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Up Topic Clubs und Co. / 40k Spielertreff Hamburg / Theseus-Konflikt III - Sturm des Eisens (locked)
- - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 22.01.2015 - 00:23 Edited 22.01.2015 - 23:11

+++ "Eisern im Innern, eisern nach außen!" +++

Anführer der Steinbrecher im Theseus-System:
- Argos Tvarr, Erster Kriegsschmied der Steinbrecher, Mitglied der Riege der Kriegsschmiede, Prophet des Eisens
- Sires Kreon, Flottenmeister der Steinbrecher, Mitglied der Riege der Kriegsschmiede
- Warpschmied Xepheus, Architekt der Verheerung, Aufseher der Schmiede der Seelenpein
- Iszhkar Eisenfratze, Divinist des Zirkels von Opalbanya, Seelenfresser von Myrias
- Der Fabrikator

Prolog:
Mit einem schweren Dröhnen, gleich dem Donnern grausamer Geschütze, öffneten sich die mächtigen Tore zum Reclusium im Herzen der Schwarzeisenbastion als der erste Kriegsschmied der Steinbrecher, Argos Tvarr, die düsteren Hallen betrat. Sein Gefolge aus Kriegern in Terminatorrüstung blieb respektvoll im hohen Torbogen stehen und nahm, gemäß der Doktrin ungezählter Jahrhunderte, Wachpositionen ein. Die Schwarzeisenbastion war eine Festung, welche die gesamte Schmiede der Seelenpein, einen zur mobilen Schmiedewelt umfunktionierten Space Hulk, durchzog, und das Reclusium stellte den Sitz ihres Meisters, des Dämonenprinzen Kythnos Thargelion, dar. Auf den Ruf seines Herren war der erste Kriegsschmied gekommen, denn die Hämmer der Schmiede ließen den Klang des Krieges durch jeden Winkel des Space Hulks klingen.

Als er sich dem Zentrum des Reclusiums näherte erkannten seine bionisch verstärkten Sinne durch die Dunkelheit, dass er nicht alleine gerufen worden war. Sires Kreon, ein weiteres Mitglied der Riege der Kriegsschmiede und Flottenmeister der Steinbrecher, Xepheus, der Aufseher der Schmiede und Iszhkar Eisenfratze, Divinist des Zirkels von Opalbanya schienen bereits auf ihn zu warten.

"Du bist spät, Argos" zischte die höhnische Stimme Iszhkars zwischen gebleckten Zähnen hervor. Viele seiner Gegner sahen nur die verzerrte Visage seines Helmes bevor sie starben, was ihm den Namen Eisenfratze eingebracht hatte, doch nur der innere Zirkel der Steinbrecher wussten, dass die Jahrhunderte im Dienste des Herrn des Wandels auch an seinem wahren Gesicht Spuren hinterlassen hatten, die niedere Sterbliche in Angst und Schrecken versetzen konnten. Auch die beiden anderen Wartenden schienen seine Meinung zu teilen und warfen missbilligende Blicke auf den ersten Kriegsschmied. Die Dinge hatten sich seit Syrphonne geändert.

"Dein Hohn bedeutet mir nichts, Hexer. Ich kenne meinen Wert für unseren Meister und ich kenne auch den deinigen. Daran hat sich seit Syrphonne nichts geändert und du tätest gut daran, dir diese Tatsache in Erinnerung zu rufen." Die Worte Argos' hingen wie eiskalte Schwerter in der Luft, doch Iszhkar verlangten sie wenig mehr ab als ein hämisches Zucken im Mundwinkel. "Darüber entscheiden weder du noch ich, Argos, also spar dir deine leeren Worte. Und nebenbei..." "Genug!" dröhnte es in diesem Moment durch die hohen Decken des Reclusiums. Die dichten Qualmwolken, welche den hinteren Bereich des Raumes bisher vor jeder Form der Wahrnehmung geschützt hatten lösten sich plötzlich auf und gaben den Blick auf den Kommandothron frei.

Umgeben von surrenden Servoarmen und beleuchtet durch die lodernden Feuer der Schmiede, deren Licht durch die Luftschächte im Boden des Raumes drang, saß der Kythnos Thargelion, Meister der Steinbrecher und Dämonenprinz. Sein Körper war gänzlich in schwere Panzerplatten gehüllt und nur sein von schwarzen Hörnern gekrönter Kopf ragte daraus empor. Mit lodernden gelben Augen betrachtete er die versammelten Kriegsherren, die durch sein Wort verstummt waren. "Jeder von euch ist nur ein Zahnrad im Getriebe der Kriegsmaschinerie der Steinbrecher und es ist allein an mir zu entscheiden, welches Zahnrad ersetzt werden muss. Merkt euch dies: jedes Rad ist ersetzbar, so hat es uns auch unser Genvater Perturabo gelehrt." Auf diese Worte hin neigten die vier Kriegsherren ihre Köpfe in einer Geste des Respekt, doch was in ihrem Innern vorging zeigten sie nicht.

"Der Theseus-Konflikt hat endlich seine finale Stufe erreicht und es ist an der Zeit, die wahre Macht der Steinbrecher zu entfesseln. Die bisherigen Kämpfe waren nur Vorgeplänkel gegen diejenigen, welche wir noch führen werden. Der Preis ist ein ganzes Sternensystem und ich dulde kein Versagen. Auf den Merx-Welten hat sich der Fabrikator erhoben und an unsere Seite gestellt. Mit den Schmieden und Waffenlagern unter der Planetenoberfläche haben wir endlich eine Basis, von der aus wir die Welten des Systems unter unseren Stiefeln zermalmen können. Es wird an dir sein, Argos, unsere Truppen dort zum Sieg zu führen. Sires wird euch durch unsere Flotte unterstützen. Xepheus und Iszhkar, ich erwarte von euch, die Merx-Welten zu befestigen und die Produktion von neuem Kriegsgerät zu beaufsichtigen. Ebenso will ich den Fabrikator genau beobachtet wissen - ich werde seiner Loyalität nicht blind vertrauen. Dieses mal geht es um keine Artefakte oder Gefangenen, ich erwarte ein Sternensystem und die Niederwerfung der Diener des Leichenimperators! Ihr kennt den Preis des Versagens, Eisern im Innern..."

"Eisern nach Außen!" riefen die versammelten Kriegsherren mit der Synchronizität einer Legion, in der jeder Krieger wusste, dass er nie mehr als ein Teil im Fleischwolf des Krieges war. Die Steinbrecher würden das Theseus-System in Flammen setzen...
Parent - - By Kinnay Date 01.03.2015 - 00:58
Hihihi, Argos und Iszhar. Jede gute Story braucht zwei Figuren, die sich nicht ausstehen können, aber zusammenarbeiten müssen. ;)
Bin gespannt, wie sich das entwickelt. (Go Iszhkar!)
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 01.03.2015 - 13:53
Ich habe schon ein paar Dialog-Ideen für Iszhkar und Xepheus, um die Handlung hinter den Fronten zu füllen. Dann erfährst du mehr ;-)
- By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 01.02.2015 - 13:58 Upvotes 1
Angriff auf die Merx-Welten

+++ Wenn wir zuschlagen, so tun wir dies mit der Stärke einer Legion. +++

Sires Kreon saß auf seinem Kontrollthron auf der Brücke seines Flaggschiffs Eiserner Enthaupter und blickte durch die Voidschild-geschützten Fenster angespannt auf die sich immer deutlicher abzeichnende Silhouette von Merx II. Die Eiserner Enthaupter, ein Schlachtschiff der Desolator-Klasse, sowie ihre beiden Eskortkreuzer und deren Begleitschiffe näherten sich dem Planeten wie hungrige Raubtiere und ihre vom Langen Krieg gezeichneten Maschinengeister schienen das Innere der Schiffe vor Energie vibrieren zu lassen. Sires' Anspannung und der Blutdurst der gewaltigen Raumschiffe begründete sich durch die beim Angriff auf Merx III erhaltene Nachricht, die Orks des Waaaghs Koppspalta hätten bereits einen Sturmangriff auf Merx II unternommen und die dortigen Schildgeneratoranlagen unter ihre Kontrolle gebracht. Statt einem einfachen Abschlachten der Minenarbeiter und ihrer spärlichen Verteidiger, war nun ein ernsthafter Kampf zu führen, um die Generatoren für die Steinbrecher einzunehmen.

Die Raumschiffe der Iron Warriors lechzten bereits danach, die Schiffe der Orks mit ihren Lanzensalven und Waffenbatterien zu durchbohren und zu verheeren und auch dem Flottenmeister der Steinbrecher gefiel dieser Gedanke. Doch damit würde es nicht getan sein und es würde an ihm sein, den Bodenangriff gegen die verschanzten Orks zu führen. In Jahrhunderten des Raumkampfes hatte Sires Kreon diese Art des Krieges zur Vollkommenheit gebracht, doch gleichzeitig war ihm der Krieg auf den Oberflächen von Planeten verhasst geworden. Seine Gedanken liefen in klareren und präziseren Bahnen, wenn sie sich in den schematischen Gänge von Raumstationen und Schiffen orientierten und die gewaltigen Maschinen der Raumfahrzeuge unter den Stiefeln seiner Servorüstung brummten. Die Zeit schien sich in einer solchen Umgebung für ihn zu verlangsamen. Im Vergleich zu diesen Erfahrungen empfand er den Kampf auf dem Boden seit langem als chaotisch und er fühlte sich geradezu unbeholfen. Auf die Gegner, die seine Dämonenklinge verschlang wirkte er vermutlich anders, dachte er so bei sich und ein leichtes Lächeln zeigte sich in seinem Mundwinkel. Es war wohl das Beste, die Angelegenheit einfach hinter sich zu bringen und die Zahnräder des Krieges am Laufen zu halten.
___



Ein Kreuzer der Steinbrecher beendet seinen Warpsprung im Orbit von Merx III, um Truppen auf die Oberfläche des Planeten zu schicken.

