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Hoch Thema Das Forum und die Mitgliederseiten / 2. Fan Fiction Wettbewerb / Die Tafel (gesperrt)
- Von Forumsbot Datum 13.01.2007 - 23:19
Krashkyotl brach aus dem Dickicht, denn er wollte seinen Schutz zugunsten einer besseren Perspektive aufgeben. Gegen seine Natur sah er beinahe angewidert auf das Schlachtfeld und betrachtete die mit Beulen übersäten, zerfetzten Leichname seiner einstigen Geschwister und Brutgefährten, die zu hunderten und aberhunderten auf dem weit entlang gezogenen Schlachtfeld lagen.
Er konnte nicht glauben dass er, nachdem er so verzweifelt und erbittert gekämpft hatte, seine Strategie aufgeben musste und die einzige, jetzt noch mögliche Option wählen musste um den Sieg zu erringen. Er wollte nicht. Er konnte nicht. Irgendwas beschwor ihn es nicht zu tun. Ein Zittern ging durch den kaltblütigen Körper des Skinkschamanen, als er die Tafel aus seiner Tasche herauszog; das Relikt aus alten Zeiten, mit dem er das Schlachtglück wenden konnte und musste.
Nein. Er würde es nicht tun. Er musste das Artefakt für einen wichtigeren Moment aufheben; die Alten mussten in seinen Körper gefahren sein, dachte er, als er das poröse und spröde Relikt aus alten Zeiten in die verstaubte Tasche seines wallenden Umhangs steckte, denn er war der Auserwählte, mit ihm sollte die Macht der Tafel sein.
Krashkyotls Kopf fiel nicht weit entfernt von seinem Rumpf zu Boden, da der Schlag des verletzenden Seuchenmönchs nicht fest genug war um ihn  vehement abzureißen. Galgatsch konnte sein Glück kaum fassen als er die alabasterfarbene Tafel entdeckte, die unter dem enthaupteten Körper hervorlugte, sie begierig an sich riss und, so gut es sein schlaff vom Körper hängender Arm zuließ, zum Waldstück eilte, welches er durchqueren musste um die Klippe hinunterzugelangen. Immer wieder wurde Galgatsch schwarz vor Augen, genüsslich jedoch stellte er sich vor, was mit dem Hornnacken geschehen würde, der ihn halb zerfetzte, wenn er dem Seuchenherrscher das Artefakt überreichte und es angewandt würde.
Jedoch, was wäre wenn sein Meister ihn nicht ausreichend belohnte? Und was wenn sein Herr den unbändigen Spruch der Magietafel nicht einsetzte sondern sie für sich behielt? Das konnte er nicht zulassen! Er musste fliehen; vom Schlachtfeld fliehen und den schweren, sich warm anfühlenden Stein beschützen, koste es was es wolle. Er konnte ihn niemandem überlassen, er wusste, er war für ihn auserkoren!
Der Giftpfeil traf ihn mitten ins Herz, weswegen der unglückliche Seuchenmönch auch sofort starb und nicht miterleben musste wie seine Atmung langsam versagte.
Such die Tafel, such die Tafel, sagte der Kroxigor Xliat sich immer und immer wieder vor. Seine Aufgabe war zu relevant als dass er sie vergessen konnte. Nur gut dass er ein Skink Rudel bei sich hatte, dass ihm helfen würde seinen ehrwürdigen Auftrag zu bewältigen. Mit seiner gewaltigen Hand entriss er dem toten Skaven das Steinutensil und konnte die immense Kraft, die der Platte innewohnte schon beinahe spüren. Nun musste er sich noch einmal durch das Schlachtfeld kämpfen und zum Slann zurückkehren der ihm befohlen hatte den mächtigen Schatz zu finden. Der Rat des Slanns, er solle sich in Acht nehmen, da die Tafel gefährlich sei, hatte sich in den Gehirnwindungen des Kroxigors längst verloren.
Aus den Pfaden des Dschungels hinausgeprescht sah sich Xliat nach seinem  Skink Schutzschirm um. Diesen erblickte er weiter vor ihm, bereits auf dem Schlachtfeld kämpfend. Da er eine Echse war beunruhigte ihn die Tatsache, dass seine Skink- Gefährten wie die Fliegen fielen, nicht im Geringsten. Xliat dachte so schnell er konnte nach, was er am besten machen könnte um den Plan der Alten nicht zu gefährden. Er wusste dass die Tafel seine Aufgabe war, sein Schicksal, er war erfüllt von der Glut dieser Macht, es war ihm unmöglich diese Steinplatte zu opfern. Der Plan der Alten musste diese Wendung vorsehen dachte er  bei sich, und lief, eine breite Schneise in das Heer der Skaven schlagend, gen Hiuatiptuli um die Tafel dort in Sicherheit vor den Skaven, den Echsenmenschen und dem Slann zu bringen, denn er allein besaß die Kraft das Artefakt zu hüten.
