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Hoch Thema Clubs und Co. / 40k Spielertreff Hamburg / Theseus-Konflikt III - Wandler der alten Wege (gesperrt)
- - Von Kinnay Datum 28.01.2015 - 01:11 Editiert 13.03.2015 - 16:36
Aaah, willkommen, meine Freunde, herzlich willkommen! Ich gehe davon aus, dass euch meine Untergebenen eine angenehme… ‚Reise‘ verschafft haben, ja? Ganz gleich, ob ihr bloße Beobachter oder gar ahnungslose Teilnehmer des sich weiterhin entwickelnden Geschehens wart: bitte, seid – erneut – herzlich willkommen. Ihr habt es bequem? Ausgezeichnet. Nun. Sicherlich seid ihr brennend daran interessiert, zu erfahren, warum ich euch zu dieser Zeit an diesen Ort herbeizitiert habe und es geht in der Tat mit einer sehr unterhaltsamen Geschichte einher, lasst euch das gesagt sein!
Seht ihr, dies ist was ich gerne als den dritten Teil einer Serie von dreien bezeichne, eine Trilogie, oder ein Triptychon, wenn ihr wollt. Damit die Beschreibung eines Endes gelingt, muss man mit dem Anfang beginnen – dem wirklichen Anfang – doch das wäre eine ganze Erzählung für sich. Hach, das Cliché, was? Jedenfalls fließt der Beginn nur allzu oft direkt aus einem vorherigen Ende heraus, weswegen ich unglücklicherweise an dieser Stelle mit einigen der gewöhnlichen dramatischen Gepflogenheiten brechen und zunächst nur eine kurze Wiederholung, ein Résumé, und eine Aufarbeitung dessen, was bereits geschehen ist, anbieten möchte, so lästig es womöglich erscheinen mag. Puh, was ein langer Satz! Jene von euch, die dieser düsteren Entwicklung bisher gefolgt sind, wird das Gros der hier präsentierten Tatsachen sehr bekannt vorkommen und ich hoffe, ihr könnt meine Nachsicht unseren Neuankömmlingen gegenüber, die dem allen unwissend geblieben sind, verzeihen.

Zunächst also unsere Bühne: Theseus, ein Sternensystem in dem was ihr Segmentum Obscurus nennt. Kaltes, kleines und oh-so-unbedeutendes Theseus! Wo die Maschinerie zwecklos vor sich hin arbeitete, der fette Gouverneur sich am Leid seiner Untergebenen labte und die Bevölkerung ihre kurzen Leben unwissend ob der größeren Bedeutungen des Universums verstreichen ließen. Und jetzt? Ha! Ein Schatten seiner früheren selbst! Ein Schatten eines Schattens, so gesehen. Krieg, Zerstörung, Leid und Schmerz, oh ist es nicht wunderbar! Streitkräfte verschiedenster Parteien unserer tragischen Galaxis streiten um dieses System, jeder aus einem anderen Grund, alle mit ähnlichem Eifer und niemand ohne horrende Verluste. „Psionische Leuchtfeuer“, großes – verzeiht mir – „Gemosche“, „Rache“ und sonstige niedere Gründe… Ein großes Fest für Ketzer, Hexer und Xenos zugleich. Den Helden eures Mon-Keigh-Imperiums würden die Augen ausfallen, wenn sie wüssten, was sich hier so alles tummelt! Hihi. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet hier Dinge von solcher Bedeutung passieren sollten! Also ich ja ganz und gar nicht, nein…
Naja, aber um das Gewicht dessen, was hier geschehen ist zu verstehen, muss ich etwas über das Universum selbst erklären. Also, vorweg ein Geheimnis, das euer Verständnis der Welt für alle Zeiten verändern könnte, falls ihr es denn richtig versteht, wohlgemerkt. Seid ihr bereit? Einmal Luft holen... Alle Realität, alles was wir als statisch, sicher und geborgen sehen, befindet sich in der Tat in fortwährendem Wandel. Oh! Staunen! Wunder! Die Sandkörner an euren, wie sagt man, ‚Stränden‘ beweisen eine größere Festigkeit und Langlebigkeit als die wertgeschätzten Absolute der Welten, an die ihr glaubt!
Seht ihr, unser materielles Universum ist aus dem Chaos geboren und unsere Realität nichts weiter als eine vorübergehende Stimmung der Dunklen Götter; ein unendlich kurzer Moment, wenn Anarchie lang genug für euch innehält, damit ihr – kurzsichtig und unterentwickelt wie ihr seid – Gehalt wahrnehmen und daran glauben könnt, dass es so etwas wie eine ‚Naturordnung‘ auf der Welt gibt. Welch urkomische Arroganz, welch fantastische Anmaßung!

Doch dieser Hybris ist nichts gegen die Einbildung einer längst vergangenen Zivilisation, die es auf sich genommen hatte, die Mächte des Chaos direkt herauszufordern. Sagt, sagen euch die Necrontyr etwas? Vielleicht ‚die Alten‘? Die C’tan? Wahrscheinlich nicht. Sie euch vorzustellen würde den hier gegebenen Rahmen etwas sprengen, weswegen ich deren Geschichte zu einem anderen Zeitpunkt erzählen muss. Aber wisset eins: vor relativ langer Zeit – ach, was rede ich; vor wirklich. langer. Zeit. – gab es einen Krieg in dieser Galaxie. Einen Krieg, der im Prinzip auf einen zwischen der Realität und dem Chaos heruntergebrochen werden kann und der verheerender nicht hätte ausfallen können. Ich bin selbstverständlich nicht im Geringsten daran interessiert, euch über die Geschichte unserer Galaxis aufzuklären, aber der Punkt ist, jene Zeit hat greifbare Spuren hinterlassen; Millionen Jahre alte Reliquien! Natürlich meine ich nicht besagte Necrontyr, oder, wie es heute in der Mode zu sein scheint, sie zu nennen, die Necrons. Aber doch, das wäre ein guter Scherz gewesen. Hmm, doch, dann habe ich sie gemeint, ha! Sie und ihre lächerlichen Waffen und Technologien, die sie heutzutage so tölpelhaft in ihren Schlachten einsetzen, ja ja! Nein. Jedenfalls meine ich hauptsächlich ihre Artefakte. Ich spreche von Artefakten so alt, so mächtig, so selten… Artefakte, mithilfe welcher in vergangenen Äonen in bloßen Augenblicken ganze Welten zu nichts reduziert und neues Leben aus ebendiesem geschaffen wurde. Artefakte, mit denen die Alten gegen die C’tan und die C’tan gegen die Alten und die beiden gegen das Chaos in einem Maßstab gekämpft haben, der uns vollkommen unvorstellbar bleibt! Und diese Artefakte, die „nedemeai“ auf einer ordentlichen Sprache, oder "Nedemeas" oder "Nedemeen" oder was in euren Würgelauten, überleben bis heute! Versteht ihr denn nicht, oh, die Möglichkeiten. Die Möglichkeiten! Hmm, ich überstürze mich, wartet.