Diese Biester sind wie Ratten, dachte Argos Tvarr bei sich, als seine Krieger den Körper eines toten Symbionten wegschleiften. Die Eroberung der Energiegeneratoren auf dem Planeten hatte keinerlei Schwierigkeiten bereitet und in den kurzen Kämpfen war keiner seiner Astartes ernsthaft verletzt worden. Mehrere Wellen von entbehrlichen, auf Merx I ausgehobenen Minenarbeitermilizen hatten die Verteidiger des Planeten bereits genug beschäftigt, um den Widerstand beim Eintreffen der ersten Dreadclaw-Landungskapseln komplett zu zerschmettern. Weite Teile der sturmumtosten Oberfläche des Planeten konnten die Steinbrecher im Anschluss ebenfalls sichern. Dabei stießen Spähtrupps allerdings auf Kreaturen der Tyraniden der Schwarmflotte Nidhoggr, die von Ixion gekommen sein mussten. Bislang waren nur Spähorganismen wie Symbionten gesichtet worden, doch es war nicht auszuschließen, dass bereits höher entwickelte Schwarmkreaturen auf dem Planeten eingetroffen waren.

Es galt nun, die Tyraniden zu vertreiben, bevor sie die Machtverhältnisse auf dem Planeten zu verändern drohten. Schweres Kriegsgerät würde nötig sein, war sich Argos Tvarr durch die Erfahrung zahlreicher Konflikte mit den Tyraniden sicher, und so begann er die Landung von Land Raidern, Predatoren und Vindicatoren anzuordenen, während bereits erste Höllendrachen durch die stürmischen Himmel jagten, um die Brutpools und Kapillartürme der Tyraniden ausfindig zu machen.
- - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 25.02.2015 - 16:38

Truppen der Iron Warriors im Kampf mit den Orks auf Merx II

Schwere Explosionen zerrissen die letzten Synapsenkreaturen der anstürmenden Tyranidenorganismen, sodass die verbliebenen Bestien in ihre instinktiven Verhaltensmuster zurückfielen und so von den besser organisierten Steinbrechern systematisch abgeschlachtet werden konnten. Wäre es nach Sires Kreon gegangen, so hätte es solch einen Angriff nie gegeben und der Planet befände sich inzwischen im gepanzerten Griff der Chaos Space Marines. Doch schon kurz nach dem ersten Angriff der Steinbrecher auf die Stellungen der verschanzten Orks lösten sich mehrere Bioschiffe der Tyraniden aus den planetennahen Asteroidenfeldern und begannen ihrerseits, die Schiffe der Steinbrecher zu attackieren und eine Sturmlandung einzuleiten.

Mit dem Großteil der Chaos Space Marines auf der Planetenoberfläche mussten die Schiffe der Krieger der Iron Warriors sich zunächst zurückziehen, um nicht bei Enteraktionen schwer beschädigt oder gar zerstört zu werden. So waren die Truppen auf Merx II plötzlich zwischen zwei Fronten gefangen und drohten überwältigt zu werden. Entgegen der Doktrinen der Iron Warriors, welche einen blutigen Abnutzungskrieg gefordert hätten, entschied sich Sires Kreon dazu, seine Truppen zurückzuziehen und zunächst eine Ausgangsbasis für den nun zweifelsohne zu führenden längeren Feldzug zu schaffen.

Die reinen Iron Warriors der Steinbrecher würden diese Entscheidung später als Schwäche seiner Renegatengensaat bezeichnen, doch Astartes waren eine Ressource, die sich nicht einfach ersetzen ließ und der wahre Kampf um das Theseus-System hatte gerade erst begonnen. Sires Kreon würde die Orks und die Tyraniden am Boden schlagen und vernichten müssen, egal wie sehr ihm dieser Gedanke missfiel.
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Mitglied der Terminator-Leibgarde des Ersten Kriegsschmiedes Argos Tvarr. Diese als "Eiserne Bruderschaft" bekannte Einheit begleitet den Ersten Kriegsschmied auf allen Kampfeinsätzen und akzeptiert sonst nur Befehle vom Meister der Steinbrecher, Kythnos Thargelion, selbst.

Dröhnend öffneten sich die schweren Türen des Landungsschiffes und gaben den Blick auf die darin wartenden Kriegsmaschinen frei. Argos Tvarr beobachtete durch die Sichtlinsen seines Terminator-Helmes die neuen Waffen, welche aus dem Mechanicum-Depot auf Merx I geliefert wurden und stellte sich die Verheerungen vor, die er damit anrichten konnte. Zahlreiche schwere Artilleriepanzer wie Basilisken und Bombarden verließen den Transporter über die Laderampe und verhießen bereits grausamen Tod für die letzten Widerstandsnester um die Brutpools der Tyraniden auf Merx III. Doch die Kriegsmaschinen waren nicht ohne ihren vermeintlichen Herren gekommen, dessen langfristiger Nutzen für die Steinbrecher sich erst noch zeigen musste.

Auf der Plattform eines Salamander Schützenpanzers ließ sich die Gestalt des Fabrikators auf die Oberfläche des Planeten bringen, während hinter dem Panzer Reihe um Reihe von Verräter-Milizen marschierten. Die Kämpfer waren aus der gewaltigen Masse an Arbeitern von Merx I rekrutiert worden und hatten dort den Aufstand des Fabrikators unterstützt. Ihr Sieg gab ihnen ein Gefühl von Stärke und Macht, doch Argos Tvarr wusste mit einem Blick, dass sie gegen die Tyraniden wenig mehr als Kanonenfutter sein würden, um seinen Astartes den nötigen Raum nur Vernichtung der Xenos zu schaffen. Es würde eine Lektion für die niederen Krieger des Fabrikators werden, ihren Wert in diesem Krieg nicht zu überschätzen. Für die Krieger der Iron Warriors waren sie nur Zahlen in der großen Kalkulation dieses Konfliktes.
Parent - - By Kinnay Date 01.03.2015 - 00:59
Mit der Ankunft des Fabrikators wittere ich die Verlorenen und Verdammten. Das wird ein Spaß! :P
Come at me, bro.
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 01.03.2015 - 13:54
Kann durchaus sein... ;-)
- - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 11.03.2015 - 22:13 Edited 13.03.2015 - 17:03
Frage nicht, welche Kreatur dort in der Nacht ruft. Frage nicht, wer dort in den Schatten auf dich lauert. Denn es ist Sein Ruf, der dich in der Nacht weckt und Sein Leib, der durch die Schatten schleicht. Es ist Tzeentch, an dessen Schicksalsfäden du vergeblich tanzt.



Langsam verstarb das bläuliche Glimmen der Runen und sie sanken lautlos in die milchig trübe Flüssigkeit hinab und verschwanden. Iszhkar erhob sich von seinem Sitz, nahm die vor ihm stehenden Schale und begann, die Flüssigkeit vorsichtig in mehrere silberne Phiolen abzufüllen. Die reine Essenz der Niegeborenen war zu wertvoll, als das er sie einfach vergeuden konnte. Es hatte zahllose Beschwörungen und Binderituale benötigt, um diese Art von Dämonen zu fangen und sie mit der Auslöschung ihres Bewusstsein zu flüssiger Dämonenmaterie zu verarbeiten. Als niedere Warpwesenheiten ohne Zugehörigkeit zu den großen vier Gottheiten des Chaos war die Essenz der Niegeborenen besonders nützlich, um die Einflussnahme anderer Mächte beim Lesen der Pfade des Schicksals zu verringern.

Dieses mal hatte Iszhkar das Ritual der Divination mit einer noch größeren Genauigkeit ausgeführt als sonst, denn er wollte seine Vermutungen bestätigt wissen: die unbekannten Necronartefakte auf Syrphonne, das Auftreten der Kabale des Düsterfeuers, Sichtungen des Zirkels der zerschmetterten Helix... all dies waren Zeichen, deren Zusammenhang er längst vermutet hatte, aber nicht selbst überprüfen konnte. Nun aber hatten die Runen eine klare Sprache gesprochen: in diesem System war eine Nedemea mitsamt ihrer Ellipsensplitter verborgen gewesen und seinem alten Feind war es wahrscheinlich bereits gelungen, einen der Splitter in seinen Besitz zu bringen. Eine Mischung aus Abscheu und Respekt stieg in Iszhkar auf, als seine Gedanken ihn zum abartigen Haemonculus Sorzus Loq führten. Ihre Wege hatten sich in den vergangenen Jahrtausenden bereits häufiger gekreuzt, denn beide waren immer auf der Suche nach den Nedemeen, alten Necronartefakten mit faszinierenden Fähigkeiten, die in Kombination miteinander kataklysmische Auswirkungen haben konnten.

