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Up Topic Clubs und Co. / 40k Spielertreff Hamburg / Theseus-Konflikt III - Splitterflotte Nidhoggr (locked)
- - By Blue Date 23.01.2015 - 21:47 Upvotes 1


Alphakreaturen:
Yrgar Yggdrasil, der rote Drache, Bringer des Untergangs, Verschlinger von Sathea, Schlangenkopf des Schwarms
Arthea Yggdrasil, der blaue Drache, Schatten der Nacht, einsame Jägerin, Verschlingerin von Sathea, Schlangenkopf des Schwarms
Der Warpjäger von Syrphonne
Die Gorgone von Sathea

Prolog

Seit ewigen Zeiten erzählen die Schamanen Satheas die Legende von Nidhoggr. Von Generation zu Generation weitergegeben, soll diese Prophezeiung das Volk der Batuk auf die Ankunft der Weltenschlange vorbereiten. Denn wenn sie nicht auf Sathea aufgehalten wird, wird sie die Sterne selbst verschlingen, bis auf allen Welten nicht mehr als öde Wüste verbleibt.

Sollte Sathea fallen, würde sich die Schlange an ihr gütlich halten, bis sie gestärkt zu den Sternen von Theseus weiter ziehen kann. Dort würde sie dann auf weitere Monstrositäten treffen und mit ihnen ringen, bis es nur einen Sieger geben kann – und viele, viele Verlierer. Die Legende spricht von einer grünen und pinken Masse, die sich ihr dort tapfer entgegen stellen wird. Welle um Welle würden sich diese Krieger der Weltenschlange über und unter den Ruinen einer uralten Festung entgegen werfen, bis am Ende auch sie fielen. Denn mit jedem verschlungenen Körper gewinnt die zweiköpfige Schlange an Macht, bis schließlich auch dieser Feind verschlungen wäre.

Sollte Sathea fallen, so würde sich die Schlange hier ihre Anführer suchen und sie verändern, bis von ihrem Körper nichts mehr als ihr Geist übrig bliebe. Versklavt und an neues Fleisch bindend, würde sie zwei der besten Krieger der Batuk nehmen und für ihre Zwecke umformen. Yrgar, erster der Kämpfer, unbesiegt im Kampf gegen Mann und Tier, Kriegsherr der Batuk. Arthea, erste der Jägerinnen, Schatten der Nacht. Ihr dürft nicht fallen. Denn Satheas Himmel verfärben sich wütend rot und die Schlange ist hier. Die Zeit der Legende ist jetzt. Krieger der Batuk, verteidigt euch, verteidigt Sathea!

--- überlieferte letzte Worte des letzten Schamanen der Batuk auf Sathea.
Parent - By Kinnay Date 01.03.2015 - 00:51
Der letzte Satz ist so wundervoll trocken und relativiert den Text darüber richtig gut. Muss jedes Mal lachen, wenn ich den Post hier lese. :D
Bin auf mehr gespannt. :)
- - By Blue Date 02.03.2015 - 19:05 Edited 02.03.2015 - 19:18 Upvotes 1
Angriff auf Ixion

Der Schwarm umgab mich. Kein individueller Gedanke; nur Gefühle, Bilder. Ein großer Hunger nach neuer Beute, ein zehrender Durst nach neuem Wissen über den Feind.

Die psionischen Signale in diesem System waren konfus. Sie waren es, die den Schwarm hierher gelockt hatten, doch das ursprüngliche starke Signal eines der Randplaneten war jetzt erloschen. Wir waren zu spät gekommen. Wir sahen die karge Landschaft durch die Augen einer Gruppe Liktoren, die vom Schwarm dorthin entsandt wurden. Der Planet war bereits leergefressen. Unwichtig.

Vor meinen Augen entstand ein neues Bild. Ein langsam rotierender Gigant, ein Gasplanet. Der hierhin entsandte Brutlord sendete ein Warnsignal. Eiserne Kampfkolosse. Es waren die gleichen Feinde, die den grünen Planeten befestigt hatten. Dies war eine unmittelbare Bedrohung, nahe an den Haupt-Brutpoolen selbst.

