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Hoch Thema Das Forum und die Mitgliederseiten / 2. Fan Fiction Wettbewerb / Überleben des Stärkeren (gesperrt)
- Von Forumsbot Datum 13.01.2007 - 15:07
Badadum starrte auf die große, weiße Ebene, die sich vor ihm und seinen Jungs erstreckte. ,,Endlick göbt's Fudder!" rief der Oger mit lautem Gebrüll. Die anderen Oger starrten ihn an, als ob er sich schon wieder mit Rhinoxfett Gnoblarnasen ins Gesicht geklebt hätte. ,,Boss, wir nickt sähen wat zu fuddern." sagten sie. Badadum kratze sich am Kopf und guckte auf die Karte, die sie dem Dünnling abgenommen hatten. ,,Aaalsooo, laut de Karte hier, sollt'n wir jetzad im groß Dünnling's Reich sein. Imperijamm oder so hieß es dock, oda? Naja, jedänfalls gibt's Fudder da. Viel Fudder. Viel viel Fudder." Die Oger überlegten ein paar Augenblicke, bis ihnen bewusst wurde, dass sie sich nicht ,,Viel viel Fudder" vorstellen können. ,,So viel viel Fudder?" fragte Papa Vatermörder. ,,So viel viel Fudder!" antwortete ihm Badadum und zertrat beim Versuch die Futtermenge mit dem Bauch und den Armen darzustellen einen Gnoblar. ,,Blosss Bosss, esss gibbbbt daaaaa einnnn kleinnnnnnesssss Problemchennnnn. Daaaasss siehttttt netttttttt aussss wwwwwie aufffff daaaaaa Karttttteee." meinte Grammatick. Er war sehr stolz auf seinen Namen, den er wegen seines Sprachfehlers von einem Schreibgelehrten aus dem Imperium erhalten hatte. ,,Hmmm...." machte Badadum und alle anderen Oger machten ebenfalls ,,Hmmm...". ,,Vielleickt haben die Dünnlinge ihr Land g'nommen und wo anders hingetan? Haben dock nickt alle Keulen in der Höhle diese Dünnlinge." flüsterte einer der Gnoblars einem anderen zu, der ihm eifrig zunickte. ,,Dat is da Lösung! Dünnlinge mach'n einfack doofe Kart'n!" rief Badadum. Die anderen Oger nickten. ,,Also, müss'n wia los. Fudder wartet!" schrie Badadum aus Leibeskräften. ,,Welches Fudder?" fragten die anderen Oger. ,,Viel viel Fudder? Sagt euck dat wat?" ,,Aaaah! Viel viel Fudder!"

Urik Wolfzahn schwang seinen gewaltigen Zweihänder und rief laut den Namen des Tchar, um sich dessen Gunst zu sichern. Die tileanischen Söldner flüchteten in alle Richtungen, als sich vor ihnen Augen ein geflügeltes Wesen mit einem Vogelkopf materialisierte. Das Wesen stieß einen kreischenden Ruf aus und aus dem Himmel fielen Geschosse vielfarbigen Feuers, das den Boden verbrannte. Die tileanischen Handelsleute, die bis vor wenigen Minuten noch gemütlich in ihren Kutschen saßen, liefen schreiend weg, um irgendwie den Angreifern zu entkommen. Urik sah ihnen lächelnd zu. Sie würden sowieso nicht entkommen können. Aus allen Himmelsrichtungen ritten und liefen seine Männer und die übernatürlichen Schrecken des Tchar, die Horrors, herbei und holten die Überlebenden ein, welche bis zum letzten niedergemacht wurden. Es war eine gute Jagd gewesen. Tchar würde entzückt sein über die Opfer, die sie ihm gebracht haben. Urik packte seinen Zweihänder wieder in die Tasche an seinem Ross und ritt zu seinen Männern, um mit ihnen den Sieg zu feiern und ihren Gott zu preisen. Sein Blick streifte die nebelumhangenen Berge und für einen kurzen Augenblick dachte er, einige dunkle Gestalten im Nebel erblickt und einen fernen Ruf vernommen zu haben. Doch dann schob sich eine Wolke vor die Berge und die Konturen der Gestalten verschwammen und lösten sich auf. ,,Es war nichts.." murmelte Urik und schnürte seinen Umhang enger um sich, als ein kalter, schneidender Wind aufkam. Dann ritt er zusammen mit den anderen Kurgan in Richtung Norden davon.