Für gewöhnlich waren die Treffen zwischen den beiden Widersachern äußerst unschöne Angelegenheiten, bei denen die beiden Meister der Täuschung und Manipulation ihre Fähigkeiten miteinander maßen, um sich gegenseitig um den Lohn ihrer Mühen zu bringen. Häufiger als ihm lieb war, hatte der alte Haemonculus ihn dabei auch überlistet, doch selten ohne selbst ungeschoren davonzukommen. Besonders die Erinnerung an die genüsslich langsame Auflösung des Körpers seines Rivalen im Säurebad auf Kryca, während er die zentralen Organe so lange wie möglich magisch abschirmte, um die Qualen zu verlängern, erfüllte Iszhkar immer wieder mit einem Gefühl der Genugtuung. Das er in diesem Fall auch eine Nedemea erbeuten konnte, machte den Sieg umso süßer.

Nun würden sich ihre Wege wieder kreuzen und es ging nicht nur einen Preis, sondern gleich drei davon. Iszhkar würde selbst in den Theseus-Konflikt eingreifen müssen, und mit den ihm unterstellten Kriegern der Steinbrecher und dem Zirkel von Opalbanya den Krieg zu den Necrons und zu den Dark Eldar tragen müssen, um die Artefakte zu erbeuten. Da passte es nur zu gut, dass auch Argos Tvarr, als Oberster Kriegsschmied, selbst noch eine Scharte gegen diese Feinde auszuwetzen hatte. Argos Tvarr würde Iszhkar als ehemaligem Thousand Son und Hexer nie vertrauen, doch wenn sich ihre Ziele überschnitten, würde sich mit ihm reden lassen. Doch dafür würde zunächst Merx III befreit werden müssen...
Parent - - By Kinnay Date 13.03.2015 - 16:11
Hammeeeeeeeeer! :)
Atmosphäre pur. Der Dragonball-Hauch mit den Nedemeas (einigen wir uns auf das Plural-s) stört mich immer noch etwas, aber das haben wir ja schon besprochen. :P

Und wo bekommst du immer deine geilen Bilder her! Das ist ja sogar wirklich Iszhkar auf dem Ding! :D
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 14.03.2015 - 14:48
Bisher sind die Beschreibungen der Nedemeen (mit s ist doof :P) von mir ja noch sehr vage gehalten und ich habe auch noch keine Zahlen o.ä. genannt - da lässt sich noch viel formen, sodass wir beide zufrieden damit sind ;-)

>Und wo bekommst du immer deine geilen Bilder her! Das ist ja sogar wirklich Iszhkar auf dem Ding! :D


Google-Bildersuche bringt vieles zutage - sonst macht es auch einfach Spaß in Threads wie diesem zu stöbern:
http://forums.spacebattles.com/threads/dusels-warhammer-40k-art-dump-bonanza-everyone-is-welcome.245755/
- - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 29.03.2015 - 20:38


Wie ein Donnergrollen dröhnten die Schritte des Ersten Kriegsschmiedes und seiner Leibgarde aus Veteranen in Terminatorrüstung durch die Gänge des Manufactorum Primus auf Merx I. Mit jedem Meter, den sie sich der Hauptfertigungshalle näherten, wurden die Geräusche ihrer schweren Rüstungen jedoch mehr und mehr vom immer stärker werdenden Lärm der Produktionsmaschinen übertönt. Sklaven und Servitoren wichen den Astartes hastig aus, um nicht ihren Zorn auf sich zu ziehen, doch Argos Tvarr hätte ihnen in diesen Augenblicken sowieso keine Aufmerksamkeit geschenkt. Seine Gedanken richteten sich auf den Stand der Reaktivierung der Maschinengeister dieses alten Mechanicus-Stützpunktes, um selbst neue Kriegsmaschinen produzieren zu können. Er sollte nicht enttäuscht werden...

...die gesamte Fertigungshalle war vom infernalischen Lärm der Maschinen erfüllt und die Geräuschfilter des Kriegsschmiedes und seines Gefolges mussten sich kurz neu kalibrieren, um keine Störgeräusche auszusenden. Überall in der Halle arbeiteten gewaltige Maschinen an der Schaffung neuer Panzer und Waffen, unterstützt von zahllosen Servitoren und Sklaven, welche die Kontrollmonitore überwachten und Wartungsarbeiten ausführten. Als Argos Tvarr inmitten des Getümmels endlich Xepheus, den obersten Warpschmied der Kriegerscharr, fand, musste er ihm für seine Leistung Respekt zollen: "Bruder, mir scheint, dass euch bereits gelungen ist, wofür wir weitaus mehr Zeit veranschlagt hatten: die Maschinengeister sind wieder erwacht und haben sich unserem Willen unterworfen. Ich sah bereits zahlreiche neue Panzer und Artillerieeinheiten, mit denen wir unsere Feinde zu Staub zermalmen werden. Unser Meister wird dies fraglos sehr wertschätzen." - "Wahrlich, die Wiedererweckung dieses Stützpunktes ging schneller voran als erwartet, doch gebührt das Lob nicht nur mir. Es wird euch nicht gefallen, doch auch Izshkar hat eine wichtige Rolle gespielt. Es war sein Wissen der Dämonologie, welches es uns erlaubte, widerspenstigen Maschinengeistern unseren Willen aufzuzwingen, oder sie durch hörige Dämonen zu ersetzen." Argos' Augen verengten sich zu Schlitzen, als er mit grollender Stimme weitersprach: "Ihr habt Recht, Xepheus, es behagt mir überhaupt nicht. Dieser Hexer ist nicht von unserem Blut, er war einer derjenigen, die sich gegen Magnus erhoben, ein Abtrünniger. Unser Meister hält ihn für wertvoll, doch ich habe noch keine Festung gesehen, die sich nicht alleine mit der Macht unserer Kriegsmaschinen überwinden ließ. Dieses Sonnensystem ist keine Ausnahme und am Ende werden wir, die wahren Söhne Perturabos, zuerst über die zerschmetterten Mauern unserer Feinde steigen, und nicht dieser Thousand Son!" - "Zweifelsohne, Argos. Aber vergesst nicht, auch die Krieger Abaddons folgten einst verschiedenen Bannern, doch ihr Erfolg in seinem Namen übertrifft all ihre Vergangenheiten. In diesem Bündnis mag Stärke für uns zu finden sein." - "Vielleicht, doch ich werde diesem Hexer nicht blind vertrauen - ich spüre, dass er auch eigene Ziele verfolgt. Habt ein Auge auf ihn, Xepheus!"
Parent - - By Ciliano Date 01.04.2015 - 18:35
Habe jetzt alles gelesen, war doch ganz schön viel. Ich mag diese ekphrastischen Einschübe sehr, das ist sehr stimmungsvoll, obwohl ich auf diese klinischen Umgebungen und Lärm nicht so stehe. Also Izshkar ist ein Hexer, Argos der Chaosgeneral, Xepheus der Warpschmied. Was ist Siren bzw. wo habe ich es überlesen? :D
Parent - - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 01.04.2015 - 18:46 Edited 01.04.2015 - 22:19
Merci! :-)

>Was ist Siren bzw. wo habe ich es überlesen? :D


Sires ist ebenfalls ein Chaosgeneral, bzw. Kriegsschmied, aber vor allem mit der Führung der Flotte betraut. Nun steckt er allerdings - für ihn unglücklicherweise - im Bodenkampf auf Merx III fest.
Parent - - By Kinnay Date 01.04.2015 - 20:45
"Sires"? *hust*
Parent - By Ciliano Date 01.04.2015 - 20:52
Wie die suggestive Manipulation funktioniert hat *händereib*
- By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 13.04.2015 - 00:07


Davos kniete vor dem Ersten Kriegsschmied, als dieser den Datalink inspizierte, den ihm der Anführer des Einsatzkommandos überreicht hatte. Nur wenige Stunden zuvor waren er und seine überlebenden Truppmitglieder vom Einsatz auf Virdas' Triumph nach Merx I zurückgekehrt. Argos Tvarr hatte den Champion sofort zu sich bestellt, um sich ausführlich über den Ausgang der Mission unterrichten zu lassen. Davos' Ausführungen hatten ihm gefallen.

Das Einsatzkommando war zunächst mit einem Thunderhawk in Schleichfahrt im unbewohnten Culvas-Riss gelandet und hatten sich von dort aufgemacht, die mächtige Festungsanlage des Mondes zu infiltrieren. Durch ungenutzte Gänge, welche ihnen durch die vom Fabrikator übergebenen Blaupausen der Anlage bekannt waren, war es ihnen möglich, tief in den Komplex einzudringen. Dort wartete der Steuerungsknoten für die Interplanetarkanone Virdas' Hammer darauf, von ihnen mit einem speziell entwickelten Waffenvirus infiziert zu werden. Doch auch andere Fraktionen des Theseus-Konfliktes hatten ihr Auge darauf geworfen und so gerieten Davos und sein Trupp in blutige Gefechte mit Überfalltruppen der Necrons und der Tyraniden. Mehrere Krieger der Steinbrecher verloren in den Kämpfen ihr Leben, doch ihr Opfer ermöglichte es schließlich, den Virus einzuspeisen. Unbemerkt von den Dienern des Leichenimperators würde es den Steinbrechern fortan Zugriff auf die Steuerung von Virdas' Hammer erlauben.