Ixion, der grüne Planet. Reich an Beute, aber die Präsenz der wütenden grünen Masse war noch zu stark für den Schwarm, zu verlustreich. Die Welt war wichtig, voller Beute, doch der Feind musste erst geschwächt werden.

Plötzlich die Nachricht des Warpjägers, stationiert auf dem größten Planeten des Systems. Bilder von verschiedenen Gruppen von Feinden, die sich untereinander bekämpften. Bilder einer riesigen Stadt, in der der gleiche Feind sich selbst bekämpfte. Ich erkannte, dass ein Aufruhr stattfand. Eine Art Ringen um die Vorherrschaft.

Der Schwarm reagierte wie ein einzelner Körper. Ich spürte… wir spürten, wie sich das lebendige Schwarmschiff unter uns in Bewegung setzte und Kurs auf die Quelle der psionischen Nachricht nahm. Der Planet war reich an Biomasse und die Verteidiger aufgrund der Unruhen schwach. Ich wandte den Kopf und sah Arthea… das, was einst Arthea gewesen war, an. Das riesige Wesen beantwortete meinen Blick und ich erkannte für eine Sekunde einen Schimmer in den leeren, schwarzen Augen; einen Schimmer, den ich…

Das Bild des grünen Planeten drückte sich plötzlich mit Gedanken zerschmetternder Macht in mein Bewusstsein. Der Schimmer erlosch und die Kreatur wandte sich von mir ab. Sie würde sich mit einem Teil des Schwarms auf Ixion abwerfen lassen und den Planeten halten.

Es gab nur noch den Schwarm.

Und der Schwarm hungerte.
Parent - By Kinnay Date 02.03.2015 - 19:14
Sehr, sehr stimmig. Mir gefällt, wie du das Geschehen in Theseus aus der Perspektive eines treibenden Bewusstseins erzählst, also z.B. ohne "menschliche" Begriffe zu verwenden. Viel mit Stimmungen, Bildern, Farben und Emotionen. Ich war deinen Kriegsherren anfangs skeptisch gegenübergestellt, aber so funktioniert es auf jeden Fall und ich bin gespannt auf mehr. Klasse! :)

Kleine Nörgelei: "barr" ist kein deutsches Wort. Du meinst sicher das englische "barren", also karg, öde, dürr. Feinheiten! ;)
- - By Blue Date 02.03.2015 - 20:31 Edited 02.03.2015 - 20:35
Die Schlacht von Ixion


Die Geräuschlosigkeit der ewigen Leere. Es war Gedanken zerfetzend still und dennoch waren mir der Gedanken genug geblieben. Der Flug zwischen den Welten war jedes Mal lang und während der Schwarm um mich herum ein weiteres Mal schlief, hatte ich Gelegenheit, mir meiner neuen Situation bewusst zu werden. Ich war ein Gefangener dieser Spezies. Arthea war ein Gefangener dieser Spezies. Wir hatten auf Sathea versagt und die Strafe waren der Tod unserer Welt und unsere ewige Versklavung.

Ich war mir nicht sicher, warum sie uns nicht genau so töteten wie die anderen. Ich kann mich an nichts Genaues mehr erinnern, nachdem eine ihrer Krieger-Kreaturen mir seine Klauen in die Brust rammte. Ich spürte nur ein Zerren und vage einen Schmerz, der nichts Körperliches an sich hatte. Dann …

Bewegungen auf dem Schiff. Etwas erwachte und ich spürte, wie meine Gedanken starben. Der Kampf auf Ixion hatte begonnen. Ich sah…

Ein riesiger Urwald befand sich vor und um den Schwarm. Eine ursprüngliche Welt, voller Grün und voller Gefahren. Etwas in ihr hätte sich früher über diesen Anblick gefreut. Nun jedoch kalkulierte sie die Strömungen des Windes und die Bewegungen ihrer Truppen. Es galt, zwei Feinde abzuwehren, ihre Biomassen dem Schwarm hinzuzufügen. Sie schwang sich in den sturmumtosten Himmel über Ixion, der Beute entgegen. Zuerst die Maschinenmenschen, danach die grüne Horde.