Ogertyrann Badadum war schlechter Laune, weshalb die anderen im gebührendem Abstand durch die trostlose Ebene stapften. Wenn Badadum schlechte Laune hatte, riss er für gewöhnlich den anderen Gliedmaßen aus und das wollte keiner von ihnen am eigenem Leib erfahren. Sie hatten diese Einöde nun schon seit drei Tage durchwandert und langsam müsste doch irgendetwas in ihrem Blickfeld auftauchen. Das einzige, was sie sahen, waren ihre Kameraden oder hin und wieder schwarze Rauchwolken am fernen Horizont. Doch das war natürlich. Zharr-Naggrund lag dort, doch dahin würden sie nicht gehen. Die Tatsache, dass Zharr-Naggrund in der falschen Richtung lag, kümmerte sie nicht. Chaoskleindicklinge waren so dumm wie Dünnlinge, wenn es um Orte und Richtungen ging. Die Chaoskleindinge hatten wahrscheinlich ihre Stadt verlegt. Das war jedenfalls die Aussage ihres Tyrannen gewesen und sie klang einleuchtend. Plötzlich kam einer der Fallensteller, die die Gegend ausspionierten, angerannt. ,,Boss, Boss! Da ist etwas! Etwas!" rief er ganz aufgeregt, in der Hoffnung für seine Entdeckung belohnt zu werden. Nachdem Badadum den Fallensteller mit den Worten ,,Du nervst." in die ewigen Jagdgründe geschickt hat, ging er mit seinen Jungs zu der Stelle, die ihnen der Gnoblar zeigen wollte. ,,Boah!" riefen die Ogerbullen im Chor. Vor ihnen erstreckte sich ein Schlachtfeld. Die Leichen unzähliger tileanischer Söldner lagen auf dem Boden und an einigen Stellen war der Boden von irgendetwas verbrannt worden. ,,Wassss issst hierrrr paaaaaassiert?" fragte Grammatick in die Runde. Noch während die Worte verklangen, heulte ein unnatürlicher Schrei über die sonst so stille Ebene. Das Schlagen gewaltiger Flügel spaltete den Himmel und die Oger sahen eine vielfarbige Kreatur durch den Himmel gleiten, der durch die pure Anwesenheit des Wesens im vielfarbigen Feuer aufging. Die Oger schauten fassungslos dem Schauspiel zu, bis das Wesen mit einem letztem Kreischen am Horizont verschwand. Badadum starrte auf die Stelle, an der das Monstrum verschwunden war. Dann drehte er sich zu seinen Jungs um und deutete ihnen, dass sie weitergehen sollten. Sie haben ihr Futter gefunden. Die Jagd würde beginnen können.

Sie waren schon einige Kilometer marschiert, ehe einer der zurückgebliebenen Reitern, die die Gegend auskundschaften sollten, herbeigeritten kam. Er ritt mit halsbrecherischem Tempo nach vorne, um mit Urik zu sprechen. Als er endlich vor ihm stand, war sein Ross erschöpft und er musste absteigen, bevor das Tier noch zusammenbrach. ,,Er ist wohl den ganzen Weg mit dieser Geschwindigkeit geritten..", ging es Urik durch den Kopf. ,,Sprich!" befahl er und sah den Kundschafter von seiner höheren Position aus mit seinen kalten Augen an. ,,Mein Anführer, ich habe, wie befohlen, das Umland beobachtet. Vor kurzem sind ein paar Kilometer hinter uns Oger aus dem Nebel aufgetaucht. Sie wirken kampfbereit und als der Herrscher des Wandels über sie hinweggeflogen ist, haben sie eine Menge Lärm mit ihren Waffen verursacht und sind ihm hintergerannt." Urik verstand nun, warum der Kundschafter sein Ross beinahe zu Tode geritten hatte. Der Herrscher des Wandels war vor gut einer Stunde bei ihnen gewesen. Er hat die Oger genau zu ihnen geführt. ,,Oger sind schnell. Sehr schnell. Besonders wenn sie hungrig sind. Sie werden gleich hier sein.." dachte Urik bestürzt. ,,Gefechtsbereit machen! Oger sind auf dem Weg! Bei Tchar! Macht euch kampfbereit!" schrie er. Doch es war zu spät. Im Nebel sah er bereits einige dunkle und sehr breite Gestalten auftauchen.