"Erhebt euch, Champion Davos" sagte der Erste Kriegsschmied, nachdem er mit der Untersuchung des Datalinks fertig war. "Ihr habt gute Arbeit geleistet. Euer Einsatz wird es uns erlauben, unsere Feinde auf Erias zu strafen, ohne selbst weitere Truppen dort einzusetzen. So können wir uns weiter auf unsere primären Ziele konzentrieren. Der Verlust einiger eurer Truppmitglieder ist bedauerlich, doch jeder von uns ist nur ein Zahnrad in der Kriegsmaschine, die wir in diesem Sonnensystem in Gang gesetzt haben. Ihr Opfer hält den Mahlstrom der Vernichtung am laufen, der unsere Feinde bald verzehren wird."
- By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 21.04.2015 - 23:38


Rauch. Feuer. Asche. Trümmer. Ruinen. Die Bilder, welche die Infiltratoren der Steinbrecher auf Erias über ihre Piktocorder nach Merx I sandten zeigten die völlige Vernichtung des Zielgebietes. Strategische Analysen hatten die durch die Dark Eldar eroberte Kommandobastion im Westen der Hauptmakropole als erstes Ziel für Virdas‘ Hammer nach dessen Korruption auserkoren. Stück für Stück sollten die Stützpunkte und Produktionsstätten der feindlichen Fraktionen auf dem Planeten dem Erdboden gleich gemacht werden, um ihnen so eine effektive Kriegsführung unmöglich zu machen. Das Ausmaß der Zerstörung auf den übertragenen Aufnahmen zeigte die Effizienz dieser Strategie: in den gewaltigen Kratern, welche die Geschosse aus Virdas‘ Hammer hinterlassen hatten, war keine Spur von Leben mehr zu erkennen und nichts von Wert war zurückgeblieben. So würden die verderbten Xenos nur noch um verbrannte Erde kämpfen.

Argos Tvarr war zufrieden. Bislang verlief der Konflikt gemäß seinen Plänen. Nur an einer Front hatten sich seine Truppen noch nicht durchsetzen können. Er hatte dem Dünnblut offenbar zu viel zugemutet. „Ruft Flottenmeister Kreon nach Merx I zurück! Seine Talente im Raumkampf kann er offenbar nicht effizient genug auf dem Boden anwenden. Wir werden unsere Pläne ein wenig ändern müssen.“ Eine Genugtuung ob des Versagens seines Rivalen machte sich in ihm breit. Sollte der Hexer nun auch noch über seine eigenen Ambitionen stolpern… Dem Ersten Kriegsschmied war bewusst, dass er ihre Fähigkeiten in diesem Konflikt benötigte, doch dafür mussten sie ihm dienen, und nicht ihren eigenen Zielen.
- - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 23.04.2015 - 00:31 Edited 23.04.2015 - 00:40


+++ Dämonenprinz Kythnos Thargelion +++

"Ihr habt eure Sache bisher gut gemacht, Argos" dröhnte die dämonische Stimme über die Voxsprecher des Kommandozentrums. Auf dem Pictschirm war die Gestalt des Meisters der Steinbrecher zu erkennen, der Dämonenprinz Kythnos Thargelion, Eiserner Schrecken und Herr der Schmiede der Seelenpein. Der begrenzte Ausschnitt des Pictschirms verbarg viel von seiner Form, doch Argos Tvarr wusste aus Erfahrung, dass der dämonisch verstärkte Leib seines Meisters alle anwesenden Krieger und Diener deutlich überragte. "Unter eurer Führung haben unsere Truppen haben dafür gesorgt, dass die Steinbrecher im Theseus-System erneut gefürchtet werden. Die Eroberung der letzten Reste der Merx-Welten wird unsere Rohstoffversorgung für weitere Kriegsgüter sicherstellen, sodass die Errichtung unseres eigenen Reiches nur eine Frage der Zeit ist. Die Einspeisung unseres Waffenvirus auf Virdas' Triumph ist erfolgreich verlaufen und wir können nun daran arbeiten, die völlige Infektion der Waffensysteme und Maschinen des Mondes durch Scrapcode-Aussendungen zu erreichen. Nichts wird dann mehr an einen einstigen imperialen Triumph erinnern!" Wäre die dämonische Visage des Dämonenprinzen noch dazu fähig gewesen, hätte man seine Gesichtszüge wohl als erfreut deuten können, doch stattdessen jagte dessen Fratze selbst dem Ersten Kriegsschmied einen Schauer über den Rücken.

"Doch vergesst nicht, Argos, die Herrschaft über dieses System werden wir nicht nur über herkömmliche Schlachtenerfolge erreichen. Der Hexer begleitet euch nicht ohne Grund - nutzt seine Kenntnisse und wir werden die Macht der Schmiede bald entfesseln können! Geht bis dahin mit Bedacht vor und sichert unsere Eroberungen - die Zeit arbeitet für uns. Eisern im Innern! Eisern nach Außen!" Das Bild des Pictschirms erlosch und nur statisches Flimmern blieb zurück. Der Erste Kriegsschmied erhob sich von seinem Kommandothron und wandte sich an die versammelten Kommandeure: "Ihr habt unseren Meister verstanden. Gebt den Befehl an Sires Kreon weiter. Er soll die Flotte unverzüglich gemäß der Dornenwall-Direktive formieren! Ich werde mich währenddessen mit Xepheus und Izshkar unterhalten müssen." Noch im Gehen warf Argos Tvarr einen Blick über die Schulter zu der dort in den Schatten wartenten Gestalt. "Und ihr, euer Werk auf Erias muss fortgesetzt werden - geht nun! Euer Preis ist bereits auf dem Weg nach Theseus."

Ein blasses Lächeln verschwand in der Dunkelheit.
___

Die Maschinen der Eiserner Enthaupter verstummten, als das gewaltige Schlachtschiff seine Position im Orbit von Merx I eingenommen hatte. Flottenmeister Sires Kreon erhob sich von seinem Kommandothron auf der Brücke des Schiffes und gönnte sich einen Rundblick aus den Voidschild-geschützten Fenstern über die versammelte Flotte der Steinbrecher. Der Anblick der in perfekter Formation ruhenden Schiffe ließ seine zwei Herzen für einige Sekunden schneller schlagen. Wahrlich, der Dornenwall würde für für die Feinde der Kriegerschar ein schier unüberwindliches Hindernis darstellen. Sollten sie nur kommen und in donnernden Lanzensalven ihr Ende finden! Hier war Sires in seinem Element, hier würde er nicht versagen.

Wisdors Opfer strahlte in der Ferne verheißungsvoll.



+++ Der Dornenwall um Merx I +++
Parent - - By MKR Date 23.04.2015 - 05:55
Cool :D
Ist das ne schwarze Festung da in der linken Hälfte? Da hat wohl wer ne Abmachumg mit Abbadon :D
Parent - - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 23.04.2015 - 08:09
Nö, das ist nur ein simples Raumfort - noch nicht einmal Ramilies-Klasse :-)
Parent - By MKR Date 23.04.2015 - 09:35
Dann ist ja gut, dann hat der Rest ja noch ne Chance :-D
Parent - - By Kinnay Date 24.04.2015 - 12:46
Gemeinheit! Der Kriegerschar der Kieselklopper geht es viel zu gut. Ob ich da wohl demnächst mal vorbeischauen muss, um auf die Party zu pupen? ;)

Übrigens sehr schön narrativ verpackte Hinweise auf Kommendes. Der Dornenwall, der "Preis" der "finsteren Gestalt", "die Zeit arbeitet für uns"... Lädt dazu ein, viel hinein zu interpretieren.

Kythnos soll ma kommen! Überlass das konspirative manipulieren gefälligst mir! ;)
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 24.04.2015 - 13:40

>Gemeinheit! Der Kriegerschar der Kieselklopper geht es viel zu gut. Ob ich da wohl demnächst mal vorbeischauen muss, um auf die Party zu pupen? ;)


Trau dich nur - die Kabale der Energiesparlampen wird gebührend empfangen werden!

>Kythnos soll ma kommen! Überlass das konspirative manipulieren gefälligst mir! ;)


Der kommt schon noch ;-)

... muss ihn nur mal im Sinne meiner Vision für ihn neu bauen...
- By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 24.05.2015 - 16:14


+++ Konstruktionsarbeiten am "Eisendorn", der Festung der Steinbrecher über den Produktionsstätten von Merx Primus +++

Sengende Hitze ließ die Luft flimmern, während sich Lavaströme donnernd in die Tiefe ergossen. Inmitten der Schlucht, die einem gewaltigen Hochofen glich, reckten sich grobschlächtige Türme und Konstruktionsgerüste der glutrot brennenden Sonne entgegen. Kein gewöhnlicher menschlicher Arbeiter hätte in dieser Hölle ungeschützt mehr als ein paar Minuten überlebt, doch auf den Gerüsten wimmelte es vor Gestalten, welche den Bau immer weiter vorantrieben. Es waren Schmiedeknechte und -bruten, welche in der Schmiede der Seelenpein unter zum Teil noch grausameren Bedingungen arbeiten mussten und so an Extrembedingungen gewöhnt waren - so weit man von Gewöhnung sprechen konnte. Immerhin schafften sie meist fast eine Stunde durchgängiger Arbeit, bevor ein Schichtwechsel nötig wurde.