Der Wille des Schwarms war stark, doch griff eine Art pulsierender Energie auf diesem Planeten um sich. Es wurde schwieriger, die Massen zu kontrollieren und gleichzeitig den Feind zu jagen. Etwas Ursprüngliches rief nach Blut und Kampf. Im Laufe der Schlacht gab schließlich auch sie nach und stürzte sich in wildem Flug auf den Feind vor ihr, um ihn zu jagen und vor sich her zu treiben, bis alle Beute erlegt wäre.

Es war erst viel später, nachdem sie dem stählernen Feind starke Verluste beigebracht hatte, dass Warnbilder der Krieger sie endlich erreichten. Plötzlich sah sie, was ihr ungestümer Vorstoß dem Schwarm eingebracht hatte. Von diesem Eindruck und neuen Kalkulationen abgelenkt, geriet sie in ein Sperrfeuer der grünen Horde. Die Geschosse zerrissen ihren Flügel und sie stürzte krachend durch die Bäume. Während sie noch fiel, beschloss der Schwarm den Rückzug. Diese Schlacht war verloren. Die Brutpools waren bedeutsamer.

Der Schwarmtyrant richtete sich auf und stampfte, den gebrochenen Flügel blutend hinter sich herziehend auf die Stellungen der Tyraniden zu. Horden um Horden an niederen Tyranidenkreaturen sprangen an ihm vorbei und warfen sich in die Klingen der grünen Horde.

Der Schwarm hatte noch Verwendung für Arthea oder das, was sie nun war.

Angriff auf Erias

Die Bilder der Schlacht zerstoben in den Gedanken des Schwarmbewusstseins. Aus den kaleidoskopischen Fetzen setzte sich das Bild eines neuen Planeten zusammen. Hier kamen die verschiedenen Fraktionen zusammen und hier würde die Entscheidung in dem Krieg um dieses System fallen. Noch während die Schwarmschiffe in Orbit um die letzte bekannte Position des Warpjägers gingen, korrigierten sie instinktiv ihren Kurs. Die grüne Horde hatte die Stellungen auf Erias überrannt und was an Liktoren und Symbionten übrig blieb, hatte sich zu einer neuen Position in den Wälder zurück gezogen.

Einer Immunreaktion gleich erwachten alle transportierten Kreaturen der Schwarmschiffe aus ihrer Kältestarre. Unter ihnen nahm auch ein Schwarmtyrant seine Position in den Landungssporen ein. Welle um Welle der Tyraniden wurde auf Erias abgeworfen und noch während der Landung kalkulierte das Schwarmbewusstsein die nächsten Schritte. Es waren zu viele Feinde in der Nähe der Landungszone. Sie musste gesichert werden. Die Warpkreaturen stellten die nächste Bedrohung dar. Der Schwarmtyrant empfang den synaptischen Befehl und begann mit der Planung der Schlacht gegen die Warpkreaturen, des ersten Schrittes zum Untergang auch dieser Welt.

Die Landungsspore kreischte nutzlos auf, als ihr Fleisch im Widerstand der Atmosphäre verbrannte.
Parent - - By Kinnay Date 02.03.2015 - 20:52
Sucks to be a Landungsspore. :D

Bin ein großer Fan. Ich mag deinen Schreibstil! Einzige Kritik: der etwas verwirrende Wechsel von der Ich- in die Er-/Sie-Perspektive. Hab da kurz gestockt. Und du erfindest irgendwie neue Worte... "zerstoben"? :P
Und mit "nächste" meinst du glaube ich "naheste". :)

Okay, ich Korinthenkacker höre auf. Sehr coole story.
Parent - - By Blue Date 02.03.2015 - 21:05
Ja, die muss leiden :D Freut mich, dass die Story gefällt!