Nur wenige wissen von dem Überleben besagter Artefakte: die verdammten Necrons, natürlich, da kann man nichts machen. Einige meiner verblendeten Cousins auf ihren Weltenschiffen, ja, wobei sie wohl eher an der Vernichtung meiner Lieblinge interessiert sind und das kann ich natürlich nicht haben. Hmm, wohl auch einige von euch, nicht wahr, werter Inquisitor Esbut? Tragisch, tragisch. Naja und moi, meine Wenigkeit. Natürlich habe ich die eine oder andere niedere Nedemea in meinem Besitz - oder auch nicht, wer weiß? - aber die eine! Die eine entzieht sich meinem Griff. Ich bin nun länger als mir recht ist damit beschäftigt, dieses Artefakt mein eigen zu nennen, aber dafür bin ich auch näher an meinem Ziel denn je. Zu einem nicht zu verachtenden Anteil sogar dank dir und... dir. Entzückend, ihr zwei! Aber natürlich ist die Jagd nach einer solch unbeschreiblich mächtigen und prekären Beute alles andere als leicht, weswegen ich sie selbstverständlich nicht alleine antrete. Ich... ach wisst ihr was, das ist alles so aufregend und ich kann mich nicht mehr beherrschen! Ich habe meine Meinung geändert: wir überspringen die Geschehnisse der letzten Zeit und kommen direkt zur Gegenwart, jaha!
Hier also die Spieler, die dramatis personnae, unserer kleinen Geschichte:

Vyas Y'anîth, ehemals Anführer der Kabale des Düsterfeuers, ehemals Hierarch des Khaine und ehemals selbsternannter Prophet des Wahren Weges – hach, wie bescheiden. Unerklärlich besessen davon, diese Artefakte zu finden, obwohl er ihre Funktion und Fähigkeiten gar nicht begreift! Er war das erste und älteste Ziel meiner Manipulationen und… ach ja, wahnsinnig. Also er war ja schon vorher nicht als ganz bei Sinnen zu beschreiben gewesen, aber das Amüsanteste ist, dass er jetzt im wahrsten Sinne des Wortes wahnsinnig ist! Irgendetwas mit einer ‚Seelenfalle‘ , dem tyranidischen ‚Schwarmbewusstsein‘ und einer ‚Rückkopplung katastrophalen Ausmaßes‘… hat man mir erzählt. So ein ungünstiges Missgeschick aber auch, da hätte ich meine Produkte ein wenig besser auf potenzielle Fehlfunktionen überprüfen sollen! Ich scherze. Es genügt zu sagen, dass mein guter Vyas vorerst damit beschäftigt ist, in seinem Kämmerlein die Bedeutung seiner selbst in Relation zur Größe des Universums zu setzen und er wird uns deswegen vorerst nicht mehr in die Quere kommen. Seinen Zweck hat er natürlich schon erfüllt: einen Splitter der Nedemea dieses Systems, „Eshmunyaton“ (merkt euch den Namen, Freunde), in unseren Besitz und – wenngleich ungewollt – seinen Sohn an die Macht seiner Kabale zu bringen.

Raidriach Y'anîth, emporgekommene Krähe und selbst für meine Verhältnisse arroganter Parvenü der Kabale. Er ist die unwissende, klingenbewehrte Faust zu meinem Arm, ein Mittel zum Zweck, der letzte Stein in meinem Konstrukt, das mich an mein Ziel bringen soll. Es sind sein Zorn, sein Größenwahnsinn, sein Einfluss und seine pure militärische Macht, die mein Projekt zum Abschluss bringen werden. Versteht ihr, dieses System hat mittlerweile viele Parteien unverhofft angezogen, die es abzuwehren gilt und Raidriachs Flotte ist mir da ein willkommenes Werkzeug.

Iszhkar „Eisenfratze“ - und unter uns: hinter seiner Maske eher "Runzelfratze" -, ein Hexer des Chaos im Dienste dieser lästigen Astartes-Ketzer, ohje. Natürlich kann mein Plan nicht immer perfekt funktionieren und er ist einer der Gründe dafür, weswegen ich jetzt und in diesem Moment meine Nedemea noch nicht in den Händen halte. Naja, so ist das Leben! Irgendwie scheint er zu ahnen – oder, oh Schreck, gar zu wissen? – was Eshmunyaton alles so kann. Ich bin gespannt, wie es sich weiter entwickelt, aber glaubt mir, ich habe noch den einen oder anderen Plan für ihn…

Der gefallene Runengreis Martanahtarattelion; versucht, seinen Namen auszusprechen! Hier haben wir einen sehr interessanten Teilnehmer unserer Runde. Sehr ihr, er und nur er allein… Oh? Hört ihr dies? Ich muss mich zutiefst entschuldigen, meine Guten, aber wie es scheint, ruft man nach mir. Ich werde meine Erzählung kurz unterbrechen und für einen Augenblick verschwinden müssen. Ooohoho, ihr müsstet eure Gesichter sehen! Haha, so ernst. Schon gut, schon gut, schon gut! Bevor ich gehe: was ist denn nun dieser große Plan des netten Onkels, höre ich euch fragen. Wofür diese großen Intrigen, die verstrickten Ränke, ja überhaupt diese elendig lange Geschichte? Wer ist er, wo geht er jetzt hin und warum sind wir hier?

Darsteller oder Erzähler oder beides, ich bezweifle nicht, dass meine Rolle euch schon bald offenbart wird, wenn sich dieses Drama weiter entfaltet. Für den Moment wäre es rüpelhaft, mich in den Mittelpunkt zu stellen, weswegen die korrekten Fragen, die ihr euch zuerst stellen solltet, die folgenden sind: Was will ich? Wie bekomme ich es? Wer oder was steht in meinem Weg? Und während ihr euch darüber Gedanken macht, werden meine Folterer kurz die Reanimationskammern wieder in Betrieb nehmen und die Seelenkapazitoren rekalibrieren, ja? Wir wollen ja nicht, dass ihr uns wieder so früh wegsterbt, oh nein! Ich bin gleich mit dem zweiten Teil meiner Geschichte zurück und, sobald eure Verbaltrakte wieder regeneriert sind, dann auch bereit, euer erneutes Flehen und Betteln um einen schnellen Tod anzuhören. Tüdelüüü!


__________

Kriegsherren:
- Raidriach Y'anîth, Sohn Vyas des Wahnsinnigens, Erhabener Admiral der Düsterfeuer-Raumflotte, Seelenschänder und Geißel des Iphrit-Systems. [KF: Towering Arrogance]
- Sithrâ Aderbaal, einst fleischgeborene Draconin, nun Auserwählte Raidriachs und Fluch von Calmian. [KF: Master of Ambush]
- Sorzus Loq, ältester Haemonculus des Zirkels der Zerschmetterten Helix, Wandler des Alten Weges. [KF: Labyrinthine Cunning]
Basis - - Von Kinnay Datum 13.03.2015 - 16:39
Eingangs-Post korrigiert, aktualisiert und minimal überarbeitet. Kythnos, da dein Armeefluff ja schon verstärkt Bezug auf meine Figuren nimmt: ich habe hier nun die endgültigen Schreibweisen ihrer Namen festgehalten. Wäre cool, wenn du sie übernehmen könntest, wo angebracht. ;)
Basis - - Von Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Datum 13.03.2015 - 17:03
Erledigt!

