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Up Topic Das Forum und die Mitgliederseiten / 2. Fan Fiction Wettbewerb / A Goblins life... (locked)
- By Forumsbot Date 13.01.2007 - 14:47
Dies ist eine Geschichte, wie sie jedem kleinen Goblin in der ein oder anderen Fassung erzählt wird, bevor er in die Minen der Orks getrieben wird. Sie handelt von dem großen Goblinhelden Zibbli und soll jedem kleinen Goblin zeigen, was man alles erreichen kann, wenn man nur genug ehrliche Arbeit in seine Ziele steckt.

Zibbli wuchs beim Stamm der Gelbzähne auf. Ein Stamm aus hauptsächlich Orks und somit war Gibblis Stand von Anfang an ziemlich genau festgelegt: Er war kein Boss und für einen Goblin hieß dies in erster Linie harte Arbeit. Zibbli hasste die Arbeit. Er wurde getreten und geschunden. Zibbli hol einen Speer, Zibbli hau diesen Stein klein, Zibbli lock mal eben die Squigs an, Zibbli lenk mal eben diesen Troll ab. Das Leben als Goblin ist ein hartes und nach diesem schicksalhaften Tag wurde es nicht besser.
Denn einmal kam der Stammesriese auf die grandiose Idee es wäre Zeit für einen kleinen Snack als Zibbli gerade dabei war seine Zähne zu putzen. (Zibbli hatte sich sowieso gewundert warum alle anderen Goblins dafür stimmten, dass er die Riesenzähne putzte. Das machte sonst Keina. Aber Keina war nirgends zu finden.)
Nun, den Ausflug durch den Verdauungstrakt des Riesen überlebte er auf seltsame Weise unbeschadet. Doch seit diesem Tag war Zibbli nicht mehr derselbe. Er hatte einen ernsten Mork- (oder wars Gork?) Komplex entwickelt. Die Götter hatten dafür gesorgt, dass er die Magensäure überlebte und sich seinen Weg durch den Darm des Riesen kämpfte. Er war ein Gesegneter, er würde die Goblins befreien, er würde ein Boss sein.
Doch zunächst einmal wurde Zibbli von einem Orktreiba verprügelt weil er "tagälan auf da faulän Haut rumlag".

Die nächsten Wochen vergingen ohne größere Veränderungen. Arbeiten, verprügelt werden, einen Kameraden in das Squiggehege schubsen, stundenlang über das folgende Spektakel lachen, ein paar Snotlinge treten, arbeiten.
Doch immer, wenn Zibbli dachte das niemand zusah arbeitete er an seinem Plan. Er stahl aus dem ganzen Lager Dinge zusammen. Stofffetzen, Messer, Eisenplatten, etwas Holz, mehr Stoffe. Die Schuld darauf wälzte er auf seinen Kumpel Krik. Der war sowieso viel zu dumm um mitzukriegen, dass er als Sündebock diente. Hatte schon viel zu häufig an den Pilzen geknabbert.
Am Tag arbeitete Zibbli für seine Orkherren, baute Waffen, zimmerte Hütten, doch nachts schneiderte er sich ein verwegenes Kostüm, dass jeder sehen würde das er ein wahrer Boss war und er trainierte. Er kämpfte gegen die Snotlinge ("die sind viel gemeina als ihr dänkt, ährlich."), die anderen Goblins ("He, nur weil man von hinten angraift heißt das noch langä nicht das es ainfach war.") und sogar einen Troll ("Selbst wenn die schlafän stinken die ganz fieze."). Und er stahl weiter. Viele Orks wachten morgens auf und wunderten sich wo ihre Lieblingswaffe hin war. Oder ihr Bier. Oder ihre Hose.
Irgendwann war auch der Lieblingshelm des Orkbosses Wuzzag da Schlauä verschwunden. Der einzige Hinweis auf den Täter war ein in den Wams des Bosses geritztes "Z". Und es musste ein Gobbo gewesen sein, "di sin ja imma Schuld".
Nachdem also die Schuld in bester Goblin Tradition von Zurok, über Zibbli, dann Zonk, dann Zatti, dann Zickzack, nun wieder zu Zatti und dann über Zimb, zum Schluß auf  Krik weitergereicht wurde (der Dank eines Pilzschnappses viel zu bedröhnt war um die Tradition fortzusetzen oder zu bemerken, dass sein Name nicht mit "Z" beginnt.) war auch dieses Problem gelöst. Der Helm aber blieb verschwunden und viele wilde Gerüchte über den waghalsigen Dieb "Z" machten unter den Goblins die Runde.