Der Wechsel in der Perspektive hat tatsächlich Sinn und System. Tut mir leid, wenn es etwas verwirrend wirkt. Ich versuche es dann nächstes Mal angenehmer zu schreiben :)

Für die Kritik an der Rechtschreibung und Grammatik bin ich tatsächlich ganz dankbar, weiter so! Ich bin im Moment eigentlich ganz ausgeschlafen und habe keine Ausreden für schlechten Satzbau vorzuweisen.
Parent - By Kinnay Date 02.03.2015 - 21:09
"Schlecht" ist dein Sazbau auf gar keinen Fall! Ich nörgle auf höchstem Niveau, dein Stil ist wirklich sehr gut. Nur als angehender Lektor, nech... :P
Parent - By MKR Date 02.03.2015 - 21:54
Auch wenn ich mich mit der Idee der Absorption starker Geister die zu Synapsenkreaturen werden nicht so gaaaanz anfreunden kann, coole Idee und letztendlich lässt es sich so um einiges leichter erzählen und auch lesen, als wenn man den Schwarm nur aus den Augen eines Beobachters sieht. Bin gespannt wie es weiter geht und freue mich auf mehr :D
- - By Blue Date 31.03.2015 - 16:30
Nachspiel der Schlacht um die Merx-Welten

Während auf dem Planeten noch Bolter-Munition der Chaos Space Marines in die letzten Gantenschwärme abgefeuert wurde, lösten die gigantischen Bio-Schiffe des Schwarms ihre Verdauungstentakeln von den Brutpools der Merx-Welten und begannen in der ewigen Stille des Alls ihren Teil in einer systemweiten Bewegung des Schwarms. Zurück blieb nur eine Vorhut aus Liktoren und Symbionten, die in einer Kältestarre auf die Wiederkehr des Schwarmes warten würde.

Gäbe es eine Entität, ein allwissendes Wesen, das sich mit dem Schwarmbewusstsein messen könnte, hätte es vielleicht ein Muster in den Milliarden wimmelnder Einzelbewegungen erkennen können. Was den Beobachtern der Necrons und Chaos Space Marines als ein unkoordinierter Rückzug erschienen sein musste, war in Wirklichkeit eine Konsolidierung der Macht des Schwarms auf Erias. Die Merx-Welten hielten nun keinen weiteren Vorteil für den Schwarm mehr und wurden daher ignoriert.

Die Macht des Necron-Artefakts, welches den Untergang des Schwarmtyranten Arthea bedeutet hatte, lag nun in den Händen der Chaos Space Marines. Solange diese jedoch keine weitere direkte Bedrohung für den Schwarm darstellten, würde sich Nidhoggr auf der Dschungel-Welt Ixions und des größten Planeten des Systems Erias neue Beute suchen. Auf beiden Welten gab es davon reichlich.

Darüber hinaus würden die Chaos Space Marines früher oder später zum Schwarm kommen müssen, um das System für sich zu beanspruchen. Wenn es so weit wäre, würde der Schwarm bereit sein und jede Form von organischem Leben von den Eindringlingen abnagen und verschlingen.

Das große Bild des wimmelnden Schwarms, welches kein lebender Beobachter mit Ausnahme der großen Entitäten des Warp zu erkennen vermochte, war das einer sich zusammenrollenden Schlange.
Parent - By Kinnay Date 31.03.2015 - 18:24
Du und deine coolen letzten Sätze. Sehr atmosphärisch! :)
- - By Blue Date 30.04.2015 - 23:32 Edited 01.05.2015 - 00:26
Infiltration von Virda's Hammer

Alptraumhafte Schatten huschten über die metallenen Wände der Mondstation, während Phantome der Necrons und Ganten der Tyraniden unterstützt von einer speziell gezüchteten Brut Tyranidenkrieger sich unbarmherzig gegenseitig bekämpften. Die Stationswände stellten für die phasenverzerrenden Phantome kein Hindernis dar und so materialisierten sie sich plötzlich an einer Stelle, um genau so plötzlich wieder zu verschwinden, einen blutig verzerrten Körper hinter sich lassend.