Deine Kriegsherrenfertigkeiten sind aber noch nicht abgesegnet, auch wenn du sie schon eingetragen hast ;-)
Basis - Von Kinnay Datum 13.03.2015 - 17:15
Lässt sich alles editieren. :)
- - Von Kinnay Datum 28.02.2015 - 23:39 Editiert 19.04.2015 - 16:11


An; aus; an; aus; an; aus. Nahezu im Sekundentakt tappte er geistesabwesend auf die Rune an der Obsidian-Armlehne seines Kommandothrons, während er grimmig die explosionen- und feuerüberzogene Oberfläche von Erias durch das Aussichtskraftfeld seines Flaggschiffs betrachtete. Sein Blick sprang rastlos zwischen den einzelnen Gebieten der kriegszerrissenen Makropolwelt. An; aus; an; aus; an; aus. Die letzte Schlacht auf Calmian gegen das absurde Bündnis zwischen den Necrons und der Dämonenbrut des Tzeentch war ein nahezu makelloser Sieg gewesen und auch die peripheren, kleineren Terrorangriffe auf Erias waren keinem ernstzunehmenden Widerstand seitens der zerschmetterten imperialen Verteidigungskräfte begegnet. Seine eigenen Verluste hatten sich bisher beeindruckend gering gehalten, mit dem leidigen Nebeneffekt, dass jeder einzelne vermutete Verräter in seinen Reihen, den er eigentlich in den sicheren Tod gegen den Feind geschickt haben wollte, stolz und sehr am Leben zurückgekehrt war. Abgesehen von diesem kleinen Detail verlief alles insgesamt nach Plan und die Aussichten waren gut – und doch: Raidriach Y’anîth war fürchterlich gelangweilt; mehr noch, er war gekränkt. Er wandte sich im aufgesetzten Plauderton an einen seiner beiden, stets präsenten Incubus-Leibwächter, die ihn auch hier auf der Brücke wie Statuen flankierten. "Meinst du, die anderen hier im System haben meine Präsenz schon bemerkt?" Keine Reaktion. "Ich auch nicht." Er wirbelte seinen Zeigefinger in einer Geste über Erias. "All diese Armeen, all ihre Generäle. Meinst du, auch nur ein einziger hat versucht mich zu attackieren? Nein!" Alle Anwesenden im Saal zuckten bei dem plötzlichen Ausruf zusammen, wagten es aber weder ihren Herrn anzublicken noch ihre Arbeit zu unterbrechen. "Und das trotz meiner", kicherte er, "meiner beeindruckenden Schlachtpläne und Angriffsmuster." Er kicherte laut, wurde dann aber abrupt ernster. "Meinen Vater haben sie ernst genommen, meinen Vater haben sie zu fürchten gelernt, aber mir schenken sie nicht einmal Beachtung?" Das Tappen wurde schneller. An; aus; an; aus.

Raidriach betätigte eine Rune an seinem Kragen. "Sithrâ", sprach er, ohne den Blick von dem lautlos brennenden Planeten vor ihm abzulassen.
"Mein Archon?", hauchte es aus dem Transmitter in seinem Ohr. Sithrâ Aderbaal war eine vielversprechende Draconin der letzten Feldzüge, seine momentane Repräsentantin für die Truppen auf Calmian und - so die Gerüchte - eine bevorzugte Begleitung in seinen Schlafgemächern. "Du hast die Vorkehrungen getroffen, die ich dir befohlen habe, ja?" - "Selbstverständlich, mein Archon, aber seid Ihr Euch sicher, dass Ihr dies tun wollt?" Raidriach lehnte sich vor und stützte seinen Kopf auf seine verschränkten Hände. "Erinnere mich daran, wann ich dich um deine Meinung gebeten habe." Ein Herzschlag Stille, dann sprach Sithrâ erneut: "Ich bitte um Vergebung, mein Archon. Wünscht Ihr, dass ich-…" - "Auf keinen Fall", unterbrach er sie kalt. Ein erneutes, respektloses Zögern. "Sehr wohl, mein Archon." Mit einem erfrischend stechenden Gefühl zwischen seinen Schläfen, das ihn blinzeln ließ, wurde die Verbindung getrennt und Raidriach lehnte sich in seinem Thron zurück. Er vernahm einen kleineren Tumult um ihn herum, als Gruppen von Kabalenkriegern taktlos am Kommandosaal vorbei zum Tertiär-Hangar eilten, schenkte dem aber keine Beachtung. Seine Gedanken waren woanders, denn vor wenigen Zyklen hatte er eine äußerst überraschende Erfahrung gemacht: ein Runenprophet des Ulthwé-Weltenschiffs namens Eponor Splitterhauch hatte sich mit einer Nachricht in die Gedanken des Archons forciert, nachdem Ulthwé und Düsterfeuer auf Calmian unverhoffter Weise Seite an Seite gekämpft hatten. Was Eponor auf diesem Wege angeboten hatte, war in ihrer Form beleidigend, ob ihres Inhalts verdächtig und wegen ihrer Implikationen verlockend zugleich gewesen und hatte Raidriach seitdem keine ruhige Minute gelassen. Er blickte an Erias vorbei auf den verschwindend kleinen, roten Punkt im All – Ceres. Seine Augenbrauen zogen sich um eine Haaresbreite zusammen und er umfasste erneut die Armlehnen seines Throns, dieses Mal stärker. An; aus; an; aus.

Das Geräusch plötzlicher, schlurfender Schritte unterbrach Raidriachs Gedanken und es vergingen keine zwei Augenblicke bevor seine Incubi routiniert mit gehobenen Klingen zu seiner Verteidigung standen. Er hob zufrieden einen Mundwinkel. "M-mein Archon", hechelte es hinter ihm. Die Stimme war erbärmlich; ein zitterndes, flaches Kratzen, als würde man zwei rohe Schleifsteine langsam gegeneinander reiben. Raidriach atmete tief ein und sein halbes Schmunzeln weitete sich zu einem vollen Lächeln. "Zharth, mein Freund", schnurrte er ohne sich umzudrehen, "welch angenehme Freude, dass du mich erneut mit deiner Präsenz beehrst. Was führt dich dieses Mal zu mir?" Der triefende Sarkasmus in der Stimme des Archons schnitt tief in den Störenfried und es dauerte einen Moment, bis er wieder sprach. "Verzeiht diesem, mein Archon", schliff er. "Dieser ist nur Überbringer einer Nachricht. Der Meister lässt ausrichten, da-" Ein langer, gekünstelter Seufzer unterbrach den Folterer mitten im Satz, während der Kommandothron sich besonders langsam herumdrehte. Das Licht des leuchtenden Planeten, das nun hinter ihm lag, umriss den Archon als finstere Silhouette, während das Schattenfeld seiner Rüstung das schwache Licht der Kommandobrücke wie die Korona einer schwarzen Sonne um ihn tanzen ließ. Seine beiden Leibwächter standen wie Statuen neben ihm, ihre mannshohen Klingen immer noch zum tödlichen Hieb gehoben und ihre eigenen, gehörnten Silhouetten vom Blutrot ihrer Augen in einen ominösen Schein getaucht. Es war ein Ehrfurcht gebietender Anblick. "Dein Meister", erklärte der Archon mit einem wissenden Blick in die dunkelste Nische des Saals, "hat mich persönlich anzusprechen, wenn er etwas von mir möchte, und nicht ständig seinen Abschaum an seiner Statt zu mir zu schicken." - "D-der Meister wünscht lediglich zu erfahren, was als nächstes geschieht, mein Archon. Er empfiehlt, zeitna-…" - "Ich weiß, mein Freund", unterbrach ihn Raidriach erneut strahlend, "ich weiß." Der Folterer war trotz seiner bemerkenswerten Statur ein erbärmlicher Anblick, passend zu seiner ebenso erbärmlichen und furchtbar nervtötenden Stimme. Es war eine sehnige, halbnackte und geschundene Gestalt die da auf dem Boden in tiefer Verbeugung kauerte, ein Folterer, der seinen Meister-Haemonkulus Sorzus Loq vor Jahrzehnten auf irgendeine Art enttäuscht haben musste und nun als wenig mehr als ewiger Bote sein Dasein fristete, nach jeder überbrachten Botschaft durch die Incubi des Archons hingerichtet, nur um seine Überreste in die Labors des Meister-Haemonkulus gebracht und erneut regeneriert zu werden. Er war der hilflose Spielball im makabren Spiel zweier unantastbarer, schadenfroher Gegner.