Der wahre Aufstieg des tapferen Goblins Zibbli begann aber erst zu Zeiten des großen Waaagh Gorbad. Auch die Gelbzähne folgten dem großen Waaaghboss in den Krieg.
Der Waaagh war das beste was Zibbli passieren konnte. Die Wirren, das Beutegut und viele betrunkene Orks die man leicht berauben konnte. Seine Sammlung am sinnlosen Kram wurde immer größer, so groß, dass sich mancher Ork fragte was da denn aus dem Goblinzelt herausragte. Aber immer wenn sie genauer nachsehen wollten tauchte Krik auf und fing an den jeweiligen Ork zu beleidigen. (Wieder mal abgefüllt mit Schnaps, natürlich.) Ja, Krik war wirklich ein guter Kumpel und so stabil.
Währenddessen bemühte sich Zibbli seine Ambitionen zu verstecken. Einige Snotlinge hatte er bereits heldenhaft unter seinen Willen gezwungen und brachte sie dazu aus dem gestohlenen Material einen Wagen zu bauen. Die Wölfe hatte er bereits gezähmt (noch einmal Schnaps und ab und zu ein Snot). Zibbli war sich sicher, dass er bald die Macht an sich reißen würde und dann würde selbst Gorbat vor ihm zittern und in die Knie gehen.
Das Schicksal der meisten Waaaghs ist es irgendwann einfach aufzuhören, meist in Verbindung mit dem Ableben des Bosses, und so war es auch mit dem Waaagh Gorbat. Zu Zibblis Glück allerdings kam in der letzten Schlacht des Waaaghs sowohl Wuzzag als auch die meisten Orks ums Leben, während der Großteil der Goblins in weiser Voraussicht einen  Fluchtplan vorbereitet hatten. ("Rennt um eua Lebän!")
Und Zibbli war auf seinem Wagen der schnellste, rennte also vorneweg. Und wenn Goblins eines wissen: Wer vorneweg läuft ist der Boss. Somit hatte Zibbli sein Ziel erreicht, er war Boss. Ganze "3 mal viele" Goblins folgten seinem Befehl und er würde jetzt ausziehen um noch mehr zu unterwerfen. Aber eine wichtige Mitteilung hatte er noch zu verkünden.

"Liebä Goblins, meinä Diena. Ich bin Zibbli, der großä Boss von Goblins. Ich habe lange füa diesen Tag geplant. Ich habe gestohlen, viele Sachen von großän, bösen Orkzen. Niemals wieder werdät ihr von fiezän Orksen rumgeschuppst werdän. Nur noch von mia.! Denn ich bin da großä Z. Da Meistadieb."
Ein Moment der Stille folgte dieser großen Eröffnung. Schließlich kam eine Stimme aus der Masse. "Das kann aba nich sein. Zonk sagt er is da Z." Eine weitere Stimme: "Und Zimb sagt er is da Z." "Aber wenn Zonk und Zimb da Z sind, dann kann doch nicht Zurok Z sein. Aba Zurok sagte er is Z. Und ich glaube Zurok." Schnell weitete sich die kleine Meinungsverschiedenheit zu einer handfesten Keilerei aus, wo jeder Goblin den anderen von hinten schlug.
Zibbli sah zu wie seine Pläne den Bach hinuntergingen. Er wollte ein Boss sein ohne gegen seine Mitgoblins ernsthaft kämpfen zu müssen. Aber manchmal muss ein Goblin tun was ein Goblin tun muss.
"Also gut. Wia kämpfen um da Rang des Bosses. Zimb, Zonk, Zurok kommt nach vornä. Zimb, du kämpfst jetzt gegen Zonk und Zurok kämpft gegen da Siega. Und ich kämpfe dann gegen da Siega des zweitän Kampfäs.!"
Zimb und Zonk fingen sofort an sich zu kratzen und zu beißen. Die umstehenden Goblins waren sehr interessiert an dem Geschehen und drängten näher. Zurok wollte anscheinend nicht warten wer gewinnt und warf sich sofort mit ins Getümmel (Natürlich nicht ohne sich vorher einen Messa zu besorgen.) Der Kampf wogte hin und her und die drei Kämpfer waren erstaunlich verbissen. Als sie schließlich alle dicht zusammenstanden, gab Zibbli seinem Wölfen die Sporen und donnerte über seine Kontrahenten hinweg.
"Seht ia? Ich bin da Boss jetzt. Ich habe allä aneren besiegt, fäir und ährlich, wie ein echter Goblin. Ich König Zibbli, Herr der Gelbzähne und nun... Uaaghh." Und Zibbli brach auf seinem Wagen zusammen, ein kleines Messer in seinem Rücken.
"Ich bin da Chefboss Krik, Herr der Gelbzähne!" Und die Goblins jubelten ihrem neuen gerissenen Boss zu. Krik war bestimmt ein guter Boss.

Und das war die Geschichte von Chefboss Krik, wie sie jedem kleinen Goblin erzählt wird, bevor er in die Minen der Orks getrieben wird. Sie soll ihnen beibringen, dass man alles erreichen kann, wenn man nur die ehrliche Arbeit anderer ausnutzt und dann ein Messer in ihren Rücken rammt.
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