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Up Topic Tabletop Spiele / Warhammer Fantasy (8. Edition) / Warum es kein Bubble Hammer wird (locked)
- - By Sir William Date 31.03.2015 - 10:48
Sorry,
war ein wenig off, weil ich die Endtimes Quintologie zuerst durchlesen wollte, bevor ich Spoiler lese. Im Ergebnis muss ich sagen, dass die Kompromisslosigkeit in der GW seine Geschichte schreibt schockt. Dies ist zugleich erfrischend neu, wie verstörend. Hoffnung die noch bis zuletzt gegeben war, versiegte im Mahlstrom der Eitelkeiten jener gescheiterter Existenzen.

Ein Bubble Hammer wird es aber nicht geben. Die Zufluchten (Bubbles) sind bebranntschatzt. Die einzigen, die in Ihrer Weisheit dem Inferno entkamen waren die Echsenmenschen, die die Pyramiden Raumschiffe der Alten rechtzeitig zum Exodus betraten. Sie erwiesen sich damit weiser als die Elfengöttin der Schöpfung, die Zufluchten für Ihr Volk in Zeit und Raum fassten. Die Schöpfergöttin verrät in einem vertraulichen Gespräch Zufluchten geschaffen zu haben. Herausgeplaudert aus Eitelkeit zur Rechtfertigung für eine uralte Lüge wird sie vom Erzdämon Belakor belaucht und so verschwenden die Elfen ihren letzten Tropfen der Existenz durch ihr ureigenstes Laster.

Als die Göttin kurz vor dem Ende feststellt, dass sie diese Zufluchten nicht mehr spüren kann wiegt der Verlust der Zufluchten und der Schock der Schöpfergöttin schwer. Zwar bleibt es offen, welches Schicksal die Zufluchten genommen haben, aber die Chance auf ein Überdauern scheinen die Zufluchten nicht zu haben.

Wehmut umfasst die Anführer des tapfer kämpfenden Elfenvolkes in jenem Moment, als der Sieg nur scheinbar errungen, Archaon zerschunden am Boden liegend, der Riss aber nicht geschlossen, festgestellt wird, dass sogar in diesem Moment die Katastrophe noch hätte abgewendet werden können, wenn Ihre Schöpfergöttin nicht Ihre eigene Tochter Lileath in den Tod geführt hätte. In Einigkeit, wäre der endgültige Sieg der Verfluchten Vier aufgehalten worden.

Doch auch die Sterblichen liessen Ihre Chance in den letzten Minuten ungenutz. Es fehlte auch Ihnen an Einigkeit, wie es die Warhammerwelt auch schon seid Jahrtausende zerspalten hat. Die Winde der Magie frei gesetzt hätten kontrolliert von Inkarnationen den Riss schließen können. Der letzte Wind wurde aber nicht gebunden, sein potentieller untoter Träger meuchelte statt der Aufnahme des Windes den Träger des Metallwindes Gelt und verdammte mit dieser bewussten, fatalistisch egoistischen Tat alle Existenz in den Warpriss.

Auf der Warhammer Idee liegt daher der schwere Dunst der Tragik. Ein was wäre wenn ist bereits gespielt. Es gibt keine Alternativen mehr. Es bleibt die wage Hoffnung auf einen Neuanfang. Auf ein Licht, welches göttlich sein muss und nur das Licht Sigmars sein kann, wo die Schöpfergöttin sich bereit geopfert hat, um die Streiter der Inkarnationen vor die Tore des Warpriss nach Middenheim zu zaubern.

Der Gott der Menschen bleibt damit allein - der Gott der Menschen. Zwergen, Elfen und alle anderen Völker sind in Ihrer Existenz erloschen. Ein Neubginn der Warhammer Geschichte startet damit in der Realität. Ein Schöpfungsmythos ohne Deutungshoheit und Gewissheiten. Jedoch ein Schöpfungsmythos ohne Zufluchten. Aber auch diese Wahrheit liegt in einem Neuanfang: gewiss ist nichts.
Parent - - By Astmeister Date 31.03.2015 - 14:11
Ich hab die Spoiler schon gelesen und das letzte Licht könnte auch Archaon sein. Oder Archaon und Sigmar im Kampf vereint. Damit würde dann gut und böse in der neuen Welt überdauern.
Parent - - By Poliorketes Date 31.03.2015 - 14:55
Ne, das ist definitiv Bobby Ewing. Der wacht irgendwann unter der dusche auf und hat die ganze Endzeit nur geträumt!
Parent - By Astmeister Date 31.03.2015 - 15:31
Dann können sie gleich die erste Edition rebooten. ;-)
Parent - By Jorek (FT-"Low"gamer, ehrenhalber) Date 31.03.2015 - 17:18
Danke Poli. Da lacht sich selbst meine Frau beim mitlesen schlapp. :-D
Parent - By Sir William Date 01.04.2015 - 11:52
Das Licht ist göttlicher Natur. Archaon war kein Gott und stieg auch im letzten Kampf nicht auf.

