesandt um in der nahen Umgebung nach Wild, und Frischwasser zu suchen, und natürlich die nähere Umgebung aufe Gefahren auszuspähen.
5 Pferde hatten die lange Seereise überlebt. Alles junge Hengst, zu zäh um genießbar zu sein. Die Pferde wurden einer Gruppe von Adligen, alle von Inzucht oder dem Fluch des Untodes entstellt, anvertraut. Sie wurden als Späher ausgeschickt um das fremde Land zu erkunden.
Basis - Von Nightstalker (FT-Lowgamer 2006/07) Datum 22.06.2018 - 19:56
kleine Überarbeitung:

5 Pferde hatten die lange Seereise überlebt. Alles junge Hengst, zu zäh um genießbar zu sein. Die Pferde wurden einer Gruppe von Adligen, alle von Krankheit oder dem Fluch des Untodes entstellt, anvertraut. Sie wurden als Späher ausgeschickt um das fremde Land zu erkunden.

Klingt so denke ich mal besser. Ich meine daß aus 'Sylvania nicht der best Genpool kommt ist bekannt, daß muss man nicht unbedingt hervorheben. ^^
Basis - Von Nightstalker (FT-Lowgamer 2006/07) Datum 03.08.2018 - 21:43
Die ausgesandten Jäger kamen schon bald mit guten Nachrichten zurück. Nahe Wälder und Steppen sind voll mit jagdbarem Wild und essbaren Früchten. Zahlreiche kleine Flüsse, die von den Bergen ins Meer fliessen, bieten genug Trinkwasser.
Die Späher kamen erst einige Tage später wieder. Sie hatten das Land auskunschaftet, und abgesehen von Wilden Tieren oder dem Brüllen eines Monsters, in der Ferne konnten sie keine Gefahren entdecken.
Weitere Schiffe der Flotte fanden den Weg in die Bucht, und mit jedem Neuankömmling wuchs das Zeltlager. Schnell wurden Pallisaden errichtet. Nach dem 5. Schiff Wurde das befestigte Lager zu klein für die vielen Menschen, und ein Treck von Sylvaniern machte sich auf den Weg zu den Bergen, um in der Nähe des Waldes einen weiteren Stützpunkt zu errichten.
Das sylvanische Volk, gewohnt an karges Land das viel abverlangt blühten regelrecht auf, in diesem neuen fruchtbaren Land.
Als endlich die 'Morrs´Stolz' in Sicht kam, das Flaggschiff der Flotte mit Helmut von Waldenhof and Bord, War Bluthaven bereits mehr Stadt als Zeltlager, und selbst Graubergen war bereits von einer Pallisaden umgrenzt, und die ersten Holzhäuser wurden errichtet.

Neu Sylvania Jahr 1
Aufzeichnungen von Helmut von Waldenhof, Eintrag I
Endlich wieder Land unter den Füßen. Was die Vorhut geleistet hat, erfüllt mich mit Stolz. Bluthaven entwickelt sich prächtig, und auch Graubergen wächst schnell. Vielleicht können wir bald den nächsten Stützpunkt errichten. Was dieses Volk geleistet hat ist eindrucksvoll. Wir wurden schon immer als das Schwarze Schaf des Imperiums gesehen, endlich ist es Zeit den Wert Sylvanias zu zeigen.
Nur eine Sache trübt mich mit Gram. Hermann Hat mir Berichte der Kundschafter gezeigt. Späher, die Richtung Norden geritten sind brachten Nachricht von dunklen Schwarzen Wolken, die den Tag verdunkeln, und seltsamen Geräuschen. Sie hatten kleinere Dörfer, aber keine Anzeichen von menschlichen Lebensformen entdeckt.
Ist uns der Fluch des Untodes bis zu diesen Gestaden gefolgt? Unsere Erste Priorität ist das was wir haben zu schützen. Bis das nicht erreicht ist werden wir ein Auge auf den Norden gerichtet halten, ob es nötig sein wird einzugreifen.
Basis - Von Nightstalker (FT-Lowgamer 2006/07) Datum 07.08.2018 - 23:58
Neu Sylvania
Aufzeichnungen Helmut von Waldenhofs, Eintrag II