Auf einer bereits fertiggestellten Befestigungssektion standen mehrere Chaos Astartes und betrachteten - von ihren Rüstungen vor den extremen Bedingungen abgeschirmt - das Voranschreiten der Konstruktionsmaßnahmen. "...wie ihr seht schreitet die Konstruktion sogar schneller voran als geplant, Argos. Nicht mehr lange und der Eisendorn wird unseren Griff über Merx I endgültig festigen und uns als eine vollwertige Ausgangsbasis für weitere Angriffe dienen." Die Worte entsprangen dem Vox des Warpschmieds Xepheus, welcher die Leitung über den Bau der Festung trug. "Unser Meister wird mit eurer Arbeit sehr zufrieden sein, Xepheus. Ihr habt euch bislang bei der Planung und Errichtung dieser Festung selbst übertroffen." Die tiefe Stimme Argos Tvarrs, des Ersten Kriegsschmieds der Steinbrecher, drang durch die Helme aller Anwesenden, während dieser seinen Blick schweifen ließ. Der Eisendorn war inmitten eines natürlichen Abgrundes in der Planetenkruste errichtet worden, an dessen Hängen glühende Lavaströme der umliegenden Vulkanschlote in die Tiefe stürzten. Es gab keine direkte Verbindung zu den eher flachen Ebenen oberhalb der Klippen, nur tief im Dunkel der Schlucht verbanden die Festung Stollen mit den sie umgebenden Felswänden. Ein Angriff auf dem Landweg war so nahezu unmöglich und jeder Feind würde an den Klippen sein Ende finden, wenn diese unter dem Feuer der Geschütze des Eisendorns nachgeben und ihn in die Tiefe reißen würden. Ursprünglich hatten die Techpriester des Mars hier ihren Stützpunkt errichtet und hielten sich aufgrund derselben Annahme für sicher, doch die Rebellion des Fabrikators ließ die Anlage von Innen heraus fallen. Ein Fehler, der den Steinbrechern nicht passieren würde. "Für den Moment habe ich genug gesehen, Xepheus. Lasst uns ins Strategium gehen, um unser weiteres Vorgehen zu besprechen. Ihr kommt ebenfalls mit Izshkar." Die dritte Gestalt neigte ihren Kopf, um ihr Verständnis zu symbolisieren und folgte beiden hinab in die Tunnel.

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Tief unter der Planetenoberfläche befand sich das Planungszentrum der Kampagne der Steinbrecher im Theseus-System. Kaltes künstliches Licht erhellte den Raum, in dessen Mitte ein langer steinerner Tisch stand. An dessen Ende hatte Argos Tvarr Platz genommen und seine beiden Begleiter aufgefordert, sich jeweils zu seiner Seite niederzulassen. Unter der Gewissheit der Sicherung des Raumes durch seine persönliche Leibgarde, die Eiserne Bruderschaft, entfernte der Erste Kriegsschmied seinen Helm und legte diesen auf dem Tisch ab. Seine Untergebenen folgten seinem Vorbild, um dieselbe Offenheit zu zeigen, Izshkar zögerlicher als Xepheus. "Es ist gut zu wissen, dass ihr meine Autorität noch respektiert, Izshkar" sagte der Erste Kriegsschmied und wandte sich mit einem drohenden Funkeln in seinen Augen dem Chaoshexer zu. "Das sollte auch so bleiben, wenn ihr unseren Einsatz nicht gefährden wollt" fügte er mit einer Stimme wie eiskalte Dolche hinzu. "Mir ist zu Ohren gekommen, dass ihr auch eigene Ziele verfolgt, genauer gesagt die Suche der Nedemeen. Es scheint, ihr habt diese nach unserem Rückzug von Syrph..." - "Eurem Rückzug!" - "...onne... was sagt ihr?!" - "Nun, ihr wart oberster Befehlshaber auf Syrphonne, oder etwa nicht? War es dann nicht auch euer Rückzug, als die Necrontyr erwachten und ihr euch mit euren Kriegern zurückzogt? Der bisherige Verlauf des aktuellen Konfliktes mag eure Autorität wieder festigen, doch ich habe nicht vergessen, Argos!" - "Vielleicht solltet ihr das besser tun, Hexer. Und wenn euch das nicht möglich ist, so solltet ihr es besser wissen, als dies so auszusprechen..." Mit einer Geschwindigkeit, welche einer Terminatorrüstung kaum zuzutrauen war erhob sich der Erste Kriegsschmied und ergriff seinen an seinen Thron gelehnten Streitkolben. Izshkar versuchte noch den Schlag zu blocken, doch dessen Wucht fegte seinen Arm beiseite und ließ den Kopf des Streitkolbens an seinen Schädel schmettern. Er spürte Schädelknochen unter dem Aufprall brechen, als er zurückfiel und auf dem Boden aufschlug. "Das nächste mal wird meine Waffe aktiviert sein, Izshkar. Ich dulde keine Insubordinaton, also überschätzt nicht eure eigene Bedeutung für unseren Auftrag. Sobald ihr wieder bereit seid werdet ihr nach Merx II aufbrechen und dort unsere Feinde vernichten. Ich denke, ich habe mich klar ausgedrückt." Die Gestalt Argos Tvarrs ragte drohend über dem noch immer am Boden liegenden Izshkar auf. Xepheus hatte den nur wenige Sekunden dauernden Konflikt ruhig beobachtet.

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Nachdem die Medicae-Servitoren den Hexer hinausgeleitet hatten ließ sich der Erste Kriegsschmied wieder auf seinem Thron am Kopfende des Tisches nieder. "...Ich weiß was ihr sagen wollt Xepheus. War das nötig? Hätte es sich nicht auch geschickter lösen lassen? Ihr mögt mit euren Fragen sogar Recht haben. Doch Manipulation ist keine Fähigkeit die ich sonderlich gut beherrsche. So wird Izshkar es sich zumindest gut überlegen, ob er sein eigenes Spiel weiterspielen möchte. Er kennt jetzt den Einsatz." Xepheus neigte verständnisvoll den Kopf. "Nach mehreren Äonen Waffenbruderschaft kennt ihr mich zu gut, Argos. Und doch, auch ich kam nicht umhin, eine gewisse Freude zu verspüren, als ihr ihm sein aufsässiges Mundwerk gestopft habt - für den Augenblick zumindest. Nun, da er auch seinen Teil zur Entschlüsselung des gefundenen Necrontyr-Artefaktes bereits beigetragen hat, ist er für uns auch eine zeitlang hier nicht vonnöten." - "Dessen war ich mir bewusst. Nun soll er erst einmal im Kampf gegen die Grünhäute und Tyraniden erneut seine Loyalität beweisen - zusammen mit dem Fabrikator. Wie laufen die Arbeiten an der Replikation des Artefaktes?" - "Bisher sehr gut. Wir konnten bereits ein zweites Modell konstruieren und damit einen kleinen Warpriss stabilisieren. Wir werden noch einige Testläufe benötigen, aber ich denke, dass wir uns alsbald an die Konstruktion einer größeren Version machen können. Der Schutz des Dornenwalls hat uns viel Zeit verschafft." - "Das wird unseren Meister erfreuen. Ebenso wie die Ausbreitung des Waffenviruses auf Virdas' Triumph. Wann wird es so weit sein?" - "Nur noch wenige Zyklen. Es wird bereits deutlich schwieriger, seine Präsenz zu verbergen." - "Gut. Dann wird es Zeit mit Sires die weiteren Flottenaktivitäten abzustimmen. Wir müssen schnell zuschlagen, wenn es so weit ist..."
- - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 09.06.2015 - 17:33
Dunkelheit. Pechschwarze endlose Finsternis. Das Gefühl des endlosen Fallens, immer tiefer und tiefer und tiefer... wohin? Plötzlich! Helle Flecken in der Dunkelheit, die nach und nach mehr werden! Sind es Sterne? Raumschiffe? Das Fallen wird langsamer, während die Punkte näher zu kommen scheinen... Der Blick kreist umher, um sie zu erkennen... UND SIE BLICKEN ZURÜCK! Augen, Augen ohne Zahl! Ohne Lider! Sie blicken neugierig... gierig... gierig... GIERIG! Ihr Hunger scheint hier Form anzunehmen. Sie zehren von meiner Essenz, hier ist ihr Reich. Ihr Reich? Sein Reich! Wo ist er? Panisch suchende Blicke. Die Augen erfüllen bald das gesamte Blickfeld. Doch im Hintergrund, in weiter Ferne: eine kolossale schemenhafte Gestalt. Ihr Blick ist undurchschaubar und wandelt auf allen Pfaden der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Er ist es - er muss mich bemerken! Meine Seele brennt im hungrigen Blick der Dämonenaugen. Schmerz, abgrundtiefer Schmerz... Warptrunkene Flammen lodern erbarmungslos. Lage für Lage, Faser für Faser vergehe ich im Feuer. Feuer. Feuer. Feuer! Ich bin das Feuer! Mein sind die Flammen des Wandels! ICH GEBIETE! IHR DIENT! Weltenzerreissende Schreie um mich. Augen bluten, Augen brennen. MEIN SIND DIE FLAMMEN!