Die stählerne, blanke Maske, die dem Folterer an das Gesicht genietet worden war, klopfte mit jedem seiner gequälten Atemzüge leise auf den kalten Boden. Der Archon erhob sich von seinem Sitz und spazierte grinsend zur Gestalt vor ihm, die Incubi ihm im Gleichschritt folgend. "Steh auf", befahl er, plötzlich erschreckend nah am kauernden Folterer. Zharth zuckte zusammen, was seine Maske hart und hohl auf den Metallboden schlagen ließ. Hastig stand er auf und versuchte so aufrecht zu stehen, wie es seine malträtierten Knochen erlaubten. Er vermied jeden Blickkontakt und starrte zitternd auf die gepanzerten Stiefel seines Gegenübers. Die Stimme des Archons war wie Samt. "Sei doch so entzückend und sage deinem Meister folgendes: Ich lasse mich-... sieh mich an", tadelte Raidriach spielerisch, während er sanft das Kinn des Folterers mit einem Finger anhob und fürchterlich nah an sein eigenes Gesicht brachte. Raidriach konnte auf diese kurze Distanz Zharths entsetzte, lidlose Augen durch die Sichtschlitze in seiner Maske erkennen. Er sprach zum Folterer vor ihm, doch die Botschaft galt jemand anderem; seine Stimme wurde lauter. "Ich lasse mich nicht manipulieren, wie einst mein vermaledeiter Vater. IHR! GEHÖRT! MIR!" Die letzten Worte hatte der Archon mit ohrenbetäubender Stimme gebrüllt, seine Stimmung von heiterer Väterlichkeit zu glühendem Zorn so schnell wechselnd wie ein Donnerschlag. Dabei hatte er seinen Mund unnatürlich weit aufgerissen und gespitzte Zähne enthüllt, sein porzellanenes Gesicht in eine höllische Fratze verwandelnd. Zharth wich vor Schreck einen Schritt zurück und erwartete zur Strafe angespannt den tödlichen und stets enttäuschend schmerzfreien Hieb der Incubi. Doch so schnell wie Raidriachs Zorn gekommen war, so verflog er auch wieder. "Weißt du was", plauderte er, während er lächelnd mimte, als würde er dem erstarrten Folterer Schmutz von den Schultern klopfen, "Heute nicht. Ich bin gerade besonders gut gelaunt und überhaupt hast du mich auf eine amüsante Idee gebracht. Geh zurück zu deinem Meister da hinten und grüß ihn von mir, ja?" Zharth war so überrascht wie noch nie zuvor in seinem Leben. "Los, los, bevor ich es mir anders überlege", schnurrte Raidriach durch grinsende Zähne und der Folterer floh regelrecht aus dem Saal. Eine finstere Figur löste sich aus den Schatten und glitt ihm hinterher.

"Schön." Der Archon setzte sich zurück in seinen Thron und seine Leibwächter nahmen wieder ihre Wachpositionen an seinen Flanken an. Er warf einige Gedanken hin und her, bevor er einen Kanal zu seinem Flottenmeister öffnete. "Eure Befehle, mein Admiral?" - "Es ist Zeit, bemerkt zu werden und den mir gebührenden Respekt einzufordern. Wir greifen an." - "Sehr wohl. Das Ziel, Admiral?" - "Was fragst du mich, irgendwo, überall, wir greifen an!" Er brach die Verbindung besonders abrupt und schmerzhaft ab, was einen Schauder durch ihn fahren ließ. Sich erneut der Rune auf seinem Kommandothron widmend, drehte er sich zurück zum All: an; aus; an; aus; an; aus. Sein Blick galt dieses Mal jedoch weder Erias noch Ceres, sondern den winzigen, um sich strampelnden Gestalten, die lautlos durch das Bild schwebten, gegeneinander stießen und wirbelnd voneinander abprallten. Er hatte 'zu Ehren' der 'tapferen Veteranen' von Calmian eine 'Zeremonie' in einem kleinen Hangar veranstalten lassen und nun mit jedem Betätigen der Rune auf seiner Armlehne das Kraftfeld, welches die Unglücklichen von der unendlichen Leere des Weltalls trennte, kurz aus- und wieder angeschaltet - mit katastrophalem Effekt. Nunja, er war sich sicher, dass zumindest eine Handvoll Verräter unter den ins All Gerissenen waren, die nun als makabre Sternschnuppen auf Erias fallen würden. Man könne schließlich niemals vorsichtig genug sein, dachte Raidriach sich. An; aus; an… An. Ruckartig erhob er sich aus seinem Thron. "Nun denn! Wollen wir?"
Basis - Von Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Datum 01.03.2015 - 14:04
Schöne Einführung in Raidriachs Charakter - gefällt mir sehr gut! Da bin ich gespannt, wie sich die Spannungen mit Sorzus Syn weiterentwickeln :-D
Basis - - Von O.v.Altenmark (Imperialer Propaganda-Minister) Datum 13.03.2015 - 17:31
Der Post ist mir noch gar nicht aufgefallen. Gut geschrieben, aber fieser Kerl, Dein Archon... :-)
Basis - - Von Kinnay Datum 13.03.2015 - 18:56
Hey, dankeschön! Deine Geschichten gefallen mir auch sehr, sehr gut. Mein Archon ist halt besonders fies und dein Runenprophet ist ein Kiffer. Jedem das seine! :D

Ich habe den Text übrigens just minimal überarbeitet; blöd, dass du ihn so knapp davor gelesen hast. :P
Basis - Von O.v.Altenmark (Imperialer Propaganda-Minister) Datum 13.03.2015 - 19:32 Gut 1

> Mein Archon ist halt besonders fies und dein Runenprophet ist ein Kiffer. Jedem das seine! :D