Ich fürchte die Berichte aus dem Norden sind wahr. Weitere Kundschafter, die in den Norden gesandt wurden kamen mit erschreckenden Nachrichten zurück.
Von schwarzer Magie durchzogener Boden, der kaum fruchtbar ist.  Ein markerschütternder Schrei mitten in der Nacht. Verlassene Dörfer mit aufgescharrten Friedhöfen.
Noch ist kein Wandelnder Toter gesichtet worden, aber sämtliche Zeichen deuten darauf hin, dass uns die Untoten hierher geflogt sind.

Aber es gibt auch gutes zu berichten. Die ersten Kinder sind geboren worden. Der Anteil an Mutationen und Entstellungen ist beeindruckend gering, ich denke dieses Land hat wirklich einen guten Einfluss auf das Sylvanische Volk. Wenn wir so weiter machen, sollten wir bereit sein in den nächsten 2 - 5 Jahren den nächsten Ort zu gründen. Kundschafter haben eine fruchtbare Ebene, durchzogen von mehreren Flüssen entdeckt, die optimal für eine neue Siedlung ist. Auf halbem Weg nach Graubergen ist ein Warenumschlagplatz eingerichtet worden.

Wir sind nicht allein. Auch wenn weiter im Norden Anzeichen von Zivilisation entdeckt wurden, haben wir bisher kein lebenden Beweise für Zivilisation gefunden.
Kundschafter die in den Süden gesandt wurden haben Fährten von menschlichen Konvois entdeckt. Ich weiß nicht genau was ich davon halten soll, aber andere Kundschafter berichten von metallenen Humanoiden. Klingt für mich eher so als müßte ich den Alkoholvorrat der Kundschafter besser rationieren.
Ich habe Hermann von Blutbaden mit einem Kontingent der am wenigsten mutierten Sylvaniern als Diplomat in den Süden gesandt. Ich vertraue dem Namen Blutbaden immer noch nicht, aber Hermann hat sich mit dem Aufbau und Sichern von Bluthaven bewehrt, und nicht so ein Hitzkopf ist wie der Rest seiner Familie.
Basis - - Von Mythuor Datum 15.06.2018 - 14:21
Morgurions Runjaskjo
Basis - Von Mythuor Datum 15.06.2018 - 14:26
Neue Verbündete am Horizont

Der Eingang der Hütte verdunkelte sich und Snorre sah auf. Erschrocken fuhr er hoch, als er die riesige Gestalt von Halvar, dem Grausamen im Türrahmen erkannte. Da erschallte auch schon seine kratzige Stimme... "Ahhh, Schiffsmeister, ruf mir meine Flaakeswyrm, denn der Winter ist vorbei und ich werde der Erste sein, der in See sticht und Morgurion einen Besuch abstattet.". Zitternd nickte Snorre.
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Nachdem das Blutritual durchgeführt worden war, wurde der verurteilte Dieb an eine Kette gebunden und der Schiffsmeister bediente die Hafenwinde entsprechend so, daß die blutüberströmte Gestalt zur Hälfte ins eiskalte Meerwasser eintauchte. Von der Kälte aus seiner Ohnmacht gerissen, begann er zu zappeln, was bei Halvar zu einem häßlichen Gelächter führte. Höhnend krächtzte er "Ja...zapple ruhig, so liebt mein Schiff seine Opfer."
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Nur kurze Zeit später begann das Wasser im Hafenbecken zu brodeln. Ein knochenbewachsener roter Echsenschädel brach durch die Oberfläche, dicht gefolgt von bronzenen, algenbewachsenen Aufbauten. Das Monstrum orientierte sich kurz, schoß vor und Verschlang den Unglücklichen mit einem Bissen, wobei seine stählernen Zähne die Eisenkette glatt durchtrennten. Während es das Opfer verschlang, setzte der Grausame eine beinerne Pfeife an und das Schiffswesen drehte seinen Kopf zu ihm hin. Mit einer knappen Geste lotste er es an den Kai, wo es auf sein Nicken hin aus den Aufbauten eine Planke ausbildete. Zufrieden betrat Halvar sein Schiff und streichelte über die lebenden Planken. Es wurde Zeit, wieder auf Rlünderfahrt zu gehen.
Basis - - Von Mythuor Datum 05.07.2018 - 17:14
Auf zu neuen Küsten