Der Koloss wendet seinen Kopf und irgendwo vergehen Äonen - und blinzelt.
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Klinisch grelles Licht blendete Iszhkar, als er aus der Leere auftauchte und seine Augen wieder öffnete. "Meister, ihr seid zurückgekehrt! Wir glaubten euch bereits verloren!" Der Chaoshexer brauchte einen Moment, bis seine Augen sich an die Umgebung gewöhnt hatten und erkannte den Sprecher als Viznir, einen seiner Akolythen. Schäbige Roben und zahllose bekritzelte Schriftrollen und Siegel bedeckten dessen Körper und eine Kapuze verbarg die meisten seiner Gesichtszüge. Iszhkar versuchte zu sprechen, doch aus seiner Kehle kamen nur kratzige unzusammenhängende Laute. Scheinbar gehorchte ihm sein Körper noch nicht wieder völlig. "Seid vorsichtig, Meister. Ihr wisst, dass Körper und Seele sich erst wieder harmonisieren müssen, oder ihr riskiert bleibende Schäden. Ihr müsst euch schonen!" Der Akolyth erhob sich von seinem Sitz neben Iszhkars Liege und untersuchte ein paar Monitore, die die Körperfunktionen Iszhkars überwachten. "Allerdings solltet ihr bald wieder auf den Beinen sein, habt ein wenig Geduld. Eure Vorhersehungen haben die Schlacht gegen die Xenosbestien auch zu einem erfolgreichen Ende geführt, sodass eure Truppen den Planeten von den Tyraniden säubern konnten. Der Erste Kriegsschmied hat bereits seine Glückwünsche übersandt - Verstärkungen befinden sich ebenfalls auf dem Weg. Als nächstes werdet ihr euch der Orks annehmen müssen. Doch wie gesagt: schont euch zunächst. Der Wandler des Schicksals wird euch noch benötigen, wenn ihr aus seinem Reich zurückgekehrt seid..." Iszhkar hörte die Worte seines Dieners kaum noch, als sein geschundener Körper seinen Geist in den Schlaf zwang. Der Warp war launisch, doch er war entkommen...
Parent - - By Kinnay Date 09.06.2015 - 18:27
Naisu! Iszhkar ist ein tougher Typ. Ob er wohl ganz heil zurückgekehrt ist? :)
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 10.06.2015 - 01:19
Das bleibt abzuwarten. Aber irgendwelche Spuren wird sein unfreiwilliger Ausflug sicherlich hinterlassen haben ^^
- By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 01.07.2015 - 05:16


"...0100111011000101001101001" Mit einem kaum vernehmbaren Klacken endete der Auswurf der gerade empfangenen Nachricht

Warpschmied Xepheus studierte die darin enthaltene Botschaft aufmerksam, obwohl ihm bereits beim plötzlichen Anspringen des Signalkoders klar gewesen war, worum es sich handeln würde. Die Zeit war endlich gekommen. Der Einsatzverband der Steinbrecher lag schon seit ein paar terranischen Standardwochen lautlos und unentdeckt im Asteroidengürtel auf der Lauer und hatte nur auf diese Nachricht gewartet. Alles war vorbereitet, um die Macht der Steinbrecher zu entfesseln. Xepheus wandte sich zu Sires Kreon um, dem Flottenadmiral der Steinbrecher, der auf seinem Kommandothron die Brücke der Eiserner Enthaupter überblickte, und nickte leicht mit dem Kopf. Zwei kurze Sätze folgten und wurden über das Vox-Netzwerk der Flotte verbreitet: "Eisern im Innern! Eisern nach Außen!"

Überall im dunklen Asteroidenfeld begannen Lichter aufzuflackern, als Jahrtausende-alte Kampfschiffe ihre Triebwerke aktivierten.
- By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 12.07.2015 - 17:02
…mit einem feucht knirschenden Geräusch drang der grobe Opferdolch in den Bauch des auserwählten Kultisten ein. Dieser fiel auf die Knie und bot seine Kehle für den tödlichen Schnitt an, während sein Blut sich rot sprudelnd aus seinen Eingeweiden ergoss. Iszhkar Eisenfratze selbst hatte die Leitung über dieses Ritual übernommen, denn sein Wissen um die Dämonologie war dafür besonders wertvoll. Mit einem prüfenden Blick betrachtete er die zweite Opferklinge, ein wellenförmig gearbeitetes Messer an dessen Klingenseiten verschiedene Runen des Tzeentch eingraviert waren. Er wandte den Blick daraufhin wieder dem Kultisten zu, der durch den zunehmenden Blutverlust stetig an Kraft verlor – es war endlich so weit. Mit einer flüssigen Bewegung ließ er die Klinge von unten durch die Luftröhre in den Hals eindringen und stieß sie bis in den Schädel vor. Ein neuer Strom warmen Blutes ergoss sich über Iszhkars Hand und der Chor aus Akolythen, die um die Szene herumstanden, stimmte Beschwörungsgesänge an.

Schon nach Kurzem begann ein seltsames schillerndes Glimmen den Raum zu erfüllen und azurblauer Nebel stieg vom Boden her auf. Iszhkar spürte, wie sich die Grenzen zwischen den Realitäten aufzulösen begannen, doch der Dolch, den er weiter umklammert hielt, verankerte ihn in der Welt jenseits des Warp. Sein Gesprächspartner würde so zu ihm kommen müssen.

Die ersten Akolythen begannen unter dem zunehmenden übernatürlichen Druck ihre Kraft zu verlieren und zusammenzubrechen, doch der Warpriss war nun groß genug, um hindurchzuschreiten. „Mith'an'driarkh!“ rief Iszhkar in die sich auftuende brodelnde Schwärze „erscheine auf Geheiß unseres einen göttlichen Meisters! Ich komme mit einem Angebot, dessen Erfüllung Ihn ebenfalls erfreuen würde.“ Ein Vogelähnlicher Kopf begann sich durch den Warpriss zu schieben und fremdartige Augen blickten Iszhkar unverwandt an. Er schien mehr wissen zu wollen.

„Ich biete euch unser Wissen um den Propheten des Untergangs dafür an, dass Ihr uns im Kampf gegen die Invasoren von Virdas‘ Triumph beisteht. Auch Anteile dieser Welt wären euch im Falle unseres Sieges gewiss. Solltet ihr euch uns hingegen verweigern – nun ja – so sehen wir uns gezwungen, euch im Feuer unserer Geschütze ebenfalls zu vernichten und zu bannen. Überdenkt eure Pläne im Namen Tzeentchs noch einmal und lässt mich eure Entscheidung wissen“
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Als die Steinbrecher auf Virdas' Triumph ihre Banner entrollten erstrahlte Wisdors Opfer in einem verheißenden Blau-Violett...
- By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 30.07.2015 - 21:20
Die Schlacht um Virdas' Triumph:
http://forum.warhammerportal.de/topic_show.pl?tid=39780
- By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 24.08.2015 - 22:48


Die Eiserner Enthaupter in stabiler Lage im Orbit von Merx II.

In das unwirkliche Licht von Wisdors Opfer getaucht lag die Eiserner Enthaupter ruhig im Orbit von Merx II. Ihre mächtigen Waffensysteme schwiegen, ebenso wie die ihrer Geleitschiffe. Mehrere Kreuzer verschiedener Klassen hatten das mächtige Schlachtschiff von Virdas' Triumph hierher eskortiert, da das Flaggschiff des Flottenadmirals der Steinbrecher in der Raumschlacht um den Mond mehrere schwere Treffer hatte einstecken müssen und gegenwärtig nicht voll kampffähig war. Zwar war ein Schlachtschiff der Desolator-Klasse in jedem Zustand ein brutaler Gegner, doch ein gezielter Angriff eines größeren Feindverbandes hätte den waffenstarrenden Leviathan durchaus gefährden können. Der brutale Konflikt mit zahreichen Gegnern im Theseus-System begann so auch bei den größten Kriegsmaschinen der Steinbrecher Abnutzungserscheinungen zu zeigen, die sich ohne einen funktionsfähigen Raumhafen nicht einfach beseitigen ließen. Virdas' Triumph würde bald wieder einsatzfähig sein müssen, um nicht den Rückzug einiger Flottenelemente zu erfordern, die so nur an der Schmiede der Seelenpein repariert werden könnten.

Doch trotz der äußerlichen Ruhe der Eiserner Enthaupter herrschte in ihrem Inneren geschäftiges Treiben. Unter den vielfältigen Lärm der Reparaturarbeiten der Besatzung mischten sich in den Hangars Geräusche von kampfbereit gemacht werdenden Truppen. Unter der Aufsicht des Flottenadmirals Sires Kreon selbst wurden zahlreiche Dreadclaw-Landungskapseln vorbereitet, mit denen die sich sammelnden Truppen auf Merx II landen sollten. Gesungene Besänftigungsriten in der schwarzen Zunge für die Dämonengeister der Landungskapseln waberten durch die hohen Hallen, während gleichzeitig das Dröhnen aufmarschierender Ceramit-Stiefel über den Boden rollte. Die eingetroffenen Astartes gehörten zur Breschenkompanie der Steinbrecher: Krieger, die auserwählt waren - ob als Strafe oder als Belohnung war schwer zu sagen - die durch schweren Beschuss der Artillerie geschaffenen Lücken in der gegnerischen Verteidigung zu stürmen. Viele der versammelten Chaos Astartes bevorzugten daher schwere Kettenäxte und andere Nahkampfwaffen, um den immer zu erwartenden Gegenangriff in so einem Fall im brutalen Handgemenge zu zerschlagen.