Mein Runenprophet ist nur missverstanden und reagiert auf Stresssituationen mit delinquentem Verhalten... wer weiß, was Deinen Archon antreibt... aber vermutlich ist es einfach eine normale Sozialisation in Commorragh ;-)
- - Von Kinnay Datum 31.03.2015 - 23:59 Editiert 03.07.2015 - 12:10
Warten. In der ganzen, kriegszerrissenen Galaxis; in ihrem gesamten, von Schmerz und Verachtung durchzogenen Leben; verglichen mit allem, was sie sich vorstellen konnte, hasste Sithrâ Aderbaal nichts mehr, als untätig warten zu müssen. Sie hatte die letzten Stunden damit verbracht, schnellen Schrittes und in voller Schlachtmontur vor ihrer persönlichen Schattenbarke auf und ab zu schreiten, stets zum Einsatz bereit und rohe Wut ausstrahlend. Jeder, der ihr dabei begegnete, machte einen nervösen Bogen um sie, oder regelrecht auf der Stelle kehrt, um nicht als das Ventil ihres Frustes dienen zu müssen. Warten! Um sie herum herrschte reges Treiben, als Sklaven schweres Gerät verluden, brachiale Fleischkonstrukte die allgegenwärtigen Ruinen verstärkten und Kabalenkrieger in Formation zur Patrouille ausrückten. Sie erkannte ihr eigenes Volk nicht mehr. Wozu eine Stellung befestigen, wenn Angriff die bevorzugte Verteidigung war? Warum den Gegner zu sich kommen lassen, wenn absolut niemand an die eigene Geschwindigkeit und Präzision auch nur herankam? Sithrâ hielt inne. Sie nahm ihren gehörnten Helm ab und schmiss ihn genervt zu Boden fallen, ruhte eine Hand auf das Heft eines ihrer Zwillingsdolche, die andere auf ihre Hüfte und ließ ihr verhältnismäßig kurzes Haar im faden Wind wehen. Sie atmete tief die kahle, tote Luft des tristen Planeten ein und sah sich mit finsterem Blick um.

Sie gehörte hier nicht hin, nicht an so einen Ort. Sie war die Auserwählte des Raidriach Y’anîth, sicher, aber auserwählt wofür? Auf einem toten Planeten minderwertige Halbgeborene zu bewachen, statt im Gefecht zu stehen, umgeben von ihresgleichen, ihr meisterhaftes Gewehr im Anschlag, ihre Beute im Visier? Sithrâ tastete geistesabwesend nach ihrem personalisierten Schattenkatapult, das an ihrem Rücken befestigt war und mit dem sie in Schlacht um Schlacht die größten Kreaturen und Kriegsmaschinen jagte. Oh, es lechzte sie nach der Jagd. Sie war für das Schlachtfeld geboren, doch stattdessen dort nach Calmian abkommandiert worden, um die Eroberung des Planeten und dessen Säuberung von den letzten Resten der Dämonenplage zu überwachen; fernab von jeglicher ernst zu nehmender Front und umgeben von Dämonen, einem Gegner, der weder Schmerz empfinden noch wahrhaft sterben konnte. Es war undankbar, unbefriedigend und insgesamt eine als Ehre getarnte Schande, die Raidriach ihr auferlegt hatte. Oh, wie oft hatte sie schon davon geträumt, diesen selbstverliebten Parasiten mit einer Klinge ganz langsam und genüsslich-…

Bevor sie ihren Gedanken zu Ende bringen konnte, zuckte die Draconin vor Schmerz zusammen. Sie hatte sich noch nicht an diese neumodischen neuronalen Transmitter gewöhnen wollen, die der Archon der Kabale des Düsterfeuers in einer Laune jedem einzelnen seiner Offiziere hatte einsetzen lassen, und mithilfe welcher sie nun ein Communiqué zu erreichen suchte. Unter Korsaren schien diese Art der Lang- und Mittelstreckenkommunikation aktuell der letzte Schrei zu sein und Raidriach – immer die modebewusste Persönlichkeit, die er ist – wollte selbstverständlich nicht dem Fortschritt hinterher hinken. An der Frequenz des Übertragungsschmerzes erkannte sie die persönliche Signatur ihres Herrn sofort. Sie schloss die Augen, atmete tief durch und berührte das Runentattoo an ihrer Schläfe.
"Mein Archon?", hauchte sie so verführerisch wie ihr unterdrückter Zorn es ihr erlaubte. Raidriachs Stimme klang unbeeindruckt:
"Du hast die Vorkehrungen getroffen, die ich dir befohlen habe?"
Die 'Vorkehrungen'. Die verdammten 'Vorkehrungen'. "Selbstverständlich, mein Archon, aber seid Ihr Euch sicher, dass Ihr dies tun wollt?" Diesen Planeten befestigen, sich dem Feind öffnen, Sklaven daran verschwenden, die Produktion von eigenem Kriegsgerät einzuleiten? Sithrâ versuchte, ihre aufsteigende Frustration nicht zu offenbaren. Raidriachs Stimme nahm einen spielerischen Ton an.
"Erinnere mich daran, wann ich dich um deine Meinung gebeten habe."
Sie biss die Zähne zusammen. Ihr wurde allmählich danach, jemandem die Augen in den Schädel zu drücken und sie hatte unbewusst einen ihrer Dolche gezogen.
"Ich bitte um Vergebung, mein Archon. Wünscht ihr, dass ich-..."
"Auf keinen Fall", unterbrach er sie. Hass.
"Sehr wohl, mein Archon", zischte sie mit viel bemühter Selbstbeherrschung, wobei sie die formelle Anrede besonders beißend betonte. Mit einem frustrierten Aufschrei unterbrach sie sodann die Verbindung, drehte sich ruckartig um und trieb die Klinge in ihrer Hand tief in den Rumpf des hinter ihr schwebenden Fahrzeugs, welches dadurch in eine sanfte auf und ab Bewegung geriet.

Für eine Weile verharrte Sithrâ so, die an der Seite hängende Hand sich abwechselnd zu einer Faust ballend und wieder öffnend, die andere am Griff des in der Schattenbarke steckenden Dolches hängend. Dann sammelte sie sich, befreite die Waffe, hob ihren Helm auf, staubte ihn ab und setzte ihn auf. Sithrâ Aderbaal, Erste unter den Fleischgeborenen, hatte einen Entschluss getroffen. Sie scherte sich nicht um den Befehl Raidriachs, weiterhin die Stellung zu halten. Die Vorkehrungen waren doch getroffen: das interplanetare Störsignal sendete auf voller Stärke und irgendein feindlicher Flottenzweig würde bald wie geplant in Calmians Orbit stranden. Das Tarnfeld des Stützpunktes war aktiv und das Hauptquartier des Düsterfeuers damit sicher. Die Produktion von Waffen, Rüstung und Gleitern war bald in vollem Gange, um nicht mehr auf Nachschub aus Commorragh angewiesen zu sein. Nun hielt sie nichts mehr hier; es war an der Zeit, zum designierten Schlachtfeld zu eilen und die noch unbekannten Unglücklichen, die sich höchstwahrscheinlich schon auf dem Weg in ihre Falle befanden, abzufangen. So, wie die Ynneas Eladrith es taten. Mit einigen geschickten Handgriffen und grazilen Sätzen sprang die Kriegerin auf das Antigrav-Gefährt und gab dem Piloten ein Handzeichen. Sithrâ erlaubte sich ein seltenes, raubtierhaftes Lächeln während die kahle Landschaft unter ihr hinweg raste. Sie konmte ihre Beute förmlich riechen. Endlich.
Basis - Von Ciliano Datum 01.04.2015 - 15:54
Disziplinlosigkeiten? Insubordination? Verblendung? Emporkömmling? Ich wette, im Schlafgemach des Archons ist sie dagegen vollkommen zahm :) Würde für sie nicht "Ewiger Hass" passen, nach dieser Beschreibung?
- Von Kinnay Datum 19.04.2015 - 22:25 Editiert 20.04.2015 - 17:50 Gut 1
[Hier ist meine Antwort auf Cilianos überraschende und gleichzeitig geniale Private Nachricht, die ich einige Tage vor der Schlacht von Runde 3 erhalten habe (Link) und die ich selbstverständlich mit ähnlichem Aufwand erwidern musste. Yay Roleplay. :P]
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Als hocherhabener, allsehender Runenprophet Ulthwés, eines Weltenschiffs, welches für seine verhältnismäßig zahlreichen und besonders mit dem Äther verbundenen Seher berüchtigt war, kannte Eponor die Wege und Umwege, Launen und Mysterien, Wunder und Schrecken der Psionik besser als seinen eigenen Körper. Dennoch trieb es ihn in jener Nacht kaltschweißgebadet aus seinem Schlaf, als er sich einer Traumbotschaft vergegenwärtigte, die in ihrer absoluten Überraschung und ihrem absurden Grauen ihresgleichen suchte. Der Runenprophet setzte sich auf und rückte verlegen sein Aeladrin-seidenes Schlafgewand zurecht, als er seinen Traum Revue passieren ließ. Traum?