Das Licht kann aber auch nicht Sigmar und Archaon in einer Person vereint sein. Die Götter suchen sich einen Avatar, einen Körper durch den Sie in die Welt gelangen. Sie materialisieren sich zeitgleich immer nur in einem Körper. Für Sigmar ist dies Karl Franz gewesen, der im Moment des Himmelfalls den Aufstieg erfuhr. Dieser göttliche Funke weilt noch in Karl Franz, während er vor dem Chaosriss gegen Archaon kämpft.

Archaon kann dann denklogisch nicht der alte Sigmar oder ein ähnlicher Träger gottgleicher Macht sein, wie Magnus the Pious. Wenn er neben seinem Status als Everchosen der Chaosgötter ein Avatar wäre, hätte er diese Macht bereits vor der Apokalypse gehabt. Da nur Sigmar als Gott überdauert hat und er Sigmar nicht sein kann, kann das Licht welches die Welt verläßt nicht Archaons Geist sein.

Bleibt noch die Variante, dass sich Archaon und Karl Franz bzw. Sigmar im Moment der Apokalypse vereinigt haben. Archaon bezweifelt aber bis zu letzt die Existenz Sigmars. Von einer inneren Glaubenswende bei Archaon wird nichts berichtet. Die Vereinigung käme daher ansatzlos, wäre aber erklärbar etwa mit dem Hinweis darauf, dass nur durch die Abkehr Archaons von den Dunklen Vier, Archaon besiegt werden konnte. Schließlich sind die Chaosgötter auch über die Maßen stolze Wesen, die sich im Moment Ihres größten Sieges den Erfolg nicht nehmen lassen. Weder symbolisch noch real. Schließlich bestand für die Welt nach dem Kampf gegen Archaon noch die Chance den Untergang aufzuhalten, wenn das Attentat auf Gelt nicht ausgeführt worden wäre. Hätte also der Untergang Ihres Champions in dieser Stunde des größtmöglichen Sieges gedroht, scheint mir für die Chaosgötter zweierlei klar. Erstens wäre das Auge der Götter mit Sicherheit auf diesen Kampf gerichtet worden und zweitens hätte die Chaosgötter mehr als ausreichend Macht besessen in diesem Moment in den Kampf einzugreifen. Khorne hat es im Athel Loren vorgemacht, als er die Armeen der Zwerge und Waldelfen mit einem Schlag seines Schwertes (Erdbeden und Meteoreinschlag) vernichtete und damit bewies in der Apokalypse genügend Macht angehäuft zu haben, um direkt in die Geschicke der Welt einzugreifen.

Mit gleichem Impetus dient sich aber auch die alternative Erklärung als plausibel an: Das Artefakt der Alten verhinderte an diesem Ort jede direkt Einflussnahme der Chaosgötter. Schließlich konnten die Chaosgötter all die Jahrtausende früher auch nicht auf das Artefakt zugreifen. Hätten sie es gekonnt, hätte nicht so umständlich ungezählte Male der gleiche Kampf wieder und wieder stattfinden müssen, um es endlich im letzten Anlauf zu schaffen. Ohne die direkte Einflussnahme war auch Archaon zu schwach den Inkarnationen zu trotzen und die Chaosgöttern nehmen den Tod Ihres Champions Archaon als Preis für den ultimativen Sieg hin. Alles möglicherweise gottgleiche Archaons geht in der Apokalypse wieder auf die Chaosgötter über. Sie geben und nehmen die Macht.

Bleibt noch die Frage, wie und in welcher Art die Avatare eine Gottheit verändern. Karl Franz hat Sigmar nicht verändert. Gleiches müsste für Archaon gelten, wenn er Teil des Lichtes Sigmar wird. Archaon kann damit Sigmar nicht modifizieren. Er wird auch nicht Teil der göttlichen Macht. Es ist allein umgekehrt: Mit der Wahl eines Avatars lenkt ein Gott einen Teil seiner Göttlichkeit in einen irdischen Körper. Verläßt die göttliche Macht diesen Körper wieder nimmt sie kein Stück oder Anteil irdischer Macht in Ihre Göttlichkeit mit auf. Auch aus diesem Grund wird mit dem Licht die reine göttliche Essenz entflohen sein, ohne eine übertragene irdische Existenz, wohl aber angefüllt von den Erfahrungen und dem Wissen um die Ereignisse der Apokalypse. Diese Erfahrungen beziehen sich aber auf die Geschehnisse insgesamt und nicht auf den ERfahrungsschatz oder die Werteeinstellung einzelner Personen, seien sie auch Avatare gewesen.

Im Ergebnis halte ich es daher für unwahrscheinlich, dass Archaon eine alter Avatar Sigmars ist, der im Moment der Apokalypse mit Sigmar vereint den Untergang überdauert hat. Das Licht wird die reine Essenz Sigmars sein.
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