Der Feind auf Merx II würde genau diese Expertise für blutige Nahkämpfe auf engstem Raum erfordern. Dort hatten sich die Orks verschanzt und hielten widerspenstig die Schildkristallwerke des Planeten in ihrem Besitz. Die Truppen der Steinbrecher hatten die Stellungen der Grünhäute endlich eingekesselt und wichtige Schutzsysteme sabotiert, doch es würde einen Sturmangriff erfordern, um die Xenos zu vertreiben ohne die wichtigen Produktionsanlagen zu beschädigen. Während die ersten Berserker-Einheiten ihre Landungskapseln bestiegen trat einer ihrer Champions an Sires Kreon heran und beugte das Knie. "Flottenmeister Kreon, auf euer Geheiß habe ich eine Garde der besten Kämpfer der Breschenkompanie zusammengestellt." In seinem Rücken beugten sieben weitere Kämpfer wortlos das Knie. "Sehr gut. Ich habe euch gerufen, da uns heute eine besondere Aufgabe zuteil wird, die euren Fähigkeiten angemessen ist. Gemeinsam werden wir des Truppen der Xenos das Herz herausreißen, indem wir ihren Anführer töten! Er wird zweifellos von zahlreichen ihrer sogenannten 'Bosse' umgeben sein, doch ich erwarte, dass ihr diese hinwegfegt, sodass mir der Schädel ihres Meisters gehören wird - es gibt da noch eine offene Rechnung..." Bei dem Gedanken an die Wunden aus dem ersten Kampf um Merx II flammte gleich wieder brennender Zorn in Sires Kreon auf. Er würde seine Rache haben...
- - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 31.08.2015 - 00:53


Raptoren vom Kult der Kreischerschwunge stürzen während der Kämpfe um das Himmelszornhochland auf Verteidigungsstellungen der Orks hinab.

Sires Kreon ließ seinen Blick über eroberten Schildkristallwerke auf Merx II schweifen. In gnadenlosen Feuergefechten und blutigen Handgemengen hatten die Truppen der Steinbrecher unter seinem Kommando die die Fabrikanlagen besetzt haltenden Orks bis zum letzten Xenos ausgelöscht. Zunächst hatten Einheiten am Boden die Verteidigungsanlagen unter schweren Beschuss genommen, und so die volle Aufmerksamkeit der Orks auf sich gezogen, die bald die Tore öffneten einen Gegenangriff starteten. Diese Schwäche ausnutzend stießen Dreadclaw-Landungskapseln und Raptoren aus dem wolkenverhangenen Himmel auf die überraschten Verteidiger hinab und begannen, ihre blutige Ernte zu halten. Es dauerte noch lange, bis der letzte der wie besessen kämpfenden Xenos-Krieger sein Leben ausgehaucht hatte, doch am Ende hatte sich das Überraschungsmoment ausgezahlt.

Sires Kreon selbst war mit einer Einheit Berserker im Kampfgebiet gelandet und hatte Jagd auf den Waaghboss gemacht, der ihn in der frühen Phase des Kampfes um das Theseus-System niedergestreckt hatte. Sein Dämonenschwert kostete viele Seelen an diesem Tag, bevor er den Anführer der Orks im dichten Kampfgetümmel ausfindig machen konnte. Die gewaltige Bestie war mit einer Einheit Biker im Handgemenge mit mehreren Krieger der Steinbrecher stecken geblieben und musste nun zu Fuß weiterkämpfen. Auf ein Zeichen des Flottenmeisters hin begann Sires Kreons Leibgarde den Waaghboss von den anderen Ork-Kriegern zu trennen, sodass er sich seinem neuen Gegner alleine stellen musste...

Sires Kreon spürte noch immer die Befriedigung des Dämons in der Klinge an seiner Hüfte, als er sich zu den Landungsschiffen aufmachte, um im Orbit wieder das Kommando über die Eiserner Enthaupter zu übernehmen. Die Monolithen würden nun bald komplett sein und die Flotte musste vorbereitet werden...
Parent - - By Ciliano Date 01.09.2015 - 00:05
Haha, voll reingefallen auf den Orkplan!
Parent - - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 01.09.2015 - 00:06
So ein Mist! :-O
Parent - By Wazdakka Koppspalta Date 01.09.2015 - 00:11 Upvotes 1
N00b.
- - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 24.09.2015 - 17:54 Edited 26.09.2015 - 17:32


Die Truppen der Steinbrecher hatten nach der Sicherung der Merx-Welten und der Eroberung von Virdas‘ Triumph eine nächtliche Großoffensive auf der Hauptwelt des Systems gestartet und sich dabei auf das von den Eldar kontrollierte Erias Südost konzentriert. Die Heftigkeit des Angriffs hatte die Xenos überrascht und mehrere Kommandoknoten konnten so schnell überwältigt werden, was die Koordination der noch immer zahlreichen Truppen der Eldar behinderte. Die Steinbrecher setzten daraufhin die Jagdkompanie der Kriegerschar ein, die sich – unterstützt von dämonischen Verbündeten der Schmiede der Seelenpein – daran machte, die versprengten Feindeinheiten aufzuspüren und zu vernichten. Insbesondere Einheiten aus Warpklauen waren es, die hinter der Grenze zwischen Real- und Warpraum die Xenos aufspürten, deren Seelen besonders hell im Immaterium strahlen. So wurden die Verbände der Steinbrecher immer wieder zu neuen Feindeinheiten geleitet, die mit grausamer Effizienz vernichtet wurden. Der neue Tag hatte noch nicht seinen Zenit erreicht, als die verbliebenen Truppen der Xenos auf psionischen Befehl ihres Oberkommandos auf Ceres hin den Rückzug von Erias einleiteten.



Die fahle Sonne versank bereits hinter den gewaltigen Festungsmauern von Erias Primus, als der Befehlspanzer des Land Raider-Verbandes in sicherer Entfernung zu den Verteidigungsgeschützen der Makropole zum Stehen kam. Die drei jahrtausendealten Kriegsmaschinen waren durch den eisernen Schädel der Iron Warriors gekennzeichnet und trugen zahlreiche blasphemische Zeichen ihrer grausamen Herren. Aus leblosen Augenhöhlen blickten die auf ihnen aufgespießten Trophäen auf die Krieger, die aus den sich grollend öffnenden Sturmrampen der Land Raider entstiegen. Alle trugen sie nahezu undurchdringbare Terminatorrüstungen, deren schwere Schritte den rauhen Boden unter ihnen zu Staub zermalmten. An ihrer Spitze stand ein Krieger, der selbst für die Maßstäbe von Chaos Astartes von beeindruckender Statur war: Argos Tvarr, Erster Kriegsschmied der Steinbrecher und oberster Befehlshaber der Kampagne im Theseus-System. Sein Blick wanderte langsam über die Befestigungsanlagen in der Ferne und begann bereits mit gnadenloser Effizienz Schwachpunkte zu analysieren und auf ihnen basierend einen Plan für die heraufziehende Schlacht zu entwerfen. Erias Primus würde brennen…
Parent - - By MKR Date 24.09.2015 - 18:47
... Meh.... Irgendwie hatte ich mir Kythnos Erscheinen epischer vorgestellt :/
Aber mal wieder ein cooler Hintergrundtext :3
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 26.09.2015 - 17:34
Ich hatte auch den falschen Namen eingesetzt (der Titel stimmte immerhin) - vor Ort ist natürlich Argos Tvarr. Der Meister der Steinbrecher selbt verweilt noch im Immaterium in der Schmiede der Seelenpein ;-)
- By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 06.10.2015 - 20:17
=][= Eine Stadt stirbt... III =][=

Die Nachricht der außer Gefecht gesetzten Schildanlagen von Erias Primus sorgte in der Kommandostellung der Steinbrecher im Süden der Makropole nicht für Aufregung. Es war nur ein weiteres Puzzlestück in der bis ins kleinste Detail durchgeplanten Kalkulation zur Vernichtung der Makropole. Das Eintreten dieses Ereignisses war bereits erwartet worden und die Rohre zahlreicher Artilleriegeschütze, die inzwischen über den Stützpunkt auf Virdas' Triumph auf den Planeten gebracht worden waren, waren schon auf die Mauern der Stadt gerichtet. Im unerbittlichen Trommelfeuer würden diese letztendlich nachgeben und die anderen Kampfparteien im System zum Handeln zwingen, wenn sie die Stadt nicht den Steinbrechern überlassen wollten. Und längst nicht alle Fraktionen in diesem Konflikt waren den Chaos Astartes in dieser Schlacht feindlich gesinnt...

"Reißt sie nieder!" hallte die Stimme des Ersten Kriegsschmiedes durch alle Voxverstärker der Armee und aus Eintausend Rohren ergoss sich das Verderben über Erias Primus.