Am Anfang war der Schmerz gewesen. Stechender, vibrierender Schmerz, der in den Schläfen begonnen und sich quälend langsam durch das Hirn in den Nacken gebohrt hatte. Eponor hatte sich wehren gewollt, seinen Kopf mit den Händen fassen, aber seine Arme waren lahm an seiner Seite gelegen und auch der Rest seines Leibs hatte nicht auf seine Befehle reagiert. Dies würde ein Kampf des Geistes werden.
Er war unterbewusst die Riten der Beschwichtigung durchlaufen und hatte seinen besorgten Geist auf die Diagnose des Schmerzes fokussiert. Schmerz. Was vorher stechend und vibrierend gewesen war, wurde jetzt verschwommen. Jetzt. Eponor ist jetzt. Er ist im Schmerz. Am Rauschen der Pein vorbei erspäht er Geschrei, sieht entsetztes Todesjaulen, derart leise, derart klein – ein Flüstern, als würde ihm der Kriegsgott Khaine höchstpersönlich in das Antlitz brüllen. Besorgnis weicht nun Neugier. In der Ferne das Bild einer schemenhaften Figur. Ah, ist dies eine Botschaft? Eine Botschaft in einer Form, die er noch nie zuvor erlebt hat? Jahrhunderte des Allwissens scheinen einen unaufmerksam für das Neue werden zu lassen, sinniert er abgelenkt und-… nein! Die Figur verschwindet wieder. Konzentration. Konzentration! Ein Regenschauer bekannter und unbekannter Seelen, als er sich der erneut erschienenen Figur in der Ferne rasend schnell nähert. Arme (so viele Arme!) und Roben sind nun erkennbar, ein Raum zeichnet sich ab. Finsternis und Funkensturm. Erinnerungen, Visionen und Träume fremder Persönlichkeiten, Entsetzen, Panik, Dankbarkeit, scheinbar ewig unterdrückte Freude, Hass, Hass, Hass und dann…

Ein klinisch aussehender Raum mit kahlen Wänden. Blendend helles Licht strahlt von oben aus kalten Leuchten. Eponor spürt kaltes Metall an seinen nach oben gestreckten, sich seltsam träge anfühlenden Handgelenken. Pochender Schmerz in seiner Stirn, warme Flüssigkeit um seinen Unterleib. Dies ist nicht sein Körper. Vor ihm schwebt eine Gestalt mit zwei oder drei Gliedmaßen zu viel und einem langen Gewand aus scheinbar abgezogener Haut. Langes, wallendes Haar umrahmt ein altes Gesicht mit einem chirurgisch verewigten, spöttischen Grinsen. Die Gestalt scheint mit jemandem hinter dem 'Aufnahmegerät' zu sprechen.

Wie sehe ich aus? Ah, ja, läuft die Aufnahme? Ausgezeichnet. Meine Güte, welch ein Aufwand! Wie Ihr Runenkritzler dies stets mit dieser eurer Leichtigkeit macht… Ich muss ja gestehen, ich schäme mich zwar ein wenig für meinen dilettantischen Versuch, Euch eine psionisch übertragene Botschaft zukommen zu lassen, aber Ihr müsst ebenfalls gestehen, dass Ihr zumindest ein wenig beeindruckt und vielleeeicht sogar überrascht seid. Hah, ein Ynneas Eladrith macht sich mit dem Äther zu schaffen… wenn der Hochlord dies wüsste, was? Hihihi. Oh! Oh, wo sind meine Manieren. Ich möchte meinen eigenen Stolz auf diese Errungenschaft nicht im Wege von Form und Tradition stehen lassen. (Er räuspert sich theatralisch.) Im Namen von Khaine, Vileth, öhm, dem werten Mon-Keigh Hexer hier, der so freundlich war, mir seine Fähigkeiten auszuleihen und dessen Körper Ihr zur Zeit bewohnt, sowie insgesamt eins, zwei, drei... vier eurer hübschen Weltenschiff-Seelensteinchen, die ich leider für die Wegfindung zu Euch in Anspruch nehmen musste: Sorzus Loq, Wandler der Alten Wege, Bezwinger der Psionischen Botschaften und so weiter und so fort grüßt Eponor Splitterhauch, erfrischend intriganter Sohn des guten alten Martanahtarettelion. Mögen Euch viele wohlriechende Dinge geschehen und Sternenlicht und Schmetterlinge auf ewig auf euch rieseln. (Er pausiert grinsend und mit ausgestreckten Armen, als würde er Gelächter, Applaus oder dergleichen erwarten.)

Nun ja. Warum spreche also ich zu euch und nicht etwa mein Archon, der eigentliche Empfänger Eurer Botschaft? Woher weiß ich überhaupt von Eurer kleinen, geheimen Kontaktaufnahme? Das sind ausgezeichnete Fragen. Sagen wir es so, unser erhabener Admiral sieht sich aktuell leichten Komplikationen in seiner Regeneration gegenübergestellt und ist momentan leider nicht zu erreichen. Ich, als freundlicher Dienstleister in Sachen Unsterblichkeit für die Kabale des Düsterfeuers habe selbstverständlich meine Wege und Mittel, um an Informationen zu gelangen, welche meine Kunden vor anderen zu verheimlichen versuchen. Nach Eurer ersten Botschaft an Raidriach, die mir leider, leider entgangen ist, hatte ich ja schon meine Vermutungen gehabt und nun, nachdem unser großer Anführer oh-so-ehrenhaft durch die stinkenden Grünhäute sein vorübergehendes Ende gefunden hat, habe ich mir die Freiheit genommen, ein wenig in seinem Gehirn herum zu tüfteln! Haha, ich weiß, ich weiß, wie geschmacklos. Aber oh! Versucht zu erraten, was mir da passiert ist, als ich bei der Arbeit war! Just in dem Moment, als ich die Überreste seines Temporallappens sezieren wollte und schon an die Möglichkeiten der Cerebellum-Manipulation dachte... (Seine vielen Arme surren in Aktion, als er in übertriebenen Gesten eine Operation mimt.) ...bemerke ich doch tatsächlich eine bioelektrische Reaktion im visuellen Cortex des Patienten. Ich muss Euch sicherlich nicht erklären, dass eine derartige Aktivität im damaligen Zustand Raidriachs höchst unwahrscheinlich war, also habe ich mich höchst neugierig in sein Bewusstsein eingeklinkt und siehe da, ich war Zeuge der zweiten, vor Metaphern strotzenden Botschaft an Euren Komplizen!