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Der naßkalte Nebel lag dicht über der See und leise gluckerten die Wellen am Rumpf der Flaakeswyrm entlang. Halvar saß auf dem Steuerthron und fluchte leise in sich hinein. Mochten die alten Sagen auch den Weg zu den Titanengebeinen beschreiben, ohne einen Orientierungspunkt nutzte dies alles nichts. Seit drei Tagen und Nächten umgab sie dieses feuchte Leichentuch und eine Besserung schien nicht in Sicht zu sein. Nicht einmal die Frontaufbauten mit ihren Bronzespitzen waren von hier aus deutlich zu erkennen.

Plötzlich zerrissen kurz hintereinander 3 mächtige Blitze den Nebel, dicht gefolgt von dröhnenden Donnerschlägen, die die Nebelwand endgültig zerfetzten. Wenige Meilen voraus wurde so eine Küstenlinie sichtbar, die dem entsprach, was als Wegweiser bekannt war.
Da richtete sich Halvar auf und begann krächtzend zu Lachen. "Auf,auf ihr Hunde" rief er seinen Leuten zu "Dort ist Land und Sigmar selbst läd uns zum blutigen Tanz ein. Diese Herausfordeung lassen wir uns doch nicht entgehen. Wir werden seine Speichellecker scheibchenweise zu ihm zurückschicken und als Gastgeschenk für Morgurion werden wir den Kopf des Anführers als Trinkgefäß mitbringen."

Mit einem Schwung der blutroten Klauen nahm die Flaakeswyrm Kurs auf ihr Ziel.
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Basis - - Von Mythuor Datum 20.08.2018 - 00:06
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Vorbereitungen

Halvar stand mit seinen Hetleuten am Kartentisch der Flaakeswyrm und beriet sich mit ihnen, wobei er auch ihre Position rekapitulierte. Zunächst waren sie etliche Seemeilen nach Westen gestürmt, immer in Richtung der Blitze, wobei sie gelegentlich kleine Buchten anliefen, um Wasser und Nahrung zu ergänzen. Später hatten sie befahrene Gewässer erreicht, und suchten nach einem Unterschlupf, denn Halvar hatte beschlossen, das es wieder Zeit für eine Kaperfahrt war.

Da sie nun seit mehreren Wochen vor der Küste kreuzten, hatten sie nun auch ein geeignetes Objekt für ihre zukünftige Basis gefunden. Direkt in der Nähe einer vielbefahrenen Route befand sich inmitten der Schären ein kleines Inselchen, auf dessen Spitze Mönche ein umfriedetes Gehöft betrieben, wobei sie den Kontakt mit anderen vermieden. Genau dieses Ziel war als sehr passend befunden worden, um zukünftigen Raubzügen als Ausgangspunkt zu dienen.