Xliat zerfiel sofort zu einer Art Brei als der siedend heiße Inhalt des Seuchentopfs über ihn gegossen wurde.
Schweigend betrachtete der Seuchenherrscher seine Diener, wie sie das, was einmal ein Reptil war, von der Reliquie trennten die er, Vralitsch so sehr begehrte. Er streichelte die rauen Kerben der Tafel, und raunte ihr liebliche und zärtliche Worte zu, denn was er in den Händen hielt, war unumstritten der endgültige Sieg und die Vernichtung des Slanns von Hiuatiptuli. Er würde zum Erz-Seuchenherrscher aufsteigen und bald würde er alle Echsen ausrotten, er würde sie vom Antlitz der Welt tilgen und nicht eine Kreatur auslassen.
Jedoch...Wie konnte er die Tafel einsetzen, wenn er sie nach ihrer Verwendung nicht mehr gebrauchen konnte? Wie soll er auf diese Weise sein endgültiges Ziel erreichen? Was, wenn der Zeitpunkt für den Gebrauch des Relikts noch nicht gekommen war? Er verstand nicht; er fragte sich ob er unter einem Zauberspruch stünde, weil er seine eigene Schizophrenie nicht akzeptierte. Es war besser er würde die Platte sofort aktivieren, er müsste es tun um seine eigene Existenz zu sichern und stärker zu werden, schließlich war er, Vralitsch die Beule, dazu ermächtigt die Existenz der Echsen zu bekämpfen und derjenige der es schaffen würde sie endgültig auszuradieren. Mit dieser seiner Tafel, die nur er zu beherrschen im Stande war, konnte er das Schicksal der Skaven bestimmen.
Noch während er die Hände, die eifrig die mit goldenen Lettern verzierte Platte umklammerten, zum Himmel hob um den Zorn der Magie zu entfesseln, rutschte loses Erdwerk von einem Hügel herab; ein grober Stein fiel auf Varlitschs Kopf und brach seine Schädeldecke, seine Diener wurden begraben und sollten für immer schweigen.
Sortoak kam mit seiner Tempelwache an den abstoßenden Rand des Schlachtfelds. Der Gestank nach Kot, Blut und Fleisch war überwältigend und hing wie eine große Wolke über der Steppe. Mühsam rang sich Sortoak seinen Ekel ab und befahl seinen Wachen näher an die Mitte des Grauens zu bringen.
Hie und da wob der uralte Magier einen Spruch der einen Verletzten heilte, oder einem Sterbenden das Leid ersparte und ihn erlöste. Als der Slann das nächste mal den Kopf hob bemerkte er, dass kein Lebewesen außer ihm und seiner Garde mehr erhobenen Körpers, auf dem Schlachtfeld stand. Die Sonne schien dem Wesen ins Gesicht, dass so viele Kriege erlebt hatte, jedoch war keiner so schmerzvoll wie dieser. Nicht eine Erinnerung an eine Schlacht erschien ihm so hoffnungslos wie der Anblick des Gebietes vor seinen Augen.
Als seine leuchtenden Augen über das Reich der Zerstörung schweiften bemerkte er einen glitzernden Gegenstand, der im Sonnenlicht hell aufstrahlte.
Als er seine Tafel, sein Artefakt, sein Schicksal, seine Seele wieder in den Händen hielt, überkam ihn blinde Wut. Er hatte sich ganz auf den Plan der Alten verlassen, diesen Schatz Zeit seines Lebens gehütet wie seinen Augapfel und er hatte nichts als Zerstörung und Leid angerichtet obwohl er doch Hoffnung und Freude bringen sollte. Sortoak nahm die Platte und hieb sie mit geballter Kraft und kaltem Hass gegen einen Felsen. Nichts geschah. Wieso wurde die Magie der Platte nicht aktiviert?, fragte Sortoak sich. Dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Sortoak lachte bitter; denn er begriff dass die wahre Magie der Platte schon lange Zeit vorher ausgelöst wurde, er jedoch einen hohen Preis dafür zahlen musste...
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