Das Gemetzel steigerte sich zu einem Crescendo bis die Tyraniden schließlich mit der Vernichtung der Phantome die Oberhand zu gewinnen schienen. Einem einzelnen Chaos Space Marine war es jedoch währenddessen gelungen, zu der Steuerkonsole vorzudringen, etwas an dem System zu ändern und schnell wieder zu verschwinden. Der Plan der Tyraniden war gescheitert, doch sie sammelten sich trotzdem um die Steuerkonsole.

Die Kreaturen machten nun einem einzelnen menschlichen Soldaten Platz. Er ging ungehindert durch die Reihen der Ganten zu der Steuerkonsole und begann, sie mit mechanischen Bewegungen zu bedienen. Seine leeren Augen riefen Reihen von Daten ab und interpretierten sie. Eingabe: Kontrolle des Schussmechanismus. „Zugriffscode erforderlich.“ Der menschliche Offizier war nicht ranghoch genug und wusste ihn nicht. Eingabe: Zieldaten für nächsten Abschuss. „Zugriff gewährt. Koordinaten werden abgerufen…“ Der Offizier hielt für einen Moment inne. Er erkannte die Koordinaten und konnte sie eines Gebietes auf Erias zuordnen.

Der größte der Tyranidenkrieger näherte darauf sich dem menschlichen Soldaten und rammte ihm eine Sensenklaue in den Rücken, bevor er ihn beiläufig mit einer anderen köpfte. Das Instrument war nicht ranghoch genug und mit der Einspeisung des Virus der Chaos Space Marines war es nutzlos geworden.
Die Zeit ging ihnen aus. Weitere menschliche Verteidiger würden bald eintreffen. Der Schwarm zog sich zurück; die Symbionten, die den Sicherheitsmann beeinflusst hatten, blieben jedoch in den verwinkelten Gängen und Lüftungsschächten der Installation zurück. Vielleicht würde sich bald ein ranghöheres Ziel anbieten.



In einem Dschungelgebiet auf Erias in der Nähe anderer umkämpfter Gebiete beobachteten der Warpjäger und andere Liktoren, wie sich der Himmel über Erias plötzlich glutrot färbte und sich eine Welle zerstörerischer Energien über dem Stützpunkt der Dark Eldar ergoss. Sie hatten in den Dschungeln des Planeten seit der ursprünglichen Invasion der Orks, die sie dorthin zurückgedrängt hatte, auf ihren Moment gewartet. Mit der Übermittlung der Zielkoordinaten war dieser nun gekommen.

Als die Nachbeben verhallten, setzten sie sich sofort in Bewegung, um das Gebiet vor allen anderen Feinden zu sichern. Die Kanonen der Mondstation hatten die Festung der Dark Eldar, den Boden und jegliche Biomasse mit ihm verwüstet, aber das Schwarmbewusstsein erkannte die strategische Bedeutung dieses Gebietes für seine Feinde. In diesen glühenden Trümmern würde nicht noch einmal ein Stützpunkt entstehen – dafür würden diese geduldigen Jäger schon sorgen.
Parent - - By Kinnay Date 01.05.2015 - 00:02
Diss die Dark Eldar, tu es ruhig. Dreckskackkanonenmistding... *grummel* Opportunistischefeigedoofeblödezeckentyraniden... *grummel*

Aber im Ernst:schöne Verarbeitung der Geschehnisse. :)

PS: meinst du nicht "crescendo" statt "stakkato"? :P
Parent - By Blue Date 01.05.2015 - 00:27
Wieso denn Stakkato, wer schreibt denn sowas? *pfeif*
Parent - - By Ciliano Date 01.05.2015 - 00:12
Sehr stimmig mit der Geistesübernahme. Und klasse Bild! Sieht aber nicht sehr nahrhaft für den Schwarm aus ;)
Parent - - By Blue Date 01.05.2015 - 00:30
Danke! Ja, ist es tatsächlich nicht mehr so richtig, aber wir sind nicht wählerisch. Irgendwo in den Ruinen krauchen bestimmt auch noch leicht verbrannte Dark Eldar für den hohlen Zahn herum :)
Parent - By Kinnay Date 01.05.2015 - 00:54
:<
- - By Blue Date 30.05.2015 - 19:39
Ein knisterndes Energiefeld erhob sich über den Ruinen der Dark Eldar-Festung auf Erias. In dem Skelett der Festung unter ihm zog sich der Körper einer riesigen Kreatur wie eine langgezogene Made durch die verbrannten Tunnel und aufgerissenen Spalten im Gestein. Mit ihren anhaltenden wimmelnden Bewegungen generierte sie einen stetigen Nachschub an elektrischer Energie, der über die vielen Glieder an den Kopf der Kreatur an der Oberfläche weitergeleitet wurde. Dieser entsandte über seine Fühler einen konstanten Strom an bioelektrischer Energie, der den Schild aufrecht erhalten würde.