Nach mehreren nächtlichen Erkundundsgängen kannte Halvar die Örtlichkeiten in ausreichendem Maße, nur noch die Eroberung war zu planen. Nach einigem Für und Wieder wurde die Vorgehensweise festgelegt. Als Zeitpunkt des Angriffs wurde das Morgengrauen ausgemacht. Nun da alles besprochen war, wurde es Zeit  alles in die Tat umzusetzen.
Basis - Von Mythuor Datum 28.08.2018 - 00:55 Editiert 28.08.2018 - 00:59
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Im Morgengrauen

Die Horizontlinie war gerade zu erahnen und die See war ruhig. Zum festgesetzten Zeitpunkt schob sich die Flaakeswyrm vorsichtig an das felsige Ufer, wo die Sturmrampe ausgefahren wurde. Gedämpfte Befehle wurden gegeben und Halvars Mannschaft ging an den Strand. Ihre Waffen waren umwickelt um verdächtige Reflexionen zu vermeiden. Vor ihnen stieg der Hang sanft zum befestigten Gehöft hin an. Nach kurzer Zeit waren alle Gruppen in Postion und warteten auf das Zeichen zum Angriff.

Endlich schoben sich die ersten Srahlen der Sonne über den Horizont. Da gab Halvar das Zeichen. Unter lautem Gebrüll stürmten die Krieger auf Palisaden und Tor zu. Enterhacken wurden geschwungen und flogen über die Holzspitzen des Walles. Gleichzeitig wurde das Tor mit Äxten und einem improvisierten Rammbock bearbeitet. Wenig später gab der Riegel nach und das Gemetzel begann. Die völlig verängstigten und aus dem Schlaf gerissenen Laienbrüder wurden angeschlachtet und ihre Schädel Khorne geopfert. Als sich das Morgengrauen langsam zum Tag wandelte, gehörte das Gehöft Halvar und seiner Bootsgemeinschaft. Diese richteten sich dort ein und nutzen die weit abgelegene Insel für ihre Raubzüge.

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Das Ende des Sommers
Einige Monate und etliche erfolgreiche Raubzüge später begannen sich die Bätter der Bäume bunt zu färben. Halvar versammelte seine Mannschaft um sich und eröffnete ihnen, das er beschlossen hatte die Zelte hier abzubrechen. So packten sie die Beute auf die Flaakeswyrm und trieben die gemachten Sklaven unter Deck. Nachdem alles verstaut war, stachen sie in See, um den Winter im Schutze des Kriegslagers von Morgurion zu verbringen.
Basis - Von Mythuor Datum 31.07.2018 - 17:24
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Ein Zwischenspiel

Ein Sturm tobte über die Felsen der steilen Klippen. Trotzdem stand Morgurion unbeweglich über der Brandung und blickte suchend hinaus aufs tosende Meer. Wo blieben bloß seine Verbündeten und wo bei allen dunklen Göttern war sein Hexer abgeblieben.
Schließlich drehte er sich abprupt um und begab sich zu seiner Leibwache, die etwas unterhalb gewartet hatte. Wortlos gab er ihnen ein Zeichen, worauf sie ihre schweren Kriegsäxte schulterten und ihm in kurzem Abstand folgten. "Nun ja" befand Morgurion, "das Jahr ist ja noch nicht zu Ende, es kann also noch viel passieren".
Mit entschlossenem Schritt begab er sich als nächstes zu den felsigen Hügeln in der Nähe seines inzwischen mit Bruchsteinmauern befestigten Kriegslagers. Dort war Arijoch gerade dabei mit Elrek Blutklinge zusammen den Bau einer Arena des Blutes zu beaufsichtigen, während gleichzeitig in der Nähe ein Wehrtempel zu Ehren des Khorne errichtet wurde, der bis zum Winter beendet sein sollte.
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Basis - Von Mythuor Datum 06.08.2018 - 12:48
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Die Arena - Baustelle

Als Morgurion, gefolgt von seiner Leibgarde, die Baustelle betrat, vollführte Arijoch gerade ein Ritual. Mit Elrek als Assistent betrieb er gerade die Inkarnation eines dämonischen Helfers.