Grammatick hatte es erwischt. Schade, denn Badadum mochte ihn und besonders seine lustige Art zu sprechen. Aber so etwas passiert nun einmal, wenn man mit vollem Karacho in einen Speer rennt und sich dabei das Herz durchbohrt. Und wenn man dann auch noch von einem Zweihänder den Kopf abgeschlagen bekommt, ist es auch mit einem sehr lustigem Oger aus. Doch die anderen Oger beachteten den Verlust ihres Kameraden kaum und prügelten mit ihren Keulen auf die Dünnlinge ein. Die Gnoblars hatten begonnen, mit allerlei Zeug zu werfen und einer der Dünnlinge ging zu boden, als ein Kochtopf ihm an den Kopf geworfen wurde. ,,Komisch, diesen Kochtopf kenne ich doch irgendwo her.", dachte Badadum. Doch der Gedanke, dass ein Gnoblar mutig genug war, um einen Kochtopf aus seinem Zelt zu stehlen, kam ihm gar nicht in den Sinn. Stattdessen kam ihm ein Dünnling vor die Keule. der auch gleich von eben dieser zerschmettert wurde. ,,Durckhalten, Jungz! Heute gib es Dünnling-schnitzel!!" schrie er und die Jungs stimmten mit heulendem Gebrüll darin ein. Doch da krachte ein violetter Blitz in einen seiner Jungs, verbrannte ihn von innen nach außen und hinterließ nur ein Häufchen Asche. Badadum sah sich nach der Herkunft des Blitzes um, doch da gab es keinen Magier in den Reihen der Dünnlinge. Er verstand dieses Rätsel nicht, bis ein heller Ruf ihn aufschreckte. Ein großer, geflügelter Schatten glitt über sie hinweg und ein weiterer Oger ging in Flammen auf. Badadum sah nach oben und wusste, dass er einen passenden Gegner gefunden hatte.

Mit einer kräftigen Bewegung zog Urik seinen Zweihänder aus dem zähen Fleisch des getötetem Ogers. ,,Oger sind gute Gegner." meinte er flüsternd zu sich selbst. Dann schwang er seinen Zweihänder und griff mit einem Kampfschrei an. Der Oger, den er attackierte, wischte seinen Hieb jedoch mit einer Schlag seines Hammers hinweg. Dieser Oger war sehr viel größer als der vorherige. Auf dem Kopf des Ogers thronte der Schädel eines weiteren Ogers, der dem erstem Oger verdächtig ähnlich sah. ,,Ick bin Vatermörder Papa!!!" brüllte das Monstrum und schwang seinen Hammer. Urik wurde vom Pferd geschleudert, als dieses vom Hammerhieb umgeworfen wurde und auf der Stelle verstarb. Urik rappelte sich schnell auf, warf sich jedoch gleich wieder zur Seite, als der Oger wieder angriff. Grinsend richtete sich Urik auf. Dieser Oger war ein Gegner ganz nach seinem Geschmack. Der Oger verfiel in eine beinahe Raserei und seine Schläge kamen immer schneller. An Parieren verschwendete er nicht einmal einen Gedanken, dafür war der Oger viel zu stark. Und ausweichen konnte Urik auch nicht mehr lange. Urik reagierte sofort. Von seiner defensiven Stellung ging er über in die Offensive. Seine Schläge prasselten auf den Oger ein, der zurückwich und stolperte. Mit letzter Kraft schwang er seinen Zweihänder und trennte dem Oger den Kopf glatt von den Schultern ab.