Lange Rede, kurzer Sinn: spannend. Höchst spannend, in der Tat. Ihr kennt mich nicht, ich kenne Euch nicht, aber ich kannte Euren Vater sehr gut. Ich muss zugeben, dass ich recht überrascht bin, dass nun ausgerechnet sein Sohn den Splitter Ulthwés anführt! Wie passend, der Sohn von Vyas dem Irren und der Sohn von Martanahtarettelion dem Alten, Hand in Hand in einer entzückenden Intrige. Hach.
Folgendes. Auch ich bin an einer Kooperation von uns zwei Hübschen interessiert. Ich weiß nicht, was Raidriach Euch versprochen hat, aber ich gehe davon aus, dass wir ähnliche Ziele haben – mit einer ausdrücklichen Betonung auf 'ähnlich'. Außerdem bin ich natürlich ein großer Sympathisant von Farce und Täuschung, weswegen ich ein geheimes Bündnis wirklich sehr, sehr aufregend finde!
(Er klatscht in die am wenigsten mit Klingen bewährten Hände.)

Ich werde einen Stoßtrupp nach Ceres senden lassen, im Namen von Raidriach, aber von mir und meinen... Freunden... überwacht, um an Eurer Seite das... wie heißt es noch gleich? Naja, es ist mir entfallen. Diese 'heilige' Stätte der Mon-Keigh halt auf Eurem rechtmäßigen Landbesitz da - zu erobern. Wir werden aus Anstand einige Schläge austauschen und wir werden die niederen Rassen unter unseren gepanzerten Stiefeln und die Knöchel betonenden Seidensöckchen zermalmen. Wie Ihr euch sicherlich denken könnt, bin ich sehr an diesem 'mysteriösen' Gefangenen interessiert und würde Euch das Gebiet auf Eurer Jungfernwelt selbstverständlich aktiv überlassen, wenn Ihr mir nur meine Beute lasst. Klingt das gut? An die Konsequenzen für einen Betrug dieses Paktes muss ich Euch sicher nicht erinnern - Euer Vater wird euch davon berichtet haben. Wenn wir beide uns aber daran halten, sehe ich für uns Großes voraus. Hah. Versteht ihr? Ich 'sehe'? Weil ich ja jetzt auch ein Seher bin, hahaha!

(Er sammelt sich.) Eponor Splitterhauch, möge das Spiel beginnen. (Er verbeugt sich tief. Ein mit Stahl maskierter Hühne tritt nah ins Bild. Eine Hakenklinge blitzt, die Kehle schmerzt, das Bild bricht ab.)
- - Von Kinnay Datum 06.11.2015 - 23:59 Editiert 07.11.2015 - 18:40 Gut 2
"Mein Meister", sprach Zharth, der es kaum vermochte, mit dem ungewohnt hastig schwebenden Haemonculus Schritt zu halten, "es ehrt diesen selbstverständlich unermesslich, dass ihm die unbeschreibliche Ehre zuteil wird, Euch auf diesem Audienzgang zu begleiten, aber dieser ist sich nicht sonderlich sicher, ob-"
"Sind die Folterer-Zellen kampfbereit?", unterbrach ihn Sorzus Loq brüsk.
"Äh, aber natürlich, mein Meister. Dieser hat alle Acothysten um ihre entbehrlichsten-"
"Und die Grotesquen? Sind sie aktiviert?"
"Just in diesem Moment, Herr."
"Weiterhin keine Nachricht von unseren lieben Vettern, nehme ich an?"
"Nein, mein Meister, ich fürchte nicht."
"Verstehe."
Der Folterer zog hinter seiner stählernen Maske die Augenbrauen zusammen. Sie eilten um eine Ecke und stießen beinahe mit einem in die entgegengesetzte Richtung rennenden Trupp Kabalenkriegern zusammen.
"Mein Meister, Ihr könnt beruhigt sein: alle Vorbereitungen wurden getroffen, so wie Ihr es gewünscht habt. Aber... Herr, ist alles in Ordnung? Ihr scheint... besorgt."
Die Antwort war ein feuriges, unerwartetes Zischen. "Der Emporkömmling verlangt in einem Moment wie diesem nach mir, inmitten der Vorbereitungen für den finalen Angriff auf die Hauptstadt der Mon-Keigh, kurz nachdem er aus den Regenerationskammern gestiegen ist, und du fragst mich, ob ich besorgt bin? Darf ich dich daran erinnern, wer für diese ganze Katastrophe verantwortlich gemacht wird? Du bist ein Narr, wenn du nicht besorgt bist."
Zharth erhaschte einen kurzen Blick auf das Gesicht seines Meisters. Hinter dem chirurgisch verewigten Lächeln konnte er das Glitzern von Unsicherheit erkennen und begann nun tatsächlich, den Ernst der Lage zu begreifen. Eine weitere Ecke wich ihrem unaufhaltsamen Vorstoß. Die schnellen Schritte des Folterers verursachten mit jedem Schritt ein nasses, klatschendes Geräusch, als seine hautlosen Fußsohlen dünne, blutige Abdrücke auf dem Marmor des Decks hinterließen. Er hatte bereits vor langer Zeit aufgehört, den Schmerz wahrzunehmen, den das sicher einmal verursacht hatte, doch die Tatsache, dass sein Meister... 'Gefühle' zeigte, erfüllte ihn mit noch nie dagewesenem, nacktem Grauen. Bevor er zu einer neuen, vorsichtigen Frage ansetzen konnte, kam Sorzus zu einem abrupten Halt. Zharth schaffte es gerade noch so, nicht in seinen Meister zu schmettern.
Sie waren an einem unverschämt prunkvollen Tor angekommen, flankiert von zwei finsteren Incubi, die ihre Köpfe auf die Eindringlinge gerichtet hatten. Niemand bewegte sich und für einen kurzen Augenblick waren nur die fernen Rufe von Kriegern und Schreie von Sklaven zu hören, durchzogen von den japsenden Atemzügen des Folterers.
"Mein Meister...", flüsterte Zharth.
Sorzus würdigte seinen Diener keines Blickes und richtete flüchtig seine Robe zurecht. "Sobald wir drinnen sind, gibst du keinen Laut von dir."
Der Meister-Haemonculus trat an das Tor heran, legte seine Hände an das kalte Metall und hielt inne. Ein kurzer Blick auf den Boden, ein tiefer Seufzer.
"Lass die Großen mal machen, ja?", sprach er mit einem wiedergewonnen Funkeln in seinen Augen, stieß schwungvoll die schweren Türen auf und betrat so würdevoll wie möglich den Thronsaal von Raidriach Y'anîth.
Basis - - Von Ciliano Datum 07.11.2015 - 00:05
23:59 Uhr! Meinen Respekt ;)
Basis - - Von Kinnay Datum 07.11.2015 - 00:20
Ich hab die zweite (eigentlich interessante) Hälfte der Geschichte weglassen müssen und den letzten Satz blind auf die Tastatur gehämmert, um das noch zu schaffen. Digger war das knapp.
Basis - Von O.v.Altenmark (Imperialer Propaganda-Minister) Datum 07.11.2015 - 17:00
Ach gestern Abend war eine Frist... deshalb gabs gestern so viele schöne Hintergrundpostings xD 23:59 ist ne Punktlandung, alle Achtung, liest sich gut. :-)
- Von Kinnay Datum 07.11.2015 - 18:40 Editiert 07.11.2015 - 19:17
Durch das einseitig durchsichtige Metall des Tors hatte der Erhabene Archon der Kabale des Düsterfeuers die beiden Gestalten beobachten können; die aufgesetzte Nonchalonce des Haemonculus, als er mit demütig gefalteten Händen den Saal betrat, gewann dadurch eine besonders amüsante Note.
"Mein Archon, wie entzückend, dass Ihr bereits vollends genesen seid! Eine höchst ärgerliche Angelegenheit, das mit den Regenerationskammern. Ich habe die Verantwortlichen bereits angemessen bestraft und damit sichergestellt, dass so etwas in Zukunft niemals wieder passieren kann."
Sorzus senkte achtungsvoll den Blick, breitete seine Arme in einer geschwungenen Geste aus und verneigte sich leicht. Es kam keine Antwort. Nach einer Weile hob er den Kopf und suchte den Blick seines Herrschers, der ihn nur grinsend anstarrte, wie ein Raubtier seine Beute. Raidriach stand halb unbekleidet und selbst mit zur Seite ausgestreckten Armen auf einem goldenen Podest, während eine Schar verummter Sklavinnen ihm seine Haut einölten, purpurne Roben anlegten und seine Schlachtrüstung anlegten. Sein Körper gab jedem Zurren und jedem Druck sanft nach, was sein langes, schwarzes Haar in leichte Schwingungen versetzte. Das raubtierhafte Grinsen blieb unverändert.
"Ich sehe, Ihr bereitet euch auf die anstehende Schlacht vor. Gut, gut! Der Konflikt ist zu seinem Höhepunkt gekommen und unsere Beute wartet auf uns. Ihr... werdet die Hauptstreitmacht höchstpersönlich begleiten?"
"Oh ja, das werde ich", sprach Raidriach, endlich sein Schweigen brechend. "Aber angeführt wird sie von dir werden, mein Freund."