Am Boden lag, mit Bronzeketten gebunden, ein ruhiggestellter Bausklave der mit Knochenkohle über und über mit khornischen Zeichen bedeckt worden war. Elrek fixierte derweil mit stählernem Griff einen zweiten, sich verzweifelt wehrenden Bausklaven an Haarschopf und Händen direkt darüber. Derweil führte Arijoch wie in Trance mit seinem Obsidianschwert einen Schwerttanz um die drei herum auf. Mit einer sehr komplexen Schrittfolge umkreiste er sie dabei achtmal.
Beim letzten Mal führte er aus der Bewegung heraus einen so schnellen Hieb gegen den Hals des Opfers, daß dieser fast nicht zu erkennen war. Trotzdem wurde der Kopf komplett abgetrennt und der Sklave sackte zusammen. Das herausströmende Blut verharrte in der Luft und bildete einen Wirbel, der mit brachialer Gewalt in den Mund des Gefesselten eindrang.
Kurz herrschte Ruhe, als sich plötzlich die Haut des Sklaven rötlich verfärbte und seine Muskeln deutlich anschwollen. Er öffnete seine nun rotglühende Augen und wehrte sich brüllend gegen die Fesseln, bis Arijoch ihm mit der Obsidianklinge ein Zeichen des Khorne in die Brust einschnitt. Kaum war dies geschehen, wurde er ruhiger. Während Elrek ihm die Fesseln löste, gab ihm der Slaughterpriest in einer finster und gewalttätig klingenden Sprache verschiedene Anweisungen.
Nach seiner Befreiung erhob der Besessene sich, begab sich zum Baulager und hob problemlos eine gewaltige Steinplatte an, die er geschickt an die angewiesene Stelle oberhalb einer Säule platzierte.

Kurz sprach Morgurion mit Arijoch und Elrek, die ihm auch die guten Baufortschritte des Wehrtempels bestätigten. Zufrieden nickte Morgurion den beiden zu und begab sich mit seiner Leibgarde weiter auf seinen täglichen Kontrollrundgang.
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Basis - - Von Mythuor Datum 17.08.2018 - 23:36
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Der Sehergeist

Mor-Karr schüttelte sich. Nur auf Anweisung von Morgurion ging er das erste mal seit Jahren das hohe Risiko ein sich mit diesem gefährlichen Artefakt einzulassen. Aber der Kriegshäuptling benötigte dringend Informationen und nur auf diese Weise war es machbar sie zu erhalten.

Mor-Karr besprengte den Schädelschrein mit Opferblut, was die magischen Bande löste. Dann öffnete er die grünen Obsidianplatten, hinter denen der Schädelhelm des Kau-Lan-De verborgen lag und die dessen Aktivität einschränkten. Sofort spürte er den Sog der Macht, der das goldbeschlagene Artefakt umgab. Vorsichtig nahm er es mit behandschuhten Händen heraus.Trotzdem fühlte er das aufgeregte Pulsieren des mächtigen Wesens, das in dem Schädelhelm seine Heimstatt hatte.

Er gab seinem Homunkulus letzte Anweisungen, dann klappte er den Helm auf, in dessen Inneren Teile des Schädels von Kau-Lan-De eingelegt waren. Entschlossen setzte er ihn auf und schloß die Schädelteile. Tiefe Finsternis umgab ihn und ganz leise hörte er das Jammern der Verdammten, die im Schädel gebannt waren...

Ein intensives Flüstern drängte sich in den Vordergrund und wisperte in seinem Kopf.
" Ah ....Welpe .... wagst du dich auch wieder einmal in meine Welt. Ich sehe du bist wieder auf der Suche nach Wissen, du kennst aber auch den Preis. Nun gut, dann werde ich dir enthüllen, was für dich von Interesse ist, aber danach wird dein Körper wieder für einen Tag und eine Stunde mir gehören."