Der Warpjäger kauerte innerhalb des Schildes auf den oberen Festungsmauern der Ruine und wartete auf das Schauspiel, das sich in wenigen Momenten am nächtlichen Himmel abspielen würde. Regungslos verharrte er wie eine übergroße Gottesanbeterin, während noch nicht absorbierte einheimische Fauna über seinen Körper krabbelte. Die fleischfressenden Insekten dieser Welt waren bereits in die Ruine zurückgekehrt. Ab und zu biss einer der großen Käfer zu, fiel jedoch sofort tot zu Boden, wo er von seinen Artgenossen verspeist wurde. Weitere Minuten vergingen als sich der Himmel über Erias plötzlich ein weiteres Mal blutrot färbte. Die Laser-Batterien der orbitalen Festung schlugen zu und versenkten ihre auch auf diese Distanz deutlich erkennbaren Energie-Speere in einen Punkt kurz hinter dem Horizont.

***

Die Schlacht zwischen Tzeentch-Dämonen, geführt von einem namenlosen Schrecken, und dem Schwarm, geführt von Yrgar, erreichte gerade ihren Höhepunkt. Der Warp brodelte, als die Macht Tzeentchs sich gegen die schwache Schwarmpräsenz durchsetzte und zerriss die Barriere zwischen den Welten. Mehr und mehr Dämonen des Tzeentch, unterstützt von Hunden des Khorne und Zerfleischern des Khorne, traten in die materielle Welt ein und marschierten auf die Tyraniden zu. Schwärme von Ganten verbrannten in schillernden Farben, als die Flammenwerfer der flinken Flammendämonen ihr flackerndes Feuer auf sie entluden.

Von einer unnatürlichen Wut erfasst, visierte Yrgar den Streitwagen des Flammendämonen an. Ein Säurekäfer heulte auf, als der Waffensymbiont auf den telepathischen Befehl reagierte und die Biozidkanone ihm seine Schale abriss, um ihn auf das Ziel des Schwarmtyranten abzufeuern. Der sterbende Säurekäfer schlug im Zentrum des Streitwagens ein, detonierte dort und zerschmetterte seine innere Struktur. Unkontrollierbare Flammen schossen aus seinem Inneren und verbrannten alles in einem weiten Umkreis.

Der Schwarm rückte weiter vor. Welle um Welle an Ganten lief auf die übrig gebliebenen Dämonen wie auch auf ihre neu erschienenen Verstärkungen zu und verbrannte in flackerndem Warpfeuer. Sie kauften den größeren Kreaturen Zeit und als die Carnifexe erst in Reichweite waren, ergoss sich ein Hagel aus Beschuss über die Ausgeburten des Warp.

Gleichzeitig nahm Yrgar jedoch eine telepathische Warnung wahr, wie auch der Warpjäger vor ihm. Virda’s Hammer würde feuern, in die Brutpools Nidhoggrs hinter ihnen. Der Schwarmtyrant setzte die Schlacht unbeirrt fort, während sich der Himmel hinter ihm rot färbte und konzentriertes Licht das Lager der Tyraniden verwüstete. Sobald die Dämonen erst vernichtet waren, würden sie in die neueroberte Festung zurückkehren.