Sorzus blinzelte. "Mein Archon?"
"Ach komm, O 'Wandler der Alten Wege', du bist in meiner... 'Abwesenheit' doch auch wunderbar klargekommen, oder nicht? Ich wollte mir deine  Führungskraft einfach mal aus nächster Näher anschauen."
Sein Grinsen wurde breiter. Sorzus blinzelte erneut und wusste einen Herzschlag lang nicht, wie er antworten sollte. Könnte der Haemonculus schwitzen, würde er es jetzt tun, da war sich Raidriach sicher.
"Jedenfalls habe ich beschlossen, dich für die große Schlacht mit in meinen persönlichen Hofstaat aufzunehmen. Ist das nicht aufregend? Du als alleiniger Kriegsherr der gesamten Streitmacht, mit all deinem beeindruckenden taktischen Genie! Und dann auch noch Seite an Seine mit deinem hochverehrten Archon. Du bist sicher sehr nervös. Zu schade, dass deine Weltenschiff-Freunde dir dieses Mal nicht zu Hilfe kommen werden, was? Aber wie sagt man noch immer: man wächst an seinen Herausforderungen. Ich bin mir sicher, du schaffst das schon."
Die Sklavinnen legten geschickt den Brustharnisch ihres Meisters an, der mit einem sanften Klacken, gefolgt von einem Hissgeräusch, einrastete. Sorzus schien sich gesammelt zu haben.
"Mein Archon, Ihr ehrt mich sehr! Wenn dies Euer Wunsch ist, werde ich dem selbstverständlich Folge leisten. Bezüglich Eurer missglückten Regeneration und meinem Verhalten während Eures Schlafes, würde ich gerne noch ein, zwei Dinge-"
"Na, ist das etwa der gute Zharth dort hinter dir!", unterbrach Raidriach den Haemonculus, wischte die fleißigen Hände seiner Sklavinnen beiseite und tapste zielgerichtet die Stufen seines Podests hinab. Zharth, der bisher lautlos auf dem Boden gakauert war, zuckte nun noch tiefer zusammen, in dem Versuch, mit dem kalten Metall unter ihm zu verschmelzen.
"Ihr... hattet doch nach ihm verlangt mein Archon?"
"Sehr richtig, sehr richtig, hatte ich fast vergessen", sagte er, als er - immer noch grinsend - mit auf den Hüften aufgestemmten Händen vor dem kleinen Häufchen Elend stand. "Steh auf", befahl er. Der Folterer stand gewohnt zügig und gewohnt erbärmlich auf. Sie standen sich gefährlich nah. Raidriach legte ihm eine Hand zärtlich um den Nacken und legte seine Stirn an Zharths stählerne Maske. "Du schuldest mir noch einen Tod." In einer Bewegung, die das Auge kaum mitverfolgen konnte, zog Raidriach einen kurzen Dolch aus seinem Gürtel und hämmerte ihn nun Zharth wiederholt in die Kehle.
Schwarzes Blut spritzte in Sorzus unbeeindrucktes Gesicht, als sich das Lebenselixier des Folterers über den wahnsinnigen Archon ergoss - Haut, Robe und Rüstung zugleich -, der mit jedem Hieb ein wütendes Stöhnen von sich gab. Als die Stiche endlich Zharths Kopf beinahe von seinen Schultern getrennt hatten, trat Raidriach den leblosen Körper von sich weg, sodass die letzten Fleischfetzen rissen. Raidriach strich sich eine vom Blut verklebte Strähne aus dem Gesicht und schaute dem Kopf in seinen Händen durch die Sichtschlitze der Maske in die Augen. Er atmete etwas schwerer.

"Man sagt mir, er habe einen Kriegsherren des Alten Feindes erlegt. Nicht schlecht, was? Mal schauen, wie er sich gegen den Großen Verschlinger schlägt!"
Er warf Sorzus den Kopf entgegen. "Grüß ihn von mir", sagte er, kehrte ihm den Rücken zu und schlenderte zurück zum Podest, wo die Sklavinnen bereits mit frischen Roben und Ölen auf ihn warteten.
"Die Kabale ist bereits über deine Beförderung informiert. Die Tür findest du ja selbst."
"Mein Archon", sagte Sorzus nüchtern. Jegliche Jovialität war ihm aus der Stimme gewichen. Er drehte sich um und schwebte nachdenklich aus dem Thronsaal, Zharths Kopf in den Händen. Reptilienhafte Augen blickten ihm aus den dunkelsten Nischen heraus nach, als sich das Tor von allein hinter ihm schloss.

Immerhin hatte Zharth wirklich keinen Laut von sich gegeben.
Sorzus unterdrückte einen Schrei der Frustration.
Hoch Thema Clubs und Co. / 40k Spielertreff Hamburg / Theseus-Konflikt III - Wandler der alten Wege (gesperrt)

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