"So merke auf und höre. Eure Verbündeten sind durchaus gekommen, sie folgen aber zunächst anderen Pfaden , sie werden aber kommen bevor der Winter fällt. Weiter hat der Wandler der Wege seine Schwingen nach dieser Ecke der Welt ausgestreckt. Auch seine Untertanen könnten Verbündete im Kampf sein. Ihre eigentlichen Ziele sind für mich jedoch auch unklar, denn mächtig ist der Gesandte der ihnen vorsteht. Im Norden haben sich die gekrümmten Klauen des Todes in die Knochen des Titanen geschlagen und tasten nach denen, die ihm zunächst entkamen. Im Westen treibt die Metzte Ariel ihre Spiele mit denen, die blind vor Eifer ihren Worten folgen. Aber am gefährlichsten für eure Macht sind im Nordwesten die Lakeien des größten Widersachers unserer Herren. Sigmars Speichellecker sammeln sich dort und sind bemüht Bündnisse zu schmieden, die unserer Kraft wiederstehen können. Noch haben sie ihre Ziele nicht erreicht, aber ein Eingreifen von unserer Seite ist zwingend erforderlich. Einzelne Überfälle sind nicht ausreichend dafür, die geballte Gewalt eines Kriegszuges ist notwendig. Sucht auf diesem Kontinent Verbündete, denn Uneinigkeit herrscht auch bei denen, die gegen euch zusammengerufen werden. Aber auch eure Brüder in der fernen Heimat sollen den Ruf zu den Waffen vernehmen..."

So endete dass Flüstern und hob gleich darauf gierig wieder an. "Genug damit .... Ziehe dich zurück und überlass mir den Preis" Mor-Karr wurde noch tiefer ins Dunkel gesogen und verlor den Kontakt mit seinem Körper...

Kau-Lan-De streckte sich ... Welch herrliches Gefühl wieder einen Körper zu besitzen. Es war schon viel zu lange her. Als er zufrieden nach vorne Schreiten wollte, stieß er gegen ein unsichtbares Hindernis. Er sah hinab und schrie zornig auf. Er war hereingelegt worden, denn er saß in einem Bannkreis fest. Sosehr er sich auch bemühte, zu entkommen, es gab keinen Fehler. Der Homunkulus hatte sauber gearbeitet. Es blieb ihm nichts, als darin zu verharren, bis der Handel zuende war. Kau-Lan-De ließ sich im Schneidersitz nieder und wartete. Er war übertölpelt worden, aber er würde nicht vergessen....
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Basis - - Von MKR Datum 18.08.2018 - 12:51
hehe cool, erstmal nen Dämon verarscht xD

aber was höre ich da? will da jemand mit dem großen Wandler kooperieren? Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt.
Basis - Von Mythuor Datum 19.08.2018 - 23:21
Der Handel war doch ehrlich:-p
Von freier Bewegung hat keiner gesprochen

Außerdem...wer ko der ko ;-)
Basis - Von Mythuor Datum 23.08.2018 - 17:14
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Die Sklavenjagd

Halvar zog seinen Scrällar aus dem Gürtel und beugte sich hinab zu dem sterbenden Stormcast. Er würde nicht nur seinen Schädel Khorne darbieten, sondern für seine Anmaßung auch sein Herz verzehren. Gerade als er die zerdellte Rüstung aufbrechen wollte, zerstob die ganze Gestalt in einem Lichtschauer. Halvar stieß ein enttäuschtes Brüllen aus und schoß herum.

Da lag am Boden noch der verbeulte Schild seines entkommenen Opfers. Er entriß einem seiner glotzenden Leute den Spieß und stieß ihn fest in den Boden. Dann ergriff er den Schild mit beiden Händen und schwang ihn auf den aufgerichteten Speer hinab. So gewaltig war die Wucht, daß das Sigmarite zerriß und der Schild auf den Speer gepfählt wurde.

Wieder etwas beruhigt, befahl er seiner Kriegsmeute alle gemachten Gefangenen zu töten und alles niederzubrennen, denn nach dieser Demütigung stand ihm nicht mehr der Sinn nach Sklavenjagd. Es würde andere Gelegenheiten und Opfer geben.
Als alles in Asche lag, befahl er die Rückkehr aufs Schiff und sie fuhren zu ihrer Basis zurück.
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