- By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 05.11.2015 - 23:42 Upvotes 2
Unwirkliche Energien pulsierten um den Rumpf der Rache Olympias, als das Schlachtschiff die Grenze zwischen Warp- und Realraum durchstieß. Blitze zuckten über die mächtigen Kanonen und der Warpkerngenerator, dessen Energien selbst ganze Planeten zerreissen konnten, glühte voller unheiligem Licht. Mit einem dumpfen Dröhnen begannen die Manövriertriebwerke das Schiff in Position zu bringen, nachdem sich der Riss ins Reich des Dämonischen mit einem gleißenden Blitz geschlossen hatte, und vor den Warplanzen begann sich die Form des Planeten Erias abzuzeichnen. Mehrere Kreuzer und Eskortschiffe der Steinbrecher hatten sich bereits positioniert, um das Geleit für die Rache Olympias zu formen, die langsam kurz auf den Planeten nahm.

Auf der Brücke des mächtigen Leviathans hatte einer seinen unerbittlichen Blick fest auf das nun in seiner Reichweite liegende Ziel gerichtet. Lange Metalltentakel ragten aus seinem Rücken hervor und bewegten sich zischend um ihn herum. Seine Arme ruhten auf einem mehr als mannshohen Energiehammer, aus dessen Energiegeneratoren schwarzer schwerer Rauch quoll, der sich um den wartenden Riesen legte. Während der Planet vor den Fenstern der Brücke immer größer wurde nahm er die Waffe vor sich auf und drehte sich zu seinen versammelten Befehlshabern um. Kurz löste sich der dichte Rauch um ihn herum auf und enthüllte einen dämonischen Hühnen und meisterhaft gefertigter Servorüstung. "Bereitet die Landung vor!" dröhnte es aus seinem metallenen Visier - der Eiserne Schrecken war nach Erias gekommen.

- - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 14.11.2015 - 12:00 Upvotes 1
Die Rache Olympias lag ruhig im Raum, umgeben von weiteren Schiffen der Steinbrecher, die das behäbige Schlachtschiff mit ihren Waffenbatterien und Lanzen schützen würden, sollten sich doch noch unerwarteterweise Feide zeigen und einen Angriff wagen. Die Langstreckenauguren scannten fieberhaft die leeren Weiten des Alls um die versammelte Flotte herum, damit jede Störung frühzeitig erkannt und vernichtet werden konnte. Denn auf der Brücke der Rache Olympias hatte sich die Riege der Kriegsschmiede mit Kythnos Thargelion, dem Meister der Steinbrecher versammelt, um einem dunklen Ritual beizuwohnen - dem letzten Puzzlestück in dem Konflikt, den die Kriegerschar in den vergangenen Monaten mit brutaler Effizienz bestritten hatte. Vor der Fenstern der Brücke der Rache Olympias zeigte sich Wisdors Opfer, der Warpriss, dessen Entstehung die systemweite Eskalation des Kampfes um das Theseus-System eingeleitet hatte. In verschiedenen Farbtönen zwischen Blau, Rot und Violett pulsierte die Warpanomalie und die zahllosen Seelen, die in diesem Konflikt in den Warp gesogen waren, hatten den Riss deutlich sichtbar anschwellen und die Grenze zum Reich dahinter dünner werden lassen. Es fehlte nur noch der letzte Tropfen, um das Fass zum Überlaufen zu bringen.

Im Zentrum der versammelten Befehlshaber der Steinbrecher kauerte die geschundene Gestalt von Gouverneur McFyrze auf dem Boden. An den zerfetzten Resten seiner Kleidung und auf seiner Haut klebte noch das Blut der bei seiner Verteidigung gefallenen Dark Angels und auch der Gouverneur selbst hatte mehrere Verletzungen davongetragen. Welche er davon in der Schlacht unter dem Gouverneurspalast erlitten hatte und welche auf dem Weg in Gefangenschaft bis hierher war nicht mehr klar zu sagen. Doch trotz seiner Wunden zeigte sich in seinen Augen noch immer Trotz und Widerstand wenn er kurz aufblickte. Die Götter würden so ein Opfer genießen.

Neben dem Gouverneur stand der Hexer Iszhkar Eisenfratze, der durch seine arkanen Kenntnisse die Kriegsgeschicke des Ersten Kriegsschmiedes in diesem Krieg geleitet hatte. Worte der schwarzen Sprache drangen aus seinem verzerrt mutierten Mund und schienen sich wie schwere Ketten um um den Gefangenen zu legen. In seiner Hand hielt der Hexer einen krude gefertigten Opferdolch, auf dem jedoch in kunstfertigen Runen die Namen der vier schrecklichen Gottheiten des Chaos eingraviert waren. Die anwesenden Befehlshaber der Steinbrecher waren allesamt keine Anhänger der Nutzung von Hexerei und dunkler Magie, ihr Krieg wurde noch mit der Macht von Kanonen und Panzern geführt, doch der in ihrer Gensaat verwurzelte Pragmatismus ließ sie dieses Ritual widerwillig billigen. Es war schlicht und einfach eine Notwendigkeit.

Mit dem letzten Wort seines Spruches stieß Iszhkar Eisenfratze den Opferdolch ins Herz des Gouverneurs, der inzwischen von den unsichtbaren Ketten aufgerichtet worden war. Für einen Augenblick schien nichts zu geschehen, doch dann fanden die Energien des Chaos durch den Leib des Gouverneurs den weg in den Realraum. Ein ohrenbetäubendes Getöse wie bei einem Orkan begann sich auf der Brücke zu entfalten, unwirkliches Elmsfeuer flackerte durch den Raum und unverständliche Stimmen aus einer anderen Welt sprachen wild schnatternd durcheinander. Das Opfer des Gouverneurs hatte die Seelen, die durch den langen Konflikt in diesem Bereich des Warps versammelt waren, in Brand gesetzt und nun kocht der Ozean der Anderswelt und drängte darauf, in den Realraum einzuströmen. Es lag im Interesse der Steinbrecher, ihm dies zu gestatten.

Während Iszhkar Eisenfratze nun mit seiner Macht kämpfte, um die aus dem Gouverneur herausströmenden Energieströme auf der Brücke der [img]Rache Olympias[/img] nicht eskalieren zu lasen, betätigte der Erste Kriegsschmied die Hauptwaffe des Schlachtschiffes. Ein gleißender Blitz erhellte das All um die versammelte Flotte, als die Planetenkiller-Kanone anließ und einen blendend hellen Energiestrahl direkt in Wisdors Opfer jagte. Die gewaltigen Energien, die dabei generiert wurden, ließen auch das mächtige Schlachtschiff erzittern und die Schildgeneratoren liefen im kritischen Bereich, um Schäden zu verhindern. Doch es dauerte nicht lange, und der Beschuss zeigte seine gewünschte Wirkung am Warpriss. Die Anomalie begann zu pulsieren, unwirkliche Laute als würden Welten bersten drangen ins All und unter dem Druck der brodelnden Warpenergien barst mit einem Klirren die Grenze zwischen den Welten. Der Strom auf der Brücke verebbte, während sich die Energieströme nun durch den viel größeren Riss in den Realraum ergossen. Unwirkliche Lichtphänomene erfassten das gesamte System, mutagene Energien ließen ihr fauliges Mal auf Flora und Fauna der Planeten zurück und auch die Gesetzmäßigkeiten der Natur wurden vielerorts temporär über den Haufen geworfen.

Doch für die versammelten Befehlshaber der Steinbrecher war dieser Sturm unerheblich. Er würde recht bald wieder abebben, wie es immer mit den Gezeiten des Warp geschah. Nur Dinge aus Eisen und Stein waren von Dauer. In diesem Augenblick begann sich die gewaltige Silhouette eines Space Hulks durch den Warpriss zu schieben. Die Schmiede der Seelenpein trat in den Realraum über und mit ihr kam das Versprechen von Tod und Verderben über das Theseus-System.




+++ Ende des dritten Kapitels des Theseus-Konfliktes +++
Parent - - By Kinnay Date 14.11.2015 - 12:18
Ist schon scheiße, im Theseus-Systems zu wohnen. ^^'

Sehr schön geschrieben. Glückwunsch an die Steinbrecher, nehme ich mal an? Bin gespannt, was sie jetzt mit der Schmiede der Seelenpein anstellen werden. Und wad Iszhkar jetzt davon hat! Der wird doch sicher auch Bezahlung für seine Dienste wollen? ;)
Parent - By Kythnos (Alter Fluff-Spieler) Date 14.11.2015 - 12:35

>Ist schon scheiße, im Theseus-Systems zu wohnen. ^^'


Wohl wahr. Aber so langsam dürfte es auch kaum noch normale imperiale Bewohner geben :-D

>Glückwunsch an die Steinbrecher, nehme ich mal an? Bin gespannt, was sie jetzt mit der Schmiede der Seelenpein anstellen werden. Und wad Iszhkar jetzt davon hat! Der wird doch sicher auch Bezahlung für seine Dienste wollen? ;)


Man wird sehen ;-)
Up Topic Clubs und Co. / 40k Spielertreff Hamburg / Theseus-Konflikt III - Sturm des Eisens (locked)

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