***

Der Warpjäger erhob sich ruckartig und schüttelte die Käfer ab. Dann wandte er sich der Betrachtung des kreisrunden Loches zu, das die Geschütze der Festung in die Wolkendecke gerissen hatten. Gleichzeitig zuckte eine seiner Sensenklauen und griff wiederholt nach der Festung im Himmel wie nach einem fliegenden Insekt.
Parent - By Antanael Date 30.05.2015 - 19:48
Sehr, sehr cool. Bin weiterhin schwer begeistert von deinem Schreibstil!
- By Blue Date 06.11.2015 - 23:12 Upvotes 1
Erias. Die Zentralwelt des Theseus-Systems. Hier waren in den letzten Monaten Gefechte zwischen allen Parteien dieses Krieges ausgefochten worden. Jede Partei ließ ein Muster in ihren Angriffen erkennen. Waren zwar alle Beteiligten vertreten, so hielten sich die Eldar und Dark Eldar auffallend zurück. Die Chaos Space Marines unter … ließen hingegen ein starkes Interesse erkennen, ebenso die neu aufgetauchten Dark Angels.

Da die loyalen Space Marines das größte Interesse an der Verteidigung des Planeten hatten, war der Angriff auf ihre Bastion unter Einsatz aller Kräfte Nidhoggrs Luftstreitmacht erfolgt. Die Tyraniden schwärmten über die Streitmacht der Dark Angels und trieben sie zum Rückzug, um die letzte Schlacht vorzubereiten.

Dies ermöglichte nun eine Zangenbewegung von Erias Nordost und den bereits überfallenen Gebieten des Planeten aus.

***

Mit dem Sturmangriff der Chaos Space Marines auf die letzte Bastion Erias‘ hatte der Untergang der Verteidiger begonnen. Die Schutzschilde, die die Infiltratoren aufgehalten hatten, waren nun gefallen und neben Schwärmen von Gargoyles waren es besonders Liktoren, die als Vorläufer der Hauptstreitmacht der Tyraniden über die planetare Hauptstadt herfielen.

Angetrieben von einem außergewöhnlich großen Liktor schalteten die Jagdorganismen gezielt die Anführer der letzten Widerstandsnester aus und säten weitere Verwirrung und Verzweiflung unter den Verteidigern angesichts der vielfachen Bedrohungen. Die menschlichen Verteidiger, die von der Angriffsstreitmacht der Tyraniden aufgefunden wurden, waren entweder bereits verstümmelte Leichen oder blickten paranoid in die falsche Richtung, eine weitere Attacke der Liktoren erwartend.

In die Enge getrieben zogen sich die Verteidiger in schwer befestigte Bunker zurück, was nicht nur von den Augen des Schwarmbewusstseins entdeckt wurde. Die Biomasse dieser Verteidiger war wertvoll und musste gegen die Kabale der Dark Eldar verteidigt werden, welche als ein rivalisierender Räuber eingestuft wurden. Im Konflikt zwischen zwei Raubtieren war es der Gewinner, der die Beute und den Feind verschlang.

Für diesen zentralen Konflikt zog sich die Schlange Nidhoggr all ihre Kräfte zusammen. Zeigten sich bis jetzt nur die Luftstreitkräfte der Tyraniden im Konflikt bei Erias Nordost, würde es auch nicht mehr lange dauern, bis die schwersten Belagerungskreaturen der Tyraniden aus dem Westen eintrafen. Die Einnahme der Hauptstadt und Vernichtung der Kommandeure aller Streitkräfte, die hier eingetroffen waren, würde den Konflikt um das System entscheiden und der Schwarm war sich dessen bewusst.

Yrgar und Arthea waren von unterschiedlichen Seiten her in der Hauptstadt eingetroffen, ihre Gedanken vollkommen auf die entscheidende Schlacht gelenkt. Der Krieger führte das schwere Belagerungsgerät, die Jägerin ihre fliegende Brut. In gewisser Weise, in einem tiefen Winkel ihres Bewusstseins, fühlten sich beide an die letzte Schlacht auf Sathea erinnert.

Damals hatten sie gegen die Tyraniden Nidhoggrs gekämpft und ihre Welt erfolglos verteidigt. Diesmal waren sie gezwungen, dieser Welt den Untergang zu bringen, denn so war es der Wille des Schwarms.
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