Der Herrscher des Wandels schwebte beinahe zu Boden, so geschmeidig wirkten seine Bewegungen. Seinen Stab hielt er fest in einer Kralle und die andere formte eine Kugel vielfarbigen Feuers. Ein Zeichen mit der Hand und in den Horden der winzigen Gnoblars entstand ein Riss aus magischem Feuers, aus dem unzählige Horrors strömten. Die Gnoblars rannten, angesichts dieser unnatürlichen Schrecken davon und wurden von den Horrors in der Luft zerrissen. Eine plötzliche Bewegung riss den gewaltigen Dämon aus seiner Belustigung über diese jämmerlichen sterblichen Wesen. Ein großes, stählernes Etwas raste auf ihn zu und verfehlte ihn nur knapp. Vor ihm stand ein großer Oger und holte gerade erneut mit dem Etwas aus. Der Dämon erkannte nun, dass dieses Etwas anscheinend eine Kanone war. Ein magischer Feuerwall entstand um ihn und der Schlag prallte daran ab. ,,Jämmerlicher Sterblicher.." sagte der Dämon mit unheimlicher Stimme. Die Kanonenkugel des Ogers, die dem Dämon die halbe Brust wegsprengte und ihn nach hinten taumeln ließ, sagte nichts, wie für Kanonenkugeln üblich.

Von dem Rückstoß der abgefeuerten Kanonenkugel wurde Badadum nach hinten geschleudert, doch er blieb auf den Beinen. ,,Hoffe, du hast rausg'funden, warum ick Badadum heiße!" brüllte Badadum und stürmte auf den Dämon zu. Im Angriff stemmte er die Kanone hoch und ließ sie auf den Kopf des Dämons krachen. Der Herrscher des Wandels packte seinen Stab und richtete sich auf. Er beschwor seine magischen Kräfte und deutete mit einer Klaue auf Badadum. Ein vielfarbiger Blitz entstand an einer Kralle und schoss auf den Oger zu. Der Oger, dessen Gewicht man ihm nicht anmerkte, wich dem Blitz aus und fegte mit einem erneutem Schlag dem Dämon die Beine weg. Der Herrscher des Wandels fiel auf die Knie und versuchte sich wieder aufzurichten, als ihm eine Kanonenöffnung vor das Gesicht mit dem Schnabel gehalten wurde. ,,Sach Tschüß, Großvogelding." sagte Badadum und feuerte die Kanone ab.

Urik war am Ende seiner Kräfte. Er sah nicht mehr, wie seine Männer von den Ogern von ihren Pferden gerissen wurden. Er sah auch nicht mehr, als die Oger von magischem Feuer der Horrors verbrannt wurden. Er bemerkte nicht einmal, dass die Horrors plötzlich platzen und der Boden erschütterte, als der Herrscher des Wandels, der große Dämon von Urik's Gott Tchar, zurück in das Reich des Chaos geschickt wurde. Er lag nur auf dem Boden und wartete auf sein Ende. ,,Ich habe Tchar enttäuscht. Mein Leben ist verwirkt." dachte er. Als ein Paar schwere Stiefel vor ihm knirschten, hob er langsam den Kopf und starrte in das Gesicht eines Ogers. Er erschrak, doch dann reichte ihm jemand eine in Eisen gepanzerte Hand und half ihm auf die Beine. ,,Du hast gut gekämpft, Urik Wolfzahn. Du bist würdig." meinte der Chaoskrieger, der ihm aufgeholfen hatte. Urik sah sich um und erblickte eine gewaltige Horde in Stahl gerüsteter Krieger des Chaos. ,,Ich nehme dich in meine Horde auf, Urik. Ich hoffe, du leistest mir gute Dienste." meinte der Chaoskrieger, der wohl der Anführer der Horde war. ,,Ich bin der Chaosgeneral Murdik, ein Auserwählter der Götter. Diene deinem Gott und du wirst wohl belohnt werden. Tchar hält weiter zu dir. Alle werden dem Chaos dienen!" schrie er und hob den abgeschlagenem Kopf des Ogertyrannens Badadum hoch.
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